Angewandte Chemie

Cover image for Vol. 117 Issue 1

December 17, 2004

Volume 117, Issue 1

Pages 1–169

    1. Titelbild: Die Erweiterung des genetischen Codes (Angew. Chem. 1/2005) (page 1)

      Lei Wang and Peter G. Schultz

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200590000

      Nichtnatürliche Aminosäuren können als neue Bausteine in die genetischen Codes von prokaryotischen und eukaryotischen Organismen eingefügt werden. Berichtet wurde über mehr als dreißig nichtnatürliche Aminosäuren mit modifizierten Seitenketten, die in eindeutigen Triplett- und Quadruplett-Codons codiert sind. P. G. Schultz und L. Wang beschreiben im Aufsatz auf S. 34 ff. chemische und biochemische Verfahren zur Modifizierung von Proteinstrukturen und zum Einbau von neuen Aminosäuren.

    2. You have free access to this content
      Editorial: Open Access and die Angewandte Chemie (pages 4–7)

      P. Gölitz

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200462726

    3. Synthetic Metal-Containing Polymers. Von Ian Manners. (page 24)

      David Bergbreiter

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200385158

    4. [4+3]-Cycloaddukte aus der Lewis-Säure-vermittelten Reaktion von Acroleinen mit Cyclopentadien (pages 26–29)

      Barbara Niess and H. Martin R. Hoffmann

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461313

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      Anders als gedacht: Die klassische organische Chemie birgt nach wie vor Überraschungen. Cyclopentadien und einfache α-alkylierte Acroleine reagieren unter Einwirkung von AlCl3 und Et2AlCl zu unkonventionellen [4+3]-Cycloaddukten (siehe Schema). Die „erwarteten“ Diels-Alder-Addukte sind Intermediate der Reaktion.

    5. Gold-Redoxkatalyse für die selektive Oxidation von Methan zu Methanol (pages 30–32)

      Dirk E. De Vos and Bert F. Sels

      Version of Record online: 24 NOV 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461561

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      So gut wie Gold: Die Aktivierung und selektive Oxidation inerter C-H-Bindungen ist ein anspruchsvolles Problem. Kürzlich wurde gezeigt, dass Methan mit Gold als Katalysator und H2SeO4 als Oxidationsmittel bei 28 % CH4-Umsatz mit 94 % Selektivität in CH3OSO3H umgewandelt wird (siehe Schema). Gold bietet somit eine Alternative zu anderen Edelmetallen.

    6. Die Erweiterung des genetischen Codes (pages 34–68)

      Lei Wang and Peter G. Schultz

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460627

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      Künstliche Codes: Nichtnatürliche Aminosäuren können in die genetischen Codes von prokaryotischen und eukaryotischen Organismen eingefügt werden (siehe Schema). Mit diesem erweiterten Satz von Aminosäuren könnte es bald möglich sein, Proteine oder sogar ganze Organismen mit neuen oder verbesserten Eigenschaften zu generieren.

    7. Synergic Monodeprotonation of Bis(benzene)chromium by Using Mixed Alkali Metal–Magnesium Amide Bases and Structural Characterization of the Heterotrimetallic Products (pages 70–74)

      Eva Hevia, Gordon W. Honeyman, Alan R. Kennedy, Robert E. Mulvey and David C. Sherrington

      Version of Record online: 7 SEP 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460637

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      Die chemische Synergie von gemischtmetallischen Systemen belegt die selektive Deprotonierung eines Benzolrings von Bis(benzol)chrom durch Amidbasen mit Na+/Mg2+ oder K+/Mg2+ als Gegenionen. Die Bis(benzol)chrom-Einheit bildet mit den Basenmischungen in hoher Ausbeute kristalline Trimetallprodukte (siehe Bild), reagiert jedoch nicht mit den nichtsynergistischen Stamm-Monometallamiden. Atomkennzeichnung: Na/K rot, Mg grün, Cr hellblau, N gelb, C schwarz.

    8. Highly Interpenetrated Metal–Organic Frameworks for Hydrogen Storage (pages 74–77)

      Banu Kesanli, Yong Cui, Milton R. Smith, Edward W. Bittner, Bradley C. Bockrath and Wenbin Lin

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461214

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      Eingepackt: Die hier vorgestellten Koordinationsnetzwerke auf der Basis von Zink und Aren-reichen Dicarbonsäuren (siehe Struktur; grau C, rot O, blau N, grün Cl, gelb Zn) ähneln in ihrer Wasserstoffaufnahme den besten Kohlenstoffnanoröhren und metall-organischen Gerüsten. Ihre ausgeprägten Durchdringungsstrukturen könnten Anregung für eine neue Strategie für das Design von Wasserstoffspeichermaterialien sein, die einen Fallenmechanismus nutzen.

    9. Synthesis, Characterization, and Reaction of Crown Ether Complexes of Aqua(hydroxy)(aryl)iodonium Ions (pages 77–80)

      Masahito Ochiai, Kazunori Miyamoto, Yukie Yokota, Takashi Suefuji and Motoo Shiro

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461375

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      Die Komplexierung einer Kronenverbindung mithilfe sekundärer hypervalenter I⋅⋅⋅O-Wechselwirkungen führt zur Stabilisierung eines Aqua(hydroxy)(phenyl)iodonium-Ions. Der resultierende Aquakomplex 1 ist im Festkörper und in Lösung stabil und dient als nützliches Oxidans, vor allem in Wasser. OTf=Trifluormethansulfonat.

    10. Efficient Generation of Photocurrents by Using CdS/Carbon Nanotube Assemblies on Electrodes (pages 80–85)

      Laila Sheeney-Haj-Ichia, Bernhard Basnar and Itamar Willner

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461666

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      Elektronentransport durch Nanoröhren: Dies wird als Erklärung für die höheren Photoströme in einem System aus CdS-Nanopartikeln angeboten, die über Kohlenstoffnanoröhren mit einer Goldelektrode verknüpft sind (siehe Bild, TEOA=Triethanolamin). Der effektive Transport von Leitungsbandelektronen durch die Nanoröhre zur Elektrode konkurriert mit der Elektron-Loch-Rekombination in den CdS-Halbleiter-Nanopartikeln.

    11. Reductive N Alkylation of Cyclo[8]pyrroles (pages 85–89)

      Thomas Köhler, Zhongping Ou, Jeong Tae Lee, Daniel Seidel, Vincent Lynch, Karl M. Kadish and Jonathan L. Sessler

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461801

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      Vier rauf, vier runter: Die reduktive Alkylierung von Cyclo[8]pyrrol und seinen Derivaten liefert die entsprechenden reduzierten per-N-alkylierten Produkte, eine Reaktion, die von Porphyrinen nicht bekannt ist. In diesen schalenförmigen Molekülen sind die acht Substituenten abwechselnd nach oben und nach unten gerichtet, wie die Kristallstrukturanalyse ergab (siehe Bild).

    12. Molecular Loop Lock: A Redox-Driven Molecular Machine Based on a Host-Stabilized Charge-Transfer Complex (pages 89–93)

      Woo Sung Jeon, Eunju Kim, Young Ho Ko, Ilha Hwang, Jae Wook Lee, Soo-Young Kim, Hee-Joon Kim and Kimoon Kim

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461806

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      Hinter Schloss und Riegel: Eine molekulare Maschine, die auf dem redoxgekoppelten Gastaustausch eines Cucurbit[8]uril-stabilisierten Charge-Transfer-Komplexes basiert, wird vorgestellt. Sie verhält sich wie ein molekulares Kettenschloss, für dessen Öffnen nicht nur ein Schlüssel, sondern auch ein Aktivierungsschritt benötigt wird (siehe Bild).

    13. High-Throughput Protein Glycomics: Combined Use of Chemoselective Glycoblotting and MALDI-TOF/TOF Mass Spectrometry (pages 93–98)

      Shin-Ichiro Nishimura, Kenichi Niikura, Masaki Kurogochi, Takahiko Matsushita, Masataka Fumoto, Hiroshi Hinou, Ryousuke Kamitani, Hiroaki Nakagawa, Kisaburo Deguchi, Nobuaki Miura, Kenji Monde and Hirosato Kondo

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461685

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      Gängige Oligosaccharide und Aldehyd-gebundene, von Enzymmodifikationen abgeleitete Glycoproteine können durch ein Glycoblotting abgefangen werden, das auf Oxylamino-haltigen Polymeren basiert. Die Kombination dieses Glycoblottings mit MALDI-TOF/TOF-Massenspektrometrie führte zu einer Hochdurchsatz-Analysemethode.

    14. (Z)-Bis(alkylzinc)imido-1,2-di(2-pyridyl)ethene: Intramolecular Stabilization of a Bis(alkylzinc)imide (pages 98–100)

      Matthias Westerhausen, Alexander N. Kneifel and Alexander Kalisch

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461356

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      Stabilität ist möglich: Aus Diethylzink und Bis(2-pyridylmethyl)amin entsteht durch C-C-Kupplung und Desaminierung der Titelkomplex. Dieser ist im Festkörper dimer (siehe Struktur; orange Zn, blau N, grau C). Die Pyridylsubstituenten ermöglichen die Bildung eines der seltenen Beispiele eines Bis(alkylzink)imids.

    15. Alkyl Aluminum Halide Promoted Intramolecular Cyclization of ω-Allyl-cycloalk-2-enones: Access to Bridged Bi- and Tricyclic Compounds (pages 101–103)

      Andreas Goeke, Daniel Mertl and Gerhard Brunner

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461207

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      Durch Cyclisierung zu Duft: Die Umlagerung von ω-Allylcycloalkenonen liefert in guten Ausbeuten strukturell komplexe bi- und tricyclische Ketone (siehe Schema). Auf diesem Weg ist eine olfaktorisch interessante Verbindungsklasse effizient zugänglich.

    16. Imidazoline-Functionalized Diphosphines: Models for N-Heterocyclic Carbene–Diphosphinocarbene Coupling (pages 104–107)

      Javier Ruiz, Marta E. G. Mosquera, Gabriel García, Fernando Marquínez and Víctor Riera

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461120

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      Die nächste Generation: Diphosphanylcarben (Arduengo-Carben) und Imidazol-2-yliden (Bertrand-Carben) sind im Komplex 2 kombiniert, der durch Umsetzung des Diphosphanylketeniminkomplexes 1 mit Propargylamin erhalten wurde. Es handelt sich um einen neuen Typ eines elektronenreichen P2C[DOUBLE BOND]CN2-Olefins, das sich wie ein stark basisches Diphosphan verhält.

    17. Stereocontrolled Creation of Adjacent Quaternary and Tertiary Stereocenters by a Catalytic Conjugate Addition (pages 107–110)

      Hongming Li, Yi Wang, Liang Tang, Fanghui Wu, Xiaofeng Liu, Chengyun Guo, Bruce M. Foxman and Li Deng

      Version of Record online: 26 NOV 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461923

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      Chirale Organokatalysatoren wie der gezeigte katalysieren Michael-Additionen einer Vielzahl von trisubstituierten Kohlenstoffnucleophilen an Nitroalkene, häufig mit fast perfekter Stereoselektivität (>99 % ee und >98:2 d.r.). In einem Schritt werden benachbarte quartäre und tertiäre Stereozentren mit nur Kohlenstoff- oder auch Heteroatomsubstituenten aus einfach zugänglichen Ausgangsverbindungen erhalten.

    18. Metal-Free, Organocatalytic Asymmetric Transfer Hydrogenation of α,β-Unsaturated Aldehydes (pages 110–112)

      Jung Woon Yang, Maria T. Hechavarria Fonseca, Nicola Vignola and Benjamin List

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200462432

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      Selektive Reduktion ohne Metall: Ein Imidazolidinonsalz katalysiert effektiv die hoch enantioselektive biomimetische Transferhydrierung α,β-ungesättigter Aldehyde zu den gesättigten Analoga, bei der ein synthetischer Dihydropyridin-Cofaktor verwendet wird (siehe Schema). Dabei entsteht, unabhängig von der Konfiguration des Ausgangs-Enals, nur ein Enantiomer.

    19. Radiolysis of Confined Water: Production and Reactivity of Hydroxyl Radicals (pages 112–114)

      Sarah Foley, Patricia Rotureau, Serge Pin, Gérard Baldacchino, Jean-Philippe Renault and Jean-Claude Mialocq

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460284

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      Der Einfluss der Porengröße auf die radiolytische Erzeugung von Hydroxylradikalen wurde für SiO2-Glaskörper mit Hohlräumen definierter Größe (controlled pore glasses, CPGs) an der HO.-induzierten Umwandlung von Cumarin in 7-Hydroxycumarin (7-OHC) untersucht. Die 7-OHC-Produktion ist bei kleineren Poren geringer (siehe Diagramm). Dieser Effekt wird nicht auf das Einfangen von HO. an der Wasser/SiO2-Grenzfläche zurückgeführt, sondern auf abweichende Diffusionseigenschaften im beengten Raum der Poren.

    20. [H2C[DOUBLE BOND]ZrH2]: The Simplest Carbene Hydride Complex, Agostic Bonding, and C[BOND]H Activation of CH4 to Form [(CH3)2ZrH2] (pages 115–118)

      Lester Andrews, Han-Gook Cho and Xuefeng Wang

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461526

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      Das Spektrum von Zirconiummethyliden: Aus laserabgetragenem Zirconium und CH4 entsteht in Neon im Überschuss bei 5 K [H2C[DOUBLE BOND]ZrH2], der einfachste Carbenkomplex. Dichtefunktionalrechnungen sagen eine C1-symmetrische Struktur mit agostischer C[BOND]H⋅⋅⋅Zr-Bindung vorher (siehe Bild). Dies wird durch die Übereinstimmung zwischen berechneten und beobachteten IR-Frequenzen bestätigt. Die Methanaktivierung durch [H2C[DOUBLE BOND]ZrH2] liefert [(CH3)2ZrH2].

    21. In Situ Click Chemistry: Enzyme-Generated Inhibitors of Carbonic Anhydrase II (pages 118–122)

      Vani P. Mocharla, Benoit Colasson, Lac V. Lee, Stefanie Röper, K. Barry Sharpless, Chi-Huey Wong and Hartmuth C. Kolb

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461580

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      Das Protein als Reaktor: Statt Tausende von Verbindungen zu synthetisieren und zu testen, um eine Leitstruktur zu finden, nutzt die In-situ-Click-Chemie das biologische Zielmolekül selbst zum Inhibitoraufbau: Die Reagentien werden selektiv in den Bindungsstellen des Zielmoleküls gebunden und verknüpft. Von der Carboanhydrase II wurden so subnanomolare Inhibitoren aus einfachen Azid- und Acetylenvorstufen synthetisiert (siehe Bild).

    22. Rapid Access to the “in,out”-Tetracyclic Core of Ingenol (pages 123–125)

      Oleg L. Epstein and Jin Kun Cha

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461807

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      Eine konvergente Synthese des tetracyclischen Gerüsts von Ingenol wird beschrieben. Die Pinakol-Umlagerung eines Epoxyalkohols bietet eine einfache und zweckmäßige Lösung für die Einführung der „Innen-außen“-Intrabrückenkopf-Stereochemie von Ingenol (siehe Schema, TBS=tert-Butyldimethylsilyl).

    23. Preparation of Water-Soluble Magnetite Nanocrystals from Hydrated Ferric Salts in 2-Pyrrolidone: Mechanism Leading to Fe3O4 (pages 125–128)

      Zhen Li, Qiao Sun and Mingyuan Gao

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460715

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      In Größe und Form unterschiedliche wasserlösliche Magnetit-Nanokristalle entstehen, je nachdem wie lange eine Lösung von FeCl3⋅6 H2O in 2-Pyrrolidon erhitzt wird. Die Bilder (Balkenlänge: 100 nm) zeigen die anfänglich gebildeten sphärischen Nanopartikel (1 h, a), die wachsen (10 h, b) und schließlich kubische Partikel ergeben (24 h, c). Es wird ebenfalls diskutiert, nach welchem Mechanismus die Fe3O4-Nanokristalle gebildet werden.

    24. Tandem [W(CO)5]-Catalyzed Cycloisomerization–Cyclopropanation Reactions Directed toward the Synthesis of Eight-Membered Carbocycles (pages 128–130)

      José Barluenga, Alejandro Diéguez, Félix Rodríguez and Francisco J. Fañanás

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461414

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      Fischer-Carbenkomplexe treten vermutlich als Zwischenstufen in einem katalytischen Tandemprozess auf, der in ausgezeichneten Ausbeuten Alkinole in cyclische Verbindungen, darunter auch achtgliedrige Carbocyclen, überführt (siehe Schema). Es werden keine großen Mengen der Metallspezies gebraucht, was eine der Haupteinschränkungen von Fischer-Carbenkomplexen beseitigt.

    25. Catalytic Reductive Coupling of Epoxides and Aldehydes: Epoxide-Ring Opening Precedes Carbonyl Reduction (pages 131–134)

      Carmela Molinaro and Timothy F. Jamison

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461705

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      Mehrere Belege sprechen dafür, dass in den ersten katalytischen reduktiven Kupplungen von Epoxiden mit Aldehyden (siehe Schema) die Carbonylgruppe nach der Epoxidringöffnung reduziert wird. Die Hydroxyetherprodukte bildeten sich in allen Fällen mit >95:5 Regioselektivität, unabhängig vom sterischen und elektronischen Charakter von R1 und R2.

    26. Activation of Macrocyclic Enediynes by Transannular Cyclization (pages 134–137)

      Amit Basak, Sandip Kumar Roy and Subrata Mandal

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460831

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      Eine Frage der Größe: Zwei N-geschützte makrocyclische Endiine wurden durch eine intramolekulare N-Alkylierung hergestellt. Beim Entschützen entsteht aus dem kleineren, 12-gliedrigen Endiin ein stabiles Amin. Dagegen bildet das Amin, das aus dem 13-gliedrigen Endiin erhalten wird, das Aminol, das wiederum in einer spontanen Bergman-Cyclisierung weiterreagiert (siehe Schema).

    27. Total Synthesis of Halipeptin A: A Potent Antiinflammatory Cyclic Depsipeptide (pages 137–140)

      Shouyun Yu, Xianhua Pan, Xianfeng Lin and Dawei Ma

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461239

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      Der entzündungshemmende Wirkstoff Halipeptin A (1) ist ein 17-gliedriges cyclisches Depsipeptid aus L-Alanin-, α-Methylcystein-, Decansäure- und Isoleucinresten. Zu den Schlüsselschritten seiner Totalsynthese, die bei der Bestätigung der Stereochemie des Naturstoffs half, gehörten eine Boran-vermittelte Aldolreaktion und eine asymmetrische Aza-Claisen-Umlagerung.

    28. Spitzenverstärkte Raman-Spektroskopie von Benzolthiol, adsorbiert an Au- und Pt-Einkristalloberflächen (pages 141–144)

      Bin Ren, Gennaro Picardi, Bruno Pettinger, Rolf Schuster and Gerhard Ertl

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460656

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      Auf die Spitze getrieben: Durch spitzenverstärkte Raman-Spektroskopie (TERS) wurden Spektren von auf Pt- und Au-Einkristalloberflächen adsorbiertem Benzolthiol und Pyridin-4-thiol gemessen (siehe Bild). Die Benzolthiol-Spektren unterscheiden sich je nach Oberfläche deutlich, was das Potenzial von TERS als Diagnosewerkzeug mit hoher Auflösung für die Untersuchung von Grenzflächen anzeigt.

    29. Die ambidente Reaktivität des Cyanid-Ions: ein Versagen des HSAB-Prinzips (pages 145–148)

      Alexander A. Tishkov and Herbert Mayr

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461640

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      Diffusions- oder Aktivierungskontrolle: Freie CN-Ionen werden generell am Kohlenstoff alkyliert. Nur bei diffusionskontrollierten Reaktionen mit Carbokationen wird auch N-Angriff beobachtet. Da die Isonitril-Bildung bei Verwendung von [Ag(CN)2] durch eine Veränderung des Nucleophils zustande kommt, muss das Prinzip harter und weicher Säuren und Basen zur Deutung dieser Phänomene aufgegeben werden.

    30. Protonierung von Cuban: eine Neubetrachtung (pages 148–152)

      Andrey A. Fokin, Boryslav A. Tkachenko, Pavel A. Gunchenko and Peter R. Schreiner

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461042

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      Problem der Protonenaffinität von Cuban gelöst! Cuban bildet mit H+ eine Struktur mit protonierter C-C-Bindung, die auf dem günstigsten Reaktionspfad schnell zum Endprodukt 1,8-Dihydropentalen umlagert (siehe Schema). Die Ergebnisse bestätigen die experimentell ermittelte Protonenaffinität von Cuban.

    31. Katalytische desymmetrisierende intramolekulare Heck-Reaktion: Nachweis einer ungewöhnlichen hydroxydirigierten Alkeninsertion (pages 152–155)

      Martin Oestreich, Fernando Sempere-Culler and Axel B. Machotta

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460921

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      Unter milden, kationischen Bedingungen lassen sich prochirale Bishomoallylalkohole durch eine intramolekulare Heck-Reaktion effizient desymmetrisieren. Dies ist die erste gruppenselektive Heck-Cyclisierung, bei der die enantiotopen Alkeneinheiten nicht in einen Ring und somit ein starres Rückgrat eingebettet sind (siehe Schema). Die hohe Enantioselektivität wird einer Hydroxygruppe zugeschrieben, die als katalysatordirigierende Gruppe fungiert – möglicherweise ein neues Motiv für asymmetrische Heck-Reaktionen.

    32. Mit einer Insertions-Kupplungs-Isomerisierungs-Diels-Alder-Dominosequenz zu fluoreszierenden Spirocyclen (pages 156–161)

      Daniel M. D'Souza, Frank Rominger and Thomas J. J. Müller

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200461489

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      Vier Bindungen auf einen Streich und intensive Fluoreszenz der Produkte resultieren aus einer Dominosequenz aus Insertion, Kupplung, Isomerisierung und Diels-Alder-Reaktion von Alkinsäure-ortho-iodphenylestern oder N-Iodphenylalkinamiden (1) mit Propargylallylethern (2) zu den entsprechenden Spirocyclen (3; Ts=Tosyl).

    33. Neue Lipoxygenase-/Hydroperoxid-Lyase-Biosynthesewege im Moos Physcomitrella patens (pages 161–164)

      Thomas Wichard, Cornelia Göbel, Ivo Feussner and Georg Pohnert

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200460686

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      Fettsäuretransformationen in Moosen: Bisher unbekannte Lipoxygenase-Biosynthesewege ermöglichen es dem Moos Physcomitrella patens, typische Säugetier-, Pflanzen-, Algen- und Pilzmetaboliten aus Arachidonsäure zu generieren (siehe Schema; 12-HPETE=12-Hydroperoxyeicosatetraensäure). Dabei verbindet es Motive, die aus den Fettsäuretransformationen all dieser Organismen bekannt sind.

    34. You have free access to this content
      Vorschau: Angew. Chem. 1/2005 (page 169)

      Version of Record online: 15 DEC 2004 | DOI: 10.1002/ange.200590001

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