Angewandte Chemie

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Oktober 1985

Volume 97, Issue 10

Pages cpi–fmi, i–vi, 801–892

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971001

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971002

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages i–vi)

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971003

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Festphasen-Synthese (Nobel-Vortrag) (pages 801–812)

      Prof. Dr. Robert Bruce Merrifield

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971004

      Ein fester Träger als „Schutzgruppe” bei Peptidsynthesen – das war die ursprüngliche Idee von Bruce Merrifield, der den Nobel-Preis für Chemie 1984 erhielt. In seinem Vortag zeichnet er die Geschichte der Merrifield-Synthese nach. Für Umsetzungen am festen Träger eignen sich prinzipiell alle difunktionellen Edukte, die selektiv an einem Ende geschützt und am anderen aktiviert werden können.

    2. Die generative Grammatik des Immunsystems (Nobel-Vortrag) (pages 813–818)

      Prof. Dr. Niels K. Jerne

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971005

      Die Grundlagen der Immunologieund ihre Entwicklung als Teil der Biologie in den letzten 100 Jahren sind der Ausgangspunkt des Vortrags von Niels K. Jerne, den er anläßlich der Verleihung des Nobel-Preises für Physiologie und Medizin 1984 gehalten hat. Jede Hälfte eines Antikörpermoleküls besteht aus einer leichten Polypeptidkette mit etwa 214 Aminosäureresten und einer schweren Polypeptidkette mit etwas mehr als 400 Aminosäureresten.

    3. Von der Antikörperstruktur zur Diversität der Immunantwort (Nobel-Vortrag) (pages 819–828)

      Dr. Cesar Milstein and J. L. Borges

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971006

      Die unvorstellbare Vielfalt der Antikörperstruktur gibt sich dadurch zu erkennen, daß ein Tier spezifische Antikörper gegen Bakterien, Viren und andere Fremdkörper produziert, auch gegen Stoffe, mit denen es niemals zuvor Kontakt hatte. Wie ist das möglich? In seinem Vortrag bei der Entgegennahme des Nobel-Preises für Physiologie und Medizin 1984 berichtete Cesar Milstein über Arbeiten zur Beantwortung dieser Frage, die unter anderem, in Zusammenarbeit mit G. Köhler, zur Entwicklung der Hybridom-Technik führten.

    4. Herstellung und Diversifizierung von monoklonalen Antikörpern (Nobel-Vortrag) (pages 829–836)

      Prof. Dr. Georges Köhler

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971007

      Der Kunstgriff bei der Gewinnung monoklonaler Antikörper im großen Maßstab besteht darin, daß man Myelom(Tumor)zellen einer Maus mit Milzzellen einer Maus fusioniert, die vorher mit einem Antigen immunisiert worden war. Die Hybridomzellen mit der erwünschten Kombination von Eigenschaften sind unsterblich und sezernieren Antikörper einer einzigen Spezifität. Georges Köhler, der 1984 mit dem Nobel-Preis für Physiologie und Medizin ausgezeichnet wurde, entwickelte diese Hybridom-Technik zusammen mit C. Milstein. Die Zahl der Anwendungen ist Legion.

    5. Zweikernkomplexe mit vorhersagbaren magnetischen Eigenschaften (pages 837–853)

      Prof. Dr. Olivier Kahn

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971008

      Die Änderung der magnetischen Eigenschaften eines komplexierten Übergangsmetall-Ions bei der bildung von Zweikernkomplexen und das magnetische Verhalten von heteronuclearen Zweikernkomplexen sind faszinierende Studiengebiete. Art und Stärke der Wechselwirkung zwischen den Metallzentren können durch die Wahl von Metall und Ligand gesteuert werden. So gelang die gezielte Synthese eines rein ferromagnetischen Cu2+-VO2+-Komplexes.

  5. Zuschriften

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    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Katalytische Hydroborierung mit Rhodium-Komplexen (pages 854–855)

      Detlef Männig and Prof. Dr. Heinrich Nöth

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971009

      Die Aktivierung von CC-Doppelbindungen für die Hydroborierung gelingt mit Rhodiumkomplexen; z. B. wird das Dioxaborol 1 bei einem Enon bevorzugt an die Doppelbindung addiert, wenn [ClRh(PPh3)3]zugesetzt wird.

    2. Cl2C[BOND]Cl⊙⊕, Cl2C[BOND]Cl[BOND]Br⊙⊕ and Br2C[BOND]Br[BOND]Cl⊙⊕ durch Gasphasendecarbonylierung von CX3COY⊙⊕ (pages 855–857)

      Thomas Drewello, Dr. Thomas Weiske and Prof. Dr. Helmut Schawarz

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971010

      Die lange gesuchte Radikalkation von Tetrachlorkohlenstoff konnte als stabiles Isomer (Cl2C[BOND]Cl[BOND]Cl⊙⊕ durch Decarbonylierung von Cl3CCOCl⊙⊕ in der Gasphase erzeugt und charakterisiert werden. Die theoretisch vorhergesagten Eigenschaften wurden experimentell bestätigt. Das Dikation CCl⊕ ist bekannt.

    3. Neuartige C[BOND]O-Verknüpfung durch [3+2]-Cycloaddition von Diphenylketen an eine Dioxometall-Einheit (pages 857–858)

      Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Ulrich Küsthardt, Prof. Dr. Manfred L. Ziegler and Thomas Zahn

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971011

      Unter Erhaltung der ReO3-Gruppe verläuft die [3+2]-Cycloaddition von Diphenylketen an die Trioxorhenium (VII)- Verbindung 1; der Metallacyclus 2 fällt dabei in Form violetter Kristalle an. Die Reaktion könnte für die Oxidation von CC-Mehrfachbindungssystemen Bedeutung erlangen (R[DOUBLE BOND]C6H5).

    4. Polymorphie bei einer Organolithium-Verbindung: Dilithium-1,2-diphenyl-benzocyclobutadien-diid· 2 Tetramethylendiamin (pages 858–859)

      Prof. Dr. Gernot Boche, Dr. Heinz Etzrodt, Priv.-Doz. Dr. Werner Massa and Gerhard Baum

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971012

      Zwei Modifikation, in denen Li-Atome unterschiedliche Positionen einnehmen, existieren von der Titelverbindung. Die Polymorphie dieser Spezies belegt, daß durch Packungseffekte im Kristall die Struktur von Organolithium-Verbindungen beeinflußt werden kann.

    5. Eine frühe bisher unerkannt gebliebene 1H-Azepin-Synthese (pages 859–860)

      Prof. Dr. Hartwig Perst, Priv.-Doz. Dr. Werner Massa, Michael Lumm and Gerhard Baum

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971013

      Ein 1H-Azepin-Derivat und kein Cyclohexadinylidenamid hatten Adams und Brower 1956 in Händen, wie jetzt die Röntgen-Strukturanalyse ergab. Eine Zuordnung der Struktur anhand spektroskopischer Daten war – und ist – in diesem Fall nicht möglich. Der so eröffnete einfache Zugang kann zur Darstellung anderer 2-Cyan-1H-azepine genutzt werden.

    6. Vortäuschung von CC-Bindungen durch ungewöhnlich große 2JCC-Werte – ein Problem bei der Anwendung der INADEQUATE-13C-NMR-Spektroskopie (pages 860–862)

      Dr. H. Bauer, Priv.-Doz. Dr. Joachim Buddrus, Dr. Wolfgang Auf der Heyde and Dr. Wolfgang Kimpenhaus

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971014

      Die Bestimmung der Konstitution organischer Verbindungen über 13C[BOND]13C-Kopplungen ist eine verhältnismäßig neue, erfolgreiche Methode. Wie sich jedoch bei chlorierten Ketonen zeigt, speziell bei Cyclobutenon-Derivaten wie 1, ist nicht jede Kopplungskonstante oberhalb ca. 25 Hz ein Indiz für eine CC-Bindung. 2JC−2, C−4 von 1 beträgt 64.1 Hz!

    7. Gerüstisomerisierung des Clusters [Pt3(μ-PPh2)3Ph(PPH3)2] durch Umkristallisation in verschiedenen Lösungsmitteln (pages 862–863)

      Dr. Robert Bender, Dr. Pierre Braunstein, Prof. Antonio Tiripicchio and Prof. Dr. Marisa Tiripicchio Camellini

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971015

      Von dem für die Kristallisation verwendeten Lösungsmittel hängt ab, welches der beiden Gerüstisomere von [Pt3(μ-PPh2)3Ph(PPh3)2] 1 entsteht. Aus Toluol/Pentan wird das Isomer 1a, aus CH2Cl2/Pentan 1b·2CH2Cl2 kristallin erhalten. Die beiden Isomere unterscheiden sich in den Pt-Pt-Abständen und Pt-PPh2-Pt-Winkeln.

    8. Polymeres Tris[trimethylzinn(IV)]hexacyanocobaltat(III): Ein Verhindertes „Super-Berlinerblau”-Analogon und sein Tris[tris(cyclopentadienyl)uran(IV)]-Homologes (pages 863–864)

      Dr. Kenan Yünlü, Nils Höck and Prof. Dr. R. Dieter Fischer

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971016

      Das Koordinationspolymer 1 mit dreidimensional vernetzten Co-Atomen entsteht auf dem unten skizzierten Weg. In 1 liegen verzerrt-oktaedrische Co(CN)6-Einheiten vor, die so über SnMe3-Brücken verknüpft sind, daß Teilstrukturen …[BOND]Co[BOND]C[TRIPLE BOND]N[RIGHTWARDS ARROW]SnMe3[LEFTWARDS ARROW]N[TRIPLE BOND]C[BOND]Co[BOND]… vorliegen. Die Sn-Atome sind trigonal-bipyramidal koordiniert. Da zwei Drittel der Ketten überraschenderweise nicht linear sind, kann kein „Super-Berlinerblau” -Analogon entstehen; ein solches müßte kubische Co8-Käfige enthalten.

      • equation image
    9. Lithium-koordinierte α-Sulfonyl-Carbanionen: Synthese und Röntgen-Strukturanalyse von [CH2(SO2C6H5)Li(tmeda)]2 (page 865)

      Priv.-Doz. Dr. Hans-Joachim Gais, Prof. Dr. Hans Jörg Lindner and Jürgen Vollhardt

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971017

      Um die Kontroversen über die Struktur von α-lithiierten Sulfonen und α-Sulfonyl-Carbanionen zu beenden, wurde Me[BOND]So2[BOND]Ph in TMEDA lithiiert und die resultierende Titelverbindung röntgenographisch untersucht. Sie erwies sich als Dimer, in dem die Li-, S- und O-Atome einen flachen Achtring bilden. Die fast planare CH2[BOND]S-Gruppierung liegt außerhalb der Koordinationssphäre von Li.

    10. Das erste [2.1]Phan: Ein neues helicales Molekülgerüst (page 866)

      Karl-Heinz Duchêne and Prof. Dr. Fritz Vögtle

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971018

      Starr verdrillt und damit helical ist das [2.1]Phan 1, das [m, n]Phan mit den bisher kürzesten Klammern, dessen Synthese in sechs Stufen gelang. 1 konnte in seine Enantiomere getrennt werden, die bis 200°C stabil sind.

    11. Reaktionen von Per(chlor, fluor)ethanen mit Aryloxid- und Alkoxid-Ionen unter chlorophilem Angriff an C[BOND]CI-Bindungen (pages 867–868)

      Prof. Xing-Ya Li, He-Qi Pan, Prof. Xi-Kui Jiang and Zheng-Yun Zhan

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971019

      Die Synthese von Aryl-und Alkyl-per(chlor, fluor)ethylethern 2 gelingt durch Umsetzung von Nucleophilen ROK mit den Substraten 1 (X,Y[DOUBLE BOND]Cl, F). Dies ist das erste gesicherte Beispiel für den Angriff von Sauerstoff-Nucleophilen an der C[BOND]Cl-Bindung. Die Ether 2 sind auf anderem Weg nur schwer erhältlich.

    12. [(ν5[BOND]C5Me5)(CO)2M[BOND]P[DOUBLE BOND]P(2,4,6-tBu3C6H2)] (M[DOUBLE BOND]Fe, Ru), die ersten Diphosphenylkomplexe (pages 868–869)

      Priv.-Doz. Dr. Lothar Weber and K. Reizig

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971020

      Die Übergansmetall-substituierten Diphosphene 2 (M[DOUBLE BOND]Fe, Ru) wurden aus den Disilyphosphidokomplexen 1 und einem Dichlorphosphan erhalten. Komplexe mit M[BOND]P[DOUBLE BOND]P-Teilstruktur waren bisher nicht bekannt.

    13. Stabilisieren Cp(CO)2Mn-Fragmente Radikale? (pages 869–870)

      Renate Groß and Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Kaim

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971021

      Zwei Klassen paramagnetischer Mangankomplexe können ESR-spektroskopisch unterschieden werden: Radikalkomplexe 1, in denen Radikalanion-Liganden L⊙⊕ durch Cp(CO)2Mn1-Fragmente stabilisiert sind, und low-spin-MnII-Verbindungen 2 mit stark nucleophilen Liganden L.

      • equation image
    14. Diethyl-thioxomalonat-S-oxid, ein Sulfin als reaktive Zwischenstufe (pages 870–871)

      Prof. Dr. Rolf W. Saalfrank and Walter Rost

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971022

      Das Heteroallen 1 entsteht intermediär bei der Umsetzung von Tetraethoxyallen mit Thionylchlorid; es läßt sich von Dimethylbutadien in einer Diels-Alder-Reaktion abfangen, ehe es zu einem 1,2-Dithietan dimerisiert.

    15. Ein photochemisch „schaltbarer” Kronenether mit intraanularem 4-Methoxyphenylazo-Substituenten (pages 872–873)

      Prof. Dr. Seiji Shinkai, Kiminori Miyazaki and Prof. Dr. Osamu Manabe

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971023

      Die Bindung von Metallionen verhindern kann der intraanulare 4-Methoxyphenylazo-Substituent in einem Dibenzo[18]krone-6-Analogon, in welchem eine [BOND]CH2[BOND]O[BOND]CH2-Gruppierung durch einen (substituierten) m-Phenylenring ersetzt ist. Wird der Substituent photochemisch herausgeklappt, so werden Metallionen in der für Kronenether typischen Weise komplexiert.

    16. Elektrochemische Methoxylierung von Antipyrin (pages 873–874)

      Prof. Dr. Gerd Kaupp, Fatih Köleli and Eleonore Gründken

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971024

      Regioselektiver Angriff an der N-Methyl-gruppe findet bei der Elektrolyse von Antipyrin in ungeteilter Zelle statt. Das Produkt 1 interessiert unter anderem als Modellsubstanz für die zur Entmethylierung führende Metabolisierung von Antipyrin.

    17. Enantio- und anti-diastereoselektive Aldoladditionen von Acetaten und Propionaten über O-Silylketenacetale (pages 874–876)

      Prof. Dr. Günter Helmchen, Ulrich Leikauf and Irmtraud Taufer-Knöpfel

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971025

      Ein direkter Weg zu β-Hydroxyketonen 1a und 1b, die für Naturstoffsynthesen wichtig sind, geht von den Acetaten oder Propionaten der Alkohole 2a und 2b aus. Die hochstereoselektiven Aldoladditionen gelingen durch Mukaiyama-Reaktion.

    18. Synthese von 1,2,3-Butatriencarbonsäuren (pages 876–877)

      Prof. Dr. Franz W. Nader and Claus-Dieter Wacker

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971026

      Als erste Butatriencarbonsäuren konnten das Triphenyl-Derivat 1 sowie die beiden E/Z-isomeren Dicarbonsäuren 2 und 3 hergestellt werden. Während 2, R1[DOUBLE BOND]tBu, bei Raumtemperatur in Lösung konfigurationsstabil ist, isomerisiert 3, R1[DOUBLE BOND]Ph, unter diesen Bedingungen; die E-Form ist im Gleichgewicht bevorzugt (R[DOUBLE BOND]H).

    19. Zum thermischen Verhalten von Butatriencarbonsäure-Derivaten: Kristall- und Molekülstruktur eines [4]Radialen-tetracarbonsäureesters (pages 877–878)

      Prof. Dr. Franz W. Nader, Claus-Dieter Wacker, Prof. Dr. Hermann Irngartinger, Ursula Huber-Patz, Reiner Jahn and Hans Rodewald

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971027

      Eine thermische Festkörperreaktion unter ausschließlicher Bildung des all-Z-[4]Radialens 1 wurde bei (E)-1,4-Diphenyl-1,2,3-butatrien-1,4-dicarbonsäure-dimethylester beobachtet. Der Vierring in 1 ist sehr stark gefaltet; die Substituenten bilden eine unregelmäßige Propellerstruktur mit entgegengesetzter Torsion für Ester- und Phenyl-gruppen.

    20. Regiospezifische α-Alkylierung von α-Halogenalkylidenaminen („α-Halogenketiminen”) (pages 878–879)

      Dr. Norbert De Kimpe, Paul Sulmon and Prof. Dr. Niceas Schamp

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971028

      Durch Maskierung von α-Halogenketonen 1 als α-Halogenalkylidenamine 2 wird die α-Alkylierung von Halogenketonen auch in Gegenwart von Wasserstoffatomen in α′-Position möglich. Die mit Lithiumdiisopropylamid erhaltenen Anionen 3 reagieren mit Alkylhalogeniden bei Raumtemperatur ausschließlich zu C-alkylierten Produkten 4.

    21. Reaktionen in der Ligandensphäre von Eisen(II): Synthese von Kronenethern (pages 879–880)

      Dr. Kurt Meier and Grety Rihs

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971029

      Der Eisen-Sandwichkomplex 2 mit zwei [12]Krone-4-Liganden ensteht bei der Bestrahlung des Areneisen-Komplexes 1 in Gegenwart von Ethylenoxid. Die Lewis-Säure-Aktivität der photochemisch intermediär gebildeten Eisenkomplexe ist für diese spezifische Kronenethersynthese entscheidend. Die Struktur von 2 wurde durch Röntgenbeugung bestimmt.

    22. Photoreaktionen von N-(1-Pyridinio)amidaten in Monoschichten und Liposomen (pages 880–882)

      Michael Haubs and Prof. Dr. Helmut Ringsdorf

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971030

      Photosensitive Monoschichten und Liposomen können aus amphiphilen Pyridinioamidaten wie 1 hergestellt werden (die „Doppelkette” symbolisiert den Rest N(CH2CH2OCOC15H31)2). Oberflächeneigenschaften und Stabilität lassen sich durch UV-Bestrahlung stark verändern; beispielsweise gehen stabile Liposomen aus 1 dabei in metastabile Liposomen aus 1,2-Diazepinen 2 über.

    23. Photochemische Darstellung eines L-Erythrose-Bausteins und sein Einsatz bei der Synthese von Methyl-2,3-O-isopropyliden-β-L-apio-L-furanosid (pages 882–883)

      Alfred Nehrings, Prof. Dr. Hans-Dieter Scharf and Dr. Jan Runsink

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971031

      Die Synthese verzweigter Kohlenhydrate, z. B. der Titelverbindung 2, aus „Nichtzuckerbausteinen” gelingt durch eine chiral gesteuerte Photoaldol-Reaktion. [2+2]-Cycloaddition von Phenylglyoxylsäure-(−)-8-phenylmenthyl-ester Ph[BOND]CO[BOND]CO2R* an 2,2-Dimethyl-1,3-dioxol führt exo- und diastereoselektiv zu 1 als einem von vier möglichen oxetanen; 1 wird dann mehrstufig zu 2 umgesetzt.

    24. Verstärkte Produktion spezifischer Antikörper durch Präsentation der antigenen Determinanten mit kovalent verknüpften Lipopeptid-Mitogenen (pages 883–885)

      Prof. Dr. Günther Jung, Karl-Heinz Wiesmüller, Dr. Gerhard Becker, Dr. Hans-Jörg Bühring and Prof. Dr. Wolfgang G. Bessler

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971032

      Ein neues Konzept zur Antikörpererzeugung besteht darin, ein Konjugat aus dem „Lipidmembran-Anker” N-Palmitoyl-S-[2,3-bis(palmitoyloxy)propyl]-cysteinyl-serin und dem Antigen – zum Beispiel einem Tetradecapeptid – herzustellen. Diese Konjugate sind potente Immunogene, die innerhalb weniger Tage nach einmaliger Applikation ohne Carrierprotein und ohne Freunds Adjuvans hohe Titer antigenspezifischer Antikörper (IgG und IgM) in vivo und in vitro induzieren. Mit den neuen, routinemäßig mit der Merrifield-Synthese erhältlichen, niedermolekularen und chemisch definierten Konjugaten wurden bereits monoklonale Antikörper erzeugt.

    25. Aufbau disaccharidischer N-Glycopeptide – Synthese der Verknüpfungsregion der Transmembran-Neuraminidase eines Influenza-Virus (pages 885–887)

      Prof. Dr. Horst Kunz and Dr. Herbert Waldmann

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971033

      Die Glycopeptid-Partialstrukturen 1 und 2 von immunologisch interessanten N-Glycoproteinen konnten über einen hochselektiv spaltbaren Allylester erhalten werden. 1 und 2 sind Modellverbindungen für das Studium von Erkennungsvorgängen an Zellmembranen.

    26. Erstmalige chemische Partialsynthese des Nickelkomplexes eines Cobyrinsäure-Derivates (pages 887–888)

      Gerhard Holze and Prof. Dr. Hans Herloff Inhoffen

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971034

      Die Ummetallierung eines Vitamin-B12-Bausteins gelang auf folgendem Weg: Oxidation von 1, M[DOUBLE BOND]Co(CN)2, zur seco-Verbindung, Entmetallierung, Umsetzung mit Ni(ClO4)2 und Recyclisierung bei 100°C zu 1, M[DOUBLE BOND]NiClO4. Derartige Corrinoide, die andere Metall-Ionen als Cobalt enthalten, waren bisher nur aus natürlichen metallfreien Corrinoiden oder totalsynthetisch zugänglich.

    27. Primäraddukt, γ-Ketoketen und einige Folgeprodukte der Reaktion von 6-Oxo-5-phenyl-1,3,4-oxadiazin-2-carbonsäure-methylester mit Norbornen (pages 888–889)

      Prof. Dr. Manfred Christl, Dr. Ulrike Lanzendörfer, Maria M. Grötsch and Joachim Hegmann

      Article first published online: 16 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19850971035

      Die beiden in Cycloreversionen leicht eliminierbaren Gruppierungen N2 und CO2 sind in 1, dem Primäraddukt der Titelreaktion, enthalten. 1 konnte kristallin isoliert werden. Stickstoff-Eliminierung führt zu einem γ-Ketoketen, dessen Folgereaktionen darauf schließen lassen, daß es mit einem Dihydropyrylium-2-olat im Gleichgewicht steht.

  6. Neue Bücher

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