Angewandte Chemie

Cover image for Angewandte Chemie

13. Januar 1997

Volume 109, Issue 1-2

Pages cpi–fmi, 5–178

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090101

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090102

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages 5–16)

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090103

  4. Editorial

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. You have free access to this content
      Editorial (pages 3–4)

      Peter Gölitz

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090104

  5. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Transport und Entgiftung: Grundlagen, Ansätze und Perspektiven für die Erforschung der Blut-Hirn-Schranke (pages 24–42)

      Dr. Achim Aigner, Dr. Sabine Wolf and Prof. Dr. Hans Günter Gassen

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090105

      Eine Gefahr für die Zellen des Zentralnervensystems können lipophile Xenobiotika im Blut sein. Die Blut-Hirn-Schranke mit ihren morphologischen Besonderheiten, spezifischen Proteinen und Transportsystemen dient unter anderem dazu, das Gehirn vor dem Eindringen dieser Substanzen zu schützen.

  6. Highlights

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Titan-Fluor-Verbindungen – neuartige Katalysatoren für die Addition von Nucleophilen an Aldehyde (pages 43–45)

      Dr. Rudolf O. Duthaler and Dr. Andreas Hafner

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090106

      Ein Durchbruch bei der enantioselektiven katalytischen Addition von Allylsilanen an Aldehyde gelang jüngst Gauthier und Carreira durch Verwendung des Fluortitan-Katalysators 1, der in situ aus TiF4 und Binaphthol hergestellt wird. Mit 10% 1 verläuft die Addition von Allyltrimethylsilan z.B. an tert-Butylcarbaldehyd mit 94% ee Die extreme Polarität der Ti-F-Bindung verleiht dem Katalysator 1 seine besonderen Eigenschaften.

    2. Elektronenkristallographie – jetzt eine gut zugängliche Methode (pages 46–48)

      Dr. Wilhelm Mertin

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090107

      Die Mehrfachstreuung von Elektronen in einem Kristall und die daraus folgenden Interferenzprobleme machten die Elektronenkristallographie bei anorganischen Substanzen zu einem schwierigen Unterfangen. Eine kürzlich erschienene Veröffentlichung von T. E. Weirich et al. zeigt nun, daß z.B. zur Strukturaufklärung von kleinen Kristallen die Elektronenkristallographie die Methode der Wahl sein kann. Vorausgesetzt, man hat Zugang zu einem Hochauflösungs-Elektronenmikroskop, ist der Aufwand für diese Methode relativ gering.

    3. Überlange C-C-Einfachbindungen (pages 48–50)

      Prof. Dr. Gerd Kaupp and Dipl.-Chem. Jürgen Boy

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090108

      Wie lang können kovalente C-C-Einfachbindungen sein? Das ist sicher eine Frage, die nicht durch quantenchemische Rechnungen allein, sondern auch durch verläßlich interpretierte physikalische Messungen an realen Verbindungen beantwortet werden muß. Die längsten C-C-Einfachbindungen mit 1.72 Å wurden bei den Tetraphenyldihydrocyclobutarenen 1 und 2 gemessen.

  7. Zuschriften

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher
    1. Die metallorganische Chemie von [W2(OCH2tBu)8] (pages 51–54)

      Prof. Malcolm H. Chisholm, Dr. Kirsten Folting, Matthew A. Lynn, Dr. William E. Streib and Darin B. Tiedtke

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090109

      Eine ungewöhnliche Bindungsorientierung weist der verbrückende Ethinligand im Komplex 1 auf, der aus [W2(OCH2tBu)8] und Ethin hergestellt wurde: Die Kristallstrukturanalyse von 1 ergab, daß die C-C-Bindung dieses Liganden nicht parallel oder senkrecht, sondern in einem Winkel von 67° zur W-W-Bindung angeordnet ist. Mit CO, Ethen, Allen, Benzophenon und Thiobenzophenon wurde die Reaktivität von [W2(OCH2tBu)8] untersucht, wobei mehrere Wolframkomplexe mit bemerkenswerten Strukturen erhalten wurden.

    2. Molekulare Selbstorganisation zur antiferromagnetischen Käfigverbindung [{CpFe(CO)2(Mes)PO2}4-{MesPO3Fe2(OH)Cl}2] (pages 55–56)

      Prof. Dr. Ingo-Peter Lorenz, Dr. Wolfgang Pohl and Prof. Dr. Heinrich Nöth

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090110

      Luftoxidation mit drastischen Folgen: Aus dem Zweikernkomplex [Fp2(Mes)PH]Cl (Fp = CpFe(CO)2, Mes = Mesityl) entsteht die mehrkernige, antiferromagnetische Käfigverbindung 1. Neben Erhaltung und Eliminierung der P-ständigen Fp-Einheiten wird die Bildung von vier Eisen(III)-Zentren bzw. vier μ2-Phosphinato- und zwei μ3-Phosphonato-Liganden beobachtet, die über O-Brücken miteinander verknüpft sind.

    3. Lineare fünfkernige Komplexe mit kettenförmiger Anordnung der Metallatome: [Comath image5-tpda)4(NCS)2] und [Nimath image5-tpda)4Cl2] (pages 57–59)

      Dr. Shen-Jye Shieh, Chin-Cheng Chou, Gene-Hsiang Lee, Dr. Chih-Chieh Wang and Prof. Shie-Ming Peng

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090111

      In anti-anti-anti-anti- oder syn-syn-syn-syn-Form kann der neue Ligand N,N′-Bis(α-pyridyl)-2,6-diaminopyridin (H2tpda) Metallionen binden (schematische Darstellung rechts). Mit tpda sind die fünfkernigen CoII- (Gegenion Cl) und NiII-Komplexe (Gegenion NCS) zugänglich. Deren Metallkette ist helical von vier tpda-Liganden umwunden.

    4. Synthese eines nichtkovalent verflochtenen supramolekularen Käfigs (pages 59–62)

      Peter R. Ashton, Dr. Andrew N. Collins, Matthew C. T. Fyfe, Dr. Peter T. Glink, Dr. Stephan Menzer, Prof. J. Fraser Stoddart and Prof. David J. Williams

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090112

      H-Brücken und π-π-Stapelung stabilisieren den aus fünf Komponenten, zwei dreiarmigen Trisammonium-Ionen und drei ditopen Kronenether-Molekülen, bestehenden supramolekularen Käfig, der rechts schematisch dargestellt ist. Dieser Komplex ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Programmierung molekularer Systeme: Die „Anweisungen” für den Aufbau sind im kovalenten Gerüst der Bausteine gespeichert.

    5. In4S[C(SiMe3)3]4, eine indiumorganische Verbindung mit einem zu Pentahydro-closo-pentaborat(2−) isovalenzelektronischen In4S-Gerüst (pages 62–64)

      Prof. Dr. Werner Uhl, Rene Graupner, Prof. Dr. Wolfgang Hiller and Markus Neumayer

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090113

      Ein trigonal-bipyramidales In4S-Zentralgerüst, das in seiner Elektronenzahl einem closo-Cluster entspricht, liegt in der Titelverbindung vor (Strukturbild rechts; C(SiMe3)3-Substituenten an den In-Atomen weggelassen). Diese ist durch Behandeln von In4[C(SiMe3)3]4 mit Propylensulfid zugänglich und die erste den closo-Boraten verwandte indiumorganische Verbindung.

    6. TlI[C(SiMe3)3] – eine Alkylthallium(I)-Verbindung mit einem verzerrten Tetraeder aus Tl-Atomen im Festkörper (pages 64–66)

      Prof. Dr. Werner Uhl, Sven Uwe Keimling, Dr. Karl Wilhelm Klinkhammer and Dr. Wolfgang Schwarz

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090114

      Nur schwache Thallium-Thallium-Wechselwirkungen liegen in den Thallium-Tetraedern der kristallinen Alkylthallium(I)-Verbindung Tl[C(SiMe3)3] vor, die aus Cyclopentadienylthallium(I) und Tris(trimethylsilyl)methyllithium leicht zugänglich ist. In Lösung lassen sich nur Monomere der thermisch außerordentlich empfindlichen Verbindung nachweisen.

    7. Durch Immunisierung von Mäusen zu Antikörpern gegen Krebszellen: ein kombinierter chemisch-immunologischer Ansatz für die Entwicklung eines Antitumorimpfstoffes (pages 66–69)

      Dr. Govindaswami Ragupathi, Dr. Tae Kyo Park, Dr. Shengle Zhang, Dr. In Jong Kim, Linda Graber, Dr. Sucharita Adluri, Kenneth O. Lloyd, Prof. Samuel J. Danishefsky and Prof. Philip O. Livingston

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090115

      Von Mäusen und Menschen: Ein Impfstoff aus einem Carrier-Protein und vollsynthetischem Globo-H-Antigen 1, das an Brusttumore beim Menschen bindet, induziert in Mäusen die Bildung von IgM-Antikörpern. Diese binden an MCF-7-Brustkrebszellen und führen über die Komplement-Kaskade zur Lyse dieser Zellen. Die Ergebnisse mit dem Immunsystem der Maus sind vielversprechend und regen zu Versuchen einer aktiven Immunisierung beim Menschen an.

    8. Neuartige DNA-Ringe mit starren tetraedrischen Spacern (pages 70–72)

      Jufang Shi and Prof. Donald E. Bergstrom

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090116

      Starre Spacer sind für die Bildung supramolekularer Ringe mit DNA-Brücken sehr förderlich. An p-(2-Hydroxyethyl)phenylethinylphenyl-Ketten, die an ein zentrales sp3-C-Atom gebunden sind, wurden Oligonucleotide geknüpft. Die entstehenden Konjugate (siehe unten) lagern sich zu cyclischen Homologen zusammen, die durch Gelelektrophorese getrennt werden können.

    9. Thermische Zersetzung von [(η5-C5Me5)TiMe3]: Synthese und Struktur des Methylidincubans [{(ν5-C5Me5)Ti}43-CH)4] (pages 72–74)

      Dr. Román Andrés, Dr. Pilar Gómez-Sal, Dr. Ernesto De Jesús, Dr. Avelino Martín, Dr. Miguel Mena and Dr. Carlos Yélamos

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090117

      Einen nahezu perfekten Ti4C4-Würfel enthält die Verbindung 1, die bei 95°C durch Methaneliminierung aus [Cp*TiMe3] entsteht. 1 ist ein dunkelbrauner, kristalliner Feststoff, der in Toluollösung bis über 200°C tagelang stabil ist. Cp* = C5Me5.

    10. [Me(PhMe2Si)2SiLi] und [Ph(Me3Si)2SiLi]: Synthese, Charakterisierung und Nachweis einer intramolekularen Li-Ph-Wechselwirkung (pages 74–76)

      Prof. Dr. Akira Sekiguchi, Dipl.-Chem. Masato Nanjo, Dr. Chizuko Kabuto and Prof. Dr. Hideki Sakurai

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090118

      Lithium-Quecksilber-Austausch in Toluol machte die ersten unsolvatisierten, dimeren Lithiumsilane 1 zugänglich. Die röntgenographischen Daten und die NMR-Spektren belegen in beiden Verbindungen Lithium-Phenyl--Wechselwirkungen.

    11. Das mikroporöse Magnesiumalumophosphat STA-1: Synthese mit einem maßgeschneiderten Templat und Strukturaufklärung an einem Mikrokristall (pages 76–79)

      Graham W. Noble, Dr. Paul A. Wright, Dr. Philip Lightfoot, Dr. Russell E. Morris, Kelly J. Hudson, Prof. Åke Kvick and Dr. Heinz Graafsma

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090119

      Die geplante Synthese eines anorganischen Festkörpers und die heutigen Möglichkeiten der Mikrokristallographie an Europas neuester Synchrotronstrahlungsquelle gehen Hand in Hand bei der Herstellung und der Strukturaufklärung von STA-1 (Ausschnitt aus Struktur rechts), einer neuen Verbindung aus der Familie der großporigen Alumophosphate.

    12. Redoxgeschaltete, katalysierte C-C-Bindungsknüpfung mit H2: Einelektronen-Reduktion des Tritylkations (pages 79–81)

      Prof. Robert T. Hembre and J. Scott McQueen

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090120

      Völlig unterschiedlich verläuft die Reduktion des Tritylkations, wenn der Rutheniumkomplex 1 einmal als redoxschaltender Katalysator und einmal als stöchiometrisches Reduktionsmittel eingesetzt wird. Im ersten Fall wandelt 1 H2 in ein Einelektronen-Reduktionsmittel zur C-C-Bindungsknüpfung um, so daß die als Gombergs Dimer bekannte Verbindung erhalten wird. Im zweiten Fall wird lediglich Triphenylmethan — und zwar nach einem Elektronentransfer/H-Atom-Transfer-Mechanismus — gebildet.

    13. Nachweis und Charakterisierung eines präreaktiven Wasser-Fluor-Komplexes: Rotationsspektrum von H2O · F2 (pages 81–83)

      Stephen A. Cooke, Dr. Gina Cotti, Prof. John H. Holloway and Prof. Anthony C. Legon

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090121

      Planar (C2v) oder zumindest effektiv planar (Cs) ist die präreaktive Zwischenverbindung H2O … F2, die in gasförmigen Gemischen aus H2O und F2 identifiziert werden konnte. Dies gelang durch Verwendung eines Fourier-Transform-Mikrowellenspektrometers mit einer Schnellmischdüse. Aus den dabei aufgezeichneten Rotationsspektren ließ sich eine H-Brücken-freie Struktur mit einem O-F-Abstand von 2.72 Å und einer sehr schwachen Bindung ableiten.

    14. Selbstorganisation von Fumarsäure und einem cyclischen Bisamidin zu ein- und zweidimensionalen molekularen Netzwerken durch Nutzung von Wasserstoffbrücken und Coulomb-Wechselwirkungen (pages 83–85)

      Olivier Félix, Prof. Dr. Mir Wais Hosseini, Dr. André De Cian and Prof. Jean Fischer

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090122

      Vierfache Wasserstoffbrückendonoren und -acceptoren sind das diprotonierte Bisamidin 1-2H2+ bzw. die deprotonierte Fumarsäure 22−. 1/1-Cokristalle bestehen aus eindimensionalen α-Netzwerken, 2/1-Cokristalle aus zweidimensionalen β-Netzwerken.

    15. Kristallines [Ru(bpy)3]0: ein Expandiertes Atom oder ein neues Elektrid? (pages 85–88)

      Prof. Eduardo E. Pérez-Cordero, Dr. Charles Campana and Luis Echegoyen

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090123

      Weder Gegenionen noch Lösungsmittelmoleküle findet man in Einkristallen von [Ru(bpy)3]0, einem luftempfindlichen, aber thermisch stabilen Material. Die Analyse der röntgenographischen Daten ergibt ein System von relativ unverzerrter C3-Symmetrie mit freien Plätzen im Gitter, die im Bild rechts durch die Kreise verdeutlicht werden. Dieses Packungsprinzip erinnert an das von Elektriden.

    16. Einbau funktioneller Gruppen in quadratisch-planare Baueinheiten: ein neues Prinzip zum Aufbau offener, mikroporöser Gerüststrukturen (pages 88–90)

      Michael Schindler and Prof. Dr. Werner H. Baur

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090124

      Große Poren und reaktive Zentren charakterisieren die neuartigen, stark aufgeweiteten Vanadiumphosphate. Deren dreidimensionale Gerüste unterscheiden sich zwar chemisch, geometrisch und besonders in der Große von denen der Aluminosilicat-Zeolithe -- den klassischen mikroporösen Verbindungen --, weisen aber interessante topologische Beziehungen zu diesen auf (siehe z.B. das Gerüst vom Sodalithtyp rechts). Anhand dieser Beziehungen sollten mikroporöse Materialien konzipiert werden können, die beliebige funktionelle Gruppen enthalten.

    17. Bildung supramolekularer Donor-Acceptor-Komplexe zwischen Bis(pyridiniomethyl)-azobenzolen und Eosin in Lösung und an festen Grenzflächen: Umwandlung von Licht in andere optische und in mikrogravimetrische Signale (pages 90–93)

      Koodali T. Ranjit, Sharon Marx-Tibbon, Iddo Ben-Dov and Prof. Dr. Itamar Willner

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090125

      Eine Eosinmonoschicht auf einem Quarzkristall kann als aktives Interface für die Umwandlung optischer in elektronische Signale dienen. Das Azobenzolderivat (E)-1 bindet an die Monoschicht, das durch Photoisomerisierung gebildete (Z)-1 nicht, und die Änderungen lassen sich mit einer Quarzmikrowaage verfolgen.

    18. meso-meso-verknüpfte Porphyrine (pages 93–95)

      Prof. Atsuhiro Osuka and Hitoshi Shimidzu

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090126

      Eine starke Excitonkopplung, die zur Aufspaltung der Soret-Bande führt, und nur geringe spektroskopische Änderungen bezüglich der Q-Bande deuten auf die senkrechte Anordnung der beiden Porphyrinringe im Dimer 1 hin. Diese Verbindung sowie die analogen linearen Tri- und Tetramere entstehen durch oxidative Kupplung des entsprechenden 5,15-Diarylporphyrins und sind die ersten Beispiele für Verbindungen mit direkt meso-meso-verknüpften Porphyrin-Chromophoren. Ar = 3,5-tBu2C6H3.

    19. [(η5-Cp*)Al[BOND]Fe(CO)4] – Synthese, Struktur, Bindungsverhältnisse (pages 95–97)

      Dipl.-Chem. Jurij Weiß, Dana Stetzkamp, Dr. Bernhard Nuber, Prof. Dr. Roland A. Fischer, Dipl.-Chem. Christian Boehme and Prof. Dr. Gernot Frenking

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090127

      Die Bindungsverhältnisse im präzedenzlosen Komplex [Cp*Al[BOND]Fe(CO)4] wurden anhand des Modells [CpAl[BOND]Fe(CO)4] quantentheoretisch untersucht. Für diesen Komplex ist die Donor-Acceptor-Bindung Al [RIGHTWARDS ARROW] Fe charakteristisch (rechts), deren Stärke etwa 50 kcal mol−1 beträgt.

    20. Das erste 2-Carba-nido-pentaboran(8)-Derivat; Struktur von Natriumhexaethyl-2,4-dicarba-nido-hexaborat(1−) (pages 98–99)

      Prof. Dr. Bernd Wrackmeyer, Dipl.-Chem. Hans-Jörg Schanz and Dr. Wolfgang Milius

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090128

      Unter Einbau eines Kohlenstoffatoms in das Carborangerüst verläuft die Deprotonierung von 1 mit Na[Et3BH] zum Natriumsalz 2. Der Vorgang ist reversibel, bei Behandlung von 2 mit Methanol bildet sich 1 zurück.

    21. Aggregation und Redoxdisproportionierungen in tripodalen In- und Tl-Amiden: erstmalige Charakterisierung von gemischtvalenten MI/MII-Verbindungen (M = In, Tl) (pages 99–102)

      Konrad W. Hellmann, Priv.-Doz. Dr. Lutz H. Gade, Dr. Alexander Steiner, Prof. Dr. Dietmar Stalke and Frank Möller

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090129

      Aggregation über schwach attraktive M-M-Wechselwirkungen sowie Redoxdisproportionierungen sind Charakteristika der Metallaustausch-Produkte der tripodalen Tris(lithiumamide) [H3CC{CH2N(Li)SiMe3}3(L)3] (L = Dioxan, THF) mit MCI (M = In, Tl); auf diese Weise sind die ersten gemischtvalenten MI/MII-Verbindungen wie 1 (Struktur siehe Bild rechts) erhältlich. [H3CC(CH2NSiMe3)3Tl2

    22. Niedrigschmelzende, flüssigkristalline Metalloporphyrine (pages 102–105)

      Dr. Qing Min Wang and Prof. Dr. Duncan W. Bruce

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090130

      Gezielt einstellen läßt sich die Art der Mesophase durch die Wahl der Seitenketten von Porphyrinen mit vielen langen Seitenketten. Es entstehen calamitische oder columnare Phasen, deren Übergangstemperaturen niedriger sind als die der seitenkettenfreien Stammverbindungen. Der Extremfall ist 1.

    23. Enantioselektive Synthese von Homoallylaminen durch nucleophile Addition von chiralen Allylborreagentien an Imine (pages 105–107)

      Prof. Dr. Shinichi Itsuno, Katsuhiro Watanabe, Prof. Dr. Koichi Ito, Ashraf A. El-Shehawy and Prof. Dr. Ali A. Sarhan

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090131

      Besonders N-silylierte Imine lassen sich gut mit chiral modifizierten Allylborreagentien zu enantiomerenangereicherten primären Homoallylaminen in präparativ ansprechenden Ausbeuten umsetzen [Gl. (a)]. Der chirale Ligand - hier N-Tosyl-( - )-norephedrin - kann nach der Reaktion wiedergewonnen und erneut zum chiralen Allylborreagens umgesetzt werden. Ts = p-Toluolsulfonyl.

    24. Valenzdelokalisierte und valenzdefinierte FeII-FeIII-Komplexe: der drastische Einfluß der Liganden (pages 107–110)

      Sujit K. Dutta, Dr. Jürgen Ensling, Dipl.-Chem. Rüdiger Werner, Dr. Ulrich Flörke, Prof. Dr. Wolfgang Haase, Prof. Dr. Philipp Gütlich and Prof. Dr. Kamalaksha Nag

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090132

      Die beiden makrocyclischen Liganden H2L1 und H2L2 unterscheiden sich nicht sehr, ihre FeII-FeIII-Komplexe hingegen deutlich. [L1Fe2(μ-OAc)2]-(ClO4) ist auf der Zeitskala der Mößbauer-Spektroskopie im Temperaturbereich 1.8-364 K valenzdelokalisiert, die Eisenzentren in [L2Fe2(μ-OAc)-(OAc)(H2O)](ClO4). 2H2O weisen selbst bei Raumtemperatur keine variablen Oxidationszustände auf. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Komplexe kommen auch in ihren Elektronenspektren sowie den elektrochemischen und magnetischen Eigenschaften zum Ausdruck.

    25. Identifizierung verbrückter Intermediate bei N- und P-Transferreaktionen (pages 110–113)

      Marc J. A. Johnson, P. Mae Lee, Aaron L. Odom, Dr. William M. Davis and Prof. Christopher C. Cummins

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090133

      Formal durch die Insertion eines Stickstoffatoms in die Metall-Metall-Dreifachbindung des seit mehr als zwanzig Jahren bekannten diamagnetischen 1 entsteht der paramagnetische, nitridoverbrückte Komplex 2. Insgesamt werden hier drei solche N-und P-verbrückten Spezies beschrieben, und es wird ihre Rolle als Intermediate in Drei-Elektronen-Atomtransferreaktionen aufgezeigt.

    26. Herstellung und Isolierung eines Homodimers aus CdSe-Nanokristallen (pages 113–115)

      Dr. Xiaogang Peng, Troy E. Wilson, Prof. Dr. A. Paul Alivisatos and Prof. Dr. Peter G. Schultz

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090134

      Durch größenselektive Fällung konnten homodimere CdSe-Nanokristalle (siehe rechts) aus einem Gemisch isoliert werden, das bei der Kupplung monodisperser CdSe-Nanokristalle mit einem Bis(acylhydrazid) entstand. Der konstante Abstand zwischen den verknüpften CdSe-Teilchen wurde transmissionselektronenmikroskopisch zu einem Viertel des Teilchendurchmessers bestimmt und ist damit in Einklang mit den Abmessungen der organischen Brücke.

    27. Gasphasenuntersuchung von Ionen-Neutralmolekül-Komplexen mit chiralen Agentien: Die Reaktion von Areniumionen mit (R)-(−)-s-Butylchlorid (pages 116–117)

      Massimiliano Aschi, Prof. Fulvio Cacace and Anna Troiani

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090135

      Enantiomerenreine gasförmige Reagentien können für die Untersuchung der chemischen Identität und der räumlichen Anordnung der in den Ionen-Neutralmolekül-Komplexen gebundenen Reaktionspartner verwendet werden. Die Addition von gasförmigen Areniumionen an (R)-( - )-s-C4H9Cl führt zu Komplexen, in denen eine aromatische Alkylierung unter vollständiger Racemisierung verläuft, was auf das s-Butylkation als das im Komplex reagierende Elektrophil hinweist.

    28. Ein einfacher Zugang zu α-funktionalisierten Phosphol-Anionen (pages 117–119)

      Dr. Serge Holand, Muriel Jeanjean and Prof. Dr. François Mathey

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090136

      Die Synthese von Porphyrin-Analoga auf Phosphol-Basis ist mit dem hier vorgestellten Weg zu α-funktionalisierten Phosphol-Anionen [Gl. (a)] deutlich näher gerückt. py = 2-Pyridyl.

    29. Hydroxyamine als neues Motiv für die molekulare Erkennung von Phosphodiestern: Hinweise auf Aminoglycosid-RNA-Wechselwirkungen (pages 119–122)

      Martin Hendrix, Phil B. Alper, Dr. E. Scott Priestley and Prof. Dr. Chi-Huey Wong

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090137

      Besonders stabile, zweizähnig gebundene Komplexe entstehen aus 1,3-Hydroxyaminen und Dimethylphosphat, das als RNA-Phosphodiestermodell dient. Dieses Bindungsmotiv, an dem Wasserstoffbrückenbindungen beteiligt sind, liegt auch bei der Komplexierung von Anionen durch Aminoglycosidantibiotika wie Neomycin B 1 in wäßriger Lösung vor.

    30. Der erste diskrete Thulium(II)-Komplex: [TmI2(MeOCH2CH2OMe)3] (pages 123–124)

      Prof. Dr. Mikhail N. Bochkarev, Dr. Igor L. Fedushkin, Anatoly A. Fagin, Tatyana V. Petrovskaya, Dr. Joseph W. Ziller, Randy N. R. Broomhall-Dillard and Prof. Dr. William J. Evans

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090138

      Zuwachs bei den Komplexen zweiwertiger 4f-Elemente Waren bisher EuII-YbII- und SmII-Komplexe bekannt, so wurde nun erstmals auch ein TmII-Komplex zugänglich. Die intensiv grüne Titelverbindung wurde durch Reaktion von TmI3 mit Tm in Dimethoxyethan hergestellt. Der lichtempfindliche Komplex hat eine pentagonal-bipyramidale Struktur (Bild rechts).

    31. Struktur und Stabilität der [Cu2(μ-O)2]2+-Einheit: Stabilisierung einer neuen Bis(μ-oxo)-dikupfer-Struktur durch einen sterisch gehinderten, zweikernige Komplexe bildenden Bis(triazacyclononan)-Liganden (pages 125–127)

      Dr. Samiran Mahapatra, Dr. Victor G. Young Jr., Susan Kaderli, Prof. Andreas D. Zuberbühler and Prof. William B. Tolman

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090139

      Die ligandinduzierte Störung von Struktur und Reaktivität eines Kupfer-Disauerstoff-Adduktes wird belegt durch kristallographische und kinetische Untersuchungen des rechts gezeigten Komplexes. Die Haupteffekte der Ethylenbrücke zwischen den beiden Triazamakrocyclen sind die Unterdrückung der Bildung des μ-Peroxo-Isomers, die Faltung der [Cu2(μ-O)2]2+-Einheit, verlängerte Cu-O-Abstände und reduzierte Monooxygenasenaktivität im Vergleich zu analogen, unverbrückten Addukten.

    32. Herstellung enantiomerenreiner 5-Palladatricyclo[4.1.0.02,4]heptane und deren Umsetzung zu enantiomerenreinen, helical chiralen Pd-Komplexen (pages 127–130)

      Dr. A. Stephen K. Hashmi, Dipl.- Ing. Frank Naumann, Dipl.-Chem. Ralf Probst and Dr. Jan W. Bats

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090140

      Bis zu 30° sind die C-Pd-C- und die P-Pd-P-Ebene in den helical chiralen Komplexen 2 gegeneinander gekippt, was für PdII-Komplexe eine unerwartete Abweichung von der quadratisch-planaren Koordination bedeutet. Hergestellt wurde 2 ( = 1,1′-Ferrocendiyl) aus dem entsprechenden zweizähnigen Phosphanliganden und dem bemerkenswert stabilen, in guten Ausbeuten und auch enantiomerenrein zugänglichen Bishomo-Palladol 1. E = CO2Me.

    33. Synthese und Koordinationschemie fluorhaltiger Käfigverbindungen (pages 130–132)

      Priv.-Doz. Dr. Herbert Plenio, Dipl.-Chem. Ralph Diodone and Dirk Badura

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090141

      Kovalent gebundene F-Atome sind effektive Donoren Dies wird durch die F4O3N1-Koordination des Cs+-Ions im Komplex mit dem makropolycyclischen Liganden 1 belegt. Drei der vier kürzesten Bindungen zum Metallion sind Cs+-F-Bindungen, wobei eine mit einer Länge von nur 284.3(3) pm außergewöhnlich kurz ist.

    34. Eine neue, nickelkatalysierte Carbozinkierung von Alkinen – eine kurze Synthese von (Z)-Tamoxifen (pages 132–134)

      Dipl.-Chem. Thomas Stüdemann and Prof. Dr. Paul Knochel

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090142

      Eine Bereicherung des Repertoires an Carbometallierungsreaktionen ist die neue, hoch stereo- und regioselektive nickelkatalysierte Carbozinkierung nichtterminaler Alkine. Dies wird bereits an der bemerkenswert kurzen Synthese des Brustkrebstherapeutikums (Z)-Tamoxifen deutlich (siehe unten; Z:E 99:1; acac = Acetylacetonat, dba = Dibenzylidenaceton). Darüber hinaus sind mit dieser Reaktion zahlreiche weitere tri- und tetrasubstituierte Alkene in guten Ausbeuten zugänglich.

    35. Das erste großporige Vanadogerüistsilicat mit hexakoordiniertem Vanadium (pages 134–136)

      Dr. João Rocha, Paula Brandão, Zhi Lin, Dr. Michael W. Anderson, Dr. Viveka Alfredsson and Dr. Osamu Terasaki

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090143

      Eine Struktur ähnlich der des mikroporösen Titanosilicats ETS-10 hat das hier vorgestellte erste großporige Vanadogerüstsilicat, das stöchiometrische Mengen an hexakoordiniertem Vanadium enthält. Ein Ausschnitt aus einer hochauflösenden elektronenmikroskopischen Aufnahme des Vanadosilicats ist rechts gezeigt.

    36. Synthese, Struktur, hochauflösende Spektroskopie und laserchemische Reaktionen von Fluoroxiran und 2,2-[2H2]-Fluoroxiran (pages 136–140)

      Dr. Hans Hollenstein, Dr. David Luckhaus, Dipl.-Chem. Jörg Pochert, Prof. Dr. Martin Quack and Dr. Georg Seyfang

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090144

      Bildung einer CO-Doppelbindung durch HF-Eliminierung, so reagiert das neu synthetisierte Fluoroxiran (unten gezeigt ist die entsprechende deuterierte Verbindung) nach Anregung mit einem CO2-Laser. Der Unterschied der beiden CO-Bindungslängen [pm] weist schon auf die mögliche Ketenbildung hin. Der Strukturbeweis gelang durch hochauflösende FT-IR-Spektroskopie.

    37. Ein Al4(OH)4-Achtring in einem molekularen Alumopolysiloxan und sein Verhalten gegenüber Basen (pages 140–142)

      Prof. Dr. Michael Veith, Maria Jarczyk and Dr. Volker Huch

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090145

      Nur drei der vier Diethylethermoleküle werden von dem aus tert-Butoxyaluminiumdihydrid und Diphenylsilandiol in Et2O erhaltenen Alumopolysiloxan 1 im Kristall über die OH-Gruppen koordiniert. Die vierte Koordinationsstelle wird von zwei gegenüberliegenden OSi(Ph2)OSi-(Ph2)O-Brücken sterisch stark abgeschirmt. Mit Et3N statt Et2O wird der Polycyclus zweifach deprotoniert, und es können nur noch zwei Donormoleküle vom zentralen Achtring koordiniert werden.

    38. Regioselektive Synthese o,o′-disubstituierter Vinylarene über einen komplexen Katalysecyclus (pages 142–145)

      Prof. Marta Catellani, Dr. Franco Frignani and Armando Rangoni

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090146

      Palladium(0)-, -(II)- und -(IV)-Komplexe treten als Zwischenstufen in der außergewöhnlichen palladiumkatalysierten Synthese 2,6-dialkylsubstituierter Vinylarene auf. Da sie in bestimmten Stadien der Reaktionssequenz zwischen Alkyl- und Aryliodid sowie zwischen gespanntem und terminalem Olefin unterscheiden, ist dies nicht nur ein hochchemo-, sondern auch hochregioselektiver Zugang zu 1,2,3-trisubstituierten Arenen [siehe z.B. Gl. (a)].

    39. En-Reaktionen von Alkinen zur stereoselektiven Synthese von Allylaminen (pages 145–147)

      Dipl.- Ing. Armin R. Ofial and Prof. Dr. Herbert Mayr

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090147

      Das Gegenion macht's Bei Verwendung von komplexen Anionen mit geringer Nucleophilie tritt eine bisher unbekannte En-Reaktion zwischen Iminium-Ionen und Alkinen ein, die einen einfachen stereo- und regioselektiven Zugang zu substituierten Allylaminen eröffnet [Gl. (a)].

    40. Neuartige Käfigverbindungen: Synthese zweier chiraler, makrobicyclischer Tris(phosphazide) mit C3-Symmetrie (pages 147–150)

      Dr. Mateo Alajarín, Prof. Pedro Molina, Antonia López-Lázaro and Dr. Concepción Foces-Foces

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090148

      Ungewöhnlich sind sowohl die Z-Konfiguration der intracyclischen N[BOND]N-Bindung als auch die Konformation der Triphos-Gruppierung in 1. Dieser aus dem entsprechenden tripodalen Tris(azid) und Triphos durch Selbstorganisation entstandene chirale Makrocyclus weist laut Röntgenstrukturanalyse eine propellerartige, C3-symmetrische Struktur auf. Triphos = H3CC(CH2PPh2)3.

    41. Zur Beweglichkeit dreiwertiger Ionen: Pr3+ in Pr3+ -β″-Al2O3 (pages 150–152)

      Dr. Joachim Köhler and Prof. Dr. Werner Urland

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090149

      Mobile dreiwertige Kationen im Festkörper? Die Ergebnisse von temperaturabhängigen röntgenographischen Einkristallstrukturuntersuchungen eines Pr3+-β″-Al2O3-Kristalls (Strukturbild rechts, Pr3+ als schwarze Kugel) sprechen für einen derartigen Ladungstransport.

    42. Chirale Polyethylenoxide: unkonventionelle amphiphile Polymere (pages 152–155)

      Henk M. Janssen, Emiel Peeters, Marga F. Van Zundert, Dr. Marcel H. P. Van Genderen and Prof. Dr. E. W. Meijer

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090150

      Eine regelmäßige Abfolge polarer (P) und apolarer Einheiten (A) entlang einer Polyethylenoxid-Hauptkette zeichnet eine neue Klasse amphiphiler Polymere aus. Diese Primärstruktur wurde in Analogie zu Doppelwendel-bildenden Peptiden entworfen. In wäßriger Lösung zeigen diese Makromoleküle einen Übergang vom statistischen Knäuel zu einer Helixkonformation, bevor Phasentrennung auftritt.

    43. Synthese und relative Konfiguration eines C-4-verzweigten Zuckers – Baustein des Lipooligosaccharids LOS-III aus Mycobacterium gastri (pages 155–157)

      Jacques Longépé, Dr. Jacques Prandi and Prof. Jean-Marie Beau

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090151

      Die Totalsynthese von vier diastereomeren Glycosiden ermöglichte die Bestimmung der relativen Konfiguration des Epitops eines stark antigen wirksamen Lipopolysaccharids aus Mycobacterium gastri. Das „richtige” Diastereomer ist unten gezeigt.

    44. Biomimetische Synthese von Lamellarin-G-trimethylether (pages 158–159)

      Dipl.-Chem. Alexander Heim, Dipl.-Chem. Andreas Terpin and Prof. Dr. Wolfgang Steglich

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090152

      Nur drei Schritte zu Lamellarinen- ausgehend von zwei Arylbrenztraubensäure- und einem Phenylethylaminbaustein sind diese marinen Alkaloide (wie 1), von denen einige cytotoxisch und immunmodulatorisch wirksam sind, zugänglich. Schlüsselschritt ist eine Heck-Cyclisierung.

    45. Ein stabiles Hetero-trans-cyclohepten (pages 159–161)

      Prof. Dr. Adolf Krebs, Dr. Karl-Ingo Pforr, Dipl.-Chem. Walter Raffay, Dipl.-Chem. Bernd Thölke, Prof. Dr. Wilfried A. König, Dr. Ingo Hardt and Prof. Dr. Roland Boese

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090153

      Eine besonders stark deformierte C-C-Doppelbindung enthält das chirale trans-Cycloheptenderivat 1, das in die Enantiomere getrennt wurde. Trotzdem ist es thermisch recht beständig. Hierfür sind zwei Effekte verantwortlich: Vier Methylgruppen in den α-Positionen erhöhen die Barriere für die trans-cis-Isomerisierung und die Dimerisierung, die Einführung von Si(CH3)2 an Stelle von CH2 im trans-Cyclohepten vermindert die Ringspannung.

    46. Myrmicarin 663: ein neues, decacyclisches Alkaloid aus Ameisen (pages 161–164)

      Frank Schröder, Volker Sinnwell, Horst Baumann, Manfred Kaib and Prof. Wittko Francke

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090154

      Auseinandersetzungen auf chemischer Basis: Im Kampf mit ihren Opfern oder zur Verteidigung bedienen sich Ameisen eines umfangreichen Arsenals chemischer Waffen. Wir berichten hier über die Isolierung und Strukturaufklärung des äußerst empfindlichen Alkaloids Myrmicarin 663, das ein vollkommen neuartiges Kohlenstoffgerüst aufweist.

    47. Konformationsgesteuerte Lewis-Acidität von Amidinium-Ionen und ihre Bedeutung für die Redoxreaktionen der Thauerschen metallfreien Hydrogenase – eine theoretische Studie (pages 165–167)

      Prof. Jerzy Cioslowski and Prof. Dr. Gernot Boche

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090155

      Die thermodynamischen Voraussetzungen für den Berkessel-Thauer-Mechanismus der ersten metallfreien Hydrogenase wurden theoretisch untersucht. Reaktionen von planaren und gewinkelten Amidinium-Ionen mit H2 (mit und ohne H2O oder NH3 als Basen) belegen die Bedeutung der Basen in diesen Umsetzungen; über den Neigungswinkel im gewinkelten Amidinium-Ion findet dann die energetische Feinabstimmung der Reaktion statt.

    48. Laserchemie in Suspensionen: neue Produkte und ungewöhnliche Reaktionsbedingungen der Kohlenstoff-Wasserdampf-Reaktion (pages 167–169)

      Huxiong Chen, Thomas McGrath and Prof. Dr. Gerald Diebold

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090156

      Die Laserbestrahlung von wäßrigen Ruß-Suspensionen erhitzt die Kohlenstoffteilchen so weit, daß Reaktionen mit der umgebenden Flüssigkeit stattfinden. Außer den üblichen Produkten der Reaktionen von Kohlenstoff und CO mit Wasserdampf - Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid - werden unter Verbrauch des Kohlenstoffs in der Suspension auch Methan, Acetylen, Ethylen und Ethan erzeugt.

    49. Die Totalsynthese von Epothilon A: der Zugang durch Olefinmetathese (pages 170–172)

      Dr. Zhen Yang, Yun He, Dr. Dionisios Vourloumis, Dr. Hans Vallberg and Prof. Dr. K. C. Nicolaou

      Article first published online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090157

      Eine Olefinmetathese als Schlüsselschritt ermöglicht eine konvergente, flexible Totalsynthese von Epithilon A 1. Die Strategie sollte den Aufbau einer vielfältigen Epothilon-Bibliothek für weitere biologische Untersuchungen ermöglichen.

  8. Bücher

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Editorial
    6. Aufsätze
    7. Highlights
    8. Zuschriften
    9. Bücher

SEARCH

SEARCH BY CITATION