Angewandte Chemie

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3. Februar 1997

Volume 109, Issue 3

Pages cpi–fmi, 185–309

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Titelbild (Angew. Chem. 3/1997) (20/1996) (page cpi)

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090301

  2. Impressum

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090302

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages 185–192)

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090303

  4. Aufsätze

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
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    8. Bücher
    1. Regio- und stereoselektive Synthesen mit Organokupferreagentien (pages 194–213)

      Prof. Dr. Norbert Krause and Dipl.- Ing. Andreas Gerold

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090304

      Keine anderen metallorganischen Verbindungen sind so vielseitig in stereo- und regioselektiven Synthesen einsetzbar – insbesondere bei konjugierten Additionen und bei Sn,2′-Reaktionen – wie Organokupferreagentien. Diese haben sich somit als unverzichtbar zur Herstellung von komplexen Natur- und Wirkstoffen, chiralen Auxiliaren und Zielverbindungen mit bemerkenswerter Struktur erwiesen. Eine wichtige Neuentwicklung auf diesem Gebiet ist z.B. die Erweiterung der Michael-Addition auf 1,6-, 1,8- 1,l0- und 1,12-Additionen an acetylenische Substrate.

    2. Solvatothermale Synthese von Chalkogenidometallaten (pages 214–234)

      Prof. Dr. William S. Sheldrick and Dipl.-Chem. Michael Wachhold

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090305

      Überhitzte Lösungsmittel wie Wasser, Methanol oder Amine sind bei Temperaturen zwischen 110 und 220°C vorteilhafte Reaktionsmedien für den Aufbau von zeolithartigen Schicht- und Gerüststrukturen auf Chalkogenbasis. Solche Bedingungen begünstigen einerseits Löslichkeit, Diffusion und Kristallisation, sind andererseits aber auch schonend genug, um Bausteine wie Ketten oder Ringe für eine Beteiligung an der Selbstorganisation von zeolithartigen Strukturen intakt zu lassen. Methanolothermale Synthesetechniken sind besonders zur Herstellung selen- oder tellurhaltiger Netzwerke geeignet.

  5. Highlights

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    5. Aufsätze
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    8. Bücher
    1. Neue Strategien zu α-alkylierten α-Aminosäuren (pages 235–237)

      Dr. Thomas Wirth

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090306

      Immer wieder neue Varianten zur Synthese α-alkylierter a-Aminosauren 1 werden entwickelt, die für die Synthese konformativ fixierter Peptide, als Liganden für enantioselektive katalytische Aldolreaktionen, aber auch unter pharmazeutischen Gesichtspunkten, z.B. als Enzyminhibitoren, von Interesse sind. Die Entwicklung einfacher Methoden für die Synthese dieser nichtproteinogenen Aminosäuren ist auch heute noch eine Herausforderung für synthetisch arbeitende Chemiker.

  6. Zuschriften

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Highlights
    7. Zuschriften
    8. Bücher
    1. Phosphinidenverbrückte Silbercluster (pages 239–243)

      Prof. Dr. Dieter Fenske and Dr. Falk Simon

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090307

      18, 45 oder 50 Silberatome enthalten die phosphinidenverbrückten Cluster, die bei der Umsetzung von AgCl mit PhP(SiMe3)2 in Gegenwart von PnPr3, je nach Reaktionstemperatur und stöchiometrischem Verhältnis der Edukte entstehen. [Ag50(PPh)20C17P(PnPr3)13] ist der größte bisher bekannte Silbercluster und zugleich einer der größten Clusterkomplexe mit aufgeklärter Struktur.

    2. Synthese und Struktur von sowie Bindungsverhältnisse in [(HgPtBu)4]3 (pages 243–245)

      Prof. Dr. Reinhart Ahlrichs, Dr. Malte von Arnim, Dr. Jan Eisenmann and Prof. Dr. Dieter Fenske

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090308

      Nun auch mit Quecksilber zugänglich sind phosphinidenverbrückte Mehrkernkomplexe. Aus [Fe(CO)4-(HgOAc)2] und tBuP(SiMe3)2, entsteht in hohen Ausbeuten die Titelverbindung, deren Struktur im Kristall rechts gezeigt ist (Hg schraffiert, P schwarz). Zur Analyse der Bindungsverhältnisse in diesem Trimer aus (HgP)-Achtringen wurden die Strukturen von (HgPMe)n-Clustern (n = 2–6,8,12) mit ab-initio-Methoden berechnet.

    3. Enantioselektive Wasserstoffübertragung von einem chiralen Zinnhydrid auf ein prochirales, kohlenstoffzentriertes Radikal (pages 245–247)

      Dipl.-Chem. Michael Blumenstein, Dipl.-Chem. Kay Schwarzkopf and Prof. Dr. Jürgen O. Metzger

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090309

      Erstmals brauchbare Enantiomerenüberschüsse in einer radikalischen Reduktion mit optisch aktiven Zinnhydriden wurden in der Reaktion von 2 mit 1 festgestellt [GI. (a)]. Mit dem entsprechenden Zinnbromid und Na[B(CN)H3] statt 1 gelingt erfreulicherweise auch eine katalytische Variante.

    4. Ein völlig radikaler Zugang zur Stereoselektivitätskontrolle: Kupplung von prochiralen Radikalen mit chiralen Nitroxylradikalen (pages 247–249)

      Prof. Rebecca Braslau, Leland C. Burrill II, Lara K. Mahal and Todd Wedeking

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090310

      Ein „radikaler” Ansatz zur Kontrolle der Konfiguration wird anhand der Titelreaktion deutlich, bei der ein Nitroxylradikal die enantiotopen Seiten eines kohlenstoffzentrierten Radikals diskriminiert. Mit dem in Gleichung (a) gezeigten Steroid-Nitroxylradikal wurden in ersten Versuchen Selektivitäten bis zu 92:8 erreicht.

    5. Cyclische und kubische Organophosphonate des Galliums und ihre Beziehung zu Strukturelementen von Gallophosphat-Molekularsieben (pages 249–251)

      Prof. Mark R. Mason, Dr. Mark S. Mashuta and Prof. John F. Richardson

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090311

      Als potentielle Vorstufe zum Aufbau neuartiger Gallophosphate wurde eine lösliche, molekulare Form der für einige Gallophosphat-Molekularsiebe typischen kubischen Ga4P4O12-Einheit hergestellt. Rechts ist der durch Röntgenstrukturanalyse bestätigte Ga4P4012-Kern von [tBuGa- (μ3-O3PPh)]4 abgebildet.

    6. Ein Käfigmolekül mit cubanoidem P4B4-Gerüst: tBu4P4Ph4B4O12 – ein Strukturanalogon der isovalenzelektronischen Organosiliciumsesquioxane R8Si8O12 (pages 251–253)

      Dr. Klaus Diemert, Dr. Ulli Englert, Prof. Dr. Wilhelm Kuchen and Dr. Frank Sandt

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090312

      Wie große Atome verhalten sich die Moleküle des gemischten Anhydrids der Säuren tBuP(O)(OH)2, und PhB(OH)2 indem sie im Kristallgitter die Ecken und Zentren schwach verzerrter Kubooktaeder besetzen. Die Moleküle weisen ein Cubangerüst auf (siehe Bild), dessen Ecken alternierend durch Phosphor- und Boratome besetzt und dessen Kanten durch Sauerstoffatome überbrückt sind.

    7. Eine neue asymmetrische Formylierung von Aldehyden (pages 253–255)

      Dr. Andreas Kirschning, Gerald Dräger and Alexander Jung

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090313

      Aldehyde asymmetrisch zu formylieren ist durch Horner-Wittig-Homologisierung von Aldehyden und anschließende asymmetrische Dihydroxylierung des intermediären prochiralen Ketenacetals 2 auf effiziente Weise möglich. Wie für eine Reihe von Verbindungen 1 beschrieben wird, können mit dieser Methode α-Hydroxycarbonsäureester 3 in hoher Enantiomerenreinheit hergestellt werden.

    8. Konstitution des Iodyl-Kations (pages 255–256)

      Prof. Dr. Martin Jansen and Dipl.-Chem. Ralph Müller

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090314

      Wider Erwarten als Dimer liegt das Iodyl-Kation in (IO2)2S2O7 vor. Es gelang erstmals, eine Verbindung dieser Klasse durch Röntgenbeugung eindeutig zu charakterisieren (siehe Struktur des Kations rechts). Die Beschreibung als Salz aus (IO2)22+ und S2O72− ist wegen der starken intermolekularen Bindungen eine zu stark vereinfachende Beschreibung.

    9. Selektive ringöffnende Olefinmetathese mit funktionalisierten monosubstituierten Olefinen (pages 257–259)

      Dr. Matthias F. Schneider, Dipl.-Chem. Norbert Lucas, Dr. Janna Velder and Prof. Dr. Siegfried Blechert

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090315

      Nicht nur hochselektiv, sondern auch atomökonomisch verlaufen die meisten gekreuzten Olefinmetathesen zwischen gespannten und monosubstituierten Olefinen mit dem Grubbsschen oder Schrockschen Katalysator ([Ru] bzw. [Mo]; siehe unten) -selbst bei einem 1:1-Verhältnis der beiden Reaktionspartner! Die hohe Toleranz gegenüber vielen funktionellen Gruppen könnte für Folgereaktionen interessant sein.

    10. Lewis-Säuren begünstigen die Umwandlung eines Metallocentrihydrids in einen Diwasserstoffkomplex und die H2-Freisetzung aus ihm: das System [Cp2NbH3] + BH3 (pages 259–261)

      Dipl.-Chem. Santiago Camanyes, Dr. Feliu Maseras, Dr. Miquel Moreno, Prof. Dr. Agustí Lledós, Prof. Dr. José M. Lluch and Prof. Dr. Juan Bertrán

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090316

      Quantenchemisch belegt wird der große Einfluß, den eine Lewis-Säure (hier BH3) auf die Art der H-Koordination in Metallocentrihydriden (hier [Cp2NbH3]) hat. Durch die Koordination wird sowohl die Bildung eines stabilen Dihydridokomplexes (1) als auch die Abspaltung von H2 aus ihm erleichtert. Dieser Befund könnte im Hinblick auf Übergangsmetallkomplex-Hydridspeicher von großer Bedeutung sein.

    11. Eine Tandem-Strategie zur Herstellung von Pfropf- und dendrimerartigen Pfropfcopolymeren durch „lebende” radikalische Polymerisation (pages 261–264)

      Robert B. Grubbs, Dr. Craig J. Hawker, Julian Dao and Prof. Dr. Jean M. J. Fréchet

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090317

      Mit vielfach funktionalisierten Kettenenden versehene Pfropf- und dendrimerartige Pfropfcopolymere (Beispiel rechts, PS = Polystyrol, PBMA = Poly-n- butylmethacrylat) können mit aufeinanderfolgenden „lebenden” radikalischen Polymerisationen hergestellt werden. Die erste Polymerisation liefert das lineare Polymerrückgrat, in den folgenden werden die verzweigten Ketten eingeführt.

    12. Das Xemath image-Ion – Bildung und Struktur (pages 264–266)

      Thomas Drews and Prof. Dr. Konrad Seppelt

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090318

      Eine der längsten Element-Element-Bindungen liegt im Xe2+-Ion vor, das mehrfach theoretisch berechnet und massenspektrometrisch sowie in Lösung ESR-spektroskopisch nachgewiesen wurde. Das Kation tritt im dunkelgrünen Xe2+Sb4F21 (rechts) auf, das rein in kristalliner Form erhalten wurde. Die Bindungslänge Xe[BOND]Xe ist mit 308.7(1) pm signifikant kürzer als theoretisch vorhergesagt (317–327 pm).

    13. Regio- und stereokontrollierte konjugierte Radikaladdition an ein asymmetrisches Fumarsäure-Derivat-effiziente Synthese von (−)-Nephrosteran- und (−)-Roccellarinsäure (pages 266–268)

      Prof. Mukund P. Sibi and Dr. Jianguo Ji

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090319

      Mehrere Chiralitätszentren können durch Lanthanoid-Lewis-Säure-vermittelte konjugierte Radikaladdition an asymmetrische Fumarsäure-Derivate (Schritt 1, siehe Reaktionsfolge unten) und anschließende Einführung eines zweiten Substituenten durch eine Aldolreaktion (Schritt 2) aufgebaut werden. Die Regio- und die Stereoselektivität des ersten Schritts sind mit Sm(OTf)3, Tm(OTf)3, und Er(OTf) besonders beeindruckend (> 100:1 bzw. < 47:1), so daß mit dieser Methode auch die im Titel genannten trisubstituierten Butyrolacton-Naturstoffe problemlos erhalten werden konnten. Tf = F3CSO2, Xc, = chirales Auxiliar.

    14. Hochselektive, Iridiumkomplex-katalysierte allylische Alkylierung mit Kohlenstoffnucleophilen am höher substituierten Allylende: eine effektive Methode zum Aufbau von quartären Kohlenstoffzentren (pages 268–270)

      Prof. Dr. Ryo Takeuchi and Mikihiro Kashio

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090320

      Die in Naturstoffen sehr häufigen quartären Kohlenstoffzentren selektiv aufbauen zu können ist für das Erreichen vieler Syntheseziele essentiell. Mit dem Iridiumkomplex [Ir(cod)CI]2, als Katalysator für die allylische Alkylierung (a) gelingt dies bei den acyclischen Verbindungen 1 mit einer Selektivität von 100% und in Ausbeuten zwischen 70 und 85%.

    15. Direkter Nachweis von trans-Diazen in Lösung durch Abfangen und Isolieren des Abfangproduktes (pages 270–271)

      Prof. Dr. Dieter Sellmann and Dipl.-Chem. Andreas Hennige

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090321

      Das erstmalige Abfangen von Diazen aus Lösung gelang mit dem in situ hergestellten Komplex [Fe(PPr3)(SC6H4SCH2CH2SC6H4S)] zu 1, in dem es in der trans-Konfiguration vorliegt! Dies wirft die Frage auf, ob die oft postulierte cis-Diazen-Struktur von N2H2, in Lösung erforderlich ist, um stereospezifische cis-Hydrierungen von Mehrfachbindungen durch N2H2, zu erklären.

    16. Direkter Beleg für einen dissoziativen Mechanismus bei der C-H-Aktivierung durch einen kationischen Iridium(III)-Komplex (pages 272–274)

      Christian Hinderling, Dr. Dietmar A. Plattner and Prof. Dr. Peter Chen

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090322

      Nach einem völlig unerwarteten, dissoziativen Mechanismus verläuft die C-H-Aktivierung durch das Komplexkation 1 in der Gasphase. Die Reaktivität von 1 wurde durch Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie mit verdünnten Lösungen von [l(N[TRIPLE BOND]CCH,)]+ ClO4, untersucht. Die Reaktion verläuft über den reaktiven cyclischen IrIII-Komplex 2, der an C-H-Bindungen von gesättigten und aromatischen Kohlenwasserstoffen zu 3 addiert.

    17. Stereoselektive Herstellung und Reaktionen von Cycloalkylzinkverbindungen (pages 274–276)

      Dr. Laurent Micouin, Martin Oestreich and Prof. Dr. Paul Knochel

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090323

      Konfigurativ genau definierte Cycloalkylzinkverbindungen 1 können erstmals aus Olefinen über die Reaktionssequenz Hydroborierung/Bor-Zink-Austausch mit iPr2Zn hergestellt werden. Diese sekundären Alkylzinkreagentien sind konfigurativ stabil und können in Gegenwart von CuCN⋅2 LiCl stereoselektiv unter Retention der Konfiguration allyliert und alkinyliert werden (Beispiel siehe unten).

    18. Fünffach koordinierter Schwefel in einem polymeren Kupfer(I)-Thiolat-Komplex (pages 276–278)

      Dr. Richard V. Parish, Zahra Salehi and Dr. Robin G. Pritchard

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090324

      Starke Mehrzentrenbindungen mit vier äquivalenten Kupfer(t)-Zentren und dem Kohlenstoffatom des organischen Rests sind das Charakteristikum der Thiolatschwefelatome des neuartigen Käfigs [(CuCl)12(SR)6] (R = CH2CH2NH3, Strukturbild rechts, R und Cl weggelassen). Dieser ist Teil des polymeren Komplexes [Cu13Cl13(SR)6], der aus Cysteaminhydrochlorid und Kupfer(1)-chlorid zugänglich ist. • = Cu, o = S.

    19. Festlegung der Konformation von Lewis-Säure-Base-Komplexen: kristallographischer Beweis gleichzeitiger σ- und π-Koordination einer Carbonylgruppe an eine Lewis-Säure mit zweiwertigem Bor (pages 278–281)

      Michael C. Amendola, Dr. Kenneth E. Stockman, Diego A. Hoic, Dr. William M. Davis and Prof. Dr. Gregory C. Fu

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090325

      Eine zusätzliche π-Wechselwirkung kann die Konformation eines Komplexes aus Lewis-Säure und Carbonylverbindung festlegen, wie Untersuchungen des Borabenzol-Adduktes 1 in Lösung und im festen Zustand zeigen. Derartige Studien interessieren im Zusammenhang mit dem Design effektiver, chiraler Lewis-Saure-Katalysatoren.

    20. Weitere Überraschungen mit Fischer-Carbenkomplexen: formale [3 + 2]-Cycloadditionen mit und ohne vorgeschalteter Carbenligandmetathese (pages 281–283)

      Dr. Matthias Hoffmann, Dr. Matthias Buchert and Prof. Dr. Hans-Ulrich Reißig

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090326

      Einer metallinduzierten Dimerisierung von Dienen unter CH2-Abspaltung entspricht die hier vorgestellte Umsetzung von Fischer-Carbenkomplexen mit bestimmten Siloxydienen, wobei sich der ursprüngliche Carbenligand nicht im Endprodukt findet. Schlüsselschritte der Reaktionen (a) sind Carbenligandmetathese und hochdiastereoselektive [3+2]-Cycloaddition. TBS = tBuMe2Si, R = Ph, Me; R′ = CO2Me, Ph.

    21. Von der Hünig-Base zu Bis([1,2]dithiolo)-[1,4]thiazinen in einer Eintopfreaktion: ein schneller Weg zu Polyschwefel-Heterocyclen (pages 283–285)

      Dr. Carlos F. Marcos, Dr. Cecilia Polo, Dr. Oleg A. Rakitin, Prof. Charles W. Rees and Dr. Tomás Torroba

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090327

      In einer äußerst komplexen Reaktionsfolge aus etwa 15 Schritten entsteht das Thiazin 1 aus Ethyldiisopropylamin (Hünig-Base) und Dischwefeldichlorid [Gl. (a)]. Bemerkenswert an dieser Umsetzung sind die Selektivität (nur die Isopropylgruppen werden angegriffen), die im Vergleich zu anderen 1,2-Dithiol-Synthesen milden Bedingungen und die Gesamtausbeute von 40%.

    22. Ein zweikerniges-Zinn(II)-Amid, ein meta-Stannylaminocyclophan, und dessen ortho-Stannierungsprodukt, ein dreikerniger Zinn(II)-Cluster (pages 285–288)

      Dr. Holger Braunschweig, Dr. Christian Drost, Dr. Peter B. Hitchcock, Prof. Michael F. Lappert and Luc J.-M. Pierssens

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090328

      Ein nahezu gleichseitiges Dreieck bilden die drei Sn-Atome in 1. Dieser Komplex ist das Produkt einer bislang noch nicht beschriebenen 2-Stannierung eines 1,3-Diaminobenzols und ist somit im Hinblick auf die Metallierung von Arenen ganz allgemein von Bedeutung. R = SiMe3.

    23. Ein supramolekularer Komplex von C60 mit Calix[5]aren – Struktur im Kristall und in Lösung (pages 288–290)

      Dr. Takeharu Haino, Manabu Yanase and Prof. Dr. Yoshimasa Fukazawa

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090329

      Hier ist der Wirt der Gast — im Komplex zwischen C60 und Calix[S]arenen, die in Lösung und in einem Fall auch im Kristall untersucht wurden, ist Buckminsterfulleren nicht wie üblich das Wirt-, sondern das Gastmolekül (siehe rechts). Die Struktur der Komplexe in Lösung wurde mit der Ringstrom-Methode abgeleitet, basierend auf Ergebnissen der Röntgenstrukturanalyse; van-der-Waals-Wechselwirkungen zwischen Wirt- und Gastmolekül spielen eine wichtige Rolle bei der Komplexierung in Lösung.

    24. Spezifische Phenyl-Perfluorphenyl-Stapelwechselwirkungen: eine neue Strategie zum Aufbau supramolekularer Strukturen (pages 290–293)

      Dr. Geoffrey W. Coates, Alex R. Dunn, Lawrence M. Henling, Prof. Dr. Dennis A. Dougherty and Prof. Dr. Robert H. Grubbs

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090330

      Photochemisch induzierte Festkörperpolymerisationen der stapelförmig angeordneten Diinmonomere 1, 2 und 3 beruhen auf der Wechselwirkung zwischen Phenyl- und Perfluorphenylgruppen, die zu einer vorteilhaften Orientierung der Moleküle im Kristall führt. Ahnlich wie im 1:1-Komplex von Benzol und Hexafluorbenzol liegt eine alternierende Abfolge der Moleküle in den säulenförmigen Stapeln vor.

    25. Alkalimetallkomplexe von o,o′-(Tetraethylenglycoldiyl)-(Z)-stilben: eine gemeinsame Ligandenkonformation für Li-, Na-, K- und Rb-Ionen (pages 293–295)

      Prof. Dr. Andreas Merz, Dipl.-Chem. Thomas Futterer, Dr. Johann Lex and Dr. Halina Inerowicz

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090331

      Kein Fremdkörper, sondern strukturbildendes Element ist die (Z)-Stilbeneinheit im Titel-Kronen-ether, der in der rechts gezeigten Konformation Alkalimetallionen von Li bis Rb (Kugeln im Inneren, zum Größenvergleich aufeinandergelegt) bei hoher Lithiumselektivität komplexiert.

    26. Ein azentrisches, dreidimensionales Koordinationspolymer: Synthese und Struktur von [Cu(pyrimidin)2]BF4 (pages 295–297)

      Prof. Steven W. Keller

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090332

      Koordinationsnetzwerke in Silicaten nachzuahmen könnte durch eine neue Klasse von Koordinationspolymeren möglich werden, die durch Selbstorganisation von tetraedrischen Kupfer(I)-Kationen und gewinkelten, difunktionellen Pyrimidinliganden zugänglich sind. So konnten ausgedehnte Gerüste hergestellt werden, die optische Aktivität (wie Quarz) oder Mikroporosität (wie Zeolithe) aufweisen oder beides! Die Gerüststruktur von [Cu(pyrimidin)2]BF4 (rechts) ist ähnlich der eines „gefüllten Feldspats” mit Kanälen, die sowohl BF4-Ionen als auch fehlgeordnete Lösungsmittelmoleküle enthalten.

    27. Katalysatorvorstufe, Katalysator und Zwischenstufe des RuII-katalysierten, asymmetrischen Wasserstofftransfers zwischen Alkoholen und Ketonen (pages 297–300)

      Dr. Karl-Josef Haack, Dr. Shohei Hashiguchi, Dr. Akio Fujii, Dr. Takao Ikariya and Prof. Dr. Ryoji Noyori

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090333

      Neue Einblicke in Katalysemechanismen: Der violette 16-Valenzelektronen-Komplex 1 und der gelbe 18-Valenzelektronen-Komplex 2 sind die einzigen am asymmetrischen, RuII-katalysierten Wasserstofftransfer zwischen sekundärem Alkohol und Keton beteiligten Verbindungen; beide Komplexe wurden auch röntgenstrukturanalytisch charakterisiert.

    28. Kinetische Racematspaltung sekundärer Alkohole durch Ruthenium(II)-katalysierte Transferhydrierung (pages 300–303)

      Dr. Shohei Hashiguchi, Dr. Akio Fujii, Dr. Karl-Josef Haack, Kazuhiko Matsumura, Dr. Takao Ikariya and Prof. Dr. Ryoji Noyori

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090334

      Mit Aceton als Wasserstoffacceptor gelingt unter RuII-Katalyse die kinetische Racematspaltung sekundärer Alkohole. Diese Methode eröffnet einen Zugang zu Alkoholen, die nicht einfach durch enantioselektive Reduktion der entsprechenden Ketone erhältlich sind (Beispiele für Edukte rechts), und ist für meso-Verbindungen von besonderem Interesse. R1 = (CH3)2N, R2 = H, CH3.

    29. Die vielkernigen gemischten Metallcluster-Dianionen [Ru12H2Cu6Cl2(CO)34]2− und [Ru8H2Cu7Cl3(CO)24]2− (pages 303–305)

      Dr. Michael A. Beswick, Prof. the Lord Jack Lewis, Dr. Paul R. Raithby and Dr. M. Carmen Ramirez de Arellano

      Article first published online: 1 FEB 2006 | DOI: 10.1002/ange.19971090335

      Linear kondensierte Oktaeder oder verknüpfte quadratische Pyramiden liegen in den neuartigen, vielkernigen gemischten Titel-Metallcluster-Dianionen vor (Metallkerne unten rechts bzw. links abgebildet). Durch Reaktion von [Ru6H(CO)18] mit [Cu(MeCN)4]+ in Gegenwart von Chloridionen werden sie in CH3CN bzw. CH2Cl2 gebildet. In diesen Dianionen sind Rutheniumcluster-Kerne über zentrale Kupfercluster-Einheiten verknüpft.

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