Angewandte Chemie

Cover image for Vol. 118 Issue 19

May 5, 2006

Volume 118, Issue 19

Pages 3051–3257

    1. Titelbild: Proteolytic Actuation of Nanoparticle Self-Assembly (Angew. Chem. 19/2006) (page 3051)

      Todd J. Harris, Geoffrey von Maltzahn, Austin M. Derfus, Erkki Ruoslahti and Sangeeta N. Bhatia

      Version of Record online: 27 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200690067

      Durch Proteasen ausgelöste Nanopartikelselbstorganisation diente zum Aufbau multimerer Assoziate mit neuen Eigenschaften. In ihrer Zuschrift auf S. 3233 ff. zeigen S. N. Bhatia et al., dass das Binden komplementärer Fe3O4-Nanopartikel durch das Anbinden von Polymeren inhibiert wird. Das Nanopartikel bleibt in seinem “Ruhezustand”, bis eine Protease seine Selbstorganisation auslöst.

    2. Hinter dem Horizont der Metall-Metall-Vierfachbindung (pages 3072–3077)

      Udo Radius and Frank Breher

      Version of Record online: 27 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504322

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      M-M-Fünffachbindung! Je geringer die Zahl sterisch anspruchsvoller Liganden ist, desto mehr Valenzorbitale stehen einem Komplex zur Bildung von Metall-Metall-Bindungen zur Verfügung. Diesem Konzept folgend haben Power et al. jüngst einen zweikernigen Chromkomplex synthetisiert und strukturell charakterisiert, der lediglich einen Liganden pro Metallatom trägt und eine Metall-Metall-Fünffachbindung aufweist. Prinzipiell sollten sogar noch höhere Bindungsordungen als 5 erreichbar sein.

    3. Hoch oder niedrig? Zur Erlaubtheit von Spinzuständen in der Übergangsmetallchemie (pages 3078–3087)

      Santiago Alvarez and Jordi Cirera

      Version of Record online: 10 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503492

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      High-, Intermediate- oder Low-Spin- Zustand sind Begriffe, die bei Übergangsmetallkomplexen unterschiedlicher Koordinationszahl und -geometrie unterschiedliche Situationen beschreiben können. Die Hybridisierung der d-Orbitale (verbildlicht im Zusammenpressen eines Luftballons) erklärt die Aufspaltung dieses Orbitalsatzes und insbesondere die Existenz von Low-Spin-Zuständen in vermeintlich tetraedrischen Komplexen.

    4. Warum sind Proteine geladen? Netzwerke aus Ladungs-Ladungs-Wechselwirkungen in Proteinen, analysiert über Ladungsleitern und Kapillarelektrophorese (pages 3090–3131)

      Irina Gitlin, Jeffrey D. Carbeck and George M. Whitesides

      Version of Record online: 18 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200502530

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      Elektrostatische Effekte in Proteinen sind kompliziert: Die geladenen Gruppen bilden ein Netzwerk aus Wechselwirkungen, in dem sie sich über große Entfernungen gegenseitig beeinflussen. Reihen von Derivaten, in denen durch chemische Reaktionen Ladungen entfernt oder hinzugefügt sind („Proteinladungsleitern“) bieten zusammen mit der Kapillarelektrophorese ein Hilfsmittel zur Erforschung dieses Netzwerks, z. B. für die abgebildete Rindercarboanhydrase.

    5. DNA-Reinigung in Tröpfchen auf einem magnetischen “Lab-on-a-Chip” (pages 3132–3137)

      Ulrike Lehmann, Caroline Vandevyver, Virendra K. Parashar and Martin A. M. Gijs

      Version of Record online: 23 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503624

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      Vereinigen, Mischen, Teilen und Transport – diese grundlegenden Schritte durchlaufen DNA-haltige Tröpfchen bei einer DNA-Reinigungsmethode auf einem Chip. Das System extrahiert Genmaterial aus rohen Zellproben geringer Konzentration mithilfe der Aktuation von magnetischen Mikropartikeln in den Tröpfchen über einer Spulenanordnung (siehe Bild).

    6. Lydiamycine A–D: Cyclodepsipeptide mit antimykobakteriellen Eigenschaften (pages 3138–3143)

      Xueshi Huang, Ernst Roemer, Isabel Sattler, Ute Moellmann, Arnulf Christner and Susanne Grabley

      Version of Record online: 18 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503381

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      Vier neue Antibiotika wurden aus Streptomyces lydicus (Stamm HKI0343) isoliert. Die 13-gliedrigen Peptidringe (siehe Bild; X-Y=CH2-NH, CH[DOUBLE BOND]NH; R1, R2=H, OH) sind über ein Serin zum Lacton cyclisiert und bestehen aus L-Alanin, D-Leucin, L-Serin und der nichtproteinogenen Aminosäure Piperazinsäure oder ihren Derivaten. Die Naturstoffe zeigen eine vielversprechende Wirkung gegen unterschiedliche Mykobakterien, ohne dabei toxisch zu sein.

    7. Regio- und stereoselektive Rhodium-katalysierte allylische Alkylierungen chelatisierter Enolate (pages 3143–3146)

      Uli Kazmaier and Daniel Stolz

      Version of Record online: 5 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600100

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      Aus der Versenkung: Die Rhodium-katalysierte allylische Alkylierung chelatisierter Enolate ist eine gute Alternative zur verbreiteten Palladium-Variante. Rhodium-Komplexe zeigen eine andere Regioselektivität und neigen kaum zur Isomerisierung, was ein hohes Maß an Chiralitätstransfer sowohl bei verzweigten als auch bei linearen Produkten ermöglicht.

    8. Intramolekulare konzertierte Insertion von Vinylkationen in C-H-Bindungen: cyclisierende Hydroalkylierung von Alkinen mit Chlorameisensäurealkylestern zu Cyclopentanderivaten (pages 3146–3150)

      Ursula Biermann, Rainer Koch and Jürgen O. Metzger

      Version of Record online: 5 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504288

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      Analog wie Singulettcarbene inserieren Vinylkationen in einer intramolekularen konzertierten Reaktion in C-H-Bindungen (siehe Schema), wie experimentelle Untersuchungen und quantentheoretische Rechnungen zeigen. Die Reaktion ist nützlich zur Synthese von Cyclopentanderivaten.

    9. Die Chemie funktioneller Gruppen bei Organolithium-Verbindungen: photochemische [2+2]-Cycloaddition von Alkenyl-substituierten Lithium-Cyclopentadieniden (pages 3150–3153)

      Jan Paradies, Gerhard Erker and Roland Fröhlich

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503726

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      Li und Licht: Alkenyl-substituierte Lithium-Cyclopentadienide gehen aus der im Gleichgewicht leicht zugänglichen Lithiocen-Anion-Struktur 1 die photochemische [2+2]-Cycloaddition zum C-C-Verknüpfungsprodukt 2 ein (siehe Schema). Dies ist ein seltener Fall von chemischen Reaktionen funktioneller Gruppen auf der Stufe reaktiver Organolithium-Verbindungen.

    10. Ein PH-funktionalisiertes Polyphosphazen: ein Makromolekül mit hochflexiblem Grundgerüst (pages 3154–3157)

      Michael Raab, Gerold Schick, Rebecca Fondermann, Michael Dolg, Wolfram Henze, Ulrike Weynand, Ruth M. Gschwind, Karl Fischer, Manfred Schmidt and Edgar Niecke

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504208

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      Einfachste Seitengruppe: Das erste Beispiel eines H-substituierten Polyphosphazens, I, wurde durch Polykondensation von (Me2N)2PNH2 in Lösung bei tiefen Temperaturen erhalten. NMR-Untersuchungen und Lichtstreuexperimente belegen die Konstitution des Polymers. Auf der Basis von Ab-initio-Rechnungen wird ein Vorschlag zur Konformation und zum Bildungsmechanismus von I gegeben.

    11. A Reaction–Diffusion Memory Device (pages 3159–3161)

      Akiko Kaminaga, Vladimir K. Vanag and Irving R. Epstein

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600400

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      Ein Gesicht, das man nicht vergisst: Ein Bild, das durch Licht in eine reaktive Mikroemulsion eingeprägt wurde, bleibt mehr als eine Stunde erhalten. Solche lokalisierten Muster in Reaktions-Diffusions-Systemen könnten in Speichereinheiten eingesetzt werden. Die Abbildung zeigt das Bild eines Gesichts unmittelbar nach der Bestrahlung (a) und nach 1 h (b). Im rechten Bereich ist die Entwicklung eines spontanen Turing-Musters zu erkennen.

    12. Catalytic Properties of Hierarchical Mesoporous Zeolites Templated with a Mixture of Small Organic Ammonium Salts and Mesoscale Cationic Polymers (pages 3162–3165)

      Feng-Shou Xiao, Lifeng Wang, Chengyang Yin, Kaifeng Lin, Yan Di, Jixue Li, Ruren Xu, Dang Sheng Su, Robert Schlögl, Toshiyuki Yokoi and Takashi Tatsumi

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600241

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      Löchrige Zeolithe! Hierarchische mesoporöse Zeolithe (siehe SEM-Bild) wurden in einer einstufigen Hydrothermalreaktion unter Verwendung eines kleinen organischen Ammoniumsalzes und eines mesoskaligen kationischen Polymers als Template synthetisiert. Die erhaltenen Zeolithe sind sehr viel bessere Katalysatoren als gängige Zeolithe, was auf die Bedeutung ihrer mesoporösen Struktur für die industrielle Katalyse hinweist.

    13. Functionalized Chiral Ionic Liquids as Highly Efficient Asymmetric Organocatalysts for Michael Addition to Nitroolefins (pages 3165–3169)

      Sanzhong Luo, Xueling Mi, Long Zhang, Song Liu, Hui Xu and Jin-Pei Cheng

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600048

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      Kombinierte Katalyse: Funktionalisierte chirale ionische Flüssigkeiten wie 1 vereinen die Vorteile von Organokatalysatoren und ionischen Flüssigkeiten. Diese Verbindung ist ein hoch effizienter und wiederverwendbarer Organokatalysator für asymmetrische Michael-Additionen von Ketonen und Aldehyden an Nitroalkene.

    14. A Bimetallic, Coordinated-Ketene Complex Formed from a Bimetallic Lithium–Carbon Spirocycle by Lithium-Mediated Insertion of CO into a Rhodium–Carbon Bond (pages 3169–3173)

      Min Fang, Nathan D. Jones, Robert Lukowski, Jim Tjathas, Michael J. Ferguson and Ronald G. Cavell

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503814

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      Metalle halten zusammen: Der spirocyclische Dimetallkomplex 1 mit verbrückendem Carbenliganden reagiert durch formale CO-Insertion in die Rh-C(Li)-Bindung fast quantitativ zum dimeren Komplex 2 (siehe Schema). Der Ketenligand dieses ersten μ22-(O,C)-Ketenkomplexes mit Lithium- und Rhodiumzentren wird durch Wasser unter CO-Eliminierung in eine Methingruppe umgewandelt.

    15. Spatially Encoded Single-Bead Biginelli Synthesis in a Microstructured Silicon Array (pages 3174–3178)

      G. Alexander Groß, Günther Mayer, Jens Albert, Daniel Riester, Jens Osterodt, Hanns Wurziger and Andreas Schober

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503041

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      Miniaturlabor: Ein strukturierter Siliciumwafer-Sandwich trägt eine Mikroreaktor-Anordnung für Nanovolumensynthesen an einzelnen Synthesekügelchen. Die Produkte eines kombinatorischen Ansatzes werden darin räumlich getrennt hergestellt. Für eine Biginelli-Dreikomponentenkondensation (100 °C, 14 h) wurde ein Reaktormodul mit Spezialverschluss entwickelt.

    16. Catalytic Carbon Oxidation Over Ruthenium-Based Catalysts (pages 3178–3181)

      Kenneth Villani, Christine E. A. Kirschhock, Duoduo Liang, Gustaaf Van Tendeloo and Johan A. Martens

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503799

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      Außergewöhnliche Aktivität weist ein zeolithgebundener Rutheniumkatalysator in der Kohlenstoffoxidation auf (siehe Diagramm; Y=Gewichtsverlust an Kohlenstoff), der, anders als Platinkatalysatoren, ohne NOx im Gasstrom funktioniert. Der Katalysator bietet Möglichkeiten für die katalytische Rußoxidation in Dieselabgasfiltern.

    17. Asymmetric Allylic Alkylation of Cyclic Vinylogous Esters and Thioesters by Pd-Catalyzed Decarboxylation of Enol Carbonate and β-Ketoester Substrates (pages 3181–3184)

      Barry M. Trost, Robert N. Bream and Jiayi Xu

      Version of Record online: 5 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504421

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      Hervorragende Ausbeuten und Enantioselektivitäten kennzeichnen die palladiumkatalysierte asymmetrische allylische Alkylierung vinyloger Thioester. Da die Reaktion unter fast neutralen Bedingungen verläuft, können viele Funktionalitäten vorliegen. Zudem erhält man auf diese Weise α,α- und γ,γ-disubstituierte Cycloalkenone, die für weitere Synthesen wichtig sind.

    18. Confined Synthesis of a cis-Isotactic Ladder Polysilsesquioxane by Using a π-Stacking and H-Bonding Superstructure (pages 3184–3188)

      Xiaojing Zhang, Ping Xie, Zhongrong Shen, Jinqiang Jiang, Chuanfeng Zhu, Huihui Li, Taoyi Zhang, Charles C. Han, Lijun Wan, Shouke Yan and Rongben Zhang

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504474

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      Sprossenwand: Bei der konzertierten Selbstorganisation eines α,ω-Bis(triphenylentetrahydroxy)disiloxans durch π-Stapelwechselwirkungen und Wasserstoffbrücken entsteht ein supramolekularer Kanal, in dem die Silanolgruppen zwischen zwei hydrophoben Säulen eingekeilt sind. Die gerichtete Polykondensation führt zu einem löslichen, leiterförmigen und cis-isotaktischen Polysilsesquioxan mit hohem Molekulargewicht (siehe Bild).

    19. Highly Diastereoselective Synthesis of Bicyclo[3.2.1]octenones through Phosphine-Mediated Condensations of 1,4-Dien-3-ones (pages 3189–3191)

      Nolan T. McDougal and Scott E. Schaus

      Version of Record online: 5 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600126

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      Ringsynthese: Eine hoch diastereoselektive Synthese von Bicyclo[3.2.1]octenonen aus 1,4-Dien-3-onen ist das Ergebnis einer Dominoreaktion aus phosphanvermittelter formaler [4+2]-Cycloaddition und intramolekularer Wittig-Olefinierung.

    20. A Direct CO Polymer Electrolyte Membrane Fuel Cell (pages 3192–3194)

      Shin-ichi Yamazaki, Tsutomu Ioroi, Yusuke Yamada, Kazuaki Yasuda and Tetsuhiko Kobayashi

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504379

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      Vollwertige Energiequelle: Beim Reformieren von Kohlenwasserstoffen entsteht neben H2 CO, das trotz seines hohen Reduktionsvermögens nicht als Brennstoff für Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzellen (PEMFCs) infrage kommt, da es den Pt-Katalysator der Anode vergiftet. Eine neue Brennstoffzelle mit Rhodiumoctaethylporphyrin([Rh(oep)])-Katalysator in der Anode erbringt auch mit CO hohe Leistungen (siehe Diagramm).

    21. Allosterically Coupled Double Induced Fit for 1+1+1+1 Self-Assembly of a Calix[6]trisamine, a Calix[6]trisacid, and Their Guests (pages 3195–3198)

      Stéphane Le Gac, Jérôme Marrot, Olivia Reinaud and Ivan Jabin

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503906

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      Besondere Gäste: Ein kooperativer doppelter Induced-Fit-Prozess führt zur 1+1+1+1-Selbstorganisation quaternärer Komplexe aus zwei komplementären Calix[6]aren-Wirten und ihren jeweiligen Gästen (siehe Bild). Die Gäste steuern die Selbstorganisation, indem sie die Wirte in ihre spezielle Form bringen. An einer solchen allosterischen Steuerung sind, ähnlich wie beim biologischen Vorgang, mehrere Erkennungsebenen beteiligt.

    22. Rationally Designed Chemical Modulators Convert a Bacterial Channel Protein into a pH-Sensory Valve (pages 3198–3202)

      Armaǧan Koçer, Martin Walko, Erna Bulten, Erik Halza, Ben L. Feringa and Wim Meijberg

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503403

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      Kanal öffne dich! Chemische Modulatoren verwandeln ein natürliches Kanalprotein in ein pH-gesteuertes Nanoventil. Der pH-Bereich, die Empfindlichkeit und die Aktivierung des Ventils durch Öffnen des Kanals lassen sich gezielt durch die Modulatoren beeinflussen. Derartige Ventile könnten den Inhalt von Liposomen zeit- und dosierungsgenau an einem Zielort freisetzen, etwa in Mikro- oder Nano-Sensoren oder -Transportern (siehe Bild).

    23. Formation of a Methyleneimine Moiety by Reaction of a RuII-Coordinated Azide Ion with Methyl Iodide (pages 3203–3205)

      Hirotaka Nagao, Takehiro Kikuchi, Minako Inukai, Akihiro Ueda, Takao Oi, Noriyuki Suzuki and Mikio Yamasaki

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504157

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      Ein seltenes Beispiel für einen (Methylenimin)ruthenium(II)-Komplex, cis-[Ru(NH[DOUBLE BOND]CH2)(NCCH3)(bpy)2]2+ (siehe Struktur), wurde aus cis-[Ru(N3)2(bpy)2]⋅H2O (bpy=2,2′-Bipyridin) und CH3I in CH3CN bei Raumtemperatur unter Ausschluss von Licht erhalten. Derartige Reaktionen von Azidokomplexen können zur Synthese von stickstoffhaltigen Liganden genutzt werden.

    24. Experimental Evidence from H/D Exchange Studies for the Failure of Direct C[BOND]C Coupling Mechanisms in the Methanol-to-Olefin Process Catalyzed by HSAPO-34 (pages 3205–3208)

      David M. Marcus, Kelly A. McLachlan, Mark A. Wildman, Justin O. Ehresmann, Philip W. Kletnieks and James F. Haw

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504372

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      Poolblick bevorzugt: In Einklang mit neuen theoretischen Arbeiten wurden experimentelle Belege erhalten, die die umstrittene Behauptung stützen, dass im katalytischen Methanol-Olefin-Prozess keine direkte mechanistische Kopplung zwischen Methanol und Ethylen auftritt. Die Ergebnisse schließen unter anderem Wege über Carbene und Oxonium-Ylid-Mechanismen aus (siehe Bild) und sprechen für den Kohlenwasserstoffpoolmechanismus.

    25. Intracellular Inducible Alkylation System That Exhibits Antisense Effects with Greater Potency and Selectivity than the Natural Oligonucleotide (pages 3208–3212)

      Md. Monsur Ali, Motoi Oishi, Fumi Nagatsugi, Kenya Mori, Yukio Nagasaki, Kazunori Kataoka and Shigeki Sasaki

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504441

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      Eine Fehlpaarung in der mRNA-Zielsequenz wird durch ein System zur induzierbaren Alkylierung erkannt, das auf Sulfidvorstufen des Nucleosids 2-Amino-6-vinylpurin beruht (siehe Schema). Die reaktiven Oligonucleotide werden als Polyethylenglycol(PEG)-Konjugate in Polyionkomplex(PIC)-Micellen in die Zellen geschleust. Ihre Antisense-Aktivität ist hoch selektiv und übertrifft diejenige natürlicher Antisense-Oligonucleotide.

    26. Direct Intramolecular Arylation of Aldehydes Promoted by Reaction with IPy2BF4/HBF4: Synthesis of Benzocyclic Ketones (pages 3212–3215)

      José Barluenga, Mónica Trincado, Eduardo Rubio and José M. González

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504448

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      Iod hilft: Aldehyde acylieren Arene, wenn sie bei niedriger Temperatur mit IPy2BF4 und HBF4 behandelt werden. Diese Reaktion wird für einen neuartigen intramolekularen Zugang zu benzocyclischen Ketonen genutzt (siehe Schema). Außerdem wird ein plausibler Vorschlag für den Reaktionsmechanismus gemacht.

    27. TiO2-Based Light-Driven XOR/INH Logic Gates (pages 3215–3218)

      Luis F. O. Furtado, Anamaria D. P. Alexiou, Léia Gonçalves, Henrique E. Toma and Koiti Araki

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600076

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      Logischer Fortschritt: Optoelektronische logische XOR- und INH-Gatter, die auf zwei Lichteingaben und einer elektrischen Ausgabe beruhen, wurden mithilfe einer nanokristallinen farbstoffsensibilisierten TiO2-Solarzelle realisiert. Die Grätzel-Zelle wurde mit einem Rutheniumkomplex als Farbstoff erzeugt und mit umgekehrter Elektroneninjektion an der Halbleiter/Farbstoff-Grenzfläche betrieben (siehe Bild).

    28. Trichloromethyl Ketones as Synthetically Versatile Donors: Application in Direct Catalytic Mannich-Type Reactions and the Stereoselective Synthesis of Azetidines (pages 3218–3222)

      Hiroyuki Morimoto, Sean H. Wiedemann, Akitake Yamaguchi, Shinji Harada, Zhihua Chen, Shigeki Matsunaga and Masakatsu Shibasaki

      Version of Record online: 5 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600227

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      Ein chemisches Umspannwerk: Nach katalytischer nucleophiler Aktivierung eignen sich Trichlormethylketone für intermolekulare Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen. Mannich-Addukte wie die Azetidine werden syn-selektiv und mit hohen Ausbeuten aus den primären Produkten erhalten. PG=Schutzgruppe.

    29. A Near-Infrared-Fluorescent Chemodosimeter for Mercuric Ion Based on an Expanded Porphyrin (pages 3222–3226)

      Xun-Jin Zhu, Shi-Tao Fu, Wai-Kwok Wong, Jian-Ping Guo and Wai-Yeung Wong

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600248

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      Quecksilberionen im Ring: Ein [26]Hexaphyrin(1.1.1.1.1.0) aus einer α,α′-Bipyrroleinheit, vier Pyrrol- und fünf Pentafluorphenylringen wurde synthetisiert und röntgenographisch charakterisiert (siehe Bild; N blau, F grün, C schwarz). Das expandierte Porphyrin zeigt eine Nah-IR-Lumineszenz über 900 nm und kann als hochempfindliches und selektives Chemodosimeter für Hg2+-Ionen dienen.

    30. Practical Synthesis of Amides from In Situ Generated Copper(I) Acetylides and Sulfonyl Azides (pages 3226–3229)

      Michael P. Cassidy, Jessica Raushel and Valery V. Fokin

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503805

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      Ein direkter, einfacher und effizienter Weg von endständigen Alkinen zu Amiden ist die Kupfer(I)-katalysierte Reaktion mit Sulfonylaziden (siehe Schema). Bei der Reaktion werden die Kupfer(I)-acetylide in situ erzeugt, und sie kann als formale einstufige oxidative Hydrierung einer Dreifachbindung gesehen werden.

    31. Copper-Catalyzed Reaction Cascade: Direct Conversion of Alkynes into N-Sulfonylazetidin-2-imines (pages 3229–3233)

      Matthew Whiting and Valery V. Fokin

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200503936

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      Nimm drei für eine selektive Umwandlung: Hochfunktionalisierte Azetidinderivate entstehen bei einer experimentell einfachen, hoch selektiven und unter milden Bedingungen ablaufenden katalytischen Dreikomponentenreaktion mit einfach zugänglichen endständigen Alkinen (siehe Schema). Die Azetidiniminprodukte sind unter vielfältigen Reaktionsbedingungen erstaunlich stabil und lassen sich leicht weiter funktionalisieren.

    32. Proteolytic Actuation of Nanoparticle Self-Assembly (pages 3233–3237)

      Todd J. Harris, Geoffrey von Maltzahn, Austin M. Derfus, Erkki Ruoslahti and Sangeeta N. Bhatia

      Version of Record online: 27 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600259

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      Schlafender Riese: Anorganische Nanopartikel in Ruheform, die durch Proteolyse zur Selbstorganisation in Nanostrukturen mit stärkeren magnetischen Eigenschaften aktiviert werden, wurden synthetisiert. Das Binden komplementärer Fe3O4-Nanopartikel wird durch das Anbinden inhibierender Polymere blockiert, die durch an der Krebszelleninvasion und der Metastase beteiligte Proteasen entfernt werden können.

    33. Light-Regulated Release of DNA and Its Delivery to Nuclei by Means of Photolabile Gold Nanoparticles (pages 3237–3241)

      Gang Han, Chang-Cheng You, Byoung-jin Kim, Rosemary S. Turingan, Neil S. Forbes, Craig T. Martin and Vincent M. Rotello

      Version of Record online: 30 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600214

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      Licht und Leben: Ein photolabiles Goldnanopartikel, das als DNA-Transporter dient, wurde konstruiert. UV-Bestrahlung bewirkt die Umkehrung der Nanopartikel-Oberflächenladung, was in vitro zu einer effektiven Freisetzung von DNA und einer Reaktivierung unterdrückter DNA-Transkription führt. Dieser Effekt wurde auch in lebenden Zellen beobachtet, in denen die DNA zudem effizient vom Zellkern aufgenommen wird.

    34. Intramolecular B–N Coordination as a Scaffold for Electron-Transporting Materials: Synthesis and Properties of Boryl-Substituted Thienylthiazoles (pages 3242–3245)

      Atsushi Wakamiya, Takuhiro Taniguchi and Shigehiro Yamaguchi

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200504391

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      Alles Ausrichtungssache: Borylgruppen zwingen das π-konjugierte Gerüst eines Thienylthiazol-Systems durch intramolekulare B-N-Koordination in eine planare Anordnung. Das Dimer des borylsubstituierten Thienylthiazols bildet π-Stapel, in denen die Einheiten gegeneinander verschoben sind (siehe Bild; B orange, N blau, S gelb, C türkis). Filme der Verbindung zeichnen sich durch eine hohe Elektronenmobilität aus.

    35. Broadband Femtosecond Fluorescence Spectroscopy of [Ru(bpy)3]2+ (pages 3246–3248)

      Andrea Cannizzo, Frank van Mourik, Wojciech Gawelda, Goran Zgrablic, Christian Bressler and Majed Chergui

      Version of Record online: 4 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600125

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      Es kocht! Untersuchungen zur Femtosekundenfluoreszenz-Aufwärtskonvertierung von [Ru(bpy)3]2+ in wässriger Lösung ergaben eine kurzlebige schwingungsangeregte („heiße“) Emission des Singulett-Metall-Ligand-Charge-Transfer-Zustands mit ultraschnellem Intersystem Crossing (ca. 10 fs) bei konstanter Energie in den Triplettzustand (die Farben kennzeichnen die Lumineszenzintensität).

    36. Precise Facial Control in Threading Guests into a Molecular Cage and the Formation of a Turtlelike Supramolecular Complex (pages 3248–3253)

      Chi-Feng Lin, Yi-Hung Liu, Chien-Chen Lai, Shie-Ming Peng and Sheng-Hsien Chiu

      Version of Record online: 29 MAR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200600336

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      Im Käfig gefangen: Zwei unterschiedliche Einfädelkomponenten und ein molekularer Käfig liefern verschiedene [2]Pseudorotaxan-artige Komplexe, die eine neue Klasse molekularer Maschinen bilden. Die Zugabe von K+-Ionen und [2,2,2]Cryptand-Einheiten zu dieser Mischung und ihre Entfernung daraus erzeugen eine molekulare Bewegung, bei der die stäbchenförmigen Komponenten durch unterschiedliche Käfigflächen in den molekularen Käfig eindringen.

    37. You have free access to this content
      Vorschau: Angew. Chem. 19/2006 (page 3257)

      Version of Record online: 27 APR 2006 | DOI: 10.1002/ange.200690069

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