Angewandte Chemie

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Januar 1993

Volume 105, Issue 1

Pages cpi–fmi, A-3–A-11, 1–136

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050101

  2. Impressum

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050102

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A-3–A-11)

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050103

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Marine Metaboliten und die Komplexierung von Metall-Ionen: Tatsachen und Hypothesen (pages 1–24)

      Prof. Joseph P. Michael and Prof. Gerald Pattenden

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050104

      Transportieren die Sekundärmetaboliten von Meereslebewesen Metall-Ionen? Diese Frage kann überraschenderweise noch keineswegs schlüssig beantwortet werden. Diese Übersicht stellt marine Metaboliten vor, deren Strukturen sie für Wechselwirkungen mit Metall-Ionen geeignet scheinen lassen, z.B. das Bryostatin 1; der Autor schildert ferner die wenigen bekannten Fakten über Metallkomplexierungen und appelliert an die (Synthese)chemiker, sich dieses vernachlässigten Forschungsgebiets anzunehmen.

    2. Quecksilber, struktureller Baustein und Quelle lokalisierter Reaktivität in Metallclustern (pages 25–42)

      Dr. Lutz H. Gade

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050105

      Ein vielversprechender „Alleskleber” für höherkernige Clustereinheiten ist Quecksilber, das als ein- oder mehratomige Einheit Hgx, aber auch als Ligand HgR in Metallgerüsten vorliegen kann. Diese Gemischtmetallcluster haben zum Teil bemerkenswerte redox- und photochemische Eigenschaften; ihre Reaktivität ist häufig, wie beispielsweise in [Os18Hg3C2(CO)42]2- (Gerüststruktur im Bild rechts), auf die Schnittstellen zwischen den einzelnen Baueinheiten beschränkt: Die photochemische Abspaltung eines Hg-Atoms aus der μ-Hg3-Einheit in 1 ist thermisch umkehrbar die beiden Os9-Gerüste bleiben unverändert.

    3. Kolloidale Halbleiter-Q-Teilchen: Chemie im Übergangsbereich zwischen Festkörper und Molekül (pages 43–55)

      Dr. Horst Weller

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050106

      In der Welt der vernachlässigten Dimensionen, dem Nanometerbereich, verlieren viele Halbleiter ihre typischen Festkörpereigenschaften und werden zu Halbleiter-Q-Teilchen: An die Stelle der Energiebänder treten diskrete excitonische Niveaus, und die Bandlücke wächst mit sinkender Teilchengröße um bis zu mehrere Elektronenvolt an. Zwischen Festkörper und Molekül zeigen diese Teilchen neuartige chemische und physikalische Eigenschaften, die im wesentlichen durch ihre Größe und ihre Oberfläche bestimmt werden und aufgrund derer sie für Einsatzgebiete wie die Photokatalyse und die Untersuchung von Grenzflächenprozessen geeignet scheinen.

    4. Transmembrane Signalübertragung bei T-Lymphocyten durch ligandinduzierte Rezeptorkomplexbildung (pages 56–66)

      Prof. Dr. Klaus Eichmann

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050107

      Für die molekulare Erkennung von peptidbeladenen Haupthistokompatibilitätskomplex-(MHC)-Molekülen antigenpräsentierender Zellen (Makrophagen) durch T-Zellen ist eines der höchstentwickelten Rezeptorsysteme nötig. Einen Eindruck von der Komplexität des Erkennungsvorgangs vermittelt das Schemabild rechts. Auch Chemiker sind gefordert, zusammen mit Immunologen ein detaillierteres Bild des T-Zell-Aktivierungs-komplexes zu erarbeiten.

  5. Highlights

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    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Röntgenstrukturanalyse von FeMo-Nitrogenase der enzymatischen ist das Problem der enzymatischen N2-Fixierung gelöst? (pages 67–70)

      Prof. Dr. Dieter Sellmann

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050108

      Ein großer Schritt vorwärts ist der Nitrogenaseforschung durch die röntgenstrukturanalytischen Arbeiten von Bolin et al. und jüngst von Rees et al. gelungen. Der gut abgesicherte Strukturvorschlag für die FeMo-Cofaktoren (Bild unten) und die ungewöhnlichen P-Cluster (2 × Fe4S4-Doppelcuban) fordern jetzt die Chemiker heraus, funktionelle Modellkomplexe zu synthetisieren.

    2. Tellur - ein interessanter Bindungspartner für Übergangsmetalle: Neues aus der Molekülchemie (pages 70–71)

      Dr. Ulrich Siemeling

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050109

      Komplexe mit terminalen Telluridoliganden wie 1–3 konnten erstmals synthetisiert werden - die entsprechenden Sulfidokomplexe sind schon recht lange bekannt. Diese Verbindungen wurden als molekulare Zwischenstufen bei der bekannten thermischen Zersetzung von Übergangsmetalltellurolaten in die entsprechenden Telluride postuliert; homoleptische Tellurolatokomplexe mit Metallen der Gruppe 12 - ebenfalls erst seit kurzem zugänglich - sind als potentielle Einkomponenten-Precursor für II/VI-Halbleiter von Interesse. M = Zr, Hf; R = Si(SiMe3)3.

  6. Zuschriften

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    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Buchbesprechungen
    1. Das Einführen axialer Liganden in Diazacyclooctannickel- und -zinkkomplexe (pages 72–74)

      Dawn C. Goodman, Thawatchai Tuntulani, Patrick J. Farmer, Prof. Dr. Marcetta Y. Darensbourg and Dr. Joseph H. Reibenspies

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050110

      Das ungewöhnliche „Zusammenklappen” des Diazacyclooctanliganden, der in üblicher Konformation eine axiale Position am Metallzentrum blockiert, ermöglicht die Synthese des paramagnetischen, blauen Ni-Komplexes 1 mit sechsfach koordiniertem Metallzentrum. Im Kristall ist das nichtkoordinierte O-Atom der Carboxygruppe an H-Brückenbindungen zu H2O-Molekülen beteiligt, die zu einem dreidimensionalen Netzwerk verknüpft sind.

    2. Eine diastereoselektive Synthese von ß-(N-Acylamino)aldehyden durch Umlagerung)von: von N,O-Vinylacetalen (pages 74–76)

      Prof. Dr. Herbert Frauenrath, Thomas Aramz, Dr. Gerhard Raabe and Martin Zorn

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050111

      Die Isomerisierung von N-Acyl-O-allylacetalen 1 zu den Verbindungen 2 und deren Umsetzung mit Me3SiO3SCF3 führt mit hoher Diastereoselektivität zu neuartigen acyclischen β-(N-Acylamino)aldehyden 3. Diese interessieren als wertvolle Synthesebausteine; ihre relative Konfiguration konnte durch Röntgenbeugungsanalyse (für R1 = Me, R2 = tBu) ermittelt werden.

    3. Synthese und Reaktivität von Me2P(ZrCp2Cl)[DOUBLE BOND]NAr, dem ersten Iminozirconiophosphoran, einem maskierten Iminophosphid (pages 76–78)

      Dr. Alain Igau, Dr. Natalie Dufour, Armelle Mahieu and Dr. Jean-Pierre Majoral

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050112

      Einschub des Phosphoratoms in die Zirconium-Methyl-Bindungen und Wanderung des Chloratoms zum Metallzentrum - so läßt sich die bei −40°C verlaufende Reaktion des Chloriminophosphans CIP[DOUBLE BOND]NAr (Ar = 2,4,6-tBu3C6H2) mit dem Zirconocen [Cp2ZrMe2] zum metallierten Iminophosphoran 1 skizzieren. Mit Nitrilen RCN (R [DOUBLE BOND] Me, iPr, Ph) reagiert 1 zu den ungewöhnlichen Insertionsprodukten 2, verhält sich also wie ein Iminophosphid; bei Raumtemperatur lagert 1 zum thermodynamisch stabileren Aminophosphan 3 um.

    4. Bindungsverhältnisse in endohedralen Metall-Fulleren-Komplexen: f-Orbital-Kovalenz in Ce@C28 (pages 78–81)

      Prof. Dr. Notker Rösch, Oliver D. Hüherlen and Dr. Brett I. Dunlap

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050113

      Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, wenn endohedrale Metall-Fulleren-Komplexe stabil sein sollen: 1. Metall-Valenzorbitale und Fulleren-Grenzorbitale stimmen in den Symmetrieeigenschaften überein. 2. Die Größe der Metallatom-Orbitalwolke und des Fulleren-Hohlraums passen zueinander. 3. Es entsteht ein System mit abgeschlossenen Schalen. Laut skalar-relativistischen Rechnungen werden diese Bedingungen von Ce@C28 erfüllt, für das eine Bindungsenergie von ca. 13.7 eV und eine deutliche Beteiligung der Ce-f-Orbitale an der kovalenten Bindung ermittelt wurde.

    5. Organometalloxide: an lakunare Polyanionen des Lindqvist-Typs gebundene Cyclopentadienylrhodium-Komplexfragmente (pages 81–83)

      Anna Proust, Prof. Dr. Pierre Gouzerh and Frauds Robert

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050114

      Wie ein vierzähniger Brückenligand verhält sich [Mo5O13-(OMe)4(NO)]3-, ein lakunares Polyanion vom Lindqvist-Typ, bei der Synthese des neuartigen polyoxomolybdathaltigen Cyclopentadienylrhodium-Komplexes 1. Die Rhodiumatome erreichen die 18-Elektronenkonfiguration durch zwei endständige axiale Sauerstoffatome, den Cp*-Ring und einen Bromoliganden.

    6. Selbstorganisation zu einer Helix durch Wasserstoffbrückenbindungen (pages 83–85)

      Steven J. Geib, Cristina Vicent, Erkang Fan and Prof. Andrew D. Hamilton

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050115

      Das gleiche Strukturmotiv, aber verschiedene räumliche Gestalten kennzeichnen die polymeren 1:1-Komplexe aus dem Isophthalsäurederivat 1 und den beiden Dicarbonsäuren 2. Mit der längerkettigen entsteht eine Helixstruktur, mit der kürzerkettigen eine Blattstruktur, obwohl beide Aggregate durch zwei Paare von Wasserstoffbrücken zwischen benachbarten Molekülen stabilisiert werden.

    7. Synthese und Struktur des ersten homoleptischen Imidotechnetium-Komplexes: [Tc2(NAr)6] (Ar = 2,6-Diisopropylphenyl) (pages 85–86)

      Dr. Anthony K. Burrell and Dr. Jeffrey C. Brayn

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050116

      Eine ethanartige Struktur hat der Titelkomplex 1, bei dem die sechs terminalen Imidoliganden gestaffelt bezüglich der Tc-Tc-Bindung angeordnet sind. Die bislang charakterisierten M2E6-Komplexe mit sterisch weniger anspruchsvollen, aber ebenfalls mehrfach gebundenen Liganden, lagen ausnahmslos als Dimere aus zwei kantenverknüpften Tetraedern vor.

    8. Synthese und Struktur des Arsaalkin-Tetramers (AsCtBu)4 und seines Fe(CO)4-Derivats (pages 86–88)

      Dr. Peter B. Hitchcock, Dr. Julian A. Johnson and Prof. Dr. John F. Nixon

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050117

      Ein As4C4-Würfel ist die zentrale Struktureinheit von 1, dessen Bildung das intermediäre Auftreten des Arsaalkins tBuCAs nahelegt. Das thermisch sehr stabile 1 kann als Komplexligand fungieren, wie die Umsetzung mit [Fe2(CO)9] zum entsprechenden Fe(CO)4-Komplex zeigt. Beide Verbindungen konnten auch röntgenkristallographisch charakterisiert werden.

    9. Hohlräume zur Aufnahme von zwei Metall-Ionen: ein neuartiger fünfkerniger Kupfer(I)-Komplex mit einem anionischen fünfzähnigen Arylliganden mit zwei ortho-chelatisierenden Diaminsubstituenten (pages 88–90)

      G. Marc Kapteijn, Ingrid C. M. Wehman-Ooyevaar, Dr. David M. Grove, Wilberth J. J. Smeets, Dr. Anthony L. Spek and Prof. Dr. Gerard Van Koten

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050118

      Aus zwei kationischen Organokupfer-Einheiten 1, die von einer CuBr2-3-Einheit stabilisiert werden, kann man sich den fünfkernigen Kupferkomplex [CuBr3(1)2] aufgebaut denken, der aus CuBr und dem entsprechenden lithiierten Polyamin hergestellt werden kann. Der Cu-Cu-Abstand in 1 ist, bedingt durch die geometrischen Anforderungen des Arylliganden, recht kurz (2.456 Å).

    10. Darstellung und Struktur von zwei hochreaktiven Intermediaten: [Li(thf)4][Cu5Cl4R2] und [Li(thf)4][AICI3R], R = Si(SiMe3)3 (pages 90–92)

      Andreas Heine and Dr. Dietmar Stalke

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050119

      Eine SiCu2-Drei-Zentren-Zwei-Elektronen-Bindung mit kurzem Cu-Cu-Abstand ist das herausragende Merkmal des im Titel erwähnten Lithiumsilylcuprats Li(thf)4-1, der ersten röntgenographisch charakterisierten Verbindung dieses Typs (Bild rechts ohne SiMe3-Substituenten). Die Struktur des Aluminats entspricht einem eingefrorenen Intermediat aus der Umsetzung (Me3Si)3SiLi + AlCl3. Beide Verbindungen sind extrem thermolabil.

    11. Selbstorganisation von Multikomponenten-systemen: spontane Bildung eines zylinderförmigen Komplexes aus fünf Liganden und sechs Metall-Ionen (pages 92–95)

      Dr. Paul Baxter, Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Dr. André Decian and Prof. Dr. Jean Fischer

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050120

      Auf einen Schlag insgesamt elf Bausteine fünf Liganden und sechs Kupfer(I)-Ionen - lassen sich zum diskreten Überkomplex 1 vereinen, der rechts schematisch dargestellt ist (Phenylsubstituenten der beiden zentralen Liganden und Methylsubstituenten der drei äußeren Liganden sind weggelassen). Die Bildung von 1 belegt, wie durch Design und Auswahl der einzelnen Komponenten molekulare Selbstorganisation gesteuert werden kann und ungewöhnliche Strukturen entstehen - im Falle von 1 spannen die Liganden einen zylinderförmigen Hohlraum auf. • = Kupfer(I).

    12. Umsetzung von Buckminsterfulleren C60 mit ortho-Chinodimethan: ein neuer Zugang zu stabilen C60-Derivaten (pages 95–97)

      Pavel Belik, Andreas Gügel, Jochen Spickermann and Prof. Dr. Klaus Müllen

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050121

      Das beständige Dienaddukt 1 ist in guten Ausbeuten erhältlich, wenn man o-Chinodimethan und C60 in Toluol umsetzt. o-Chinodimethan wird dabei in situ aus 1,2-Bis-(brommethyl)benzol und KI unter Verwendung von [18]Krone-6 als Phasentransferkatalysator erzeugt. 1 konnte mittels Gelpermeationschromatographie isoliert und massenspektrometrisch sowie NMR-spektroskopisch charakterisiert werden; rechts ist die geometrieoptimierte Struktur gezeigt.

    13. Darstellung des Tris(9-fluorenyliden)-cyclopropan-Dianions und verwandter Dianionen -|3|Radialene mit neuartigen elektronischen Eigenschaften (pages 97–99)

      Prof. Dr. Masahiko Iyoda, Hiroyuki Kurata, Prof. Dr. Masaji Oda, Chiaki Okubo and Prof. Dr. Kichisuke Nishimoto

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050122

      Ein Cyclopropenium-Ion mit drei exocyclischen anionischen Substituenten, dieser Grenzstruktur (1 A2-) kommt nach NMR-spektroskopischen Befunden große Bedeutung bei der Beschreibung der Bindungsverhältnisse des Dianions 12- zu, das durch Reduktion des [3]Radialens 1 mit Alkalimetallen (M = Li, Na) hergestellt werden kann. Im angeregten Zustand findet dagegen, wie elektronenspektroskopische Untersuchungen zeigen, in 12- ein verstärkter Rücktransport von Ladung in das zentrale Ringsystem statt.

    14. Metathese schwefelhaltiger Olefine mit einem metallacyclischen Aryloxo(chloro)neopentyliden-wolfram-Komplex (pages 99–102)

      Dr. Jean-Lue Couturier, Dr. Katsumi Tanaka, Dr. Michel Leconte, Dr. Jean-Marie Basset and Dr. Jean Ollivier

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050123

      Selbstmetathesen und Cometathesen acyclischer und ungespannter cyclischer Olefine mit Schwefelsubstituenten werden durch den Wolframkomplex 1 katalysiert. Daß hier keine Katalysatorvergiftung durch die Schwefelgruppen eintritt, dürfte in der sterischen Abschirmung des Wolframatoms und der Starrheit der Koordinationssphäre begründet sein. Die intramolekulare, durch 1 katalysierte Metathese von Diallylsulfid liefert beispielsweise in 80-90% Ausbeute 2,5-Dihydrothiophen sowie Ethylen.

    15. Zwei Modifikationen eines Cyclopentadienyl-thallium(I)-Komplexes: Bindeglieder zwischen Hauptgruppenelement-Cp- und Hauptgruppenelement- Aren-Komplexchemie (pages 102–103)

      Prof. Dr. Walter Frank, Dietmar Kuhn, Dr. Stefan Müller-Becker and Dr. Abbas Razavi

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050124

      Die gleichzeitige Koordination eines Hauptgruppenmetalls durch Cp- und Arenliganden konnte an zwei Modifikationen des Thalliumkomplexes von 1 strukturanalytisch nachgewiesen werden. Sowohl im Ketten- als auch im Schichtenkoordinationspolymer sind die Thalliumatome von drei aromatischen Systemen umgeben. In Lösung zeigen die monomeren Moleküle der Verbindung dynamisches Verhalten.

    16. Photosensibilisierte Oxidation eines Acylfurans: Isolierung eines durch Umlagerung des entsprechenden Endoperoxids entstandenen Furandioxetans sowie ausgewählte chemische Transformationen (pages 104–105)

      Prof. Dr. Waldemar Adam, Michael Ahrweiler and Markus Sauter

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050125

      Erstaunlicherweise lagert sich das Dioxetan 2, ein neuartiges Furandioxetan, durch katalytische Mengen Et4NBr quantitativ in das Spiroepoxid 3 um. Dieses wird auch bei der Thermolyse des Endoperoxids 1 und des Dioxetans 2 gebildet. Diese Valenzisomerisierung ist ein neuer Zersetzungsweg für 1,2-Dioxetane und erklärt die Bildung von Spiroepoxid-ähnlichen Produkten aus Furanendoperoxiden.

    17. [(η5[BOND]CH3C5H4)Mn(CO)(dppfe)]: Zwei Isomere mit unterschiedlichen Frequenzen der CO-Streckschwingung, die sich nur in der Rotationsstellung des Methylcyclopentadienyl-Liganden unterscheiden - Nachweis intramolekularer M[BOND]CO…H[BOND]C-Wechselwirkung (pages 105–107)

      Prof. Dr. Satoru Onaka, Hiroyuki Furuta and Dr. Shigeru Takagi

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050126

      Eine attraktive Wechselwirkung zwischen einem H-Atom der Methylgruppe eines Methylcyclopentadienylliganden und dem β-Elektronensystem eines Carbonylliganden verursacht, daß die Titelverbindung in zwei Isomeren im Verhältnis 1:1 kristallisiert. Die rechts gezeigte Einheit ist im orangeroten Isomer ekliptisch, im orangegelben Isomer gestaffelt angeordnet.

    18. Über die räumliche Gestalt von Diels-Alder-Leiterpolymeren (pages 107–110)

      Dr. Britta L. Schürmann, Dr. Volker Enkelmann, Matthias Löffler and Prof. Dr. Arnulf-Dieter Schlüter

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050127

      Als zweidimensionale Knäuel scheinen bestimmte Leiterpolymere in Lösung bevorzugt vorzuliegen. Dies ergaben Moleküldynamiksimulationen mit 1 als Modell eines Diels-Alder-Leiterpolymers, die unabhängig davon, ob eine ebenensymmetrische Konformation als Startpunkt verwendet wurde oder nicht, in Benzol als Lösungsmittel zu einer ebenensymmetrischen Anordnung führten.

    19. 1,7-Cyclopentenonorbornadiene - Synthese und Struktur im Kristall (pages 110–111)

      Priv.-Doz. Dr. Axel G. Griesbeck, Thomas Deufel, Dr. Karl Peters, Eva-Maria Peters and Prof. Dr. Hans Georg Von Schnering

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050128

      Eine starke Polarisierung der exocyclischen Doppelbindung C7-C8 im 1,7-Cyclopentenonorbornadien 1 ergibt sich aus der drastischen Verschiebungsdifferenz der entsprechenden 13C-NMR-Signale. Die Kristallstruktur-analyse von 1 gibt jedoch keine Hinweise auf homokonjugative Effekte, auf welche bislang dieses Phänomen in verwandten Systemen zurückgeführt wurde.

    20. Eine Kurze, lineare Synthese von (9S)-Dihydroerythronolid A (pages 112–114)

      Dr. Rainer Stürmer, Kerstin Ritter and Prof. Dr. Reinhard W. Hoffmann

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050129

      Als Prüfstein für die Zuverlässigkeit und Effizienz stereoselektiver Synthesemethoden gelten Erythronolid-Synthesen. Bei der hier beschriebenen Synthese von (9S)-Dihydroerythronolid A 1 werden alle Stereozentren durch externe asymmetrische Induktion unter Nutzung der Crotylborierungsreaktion und der Sharpless-Epoxidierung aufgebaut. Die Synthese ist linear und dennoch kürzer als bisher bekannte konvergente Synthesen (23 Schritte, 10% Ausbeute).

    21. Pentafluorphenylxenon(II)-pentafluorbenzoat: erste präparative Synthese und strukturelle Charakterisierung einer Acyloxyverbindung von Xenon(II) (pages 114–115)

      Dr. Hermann Josef Frohn, Angela Klose and Prof. Dr. Gerald Henkel

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050130

      Unerwartet stabil ist 3, eine kovalente Acyloxyverbindung von Xenon(II), die sich erst bei 85°C zersetzt und im Festzustand bei Raumtemperatur sowie in CH2Cl2 bei - 45 °C nahezu unbegrenzt haltbar ist. 3 entsteht aus dem Arylxenonsalz 1 und dem Caesiumsalz 2 in Wasser (!) und ist im Kristall durch eine lineare Anordnung von O, Xe und C sowie eine „Dimerisierung” über Xe2O2-Ringe gekennzeichnet.

    22. Organische Clathratbildner als hochselektive Sensorbeschichtungen zur gravimetrischen Detektion von Lösungsmitteldämpfen (pages 116–117)

      Albert Ehlen, Claus Wimmer, Prof. Dr. Edwin Weber and Prof. Dr. Joachim Bargon

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050131

      Die Quarzmikrowaage erweist sich - in Kombination mit kristallinen organischen Belegungen, die mit Lösungsmitteln selektiv Clathrate bilden -, als empfindliches Sensorelement. So lassen sich mit sperrigen Milchsäurederivaten wie 1 als Sensorbeschichtungen dampfförmiges Dioxan und 1-Butanol im ppm-Bereich selektiv detektieren.

    23. [(Me3SnIV)2MoVIO4], ein metallorganisches quasi-AB2-System mit Schichtstruktur (pages 117–119)

      Prof. Dr. Ulrich Behrens, Dr. Abdul K. Brimah, Dr. Kenan Yünlü and Prof. Dr. R. Dieter Fischer

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050132

      Bekommen als Intercalatbildner altbewährte Substanzen mit Schichtstruktur nun metallorganische Konkurrenz? Die polymere Titelverbindung zieht - letztlich wohl aus Packungsgründen - eine Schichtstruktur einem ebenfalls denkbaren dreidimensionalen Netzwerk vor. Auf potentielle Gastmoleküle einladend wirken dürften zum einen die nahezu reinen van-der-Waals-Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Schichten und zum anderen das potentielle Oxidationsvermögen der Oxometallat(VI)-Bestandteile jeder einzelnen Schicht.

    24. IR-spektroskopischer Nachweis von Trimethylenmethan: Ergebnis einer unerwarteten Photoisomerisierung von Methylencyclopropan in einer Halogen-dotierten Xe-Matrix Kleine Ringe, 75. Mitteilung. Diese Arbeit wurde vom Fonds der Chemischen Industrie gefördert. - 74. Mitteilung: G. Maier, A. Schick, I. Bauer, R. Boese. M. Nussbaumer. Chem. Ber. 1992, 125, 2111–2117. (pages 119–121)

      Prof. Dr. Günther Maier, Dr. Hans Peter Reisenauer, Dr. Klaus Lanz, Ralf Troß, Dorothée Jürgen, Prof. Dr. B. Andes Hess Jr. and Prof. Dr. Lawrence J. Schaad

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050133

      Was kann man tun, um die Ringöffnung von Methylencyclopropan 1 in Trimethylenmethan 2, dem Anfangsglied der Reihe der Nicht-Kekulé-Kohlenwasserstoffe, zu bewirken, wenn Photolyse und Pyrolyse versagen? Kann genügend 2 erzeugt werden, um diese hochreaktive Spezies spektroskopisch nachzuweisen? Die Antworten werden in dieser Zuschrift gegeben.

    25. Ein funktionelles Modell der CO-Dehydrogenase: katalytische Reduktion von Methylviologen durch CO/H2O an einem Nickelkomplex mit N, O, S-Koordination (pages 121–123)

      Zheng Lu, Corbet White, Prof. Dr. Arnold L. Rheingold and Prof. Dr. Robert H. Crabtree

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050134

      Bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck katalysiert der Komplex 1, der in Zentralmetall und Ligandensphäre der vermuteten CO-Bindungsstelle des Enzyms CO-Dehydrogenase entspricht, wie dieses die Reduktion von Methylviologen MV2+ durch CO/H2O. Wie auch im biologischen System wird die katalytische Aktivität von 1 durch CN- und Mel gehemmt und in Abwesenheit von MV2+ ein NiI-Komplex gebildet; an Luft kann CO mit 1 auch katalytisch zu CO2 oxidiert werden.

    26. Neuartige Insertionen von Carbenhomologen in Metall-η5-Cp-Bindungen: Sandwichkomplexe mit Ge2Ni-und Sn2Ni-Kernen (pages 123–125)

      Prof. Dr. Michael Veith and Dr. Lothar Stahl

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050135

      Ein unsymmetrisch verbrükkender Cp-Ligand ist das auffallende Strukturelement in 1. Komplex 1 entsteht aus Me2Si-(NrBu)2Ge und [Cp2Ni], wobei das Carbenhomologe in die Ni-Cp-Bindung inseriert. Eine symmetrischere Struktur weist der analoge Sn-Komplex auf.

    27. Didodecylsexithiophen - Modellverbindung für die Erzeugung und Charakterisierung von Ladungsträgern in konjugierten Ketten (pages 125–127)

      Dr. Peter Bäuerle, Uwe Scgelbacher, Dr. Kai-Uwe Gaudl, Dieter Huttenlocher and Prof. Michael Mehring

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050136

      Vier Redoxstufen vom Dikation bis zum Dianion können vom löslichen Oligothiophen 1 durch kombinierte in-situ-UV/VIS/NIR- und -ESR-Spektroskopie untersucht werden. Mit der reversiblen Dimerisierung 1+ (1)2+2 ist eine neue Beschreibung des Dotierungsverhaltens von Polythiophenen und leitenden Polymeren möglich.

    28. Neue Polysulfidorhenium-Halbsandwichkomplexe (pages 127–129)

      Prof. Dr. Max Herberhold, Dr. Guo-Xin Jin and Dr. Wolfgang Milius

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050137

      Eine Re[DOUBLE BOND]Re-Bindung enthält der annähernd C2-symmetrische Komplex 1 mit planarer Re2S2-Einheit, der bei der Desulfurierung von 2 mit PPh3 entsteht. Ein bemerkenswertes Strukturelement des grünen Komplexes 2 ist der Trisulfido-Chelatring, dessen koordinierende S-Atome sich deutlich näher am Metallzentrum befinden als die entsprechenden Atome des S2-4-Liganden.

    29. (Trimethylstannyl)methyllithium zum Aufbau einer Methylenbrücke zwischen zwei Acylgruppen in der Naturstoffsynthese (pages 129–130)

      Prof. Dr. Tadashi Sato and Shigeki Ariura

      Version of Record online: 13 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19931050138

      β-Ketoaldehyde sind bequem und in akzeptablen Ausbeuten erhältlich, wenn Ester zunächst mit zwei Äquivalenten des maskierten Methylen-Dianions Me3SnCH2Li und dann mit Methylformiat umgesetzt werden. Auf diese Art ließ sich beispielsweise 1 epimerisierungsfrei in 66% Ausbeute erhalten, das möglicherweise einen einfacheren Zugang zu D-Mycarose, einem wichtigen Antibiotica-Baustein, eröffnet.

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