Angewandte Chemie

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16. Juni 1997

Volume 109, Issue 12

Pages cpi–fmi, 1281–1421

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091201

  2. Impressum

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091202

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages 1281–1288)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091203

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Asymmetrische Katalyse mit Hetero-Dimetall-Verbindungen (pages 1290–1311)

      Prof. Masakatsu Shibasaki, Dr. Hiroaki Sasai and Takayoshi Arai

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091204

      Sowohl Brønsted-basisch als auch Lewis-acide sind wie viele Enzyme die aus einem Seltenerdmetall (oder einem Element der 13. Gruppe) sowie aus einem Alkalimetall und optisch aktivem (substituiertem) 2,2′-Dihydroxy-1,1′-binaphthyl (BINOL) als Ligand bestehenden multifunktionellen Komplexe (siehe rechts). Sie eignen sich damit hervorragend für die asymmetrische Zweizentren-Katalyse von Nitroaldolreaktionen, Michael-Additionen, Michael-Aldolreaktionen und Hydrophosphonylierungen von Iminen und/oder Aldehyden. Ln = Seltenerdmetall, M1 = Alkalimetall, M2 = Al, Ga, HO[DOUBLE BOND]OH = BINOL.

    2. Neue Reaktionen molybdän- und wolframorganischer Verbindungen: additiv-reduktive Carbonyldimerisierung, spontane Umwandlung von Methyl- in μ-Methylenliganden und selektive Carbonylmethylenierung (pages 1312–1329)

      Prof. Dr. Thomas Kauffmann

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091205

      Molybdän und Wolfram in hohen Oxidationsstufen — in der organischen Synthese seit langem als Bestandteile von Katalysatoren und Schrock-Carbenkomplexen von Bedeutung — ermöglichen als Zentralatome von CH3-, Alkyl- und μ-CH2-Komplexen neue, präparativ interessante Reaktionen gemäß Gleichung (a) und (b). M1 = MoLn.

  5. Highlights

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
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    8. Bücher
    1. Frei oder nicht frei, das ist die Frage — Silyl- und Germylkationen in kondensierter Phase (pages 1331–1334)

      Dr. Johannes Belzner

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091206

      „Die Suche nach einem isolierbaren Silyl-Kation muß weitergehen”, hieß es vor einigen Jahren in dieser Zeitschrift. Über das neueste Ergebnis der fortgesetzten Suche berichteten kürzlich J. Lambert et al.: Das Trimesitylsilylkation liegt in aromatischen Lösungsmitteln als praktisch freies Silylkation vor. Kinetische und thermodynamische Stabilisierung haben jüngst nun auch die Isolierung des nichtkoordinierten Germiren-Kations 1 durch A. Sekiguchi et al. ermöglicht.

    2. Der Einsatz kombinatorischer Chemie zur Synthese von Kohlenhydratbibliotheken (pages 1335–1337)

      Dr. Prabhat Arya and Dr. Robert N. Ben

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091207

      Der erste Schritt ist gemacht: Den Arbeitsgruppen von Hindsgaul, Boons und Kahne gelang die Synthese von Di- und Trisaccharidbibliotheken mit kombinatorischen Methoden, so daß die Synthese der wichtigen Verbindungsklasse der Oligosaccharide auf diesem Weg näher gerückt ist. Dies läßt auch auf Fortschritte bei der Untersuchung der Funktionen von Kohlenhydraten auf Zelloberflächen hoffen.

  6. Zuschriften

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    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Spektroskopischer Nachweis und theoretische Untersuchungen eines 2:1-Brom-Olefin-π-Komplexes (pages 1339–1343)

      Prof. Dr. Roberto Bianchini, Prof. Dr. Dieter Lenoir, Prof. Dr. Rainer Herges, Jörg Grunenberg, Dr. Cinzia Chiappe and Priv.-Doz. Dr. Peter Lemmen

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091208

      Nicht T-, sondern L-förmig sind die Bromatome im 2:1-π-Komplex angeordnet, der durch elektrophile Bromierung von Tetraneopentylethen entsteht (siehe unten). Die Reaktion kommt auf dieser Stufe zum Erliegen, so daß erstmals der Nachweis und die Ermittlung der thermodynamischen Parameter eines 2:1-Brom-Olefin-Komplexes durch UV-Spektroskopie möglich war. Gemäß theoretischer Rechnungen hat der Komplex eher eine Olefin·Br2·Br2- als eine Br2·Olefin·Br2-Struktur.

    2. Palladium-katalysierte sechsfache Alkenylierung von Hexabrombenzol — ein interessanter Fall von Selbstorganisation (pages 1343–1346)

      Dipl.-Chem. Peter Prinz, Dr. Annegret Lansky, Dr. Burkhard Knieriem, Prof. Dr. Armin De Meijere, Dr. Thomas Haumann, Prof. Dr. Roland Boese and Dr. Matthias Noltemeyer

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091209

      Schalenförmig ist Hexakis(3,3-dimethyl-1-butenyl)-benzol 1 (Kalottenmodell siehe rechts), das durch die Palladium-katalysierte Kupplung von Hexabrombenzol mit 2-(3,3-Dimethyl-1-butenyl)-1,3,2-benzodioxaborol zugänglich ist. Im Molekül weisen alle sechs Alkenylgruppen zu einer Seite der Benzolringebene. Durch katalytische Hydrierung von 1 erhält man das entsprechende Hexakisalkylbenzol, das in säulenförmigen Stapeln kristallisiert, wobei die Alkylgruppen alternierend zu beiden Seiten der Benzolringebene weisen und gestaffelt angeordnet sind.

    3. Enantioselektive Synthese von Doppel- und Tripelhelicaten mit Silber(I)-Zentren: die Rolle von Stapelwechselwirkungen (pages 1346–1348)

      Dr. Christophe Provent, Dr. Sujatha Hewage, Dr. Guy Brand, Dr. Loïc J. Charbonnière, Prof. Alan F. Williams and Dr. Gérald Bernardinelli

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091210

      Trotz nahezu identischer Konformation der Liganden im Komplex sind die Strukturen der Ag1-Komplexe von 1 und 2 deutlich verschieden: eine Doppelhelix mit P-Chiralität bzw. eine Tripelhelix (siehe rechts). Der Grund dürften starke Stapelwechselwirkungen der Liganden im zweiten Fall sein.

    4. Charakterisierung der Struktur eines Benzophenonketylkomplexes (pages 1348–1350)

      Dr. Zhaomin Hou, Dr. Xueshun Jia, Dr. Mikio Hoshino and Dr. Yasuo Wakatsuki

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091211

      Hochreaktiv und doch isolierbar — Der Bis(benzophenonketyl)calciumkomplex 1 wurde in Form blauer Kristalle als Produkt der Reaktion von Calcium mit Benzophenon und HMPA in THF isoliert (siehe unten). Anhand der Struktur von 1 im Kristall wird deutlich, weshalb Benzophenonketyl viel reaktiver ist als Fluorenonketyl.

    5. Synthese und Struktur eines durch Multikomponenten-Selbstorganisation erhaltenen dreikernigen [4]Pseudorotaxans (pages 1350–1352)

      Dr. Paul N. W. Baxter, Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Dr. Hanadi Sleiman and Dr. Kari Rissanen

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091212

      Wie eine molekulare Lanze spießt der starre, pyridazinhaltige Ligand (siehe rechts) drei makrocyclische Ringe auf, wobei durch Cu1-vermittelte Selbstorganisation ein dreikerniges Pseudorotaxan gebildet wird. Dessen Struktur wurde durch Kristallstrukturanalyse ermittelt.

    6. Cyclische Metallkomplexe mit Nucleobasen und anderen Heterocyclen: molekulare Schachteln, Rechtecke und Sechsecke (pages 1353–1357)

      Dr. Holger Rauter, Colin J. L. Lock, Dr. Pilar Amo-Ochoa, Dipl.-Chem. Eva Freisinger, Prof. Dr. Bernhard Lippert, Prof. Dr. Lucio Randaccio, Dr. Ennio Zangrando, Dr. Elisabetta Chiarparin, Dr. Ilpo Mutikainen and Dr. Merja Blomberg

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091213

      Je nach Konfiguration der Metalleinheit (cis oder trans) sowie in Abhängigkeit von der Reihenfolge der Koordination entstehen mit den Sechsring-Heterocyclen Uracil, 1-Methylcytosin und 2-Aminopyridin Komplexe mit unterschiedlichen Topologien: offene Schachtel, Rechteck bzw. Sechseck (siehe unten). Diese Komplexe enthalten sechs oder acht Metalleinheiten (mit PtII, NiII, PdII, CuII, AgI; als Kugeln dargestellt) in ungewöhnlicher relativer Anordnung.

    7. Quasi-vollständige Solvatation organischer Moleküle im Kristall (pages 1358–1360)

      Dr. Alexander Shivanuk, Dr. Volker Böhmer, Prof. Dr. Walter Vogt and Dr. Erich F. Paulus

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091214

      Die maximal mögliche Zahl von Wasserstoffbrücken zum Lösungsmittel bildet das Calixaren-Derivat 1 in Kristallen von 1 · 18 DMSO (DMSO = Dimethylsulfoxid). Während in 1 · 18 DMSO also hoch solvatisierte, diskrete Moleküle 1 gefunden werden, liegen in Kristallen der Zusammensetzung 1 · 14 Pyridin über Wasserstoffbrücken verbundene, unendliche Ketten von 1 vor, die gänzlich von Pyridinschichten eingehüllt sind.

    8. PS-Liganden als Bausteine chiraler Dimetallatetrahedrane mit gemeinsamer Ecke (pages 1360–1362)

      Prof. Dr. Otto J. Scherer, Dipl.-Chem. Clemens Vondung and Dr. Gotthelf Wolmershäuser

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091215

      Ein Cluster mit zwei chiralen Tetrahedrangerüsten, die über eine Wolframecke miteinander verknüpft sind (2), bildet sich beim Erwärmen des tetragonal-pyramidalen Dreikernkomplexes 1 mit zwei μ3-P[DOUBLE BOND]S-Liganden (Cp4 = C5HiPr4). Der terminal koordinierte PS-Ligand in 1 geht dabei in einen doppelt side-on gebundenen μ-η22-PS-Liganden über.

    9. Effektivere Aromatisierung von Ethan an H-Galloalumosilicat(MFI)-Zeolithen in Gegenwart höherer Alkane oder Alkene (pages 1362–1365)

      Dr. Vasant R. Choudhary, Anil K. Kinage and Tushar V. Choudhary

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091216

      Die hohe thermodynamische Barriere der Aromatisierung von Ethan bei niedrigen Temperaturen (400–500°C) an einem H-GaAlMFI-Zeolith konnte überwunden werden, und zugleich konnten sowohl der Ethanumsatz als auch die Arenausbeute erheblich gesteigert werden (4- bis 80fach). Dies gelang, indem die Aromatisierung in Gegenwart von Alkenen oder höheren Alkanen durchgeführt wurde. Ursache ist eine Änderung des Reaktionsmechanismus hin zu einem, an dem Wasserstofftransferreaktionen zwischen Alkan und Alken beteiligt sind.

    10. Effiziente Synthese von [2]-Catenanen durch intramolekulare Olefinmetathese (pages 1365–1367)

      Dr. Bernhard Mohr, Dr. Jean-Pierre Sauvage, Prof. Robert H. Grubbs and Dipl.-Chem. Marcus Weck

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091217

      Unter Bildung von 32- und 38gliedrigen Ringen können Cyclisierungen an aufgefädelten und doppelt offenkettigen Komplexen durchgeführt werden. Das Synthesekonzept basiert auf der Kombination von dreidimensionaler Templatstrategie und Ringschluß-Olefinmetathese (RCM, siehe unten).

    11. Azofarbstoff-Rotaxane (pages 1367–1370)

      Dr. Sally Anderson, Dr. Tim D. W. Claridge and Dr. Harry L. Anderson

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091218

      Hydrophobe Wechselwirkungen wurden für die Selbstorganisation von Azofarbstoffen und Makrocyclen zu den stabilen Rotaxanen 1 genutzt. Eingeschlossen von α-Cyclodextrin, β-Cyclodextrin oder einem Cyclophan, wurden die hantelförmigen Azofarbstoffe durch Azokupplung im wäßrigen Medium synthetisiert.

    12. Friedel-Crafts-β-Silylvinylierungen (pages 1370–1372)

      Prof. Dr. Masahiko Yamaguchi, Yoshiyuki Kido, Dr. Akio Hayashi and Prof. Dr. Masahiro Hirama

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091219

      Neuartige Vinylgalliumintermediate treten bei der β-Silylvinylierung aromatischer Kohlenwasserstoffe mit Trimethylsilylacetylen in Gegenwart von GaCl3 bei - 78°C auf (siehe unten). Aus dem Silylacetylen und GaCl3 entsteht dabei zunächst eine hochelektrophile kationische Spezies, die vom Aren am β-C-Atom angegriffen wird. L = Cl, Me.

    13. Flüssigkristalltemplate für nanostrukturierte Metalle (pages 1372–1374)

      Dr. George S. Attard, Dr. Judith M. Corker, Dr. Christine G. Göltner, Dipl.-Chem. Susanne Henke and Dr. Richard H. Templer

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091220

      Hexagonal strukturiertes, mesoporöses Platin (siehe Bild rechts) erhält man durch Reduktion von Platinsalzen in lyotropen Flüssigkristallphasen. Das Templat kann vom nanostrukturierten Metallkolloid entfernt werden, ohne daß dabei dessen Struktur zerstört wird.

    14. Asymmetrische Aziridinierung über Ylide: hochstereoselektive Synthese von Alkinyl-N-sulfonylaziridinen (pages 1375–1376)

      Dr. An-Hu Li, Yong-Gui Zhou, Prof. Li-Xin Dai, Dr. Xue-Long Hou, Prof. Li-Jun Xia and Lin Lin

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091221

      Unter Phasentransferbedingungen können (−)-cis- oder (+)-cis-Alkinyl-N-sulfonylaziridine (z. B. 3) durch Reaktion von N-Sulfonyliminen (1) mit von D-(+)-Campher abgeleiteten chiralen Sulfoniumpropargyl-Yliden (2) synthetisiert werden. Hohe cis-Selektivitäten und Ausbeuten sowie mäßige bis gute ee-Werte sind charakteristisch für diese Aziridinierung.

    15. Synthese taxoider Ringsysteme: der Ringschluß AC [RIGHTWARDS ARROW] ABC über eine intramolekulare Alkylierung (pages 1377–1378)

      Prof. Takashi Takahashi, Hajime Iwamoto, Kensuke Nagashima, Tadashi Okabe and Dr. Takayuki Doi

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091222

      Cyanhydrinether sind die Strukturelemente, über die die Bildung des achtgliedrigen Taxoid-B-Rings durch intramolekulare Alkylierung gelingt. Dies wurde sowohl für aromatische als auch für nichtaromatische C-Ringe (siehe unten) gezeigt.

    16. Cofaktor-abhängige Selbstspaltung von DNA-Bibliotheken mit einer 3′-5′-Phosphoamidatbindung (pages 1379–1381)

      Dipl.-Chem. Jens Burmeister, Prof. Dr. Günter von Kiedrowski and Prof. Dr. Andrew D. Ellington

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091223

      Die katalytische Aktivität in kombinatorischen DNA-Bibliotheken wird am Beispiel einer Cofaktor-abhängigen Selbstspaltung demonstriert. Durch In-vitro-Selektion gelang es, aus einer Sequenzbibliothek mit 72 randomisierten Nucleotidpositionen eine dominierende Sequenz zu isolieren. Die selektierte Sequenz bewirkt in Gegenwart des Trimers pCGG durch intramolekulare Katalyse ihre eigene Spaltung an einer internen 3′,5′-Phosphoamidatbindung (siehe rechts).

    17. 1[P3Se4]: ein neuartiges Polyanion in K3RuP5Se10 und die Bildung von Ru-P-Bindungen in einer Polyselenophosphatschmelze (pages 1382–1383)

      Konstantinos Chondroudis and Prof. Dr. Mercouri G. Kanatzidis

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091224

      Ein unendlicher, eindimensionaler Chelatligand ist die ∞1[P3Se4]-Einheit in K3RuP5Se10 (siehe Bild rechts), das durch Umsetzung von Ruthenium mit einer Schmelze mit der nominalen Zusammensetzung K3P6Se26.5 bei 490°C erhalten wurde. K3RuP5Se10 ist das erste strukturell charakterisierte Rutheniumchalcophosphat und weist erstaunlich kurze Ru-P-Bindungen auf (2.288(3), 2.262(2) Å).

    18. R2Si[DOUBLE BOND]P-SiR2F: 1,3-sigmatrope Fluorwanderung in einem konjugationsfähigen 2-Phospha-1,3-disilaallyl-Derivat und seine Umwandlung in Phosphadisilacyclopropane (pages 1384–1387)

      Prof. Dr. Matthias Driess, Stefan Rell, Dr. Hans Pritzkow and Prof. Dr. Rudolf Janoschek

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091225

      Elektronisch vielfältiger als das Allyl- verhält sich das 2-Phospha-1,3-disilaallylfragment, was bei der Titelverbindung 1 durch die [1,3]-sigmatrope Fluorwanderung, die bereits oberhalb 40°C rasch erfolgt, belegt werden konnte. Ab-initio-Rechnungen ergaben, daß der Übergangszustand der Umlagerung kein symmetrisch verbrückendes F-Atom aufweist. Aus 1 läßt sich durch Addition von Lithium an die Si[DOUBLE BOND]P-Bindung sowie nachfolgende LiF-Eliminierung und Umlagerung das Phosphadisilacyclopropanid 2 (R1 = Li(thf)x) erhalten, das leicht zur PH-Verbindung 3 (R1 = H) weiterreagiert. R = 2,4,6-Triisopropylphenyl.

    19. Hexaphenylethan-Derivate mit neuartigem elektrochromem Verhalten (pages 1387–1389)

      Prof. Takanori Suzuki, Jun-Ich Nishida and Prof. Takashi Tsuji

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091226

      Eine reversible C[BOND]C-Bindungsspaltung/-bildung sowie drastische Farbänderung werden bei der Elektronenübertragung in den neuartigen Redoxpaaren aus Hexaarylethanen 1 und Bis(triarylmethyl)-Dikationen 22+ induziert. Ihr hysteretisches Redoxverhalten ist eine Folge der deutlich unterschiedlichen Geometrien von 1 und 2+. Ar[DOUBLE BOND]Me2NC6H4, ρ-MeOC6H4

    20. Gestaffelte und verdrillte Difluormethylengruppen in Perfluoralkylketten - die Struktur von M[C4F9SO2NSO2C4F9] (M = Na, K) (pages 1389–1391)

      Lixin Xue, Dr. Darryl D. Desmarteau and Dr. William T. Pennington

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091227

      Je nach Art des Gegenions liegen Perfluoralkylketten, die sich vom hydrophilen Kern einer Schichtstruktur in Verbindungen des Typs M[CnF2m+1SO2NSO2CnF2n+1] (M = Na, K; n, m = 4, 6) aus erstrecken, in einer gestaffelten Konformation und in eher typischen Helixkonformationen vor, wenn das Ion M Natrium bzw. Kalium ist (Bild rechts). In der Natriumverbindung sind die Perfluoralkylketten innerhalb einer Schicht zu dicht gepackt als das eine verdrehte Konformation eingenommen werden könnte.

    21. Elektrochemisch induzierte Lumineszenz und protonengesteuerte Fluoreszenzlöschung mit funktionalisierten Difluorboradiaza-s-indacenen (pages 1391–1393)

      Dipl.-Chem. Matthias Kollmannsberger, Dr. Thomas Gareis, Stefan Heinl, Prof. Jörg Daub and Dr. Josef Breu

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091228

      Für organische lichtemittierende Dioden oder als pH-Sensoren scheinen die Difluorboradiaza-s-indacene vom Typ 1 geeignet: Diese Verbindungen lumineszieren nach elektrochemischer Anregung (X = H) oder weisen je nach pH-Wert stark unterschiedliche Fluoreszenz auf (X = NMe2). R1 = Me, H, CO2Et; R2 = Et, H; R3 = Me.

    22. Protonierung einer linearen, Oxo-verbrückten Dieisen-Einheit ohne Rehybridisierung des verbrückenden Sauerstoffatoms: Struktur des (μ-Hydroxy)bis(tetraphenyl-porphyrinato)eisen(III)-Kations (pages 1394–1396)

      Dr. Daniel R. Evans, Rajeev S. Mathur, Dr. Kristel Heerwegh, Prof. Christopher A. Reed and Prof. Zuowei Xie

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091229

      Ohne signifikante Strukturänderung kann die lineare Fe-O-Fe-Einheit in einem μ-Oxotetraphenylphorphyrin-Eisen(III)-Dimer am Sauerstoffatom protoniert werden (Strukturbild des μ-OH-verbrückten Komplexes rechts). Die antiferromagnetische Kopplung zwischen den Eisenzentren wird dabei deutlich geschwächt. Der Selbstaustausch der Protonen ist langsam.

    23. Tetraphosphasemibullvalen: erste Valenzisomerisierungen im Phosphaalkin-Cyclotetramer-System (pages 1396–1398)

      Dipl.-Chem. Andreas Mack, Dr. Bernhard Breit, Dr. Thomas Wettling, Dr. Uwe Bergsträßer, Dr. Stefan Leininger and Prof. Dr. Manfred Regitz

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091230

      Nur bis - 25°C stabil ist das Semibullvalen 1, das bei Raumtemperatur zum „Bis(homo)prisman” 2 isomerisiert. Letzteres Valenzisomer ist auf vielfältige Art und Weise zugänglich und läßt sich photochemisch rückisomerisieren (2 … 1).

    24. Rotationsspektroskopie an Mischungen von Trimethylamin und Fluor: Identifikation des Ionenpaares [(CH3)3NF]+ … F in der Gasphase (pages 1399–1401)

      Dr. Hannelore I. Bloemink, Stephen A. Cooke, Prof. A. C. Legon and Prof. John H. Holloway

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091231

      Die Abstraktion eines F+-Ions aus F2 muß bei der Bildung des Ionenpaars [(CH3)3]NF+ … F aus Trimethylamin und F2 formuliert werden, wenn die Reaktanten unter Bedingungen gemischt werden, die die Entstehung eines Fluoratoms ausschließen. Dies zeigt die Charakterisierung dieses Ionenpaars in (CH3)3N/F2-Mischungen, die mit einer Schnellmischdüse expandiert wurden.

    25. Biomimetische Extradiolspaltung von Catecholen: Einblicke in den Enzymmechanismus (pages 1401–1403)

      Dr. Masami Ito and Prof. Dr. Lawrence Que Jr.

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091232

      Die quantitative Extradiolspaltung eines Catecholderivats gelingt bei der Umsetzung von 1 mit O2 in Gegenwart von AgBF4 und einer aromatischen stickstoffhaltigen Base. Die Befunde ermöglichten Einblicke, wie die Regiochemie der oxidativen Spaltung durch die Metallzentren der Catechol-Dioxygenasen kontrolliert werden kann.

    26. Das bisher iodreichste Polyiodid: Herstellung und Struktur von Fc3I29 (pages 1403–1405)

      Prof. Dr. Karl-Friedrich Tebbe and Dipl.-Chem. Rita Buchem

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091233

      Ketten und Bänder enthält FcI9.67 als Substrukturen, die unter Verwendung bis zu sechsfach koordinierter Iodatome zu einem neuartigen Raumnetz verknüpft werden (siehe unten). In dessen Hohlräume sind die Ferrocenium-Ionen Fc+ eingelagert. Diese Kationen stabilisieren in kristallinen Festkörpern nicht nur bekannte Polyiodid-Ionen, sondern auch FcI9.67, das als dreifach geladenes Nonacosaiodid Fc3I29 beschreibbar und das bisher iodreichste Polyiodid ist.

    27. 1,2-Didehydrobenzol: ein gespanntes Alkin oder ein Cumulen? — NMR-spektroskopische Charakterisierung in einem molekularen Container (pages 1406–1409)

      Dr. Ralf Warmuth

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091234

      Rechtzeitig zum 100. Geburtstag von Georg Wittig konnte das 1H- und das 13C-NMR-Spektrum von 1,2-Didehydrobenzol 1 in Lösung gemessen werden. 1 wurde photochemisch in der Cavität des Hemicarceranden 2 aus incarceriertem Benzocyclobutendion in zwei Schritten über den Benzocyclopropenon-Hemicarceplex hergestellt.

    28. Die Strukturen der Anionen [W(CH3)7] und [Re(CH3)8]2− (pages 1410–1412)

      Dipl.-Chem. Valérie Pfennig, Prof. Dr. Konrad Seppelt and Dr. Neil Robertson

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091235

      Überdacht-oktaedrisch bzw. quadratisch-antiprismatisch sind die Strukturen der homoleptischen Anionen [W(CH3)7] und [Re(CH3)8]2-. Damit zeigen diese Anionen im Gegensatz zu den Neutralmolekülen [W(CH3)6] und [Re(CH3)6] keine Strukturanomalie. Das Bild rechts zeigt die Struktur von [Li(OEt2)][W(CH3)7] ohne das Diethylethermolekül.

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