Angewandte Chemie

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15. September 1997

Volume 109, Issue 18

Pages cpi–fmi, 2005–2109

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091801

  2. Impressum

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    8. Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091802

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
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    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages 2005–2012)

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091803

  4. Aufsätze

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
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    6. Highlights
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    8. Bücher
    1. Zellvermittelte Immunität bei Virusinfektionen (Nobel-Vortrag) (pages 2014–2025)

      Prof. Peter C. Doherty

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091804

      „Im Prä-Fax- und Prä-E-mail-Zeitalter in Australien isoliert zu sein, war ein großer Vorteil, denn man hatte alle Zeit, die Dinge zu diskutieren und zu durchdenken. Wir erhielten offene und sachkundige Kritik, hatten die Freiheit und die Mittel, unsere eigenen Ideen zu verwirklichen, und bekamen volle Anerkennung für unsere Bemühungen. Jene unter uns, die eine gehobene Position in der Wissenschaft bekleiden, müssen alles erdenklich Mögliche tun, um sicherzustellen, daß vergleichbare Chancen und Umgebungsparameter für junge Wissenschaftler verfügbar bleiben.” Mit diesen nachdenklichen und mahnenden Worten beendete P. C. Doherty seinen Nobel-Vortrag.

    2. Zelluläre Immunerkennung und biologische Rolle der Haupttransplantationsantigene (Nobel-Vortrag) (pages 2026–2038)

      Prof. Dr. Rolf M. Zinkernagel

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091805

      Im komplexen Gleichgewicht zwischen Viren und Wirten spielen T-Zellen und die Eigenschaften der Viren eine wichtige Rolle. Der unerwartete Befund der MHC-bestimmten T-Zell-Erkennung (MHC = Haupthistokompatibilitästkomplex) hat viele wichtige Untersuchungen nach sich gezogen, die zu einem detaillierten Verständnis der T-Zell-Erkennung virusinfizierter Zielzellen auf molekularer Ebene geführt haben. Wegen dieser Befunde können sowohl die immunologische Spezifität als auch das immunologische Gedächtnis und vor allem auch die Pathogenese von infektiösen Krankheiten und Autoimmunkrankheiten besser verstanden werden.

  5. Highlights

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    1. Anorganischer Blumenkohl: funktionelle Hauptgruppenelement-Dendrimere aus Silicium- und Phosphorbausteinen (pages 2039–2043)

      Dr. Dietrich Gudat

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091806

      Dem Reiz der Kaskadenmoleküle erlegen ist längst auch die Hauptgruppenchemie. Dendrimere aus Silicium- und Phosphorbausteinen (siehe schematische Darstellung rechts) gehören nicht nur zu den größten bisher synthetisierten Kaskadenmolekülen, sondern bieten auch einzigartige Möglichkeiten für die Anbindung funktioneller Gruppen an der Oberfläche und im Inneren. So eröffnen sie neue Perspektiven für das Design von Katalysatoren und Reagentien.

    2. Ein chemisches Konzept zur Behandlung der Tay-Sachs'schen Erkrankung (pages 2044–2048)

      Dr. Thomas Kolter

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091807

      Zu einer Gruppe von Erbkrankheiten, die durch Defekte beim Abbau von Sphingolipiden charakterisiert sind, gehört die Tay-Sachs'sche Erkrankung. Mit N-Butyldesoxynojirimycin ist es gelungen, im Tiermodell die Biosynthese von nicht mehr abbaubaren Enzymsubstraten zu hemmen und so Merkmale der Krankheit zurückzubilden.

  6. Zuschriften

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    1. Molekular geprägte Polymere als Enzymmodelle mit starker Esteraseaktivität (pages 2050–2052)

      Prof. Dr. Günter Wulff, Dr. Thomas Groß and Dipl.-Chem. Rainer Schönfeld

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091808

      Wie katalytische Antikörper, können molekular geprägte Polymere fungieren, wenn die Hohlräume im Polymer nicht nur die richtige Form haben, sondern auch noch katalytisch wirksame Gruppen enthalten. Es ist jetzt gelungen, für die basenkatalysierte Esterhydrolyse geprägte Polymere herzustellen (siehe Bild), die typische Eigenschaften wie Michaelis-Menten-Kinetik, kompetitive Hemmung, Turnover und Selektivität mit guter katalytischer Aktivität verbinden.

    2. Ein (Polyoxo)(polyolato)tantal (V)-Komplex mit einem doppeladamantanartigen [Ta7O12]11+-Kern (pages 2052–2054)

      Prof. Dr. Kaspar Hegetschweiler, Dr. Thomas Raber, Dr. Guido J. Reiß, Prof. Dr. Walter Frank, Dr. Michael Wörle, Dr. Antonio Currao, Prof. Dr. Reinhard Nesper and Dr. Thomas Kradolfer

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091809

      Ausschließlich über gemeinsame Ecken sind die sieben TaO6-Oktaeder im ungeladenen Komplex [H-11Ta7O12(tdci)6] miteinander verknüpft (tdci = 1,3,5-Tridesoxy-1,3,5-tris(dimethylamino)-cis-inosit). Die Abbildung rechts (nur ein tdci-Ligand ist dargestellt) verdeutlicht die Ta7O30-Doppeladamentanstruktur. Diese ist im Vergleich zu den Strukturen der bisher beschriebenen, hauptsächlich kantenverknüpften Polyoxometallat-Ionen ungewöhnlich locker aufgebaut.

    3. Metallcluster aus ecken- und flächenverknüpften adamantanartigen Einheiten: eine neue Topologie bei Mehrkernkomplexen (pages 2055–2057)

      Euan K. Brechin, Steven G. Harris, Dr. Simon Parsons and Dr. Richard E. P. Winpenny

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091810

      Die Vermeidung von Metall-Metall-Bindungen ist ein wesentlicher Faktor,/der die Bildung des neunkernigen Cobaltkomplexes [Co9(chp)18] begünstigt (Gerüststruktur siehe rechts: chp = 6-Chlor-2-pyridonat). Überraschend war, daß dieser Komplex homoleptisch ist, entstehen doch mit Ni statt Co zwar ähnlich aufgebaute (Doppeladamantangerüst), aber erwartungsgemäß heteroleptische Komplexe.

    4. Herstellung, Struktur und Oxidation von donorstabilisiertem Gallium(I)-iodid: Ga8I8 · 6 PEt3 (pages 2057–2059)

      Dipl.-Chem. Clemens U. Doriat, Dipl.-Chem. Markus Friesen, Dr. Elke Baum, Dr. Achim Ecker and Prof. Dr. Hansgeorg Schnöckel

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091811

      Nur vorgetäuscht wird eine Ga-Ga-Bindung durch den kurzen Abstand zwischen den zweifach iodverbrückten Atomen des nahezu planaren Achtrings in Ga8I8 · 6 PEt3 (siehe rechts). Bemerkenswert ist dieser Befund auch insofern, als entsprechende Al1-Halogenide Al-Vierringe aufweisen. D = PEt3.

    5. Bi7RhBr8: ein Subbromid mit molekularen [{RhBi7}Br8]-Clustern (pages 2059–2062)

      Dr. Michael Ruck

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091812

      Ein Solitär unter den Clustern ist das [{RhBi7}Br8]-Molekül, aus dem sich das halogenreiche Bismutsubbromid Bi7RhPr8 zusammensetzt. Die Bi-Atome bilden um das zentrale Rh-Atom eine pentagonale Bipyramide, umhüllt von den quadratisch-antiprismatisch angeordneten Br-Atomen (siehe schematische Darstellung rechts; Rh = dunkelgrau, Bi = schwarz, Br = hellgrau). Im Unterschied zu Bi7RhBr8 bestehen die bekannten, metallreichen Bismutsubiodide nicht aus diskreten Molekülen.

    6. Sc2Te: ein neuartiges Beispiel für kondensierte Metallpolyeder in einer metallreichen, aber elektronenarmen Verbindung (pages 2062–2064)

      Paul A. Maggard and Prof. John D. Corbett

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091813

      Kondensierte Doppelketten von kantenverknüpften Scandiumoktaedern enthält Sc2Te. Diese Strukturelemente werden durch schwächer gebundene, pyramidale und zickzackförmige Scandiumaggregate ergänzt. Nebenstehend ist eine Projektion der Ketten zusammen mit Tellur (leere Kreise) gezeigt. Die Metallanordnung kann als Ergebnis der Dissoziation des Metallgerüsts elektronenreicherer Chalkogenide betrachtet werden.

    7. Direkte Festphasen-Glycosylierung von Peptiden an einem neuartigen Polyethylenglycol-Harz (pages 2064–2067)

      Dr. Axel Schleyer, Prof. Dr. Morten Meldal, Dr. M. Renil, Hans Paulsen and Prof. Dr. Klaus Bock

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091814

      Glycopeptid-Bibliotheken, bei denen sowohl der Kohlenhydrat- als auch der Peptidteil variiert werden, können durch die stereoselektive Glycosylierung freier Hydroxygruppen von festphasengebundenen Peptiden mit Glycosyltrichloracetimidaten hergestellt werden. Unter Nutzung von temporären tBu-Schutzfunktionen gelang so die stereoselektive Synthese einer Bibliothek aus vier Glycopeptiden (eines ist rechts dargestellt) mit je zwei unterschiedlichen Glycosylgruppen.

    8. Selbstorganisation mehrerer Komponenten: bevorzugte Bildung eines rhomboiden [2 × 3]-Gitters aus einer Mischung von unterschiedlichen Liganden (pages 2067–2070)

      Dr. Paul N. W. Baxter, Prof. Dr. Jean-Marie Lehn, Boris O. Kneisel and Prof. Dieter Fenske

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091815

      Eine wesentlich größere Variationsbreite an Ligandkombinationen ist bei [m × n]-Gittern, wie dem ersten rhomboiden [2 × 3]-Gitter-Komplexkation 1, möglich als bei den symmetrischeren, quadratischen [n × n]-Gittern. Die Produktverteilung [2 × 3]: [2 × 2]:[3 × 3] bei der Reaktion des tri- und des ditopen Liganden mit AgI-Ionen im Verhältnis 2:3:6 beträgt 90:8:2! Die Kugeln repräsentieren die AgI-Ionen.

    9. Neue Kupfertellurid-Cluster durch photoinduzierte Tellurolat-Tellurid-Umwandlung (pages 2070–2072)

      Dr. John F. Corrigan and Prof. Dr. Dieter Fenske

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091816

      Durch photolytische Abspaltung von Ph2Te aus dem phosphanstabilisierten, sechskernigen Cluster 1 ist der gemischte Tellurid/Tellurolat-Cluster 2 in guten Ausbeuten zugänglich (Strukturbild des Anions in 2 rechts, dunkle Kugeln Te, schraffierte Kugeln Cu, weiße Kugeln P).

    10. Difluorvinyliden, F2C[DOUBLE BOND]C: (pages 2072–2075)

      Dr. Jürgen Breidung, Prof. Dr. Hans Bürger, Dipl.-Chem. Carsten Kötting, Dr. Rodion Kopitzky, Prof. Dr. Wolfram Sander, Dipl.-Chem. Michael Senzlober, Prof. Dr. Walter Thiel and Prof. Dr. Helge Willner

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091817

      Eine Alkin-Vinyliden-Isomerisierung ist auch mit den Difluorverbindungen 1 und 2 möglich! Bestrahlung (λ = 193 nm) von 2 in einer Ar-Matrix liefert ausschließlich 1, dessen vollständiges IR-Spektrum gemessen wurde. Dieses stimmt hervorragend mit dem aus neuen ab-initio-Rechnungen erhaltenen überein; diese Rechnungen ergaben auch, daß 1 — anders als Vinylidene RHC[DOUBLE BOND]C: — gegenüber einer Isomerisierung in 2 durch eine Barriere von ca. 35 kcal mol−1 geschützt wird. Bei Bestrahlung von 1 mit Λ > 230 nm wird 2 zurückgebildet. Bereits bei 35–42 K addiert 1 CO und N2 zu F2CCCO bzw. F2CCNN.

    11. Selbstorganisation von Li12S6O6N12-Clustern aus Diazasulfit-Anionen (pages 2075–2078)

      Justin K. Brask, Prof. Dr. Tristram Chivers, Dr. Masood Parvez and Dr. Gabriele Schatte

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091818

      Je nach Art des Restes am Stickstoffatom werden durch Umsetzung von RNSO mit LiNHtBu zwei 36atomige Hauptgruppenelementcluster vollkommen verschiedener Struktur erhalten (R = tBu, SiMe3). Die rechts abgebildete tBu-Verbindung läßt sich als Aggregat dreier hexagonal-prismatischer Einheiten auffassen.

    12. Ein modulares System zur Synthese der häufigsten N-Glycane (pages 2078–2081)

      Dr. Carlo Unverzagt

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091819

      Zwei regioselektive Glycosylierungen sind die Schlüsselschritte der allgemein anwendbaren Strategie, mit der zwei triantennäre Octasaccharide sowie das tetraatennäre Nonasaccharid 1 erhalten wurden. Zugrunde liegt hier ein modulares System aus Oligosaccharidbausteinen, mit denen komplexe N-Glycane mit der gewünschten Zahl von Verzweigungen gezielt und in überraschend hohen Ausbeuten hergestellt werden können.

    13. Eine effiziente Synthese von Gangliosid GM2 für die Verwendung in Tumorimpfstoffen (pages 2081–2085)

      Julio C. Castro-Palomino, Dr. Gerd Ritter, Sheila R. Fortunato, Stefan Reinhardt, Dr. Lloyd J. Old and Prof. Dr. Richard R. Schmidt

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091820

      Ein Zielantigen für die Immuntherapie gegen Krebs ist das Gangliosid GM2, das auf den Zelloberflächen einiger humaner Krebsarten exprimiert wird. Durch eine effiziente Totalsynthese ist nun einheitliches und von biologischen Verunreinigungen freies GM2 auch in größerer Menge zugänglich. Damit ist der systematische Aufbau eines sicheren und wirksamen Impfstoffes gegen GM2+-Krebsarten beträchtlich erleichtert.

    14. Phosphor(V)-nitridimid HP4N7: Synthese aus einem molekularen Precursor und Pulver-Röntgenstrukturanalyse mit Synchrotronstrahlung (pages 2085–2087)

      Dr. Stefan Horstmann, Elisabeth Irran and Prof. Dr. Wolfgang Schnick

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091821

      Ausgehend von einem Diphosphazen als molekularem Precursor konnte erstmals phasenreines HP4N7 synthetisiert werden. Die Strukturaufklärung gelang durch Pulver-Röntgenbeugungsanalyse unter Verwendung von Synchrotronstrahlung. Rechts ist ein Ausschnitt aus der Kristallstruktur gezeigt.

    15. Trimethylplatintriflat — ein vielseitiger Koordinationsbaustein (pages 2087–2089)

      Dipl.-Chem. Sabine Schlecht, Priv.-Doz. Dr. Jörg Magull, Prof. Dr. Dieter Fenske and Prof. Dr. Kurt Dehnicke

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091822

      Je nach Donorstärke der Base wird der Vierkernkomplex [{Me3Pt-(OSO2CF3)}4] (Struktur siehe rechts) durch diese zu Drei-, Zwei- oder Einkernkomplexen „abgebaut”. Der Bindungsmodus der Triflationen variiert dabei zwischen μ3-verbrückend und einzähnig koordinierend.

    16. Lösungsstrukturen eines Paares stabiler Hexaamincobalt(III/II)-Konformere (pages 2089–2090)

      Prof. Dr. Peter Comba and Dr. Achim F. Sickmüller

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091823

      Die Struktur der erstaunlichen blauen Form einer neuen Hexaamincobalt(III)-Käfigverbindung (Lewis-Formel rechts) war nicht bekannt, die des gelben Konformers dagegen bereits experimentell bestimmt. Mit einer Kombination aus Kraftfeldrechnungen und der Simulation von spektroskopischen und elektrochemischen Eigenschaften können die Struktur bestimmt und das beispiellos schwache Ligandenfeld und das hohe Redoxpotential interpretiert werden.

    17. Nanometergroße polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (pages 2091–2093)

      Dr. Benedikt Schlicke, Prof. Dr. Arnulf-Dieter Schlüter, Dipl.-Chem. Petra Hauser and Prof. Dr. Jürgen Heinze

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091824

      4.5 nm lang ist der monodisperse polycyclische aromatische Kohlenwasserstoff 1, der 29 kondensierte Fünf- und Sechsringe enthält. Wegen der Dodecylketten ist dieses sehr ausgedehnte, flache (brettartige) Molekül bei Raumtemperatur ungewöhnlich gut in gängigen organischen Lösungsmitteln löslich und kann somit leicht charakterisiert werden. Verbindung 1 kann in einem relativ kleinen Potentialbereich bis zum Octaanion reduziert werden, und die durch Oxidation entstehenden Tetrakationen sind mehrere Sekunden stabil. R[DOUBLE BOND]C12H25.

    18. Intramolekularer Elektronentransfer in gemischtvalentem [1′,1′'′-Dinaphthylmethyl-(biferrocen)]ium-triiodid: Struktur und Mößbauer-Spektrum (pages 2093–2096)

      Prof. Teng-Yuan Dong, Xiao-Qian Lai, Zhi-Wei Lin and Dr. Kuan-Jiuh Lin

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091825

      Extrem empfindlich auf Änderungen im Kristallgitter reagieren die Elektronentransfergeschwindigkeiten in der FeII/FeIII-Titelverbindung. Dies zeigen Mößbauer-spektroskopische Untersuchungen an den beiden kristallographischen Modifikationen, in denen die Verbindung isoliert werden kann. Die Struktur von Kation und Anion in der triklinen Phase ist rechts gezeigt.

    19. [Ru(Ph)(CO)(PtBu2Me)2]+, ein einzigartiger 14-Elektronen-RuII-Komplex mit zwei agostischen Wechselwirkungen (pages 2096–2098)

      Dejian Huang, William E. Streib, Prof. Odile Eisenstein and Prof. Kenneth G. Caulton

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091826

      Vier Liganden in nichtplanarer Anordnung charakterisieren das Titelkomplexkation in Lösung und im Kristall. Zwischen dem Ru-Zentrum und dem Gegenion [3,5-C6H3(CF3)2]4B gibt es keinerlei Wechselwirkung. Dichtefunktionaltheorie-Rechnungen am Modellkomplex [Ru(Ph)(CO)(PH3)2]+ ergaben die rechts gezeigte Struktur, die keine ortho-CH … Ru-Wechselwirkungen zeigt.

    20. Ln3Au2Al9 (Ln = Dy, Tb): heteronucleare versus homonucleare Bindung in intermetallischen Phasen (pages 2098–2101)

      Karen J. Nordell and Prof. Dr. Gordon J. Miller

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091827

      In einer Variante der BaAl4-Struktur, dem α-La3Al11-Strukturtyp, kristallisieren die neuen ternären intermetallischen Phasen Ln3Au2Al9 (Ln = Dy, Tb). Berechnungen der Elektronenstruktur wurden zur Untersuchung der Eigenschaften von Gold- und Aluminium-Zentren innerhalb des Gerüsts verwendet. Die im Strukturbild grau gefärbten Atome bevorzugen heteronucleare Au-Al-Kontakte gegenüber homonuclearen Al-Al- und Au-Au-Kontakten.

    21. [NH4]3[Ir(S4)(S6)2]: eine erneute Untersuchung des 1904 von Hofmann und Höchtlen beschriebenen [NH4]3[Ir(S5)3] (pages 2101–2102)

      Thomas E. Albrecht-Schmitt and Prof. James A. Ibers

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091828

      Nicht 15, sondern 16 Schwefelatome enthält das 1904 erstmals als „[NH4]3[IrS15]” beschriebene Komplexsalz [NH4]3[Ir(S4)(S6)2]. Dies folgt aus dem Vergleich der Ergebnisse einer Kristallstrukturanalyse (Strukturbild des Anions rechts) und der Beschreibung des Kristallhabitus in der Originalarbeit. Während der Kristallisation von [NH4]3[Ir(S4)(S6)2] tritt spontane Racematspaltung auf. Ein Jahrzehnt vor Werners erstmaliger Trennung optisch aktiver anorganischer Komplexe waren also bereits enantiomerenreine Kristalle verfügbar.

    22. NADH-abhängige Halogenasen sind wahrscheinlich eher an der Biosynthese von Halogenmetaboliten beteiligt als Haloperoxidasen (pages 2102–2104)

      Dipl.-Chem. Kathrin Hohaus, Dipl.-Chem. Annett Altmann, Dr. Wassily Burd, Dipl.- Ing. Ilona Fischer, Dr. Philip E. Hammer, Dr. Dwight S. Hill, Dr. James M. Ligon and Prof. Dr. Karl-Heinz Van Pée

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091829

      NADH statt Wasserstoffperoxid benötigen zwei neu identifizierte, substratspezifische und regioselektive Halogenasen. Beide wurden aus einem Pyrrolnitrin produzierenden Pseudomonas-fluorescens-Stamm isoliert; eine von ihnen katalysiert die Chlorierung von L-Tryptophan zu 7-Chlor-L-tryptophan 1.

    23. Boratabenzol-Zirconium(II)-Komplexe: eine ungewöhnliche Anellierung mit Ethinen (pages 2104–2106)

      Prof. Dr. Arthur J. Ashe III, Dr. Saleem Al-Ahmad, Dr. Jeff W. Kampf and Dr. Ir. Victor G. Young

      Version of Record online: 31 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971091830

      Gefaltet ist der Boratanaphthalinligand in 2, so daß die Abstände aller zehn Ringatome zum Metallzentrum in der Größenordnung von Zr-C-bzw. Zr-B-Bindungslängen liegen. 2 wurde durch eine neuartige Reaktion von Acetyln mit einem der Boratabenzolliganden von 1 erhalten.

  7. Bücher

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