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Copyright © 2012 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Volume 91, Issue 4
Pages cpi–fmi, i–vi, 259–362
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910401
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910402
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910403
Prof. Dr. Dieter Seebach
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910404
Die Aufstellung eines Syntheseplans für ein organisches Molekül wird durch die Unterscheidung von Reagentien normaler und umgepolter Reaktivität bedeutend erleichtert. In diesem systematischen Überblick über Umpolungsmethoden ist die normale Reaktivität durch grünen, die umgepolte durch roten Druck gekennzeichnet.
Dr. Kaspar Bott
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910405
Alkendiazoniumsalze (1) wurden vor wenigen Jahren noch für nicht isolierbar gehalten. Inzwischen sind viele Salze dieser Art synthetisiert und isoliert worden; ein allgemeiner Syntheseweg ist unten skizziert (LS = Lewis-Säure).
Dr. Burghard J. Schmitt
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910406
Die Forderung nach neuen Eigenschaften polymerer Werkstoffe wird zunehmend durch den Verbund („Legierung”) vorhandener Polymere erfüllt. So ergibt z. B. ein Polybutadienlatex in einer Polystyrolmatrix glasklare Zweiphasensysteme.
Dr. Hans-Joachim Doelle and Prof. Dr. Lothar Riekert
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910407
Drei gekoppelte Vorgänge sind bei der Sorption und umgekehrt Desorption in Zeolithen (Molekularsieben) zu berücksichtigen: Diffusion in den Kristallen, Transport in den Kornzwischenräumen und Wärmeübertragung zwischen Sorbens und Umgebung.
Prof. Dr. Erich Fitzer and Dr. Dieter Hegen
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910408
Reines SiC und Si3N4 in kompakter, porenfreier Form haben wertvolle Eigenschaften – nur war es bisher kaum möglich, sie technisch zu nutzen. Durch chemische Gasphasenabscheidung lassen sich die Poren in Formkörpern aus diesen beiden Stoffen füllen.
Prof. Dr. Richard R. Schmidt and Dipl.-Chem. Rolf Angerbauer
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910409
Eine einfache Synthese von Epoxydiolen und Diepoxiden von Arenen verläuft über Dehydroarene und sollte daher eine große Anwendungsbreite haben. Die Produkte interessieren als carcinogene Metaboliten aromatischer Kohlenwasserstoffe.
Dipl.-Chem. Gerd Schnorrenberg and Prof. Dr. Wolfgang Steglich
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910410
Aktivierte Boc-Aminosäureester (2) – u. a. für Peptidsynthesen geeignet – können durch zweimalige Anwendung des Reagens (1) besonders wirtschaftlich aus tert-Butanol und Aminosäuren hergestellt werden.
Prof. Dr. Günther Maier and cand. chem. Fritz Köhler
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910411
Die chemische „Omnipotenz” des Cyclobutadien-Derivats (1) wird durch die Entdeckung seiner überraschenden elektrophilen Eigenschaften bestätigt. Dieser Befund kann als chemischer Beweis eines Jahn-Teller-Effekts gelten.
Dipl.-Chem. Jürgen Pfordt and Prof. Dr. Gerhard Spiteller
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910412
GC/MS-Untersuchungen an Blutplasma ergaben, daß in der Dicarbonsäure-Fraktion auch Formyl- und Oxocarbonsäuren vorkommen. Molekülionen treten im Massenspektrum nicht auf; das Molekulargewicht wurde aus den MOCH3-Fragmenten der Ester ermittelt.
Prof. Dr. Reinhard W. Hoffmann and Dipl.-Chem. Hans-Joachim Zeiß
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910413
Makrolid-Antibiotica sowie andere Natur- und Wirkstoffe enthalten β-Methylalkanol-Struktureinheiten, für deren diastereoselektive Synthese jetzt der abwandelbare Baustein (1) zur Verfügung steht.
Prof. Dr. Ulrich Schöllkopf, Dr. Wolfgang Hartwig, Dipl.-Chem. Uwe Sprotte and Dr. Werner Jung
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910414
Hydroxyketone und Dihydroxyketone (4), R4 = Alkyl bzw. H, sind vielseitig verwendbare Synthone. Schlüsselschritt ihres Aufbaus aus α-Hydroxycarbonsäuren und α-Bromcarbonsäurechloriden via (1) ist die Kontraktion (2) (3).
Prof. Dr. Ulrich Schmidt and Dr. Dieter Heermann
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910415
Die Umwandlung langkettiger ω-Hydroxysäuren in das Makrolacton gelingt mit der Titelverbindung. Das von ihr abgeleitete Disulfid wird mit der Säure zu (1) verestert; (1) bildet beim Erhitzen das Lacton. Die Thiolester (1) sind billiger und leichter zugänglich als vergleichbar reaktive Lactonvorstufen.
Prof. Dr. Gerhard Schröder and Dipl.-Chem. Walter Witt
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910416
Neuartige Verbindungen variabler Ringgröße sind durch Kombination von Strukturelementen des Bullvalens und der Kronenether erhalten worden. Bei Zufuhr thermischer Energie (Ea<20 kcal/mol) kann sich der makrocyclische Teil reversibel erweitern oder verengen.
Dipl.-Chem. Walter Gilb and Prof. Dr. Gerhard Schröder
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910417
Das erste monocyclische Vinyloge des Pyridins mit (4n + 2) π-Elektronen – also ein „aromatisches” Aza[18]annulen – wurde in vielstufiger Synthese als schwarzgrüne Kristalle erhalten. Der Stickstoff besetzt eine interne Position.
Dr. Gert Ertl, Dr. Volker Kiener, Dr. Werner Ostertag and Dr. Gerd Wunsch
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910418
Die Bildung von Natriumdithionit (Na2S2O4) aus SO2 und Natriumformiat in einem dreiphasigen System verläuft über das Doppelsalz Na2S2O5·NaOOCH, das jetzt in kristalliner Form (siehe rechts) isoliert werden konnte. Na2S2O4 ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Küpenfärberei und Bleicherei.
Dr. Karl-Heinz König, Dr. Christian Reitel, Dr. Dietrich Mangold, Dr. Karl-Heinz Feuerherd and Dr. Heinz-Günter Oeser
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910419
Vinylisocyanate in Kilogramm-Mengen können auf einem neuen, sicherheitstechnisch unbedenklichen Weg hergestellt werden. Schlüsselschritt ist die Thermolyse von (1).
Albert Caruana and Priv.-Doz. Dr. Horst Kisch
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910420
Der erste photolumineszierende Distickstoffkomplextrans-(N2)2 W(diphos)2 (1) zeigt auch als erste Übergangsmetall(0)-Verbindung ein strukturiertes Emissionsspektrum. Diese Befunde sind für die photochemische Reduktion von komplexiertem N2 von großer Bedeutung.
Dipl.-Chem. Jürgen Kleinschroth and Prof. Dr. Henning Hopf
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910421
Das erste Phan mit vier aufeinanderfolgenden Ethanobrücken wurde aus einem Paracyclophanderivat synthetisiert. Damit ist die Reihe der isomeren [2.2.2.2]Cyclophane komplett.
Dipl.-Chem. Bernhard Arnold and Prof. Dr. Manfred Regitz
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910422
Bei α-Iminocarbenen (1) – auf einem neuen Weg gut zugänglich geworden – wurde eine neuartige Umlagerung zu den noch nicht bekannten Aminoketeniminen (2) beobachtet. Diese reagieren mit Methanol zu (3) weiter. Ein Teil von (1) stabilisiert sich „normal” unter Methanoladdition (RC6H5).
Prof. Dr. Günter Wulff, Dipl.-Chem. Ulrich Schröder and Dr. Wolfram Schmidt
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910423
Acylorthoester wie (1) – als Zwischenstufen bei Nachbargruppenreaktionen postuliert – sind durch gezielte Synthese erstmals zugänglich geworden. Diese sehr reaktiven Verbindungen könnten sich zur Herstellung von 1, 2-trans-Glycosiden eignen.
Dr. Walter Himmele, Dr. Wolfgang Bremser and Dr. Hardo Siegel
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910424
Selektive Isotopenmarkierung ist für die Metabolitenaufklärung von Wirkstoffen von großer Bedeutung. Sie gelingt sehr gut bei der Reduktion eines Enamins (R = 4-tert-Butylbenzyl) mit HCOOD, DCOOD oder DCOOH, z. B.
Prof. Dr. Klaus H. Ebert, Dr. Hanns J. Ederer and Dr. Arno Max Basedow
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910425
Der Abbau von Polymeren in Lösung wird durch lange Seitenketten erheblich beeinflußt. Aus der Molekulargewichtsverteilung der Produkte lassen sich anhand mathematischer Simulationen quantitative Aussagen u. a. über die Zahl der Verzweigungen und die Länge der Seitenketten gewinnen.
Prof. Dr. Michael Hanack, Dipl.-Chem. Konrad Mitulla, Dipl.-Chem. Georg Pawlowski and Dr. L. R. Subramanian
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910426
Modellsubstanzen für neue polymere Strukturen, die nach EHMO-Berechnungen ausgeprägte elektrische Leitfähigkeit haben sollten, sind die neuen monomeren Phthalocyaninderivate vom Typ (1) mit R = 1-Alkinyl (z. B. CCPh, CCMe) und MSi, Ge, Sn.
Prof. Dr. Harald Schäfer, Dipl.-Chem. Reinhard Laumanns, Prof. Dr. Bernt Krebs and Dr. Gerald Henkel
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910427
Die Entdeckung zweier neuer Titanhalogenide ist eine Überraschung. Die isotypen Verbindungen Ti7Cl16 und Ti7Br16 werden durch chemischen Transport (über Gaskomplexe) erzeugt; sie enthalten laut Röntgen-Strukturanalyse TiTi-Bindungen.
Prof. Dr. Heindirk Tom Dieck and Dipl.-Chem. Alois Kinzel
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910428
Die Schwanz-Schwanz-Dimerisierung von Isopren zu (1) gelingt mit 80% Ausbeute an einem 1, 4-Diaza-1, 3-dien-modifizierten Chrom(0)-Katalysator. Aus dem Fehlen anderer Isoprendimere wird auf starke sterische Wechselwirkung während der ersten CC-Verknüpfung geschlossen.
Prof. Dr. Ernst Otto Fischer and Dipl.-Chem. Peter Friedrich
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910429
Ein „Acetylenalkohol”, durch Koordination an ein Übergangsmetallatom stabilisiert, entsteht bei der photochemischen Reaktion des Carbinkomplexes (1) mit Acetylaceton. Laut Kristallstrukturanalyse sind die Acetylen-C-Atome symmetrisch an das W-Atom gebunden.
Prof. Dr. Rolf Huisgen and Dr. Hans-Ulrich Reißig
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910430
Carbonyl-aktivierte Diazoverbindungen und Enamine (offenkettig oder mit Sechsring) reagieren unter 1, 3-dipolarer Cycloaddition. Bedeutsam ist die stets gleiche Orientierung der Reaktionspartner: Es entstehen primär 4-Aminopyrazoline wie (1). Enamine mit Fünfring bilden dagegen als Primärprodukte unter Azokupplung (teilweise isolierbare) Zwitterionen wie (2).
Prof. Rolf Huisgen, Dipl.-Chem. Werner Bihlmaier and Dr. Hans-Ulrich Reißig
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910431
Dipl.-Chem. Walter Hub, Dr. Siegfried Schneider and Prof. Dr. Friedrich Dörr
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910432
Die Photolyse von (1) in KBr und in CCl4 führt zu unterschiedlichen Produkten, wie das hier erstmals von transienten Photoprodukten erhaltene, zeitlich hochaufgelöste Raman-Spektrum ergab. Demnach entsteht in KBr das Radikal (2) und in CCl4 möglicherweise das Kation (3).
Lic. Chim. Didier Van Broeck, Dr. Zdenek Janousek, Dipl.- Ing. Robert Merényi and Prof. Dr. Heinz Günter Viehe
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910433
Wertvolle difunktionelle Reagentien für Heterocyclisierungen sind Trichlorvinylamidine wie (1). Sie können aus Trichlorvinylisocyanat synthetisiert werden.
Dr. Avi Bino and Prof. Dr. F. Albert Cotton
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910434
Oxidative Addition an eine MM-Bindung wurde am Beispiel der Molybdänverbindung (1) erstmals direkt durch Röntgen-Strukturanalyse des Anions (2) bestätigt. (2) enthält ein symmetrisch überbrückendes H-Atom mit merklichem Hydridcharakter.
Dipl.-Chem. Theo Gasparis, Prof. Dr. Heinrich Nöth and Dr. Wolfgang Storch
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910435
Die ersten B-perhalogenierten Di- und Triborylamine wurden aus RN(SnMe3)2 bzw. N(SnMe3)3 synthetisiert. Cl3SiN(BCl2)2 und N(BCl2)3 enthalten die bisher schwächsten BN- Bindungen.
K. E. Schulte
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910436
Heinz Gerischer
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910437
L. Jaenicke
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910438
Andreas Henne
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910439
Werner Kutzelnigg
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910440
Erich Knözinger
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910441
Article first published online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19790910442