Angewandte Chemie

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9. September 1996

Volume 108, Issue 17

Pages cpi–fmi, 2005–2131

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081701

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081702

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages 2005–2011)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081703

  4. Editorial

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
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      Editorial (page 2003)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081704

  5. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Die Strukturen von Nucleinsäureanaloga und Antisense-Oligonucleotiden (pages 2020–2036)

      Prof. Dr. Martin Egli

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081705

      Bessere Bindungseigenschaften für die Hybridisierung mit RNA und eine höhere Beständigkeit gegenüber dem Abbau durch Nucleasen – das sind die Eigenschaften, die DNA- und RNA-Analoga aus modifizierten Nucleinsäuren aufweisen müssen, wenn sie als Antisense-Therapeutica in Frage kommen sollen. Obwohl viele Daten über die chemische Stabilität zahlreicher solcher synthetischer Analoga sowie über ihre Eigenschaften bezüglich des Eindringens in die Zelle und der Hybridisierung mit RNA zusammengetragen wurden, versteht man die strukturchemischen Ursachen für die veränderte Selektivität und Stabilität zumeist kaum. Die Kristallstrukturanalyse vermittelt hier wertvolle Einblicke, und die Interpretation der thermodynamischen Daten auf der Basis der Strukturen kann bei der Entwicklung neuer und verbesserter Analoga von erheblichem Nutzen sein.

    2. Saccharidnachweis mit Rezeptoren auf Boronsäurebasis (pages 2038–2050)

      Dr. Tony D. James, Dr. K. R. A. Samankumara Sandanayake and Prof. Seiji Shinkai

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081706

      Molekulare Saccharidrezeptoren auf Boronsäurebasis sind bei der selektiven Erkennung von Monosacchariden ebenso von Bedeutung (z.B. 1 und 2) wie bei der Konzeption von Farb- und Fluoreszenzsensoren (z.B. 2), der Konfigurationsbestimmung von Sacchariden oder beim aktiven Saccharidtransport durch Zellmembranen.

  6. Highlights

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
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    1. π-Pyrrol-Metallkomplexe – der fehlende Koordinationstyp für Metall-Porphyrin-Wechselwirkungen (pages 2051–2053)

      Dr. Mathias O. Senge

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081707

      Metall-Porphyrin-π-Bindungen wie in 1 und 2 waren als Koordinationstyp in Komplexen bislang unbekannt. Derartige Arenkomplexe wurden kürzlich von Rauchfuss et al. synthetisiert (Angew. Chem.1996, 108, 1985). Metall-Porphyrin-Wechselwirkungen dieser Art könnten auch bei den von Metalloporphyrinen katalysierten Reaktionen eine Rolle spielen.

    2. Ein neues Konzept zur Aufklärung des Reaktionsmechanismus konfigurationserhaltender Glycosid-Hydrolasen (pages 2054–2056)

      Dr. Arnold E. Stütz

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081708

      Hervorragende Inhibitoren konfigurationserhaltender α- und β-Glucosidasen sind die kürzlich synthetisierten 5-Fluorglucopyranosylfluoride. Sie liefern stabile Enzym-Inhibitor-Komplexe (siehe rechts), die Elektrospray-massenspektrometrisch untersucht werden können. Die bisher erzielten Ergebnisse mit diesen Fluorzuckern sind starke Argumente in der schon lange geführten Diskussion zum Mechanismus der enzymatischen Glycosidhydrolyse.

  7. Zuschriften

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
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    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Thermodynamisch kontrollierte Selbstorganisation von Pseudorotaxanen und Pseudopolyrotaxanen mit unterschiedlichen selbstselektiven Erkennungsmotiven (pages 2058–2061)

      Peter R. Ashton, Dr. Peter T. Clink, Dr. M. -Victoria Martínez-Díaz, Prof. J. Fraser Stoddart, Dr. Andrew J. P. White and Dr. David J. Williams

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081709

      Drei kationische Kronenether-Bindungsstellen, eine Bipyridiniumeinheit und zwei sekundäre Dibenzylammonium-Zentren, liegen im Tetrakation 1 vor. Sie werden von den einfachen makrocyclischen Rezeptoren Bis-para-phenylen[34]krone-10 BPP34CI0 und Dibenzo[24]krone-8 DB24C8 differenziert. Dabei entsteht thermodynamisch kontrolliert entweder selektiv [(DB24C8)2 · BPP34C10 · 1] oder das Pseudopolyrotaxan [(BPP34C10)2 · 1]n.

    2. Das binäre Phosphid Hf7P4 – ein unerwartetes Syntheseprodukt (pages 2062–2064)

      Dr. Holger Kleinke and Prof. Dr. Hugo F. Franzen

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081710

      Eisen muß sein. – Das gilt zumindest für die Synthese von Hf7P4, das bei der Umsetzung von Hf mit Fe und HfP erhalten wurde. Die Verbindung erwies sich als thermodynamisch stabil und eisenfrei, konnte aber ohne den Zusatz des Flußmittels Eisen nicht synthetisiert werden. Hf7P4 ist überraschenderweise isostrukturell mit Zr7P4. Eine Erklärung hierfür auf der Basis von COOP-Berechnungen wird versucht.

    3. Photoinduzierter Energie- und Elektronentransfer in supramolekularen Porphyrinsystemen (pages 2064–2067)

      Dr. Christopher A. Hunter and Robert K. Hyde

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081711

      Pyridin-Zinkporphyrin-Koordinationswechselwirkungen ließen sich dazu nutzen, sehr stabile Komplexe zu erzeugen, die zwei unterschiedliche Chromophore enthalten. Diese gehen photoinduzierte Elektronen-(siehe rechts) und Energietransferreaktionen ein, die einige Grundelemente der Photosynthese nachahmen.

    4. Peptidnucleinsäuren (PNAs) aus chiralen Aminosäuren und Thymin-Monomeren: Hybridisierungs- und Löslichkeitseigenschaften von D-Lysin-PNA (pages 2068–2070)

      Dr. Gerald Haaima, Anders Lohse, Prof. Dr. Ole Buchardt and Prof. Dr. Peter E. Nielsen

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081712

      Funktionalisierte chirale D- und L-Aminosäuren in Peptidnucleinsäuren (PNAs; Rückgrat einer PNA siehe rechts) beeinflussen deren Hybridisierungs- und Löslichkeitseigenschaften. Falsche Basenpaarungen werden durch derartig modifizierte PNAs besser erkannt als durch Glycin-PNAs. Monomere könnten in der kombinatorischen Chemie auf Amidbasis, PNAs im pharmakokinetischen Bereich und in der Synthese von DNA-Konjugaten Anwendung finden.

    5. Ein stabiler Lithiumamid-Methylphosphanoxid-Komplex: Strukturuntersuchungen und MO-Rechnungen zum Mechanismus der Protonenabstraktion durch Alkalimetallreagentien (pages 2071–2073)

      Dr. David R. Armstrong, Dr. Matthew G. Davidson, Robert P. Davies, Helen J. Mitchell, Rachel M. Oakley, Dr. Paul R. Raithby, Dr. Ronald Snaith and Dr. Stuart Warren

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081713

      Der einleitende Schritt bei der Deprotonierung C-H-acider Verbindungen könnte die Bildung eines Komplexes zwischen organischem Edukt und Metallierungsreagens sein. Dies zeigt die Umsetzung von Ph2P(=O)CH3 mit (Me3Si)2NLi, bei der überraschenderweise ein stabiles Dimer [(Me3Si)2NLi·O=P(CH3)Ph2]2 mit zentralem Li2N2-Vierring entsteht. MO-Rechnungen am Modellsystem H2LiNLi·O = P(CH3)H2 stützen die experimentellen Befunde.

    6. Regioisomerie-Einflüsse auf Prozesse im angeregten Zustand eines Cyclodextrins mit gebundenem Luminophor (pages 2073–2075)

      Dr. Mark A. Mortellaro, Wanda K. Hartmann and Prof. Daniel G. Nocera

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081714

      Enorm ist der Unterschied im photochemischen Verhalten des Bromnaphthalin-Luminophors, wenn es einmal an eine primäre und einmal an eine sekundäre OH-Gruppe von β-Cyclodextrin gebunden ist. Im ersten Fall bleibt es außerhalb des Hohlraums unten links), so daß seine Phosphoreszenz in lufthaltigen Medien gelöscht wird, im zweiten Fall phosphoresziert es auch in Gegenwart von Sauerstoff, was für seinen Einschluß in den Hohlraum (unten rechts) spricht.

    7. Synthese eines wasserlöslichen, konjugierten [3]Rotaxans (pages 2075–2078)

      Dr. Sally Anderson and Dr. Harry L. Anderson

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081715

      Hydrophobe Bindung und Glaser-Kupplung ermöglichen die Synthese des [3]Rotaxans 1 in 30% Ausbeute. Das konjugierte, in die Cyclophanringe eingeschlossene hantelförmige Alkin fluoresziert sechsmal stärker als frei in Lösung. Gegenion: Cl.

    8. Organoplatin-Komplexe als Bausteine für eindimensionale, über H-Brücken verbundene Polymere (pages 2078–2081)

      Dr. Philip J. Davies, Nora Veldman, Dr. David M. Grove, Dr. Anthony L. Spek, Bert T. G. Lutz and Prof. Dr. Gerard Van Koten

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081716

      Über starke Cl…H-O-Brücken (Cl…H–O 161(15)°; Cl…O 3.127(8) Å) sind die Moleküle des rechts gezeigten para-Hydroxybenzoldiamin(platin)- Komplexes 1 im Festkörper verbunden und bilden lineare, eindimensionale, metallorganische Polymerketten. Die molekularen Bausteine der Polymerketten sind infolge der gerichteten Wechselwirkung der H-Brücken in ihrer Orientierung festgelegt.

    9. Ein dreidimensionaler Ferrimagnet aus Ferricyanid- und [Ni(tren)]2+ -Bausteinen (pages 2081–2083)

      Dr. M. Salah El Fallah, Dr. Eva Rentschler, Dr. Andrea Caneschi, Dr. Roberta Sessoli and Prof. Dante Gatteschi

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081717

      Fein abgestimmt werden kann die magnetische Ordnung im Komplex [Ni(tren)]3[Fe(CN)6]2 · 6H2O (Strukturausschnitt siehe rechts; tren = Tris(2-aminoethyl)amin), dem ersten organische Gruppen enthaltenden Derivat des Berliner Blaus. Die Verbindung zeigt bei ca. 8 K eine magnetische Ordnung, die sie als Ferrimagnet ausweist.

    10. Saccharid-Ummantelung oligovalenter Amine: Synthese Thioharnstoff-verbrückter Cluster-Glycoside aus Glycosylisothiocyanaten (pages 2083–2086)

      Dr. Thisbe K. Lindhorst and Christoffer Kieburg

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081718

      Zuckermäntel für Dendrimere: Glycosylisothiocyanate reagieren mit Polyamidoamin-Dendrimeren als Kernbausteinen zu mehrfach zuckerfunktionalisierten Glycokonjugaten (schematische Darstellung eines „Cluster”-Mannosids rechts), die als Antiadhäsiva bei der Zell-Zell-Erkennung fungieren könnten. Nach dieser flexiblen Methode können unterschiedlichste Cluster-Glycoside – auch im Grammaßstab – zügig bereitgestellt werden.

    11. Hervorragende Gelbildung durch und chirale Aggregate aus Alkylamiden, die aus trans-1, 2-Diaminocyclohexan erhalten wurden (pages 2086–2088)

      Prof. Kenji Hanabusa, Manabu Yamada, Dr. Mutsumi Kimura and Prof. Hirofusa Shirai

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081719

      Zwischen 2 und 44 g L−1 des Diamids 1 werden nur benötigt, um mit einer großen Vielfalt organischer Lösungsmittel stabile Gele zu erhalten. Der Circulardichroismus der Gele läßt sich auf die Bildung chiraler Aggregate aus 1 zurückführen, die durch Wasserstoffbrückenbindungen und van-der-Waals-Wechselwirkungen zusammengehalten werden.

    12. Rationelle Synthese der gemischten Organosilyl-derivate α-A-[PW9O34 (tBuSiO)3 (RSi)]3− und α-B-[AsW9O33 (tBuSiO)3 (HSi)]3− aus dreifach ungesättigten Polyoxowolframaten (pages 2089–2091)

      Agnès Mazeaud, Dr. Najib Ammari, Francis Robert and Dr. René Thouvenot

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081720

      Dreifach ungesättigt sind α-A-[PW9O34]9− -lonen, die mit tBuSiCl3, zum Anion 1 reagieren. Dieses läßt sich mit Trichlorsilanen zu α-A-[PW9O34(tBuSiO)3(RSi)]3− -Ionen umsetzen (R = H, Me, Et, CH[DOUBLE BOND]CH2, CH2CH2CH2Cl). Auch über ähnliche Arsenverbindungen berichten die Autoren.

    13. Reaktion von β,γ- und γ,δ-ungesättigten Estern mit dem Ti(OiPr)4/2iPrMgCl-Reagens: Bildung von β-titanierten Estern, β-titanierten Cyclobutanonen oder Acyltitan-Verbindungen (pages 2091–2093)

      Dr. Aleksandr Kasatkin, Takanori Yamazaki and Prof. Fumie Sato

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081721

      Zwei unvorhergesehene Reaktionen von [(η2-CH3CHCH2)Ti(OiPr)2] 1 werden hier beschrieben: Die Reaktion mit Propargylmalonsäurediethylestern liefert die titanhaltigen α-Alkylidenglutarsäureester 2 (siehe unten), und aus β,γ- und γ,δ-ungesättigten Estern sind Acyltitan-Verbindungen zugänglich.

    14. Stereoselektive Insertion von Ketenen in O, O-Acetale: Synthese von β-Alkoxyestern und 1,4-Dioxepan-5-onen (pages 2093–2095)

      Prof. Dr. Johann Mulzer, Dirk Trauner and Dr. Jan W. Bats

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081722

      Hochstereoselektiv verläuft die Lewis-Säure-katalysierte Insertion von Ketenen in chirale Acetale. Die anti-konfigurierten Aldolprodukte 2 werden in dieser Reaktion aus 1 mit über 95% Stereoselektivität gebildet. Die Ketene und Acetale können stark variiert werden, was die Synthese interessanter Heterocyclen ermöglicht.

    15. Photoinduzierter Elektronentransfer zwischen multifunktionellen, über mehrere H-Brücken verknüpften Porphyrin- und Ubichinon-Analoga (pages 2096–2098)

      Dr. Takashi Hayashi, Takashi Miyahara, Shigeichi Kumazaki, Prof. Hisanobu Ogoshi and Prof. Keitaro Yoshihara

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081723

      Nur wenige Pikosekunden benötigt der photoinduzierte Elektronentransfer (ET) in dem nichtkovalent verknüpften Komplex aus dem Zinkporphyrin 1 und dem Chinon 2. Transientenabsorptionsspektren deuten auf das Radikalkation des Zinkporphyrins als typische Zwischenstufe beim ET hin.

    16. Strukturdynamische ansa-Metallocene von Niob und Tantal (pages 2098–2100)

      Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Dr. Walter Baratta and Dr. Eberhardt Herdtweck

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081724

      Einfach ersetzen lassen sich zwei der drei Dimethylamidoliganden in 1 (M = Nb, Ta) durch zweifach deprotoniertes 2, 2-Bis(cyclopentadienyl)propan. In den Komplexen 2 führt der Koordinationswechsel zwischen dem η5- und dem η1-koordinierenden Fünfring dazu, daß das (S,R)/(R,S)-Racemat entsteht.

    17. Erhöhung der Stabilität von DNA-Tripelhelices bei neutralem pH durch Verwendung von Oligonucleotiden mit einem basischeren Desoxycytidin-Analogon (pages 2100–2102)

      Stefan Hildbrand and Prof. Christian Leumann

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081725

      DNA-Tripelhelices im parallelen Bindungsmotiv können bei neutralem pH durch Ersetzen von Desoxycytidin durch das C-Nucleosid 1 im dritten Strang effizient stabilisiert werden. Die Stabilitätserhöhung ist eine direkte Folge des höheren pKa-Wertes von 1, was seine Protonierung, die für die Basenpaarung notwendig ist, bei physiologischem pH-Wert erleichtert.

    18. Ein unsymmetrischer zweikerniger Eisen(III)-Komplex mit Peroxidase-Eigenschaften (pages 2102–2104)

      Dr. Burkhard Eulering, Michael Schmidt, Ulrich Pinkernell, Dr. Uwe Karst and Prof. Dr. Bernt Krebs

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081726

      Ein über mehrere Stunden stabiles Addukt bildet der Komplex 1 mit Wasserstoffperoxid. 1 ist der erste röntgenographisch charakterisierte unsymmetrische, μ-Alkoxo-verbrückte Dieisen(III)-Komplex (die Struktur des Komplexkations ist rechts dargestellt) und katalysiert die Oxidation des Peroxidase-Substrats Diammonium-2, 2′-azinobis(3-ethylbenzothiazolin-6-sulfonat) mit H2O2. [Fe2(mtbpo){O2As(CH3)2}Cl2(CH3OH)](ClO4)2·4CH3OH 1

    19. Kationische Carbonyliridium(III)-Komplexe: [Ir(CO)6]3+ und [Ir(CO)5Cl]2+ (pages 2104–2106)

      Christian Bach, Prof. Dr. Helge Willner, Dr. Changqing Wang, Dr. Steven J. Rettig, Prof. Dr. James Trotter and Prof. Dr. Friedhelm Aubke

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081727

      Die ersten thermisch stabilen Carbonylkationen eines dreiwertigen Metallions wurden mit [Ir(CO)6]3+1 und [Ir(CO)5Cl]2+2 als [Sb2F11] -Salze erhalten. Die Existenz von 1 ermöglicht einen Vergleich der spektroskopischen Eigenschaften einer Serie isoelektronischer Hexacarbonyl-Spezies, die von [Hf(CO)6]2− bis [Ir(CO)6]3+ reicht.

    20. Herstellung stabiler, inverser Wasser-in-Fluorkohlenstoff-Emulsionen (pages 2106–2108)

      Veronique M. Sadtler, Dr. Marie Pierre Krafft and Prof. Jean G. Riess

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081728

      Wasser in Fluorkohlenstoffen zu dispergieren erscheint als geradezu „widernatürliche” Idee, gibt es doch – im Hinblick auf die Intensität der zwischenmolekularen Wechselwirkungen – kaum unterschiedlichere Flüssigkeiten. Tatsächlich sprechen alle Einzelparameter wie die Löslichkeiten, die Diffusionskoeffizienten, die Grenzflächenspannung und die Dichten gegen die Stabilität inverser Wasser-in-Fluorkohlenstoff-Emulsionen. Trotzdem wurde jetzt durch die Verwendung geeigneter fluorierter Tenside die Herstellung solcher stabiler Emulsionen möglich. Derartige Systeme haben potentielle Anwendungen als über die Lunge wirkende Arzneimitteltransportsysteme.

    21. LUCY – ein Programm zur Konstitutionsermittlung aus NMR-Korrelationsexperimenten (pages 2108–2110)

      Dr. Christoph Steinbeck

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081729

      Alle erlaubten Interpretationen der mehrdeutigen Information eines HMBC-Diagrammes durchzuprobieren ist eine Aufgabe, die für einen Menschen zumindest mühsam, meist sogar nicht durchführbar, für einen Computer aber wie geschaffen ist. Daß sich auf dieser Basis wirkungsvoll Konstitutionsaufklärung betreiben läßt, zeigt das vorgestellte Programm LUCY, dessen Benutzeroberfläche im Bild zu sehen ist.

    22. Rutheniumkatalysierte Metathese polymergebundener Olefine (pages 2111–2112)

      Dr. Matthias Schuster, Josef Pernerstorfer and Prof. Dr. Siegfried Blechert

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081730

      Gekreuzte Olefinmetathesen zwischen trägerfixierten und gelösten Olefinen ermöglichen einen einfachen Aufbau disubstituierter Doppelbindungen an fester Phase (siehe unten). Erwartungsgemäß gelingen auch Ringschlußmetathesen immobilisierter Diolefine mit guten Ausbeuten. Die Olefinmetathese könnte damit auch für aktuelle Festphasensynthesen von Interesse sein.

    23. Aktivierung von Disauerstoff durch Mangankomplexe mit Schiff-Basen als Liganden: selektive Oxidation einer Imin- zu einer Amidgruppe innerhalb des salophen-Liganden unter Bildung OH-verbrückter MnIII-Polymere (pages 2113–2115)

      Dr. Emma Gallo, Dr. Euro Solari, Dr. Nazzareno Re, Prof. Dr. Carlo Floriani, Prof. Dr. Angiola Chiesi-Villa and Dr. Corrado Rizzoli

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081731

      Die Bildung eines Hydroperoxo-Liganden, der zwei MnII-Zentren verbrückt, kann als erster Schritt bei der Umsetzung von salophen-Mn2-Komplexen mit Disauerstoff diskutiert werden. Bei dieser Oxygenierung entsteht über die selektive Oxidation einer Imin- zu einer Amidgruppe das rechts schematisch dargestellte, Hydroxy-verbrückte MnIII-Polymer. H2salophen = N,N-o-Phenylen-bis(salicy1idenimin).

    24. BaYbSi4N7 – überraschende strukturelle Möglichkeiten in Nitridosilicaten (pages 2115–2116)

      Hubert Huppertz and Prof. Dr. Wolfgang Schnick

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081732

      Die erste Verbindung, in der vier Siliciumatome an ein zentrales Stickstoffatom gebunden sind, ist BaYbSi4N7 · Die N[4]-Brücken erweitern das Spektrum möglicher Verknüpfungen in den Si-N-Gerüststrukturen der Nitridosilicate ganz beträchtlich. Gegenüber den variantenreichen Oxosilicaten, deren Si-O-Teilstrukturen nahezu ausschließlich aus SiO4-Tetraedern mit terminalen Sauerstoffatomen oder einfach verbrückenden O[2]-Atomen aufgebaut sind, ermöglichen N[2], N[3]- und N[4]-Verknüpfungen neuartige hochvernetzte Si-N-Gerüststrukturen.

    25. Ein ungewöhnlich stabiles Pentaethinylcyclopentadienyl-Radikal (pages 2116–2120)

      Dr. Norbert Jux, Prof. Karoly Holczer and Prof. Yves Rubin

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081733

      Als Feststoff über Wochen und in Lösung mehrere Tage stabil – selbst bei Luftkontakt – ist das blaugrüne Pentaethinylcyclopentadienyl-Radikal 1, das sich leicht aus einer Reihe von ethinylierten Cyclopentadien-Derivaten, die als mögliche Vorstufe von Decaethinylmetallocenen synthetisiert wurden, bildet. Die überraschende Stabilität von 1 steht in Gegensatz zu dem Befund, daß Pentaaryl- und Pentaisopropylcyclopentadienyl-Radikale zwar bei 25°C stabil, aber ausgesprochen sauerstoffempfindlich sind.

    26. Enantioselektive Hydrierung an Platinkolloiden (pages 2120–2123)

      Prof. Dr. Helmut Bönnemann and Gerhard A. Braun

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081734

      Chemische Reduktion wäßriger Platinsalzlösungen in Gegenwart des Alkaloids Dihydrocinchonidin liefert chiral umhüllte Platinkolloide. Durch Änderung der Alkaloidkonzentration lassen sich Partikelgrößen zwischen 1.5 und 4 nm gezielt einstellen. Diese chiral umhüllten Platinkolloide wirken in quasihomogener Phase als enantioselektive Hydrierkatalysatoren für Ethylpyruvat (76% ee), wobei keine Struktursensitivität beobachtet wird.

    27. 1, 2-Diboretanide: homoaromatische 2π-Elektronen-Verbindungen mit hohen Inversionsbarrieren (pages 2123–2125)

      Dr. Dirk Steiner, Dr. Heinz-Jürgen Winkler, Dr. Christian Balzereit, Thorsten Happel, Dr. Matthias Hofmann, Dr. Govindan Subramanian, Prof. Dr. Paul von Ragué Schleyer, Prof. Dr. Werner Massa and Prof. Dr. Armin Berndt

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19961081735

      Die höchsten Ringinversionsbarrieren aller bisher experimentell untersuchten homoaromatischen 2π-Elektronen-Verbindungen haben 1,2-Diboretanide wie 2. Die Inversionsbarriere von 2, das sich aus 1 (R = H) und 3 synthetisieren läßt, wurde 1H-NMR-spektroskopisch zu 19.5 kcal mol−1 bestimmt. Die Röntgenstrukturanalyse von 2 ergab eine kurze zentrale C-B-Bindung (171.1 pm). Dur = 2,3,5,6-Tetramethylphenyl.

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