Angewandte Chemie

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Oktober 1986

Volume 98, Issue 10

Pages fmi–cpi, 843–944, A-281–A-288

  1. Impressum

    1. Top of page
    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Correspondenzen
    7. Miscellaneous
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981001

  2. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Correspondenzen
    7. Miscellaneous
    1. Computergraphische Methoden zur Untersuchung von Übergangsmetall-Clusterverbindungen (pages 843–850)

      Dr. Kim Henrick, Dr. Mary McPartilin and Jill Morris

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981002

      Täuschend echte Bilder von Kalottenmodellen und von Kugel-Stab-Modellen können mit dem Computer in Farbe auf dem Bildschirm erzeugt werden. Diese Demonstration der Leistungsfähigkeit moderner Programme ist aber kein Selbstzweck: Bei Clustern sind Art und Verteilung der Liganden an der Oberfläche des Zentralen Metall-Polyeders für viele Eigenschaften maßgeblich. Die Modelle liefern unmittelbar verständliche Informationen über spezielle Merkmale der Ligandenanordnung und Führen, z. B. bei clustern mit interstitiellen H-Atomen, zu Erkenntnissen, die anderweitig nur mit großem Aufwand zu erhalten sind.

    2. Hochauflösende Metallkern-NMR-Spektroskopie von Organometallverbindungen (pages 851–871)

      Priv.-Doz. Dr. Reinhard Benn and Dr. Anna Rufiñska

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981003

      Neuere Methoden der NMR-Spektroskopie ermöglichen die Untersuchung von Metallkernen mit einer Kernspinquantenzahl 1/2 und von solchen mit einem Kernquadrupolmoment; vor allem an Organometallverbindungen wird die Aussagekraft der chemischen Verschiebung ausgewählter Metallkerne (25Mg, 27Al, 49Ti, 57Fe, 59Co, 61Ni, 91Zr, 103Rh und 195Pt) demonstriert. Es gibt Zusammenhänge zwischen chemischer Verschiebung und Koordinationzahl, Oxidationsstufe sowie Elektrronenkonfiguration eines komplexgebundenen Metallatioms. An Beispielen wird die chemische Verschiebung des Metallkerns anhand einer Grenzorbitalbetrachtung interpretiert and damit zur Reaktivität der Komplexe in Beziehung gesetzt.

    3. Geometrisches und topologisches Denken in der Organischen Chemie (pages 872–892)

      Prof. Dr. Nicholas J. Turro

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981004

      Gemeinsamkeiten innerhalb vieler Familien von Strukturen und Reaktionen erkennen zu lernen, ist beim Studium der organischen Chemie außerordentlich wichtig. Welche Denkmethoden haben nun den schnellen konzeptionellen und experimentellen Fortschritt dieses faches ermöglicht? Als besonders fruchtbar erwiesen sich “geometrisches” und “topologisches” Denken. Mit diesen Methoden lassen sich im Rahmen gültiger Paradigmen wissenschaftliche Probleme definieren und Experimente zu ihrer Lösung ersinnen.

  3. Zuschriften

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    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Correspondenzen
    7. Miscellaneous
    1. Tricyclo[5.3.0.02,8]deca-3,5-dien-9-on und ein neuer Weg zu C10H10-Isomeren (pages 893–894)

      Prof. Dr. Rolf Gleiter, Dipl.-Chem. Horst Zimmermann and Dr. Wolfram Sander

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981005

      Die lichtinduzierte intramolekulare [2+2]-Cycloaddition ist der erste Schritt einer Reaktionskette, die von 1 zum tricyclischen Dienon 2 führt. 2 und seine Derivate reagieren mit Basen, thermisch oder photochemisch. Dabei wurden unter anderem die neuen Dihydroazulene 3 und 4.

    2. Bis(pentamethylcyclopentadienyl)diphosphenein Molekül mit fluktuierender Struktur und reaktiver P-C-Bindung (pages 894–895)

      Prof. Dr. Peter Jutzi, Dipl.-Chem. Udo Meyer, Prof. Dr. Bernt Krebs and Mechthild Dartmann

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981006

      Welches Potential hat der Peentamethylcyclopentadienylligand Cp* in der Diphosphenchemie? Eine erste Antwort gibt die Synthese des kristallinen Diphosphens Cp*-P=P-Cp* aus Cp*PCl2: Die beiden Cp*-Liganden stabilisieren die P=P-Bindung kinetisch, führen zu einer fluktuierenden Struktur (entartete [1.5]-Sigmatrop Umlagerungen) und lassen sich durch sperrige Amino– oder Alkylliganden Sukzessive ersetzen.

    3. Steuerung magnetischer Eigenschaften durch isotherme Phasenumwandlungen über reversible Elektronen/Ionen-Transferreaktionen (pages 895–897)

      Prof. Dr. Robert Schöllhorn and Dipl.-Chem. Andreas Payer

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981007

      Als Basis chemisch gesteuerter Magnetschalter könnte der ferromagnetische Kupferchromselenospinell CuCr2Se4 dienen. er läßt sich in kupferhaltigen Elektrolyten bei 300K in kubische, nichtstöchiometrische Phasen Cu1 + yCr2Se4 (0≤y≤1) überführen. Bei einem kritischen Wert Yc durchläuft das System eine Phasenumwandlung ferromagnetisch/paramagnetisch; da der Einlagerungsprozeß umkehrbar ist, kann die Änderung der magnetischen Eigenschaften über die chemische Reaktion gesteuert werden. Gleichartige Reaktionen wurden bei den ferromagnetischen Phasen CuCr2S4 und CuCr2Te4 beobachtet.

    4. Heterometall-Zweikernkomplexe durch Ethenverdrängung mit Grignard- oder Diorganomagnesium- Verbindungen (pages 901–902)

      Prof. Dr. Klaus Jonas, Dipl.-Chem. Gerd Koepe and Prof. Dr. Carl Krüger

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981008

      Eine komplette grignard-verbindung in die Koordinationssphäre eines Übergangsmetallatoms einzubauen, gelang erstmals bei der Umsetzung des als CpCo-Quelle bewährten 1 mit Phenylmagnesiumbromid in Tetrahydrofuran (THF) in Gegenwart von (N,N,N′,N′-tetramethylethylendiamin (TMEDA). Im Produkt 2 besteht eine Bindung zwischen Co und Mg, Mg und C sowie Co und Cphenyl.

    5. Erste Zweikernkomplexe mit vierfacher Alkylverbrückung (pages 902–904)

      Prof. Dr. Klaus Jonas, Dipl.-Chem. Wolfgang Rüsseler, Prof. Dr. Carl Krüger and Dr. Eleonore Raabe

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981009

      Der ästhetisch ansprechende und aufgrund seiner Bindungsverhältnisse äußerst interessante V2-Komplex 2 kann durch Umsetzung von Cyclopentadienyl(η6-naphthalin)vanadium 1 mit Ethen im Überschuß synthetisiert werden. Vier fünffach koordinierte Brücken-C-Atome und ein geringer V-V-Abstand (2.315(1) Å) charakterisieren diese neuartige Organometallverbindung.

    6. Benzol als Brückenligand in Hauptgruppenmetall-Übergangsmetall-Aren-Komplexen (pages 904–905)

      Prof. Dr. Klaus Jonas, Dipl.-Chem. Wolfgang Rüsseler, Dipl.-Chem. Klaus Angermund and Prof. Dr. Carl Krüge

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981010

      Eine im 10-g-Maßstab durchführbare Eintopfsynthese von Benzo(cyclopenta-dienyl)vanadium 3 geht von Vanadocen 1 aus. Umsetzung mit MeLi oder nBuLi(R=Me, nBu) in Gegenwart von 1,3-Cyclohexadien ergibt den LiV-Komplex 2, von dessen TMEDA-Analogon die Struktur bestimmt werden konnte, Alkoholyse von 2 führt zum paramagnetischen Komplex 3.

    7. Synthese von Diindenyldivanadium-eine neue Variante des reduktiven Abbaus von Metallocenene und verwandten Verbindungen (pages 905–906)

      Prof. Dr. Klaus Jonas, Dipl.-Chem. Wolfgang Rüsseler, Prof. Dr. Carl Krüger and Dr. Eleonore Raabe

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981011

      Eine V2-Einheit, die zwischen zwei über alle C-Atome koordinierten Indenylliganden eingeschlossen ist, charakterisiert die Titelverbindung 2. Dieser dunkelviolette, paramagnetische Sandwichkomplex kann aus Diindenylvanadium 1 durch Reduktion mit Kalium in Tetrahydrofuran synthetisiert werden. Der V-V-Abstand in 2 beträgt 2.351(1)A.

    8. Synthese und Struktur von [(C5Me5)2M2Se5]: Aufbau eines μ,η2-Tetraselenidliganden an der M-M-Doppelbindung von [(C5Me5)2M2(μ-CO)2] (M=Co, Rh) (pages 907–908)

      Prof. Dr. Henri Brunner, Walter Meier, Dr. Joachim Wachter, Dr. Bernd Nuber and Prof. Dr. Manfred L. Ziegler

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981012

      Ein aus einem Se2⊖ - und einem Se2⊖4 -Liganden bestehender, ebener Selenfünfring als Brücke zwischen zwei Metallatomen ist im Komplex 1 enthalten. 1 und das Cobalt-Analogon lassen sich bequem aus [(C5Me5)2(CO)2M2] (M=Co, Rh) und grauem Selen synthetisieren. Der reichhaltige Koordinationschemie von Polychalkogeniden kennt bisher eine solche Struktur nicht.

    9. S4N4 als dreizähniger Ligand in [IrX(CO)(PPh3)(S4N4)]-Komplexen (pages 908–909)

      Dr. Frank Edelmann, Prof. Dr. Herbert W. Roesky, Dipl.-Chem. Claudia Spang, Dr. Mathias Noltemeyer and Prof. George M. Sheldrick

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981013

      Einen Iridium-Schwefel-Stickstoff-Heterobicyclus mit [4.3.0]-Gerüst enthält die luft- und feuchtigkeitsbeständige Titelverbindung 1, X=Cl, wie überraschenderweise die Strukturanalyse der schon länger bekannten Verbindung ergab. Daß S4N4 sich dreizähnig an ein Übergangsmetallhalogenid anlagert, ist neu; üblich ist die Koordination über ein freies Elektronenpaar an einem Stickstoffatom. - In der Abbildung rechts ist die voluminöse Triphenylphosphangruppe weggelassen worden.

    10. Carbenkomplexe mit Chinonbisketal-Funktionen (pages 909–910)

      Priv.-Doz. Dr. Karl Heinz Dötz, Michael Popall, Dr. Gerhard Müller and Dr. Klaus Ackermann

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981014

      Die vinylog stabilisierten Carbenkomplexe 2 (M=Cr, W) entstehen bei der sukzessiven Umsetzung des Naphthochinonbisketals 1 mit tBuLi, M(CO)6 und Säurespuren. Beim einfacheren 1,4-Benzochinon-Derivat läßt sich der Carbenchrom-Komplex 3 herstellen, der wie erwartet mit Alkinen zum B/C-Gerüst von Anthracyclinonen anelliert werden kann.

    11. Neuartige Modifikationen von Gold, Rhodium und Ruthenium – M13-Cluster als Bausteine von „Superclustern” (pages 910–912)

      Prof. Dr. Günter Schmid and Dipl.-Chem. Norbert Klein

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981015

      Nicht Alchemie, sondern solide Chemieist die Grundlage der Herstellung einer Goldmodifikation: [Au55(PPh3)12Cl6] kann in CH2Cl2-Lösung durch Anlegen einer 20-V-Gleichspannung unter Verlust der äußeren Clusterschale zu nackten Au13-Clustern abgebaut werden. Diese organisieren sich zu Superclustern (Au13)13]n, deren Strukturen anhand von Röntgen-Pulverdaten ermittelt wurden.

    12. Asymmetrische Eliminierung mit hoher Induktion: Synthese von 1-Alkenylsulfoximiden mit axialer und zentraler Chiralität (pages 912–914)

      Dipl.- Ing. Irene Erdelmeier, Prof. Dr. Hans-Joachim Gais and Prof. Dr. Hans J. Lindner

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981016

      Die Eliminierung von LiOSiMe3 bei der Titelreaktion (1[RIGHTWARDS ARROW]2) gelingt durch Umsetzung von 1 mit nBuLi in 91% Ausbeute und ≥98% Diastereoselektivität. 1 wird aus dem Keton mit LiCH2–S(O)(NMe)Ph erzeugt. Die Eliminierung kann im Sinne einer inversen Peterson-Reaktion zur asymmetrischen Carbonylolefinierung eingesetzt werden.

    13. Lithium-koordinierte α-Sulfonimidoylcarbanionen: Kristallstruktur von [(S)-(N-Methyl-S-phenyl-sulfonimidoyl)methyllithium]4. 2 (tmeda) und konfigurative Stabilität von [(N-Methyl-S-phenylsulfonimidoyl)isopropyllithium] (pages 914–915)

      Prof. Dr. Hans-Joachim Gais, Dipl.- Ing. Irene Erdelmeier, Prof. Dr. Hans J. Lindner and Dipl.- Ing. Jürgen Vollhardt

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981017

      Die Struktur der fü die asymmetrische Synthese wichtigen Lithioalkylsulfoximide von Typ 1 bietet Überraschungen: Die Titelverbindung (1a)4.2(tmeda) enthält im Kristall zwei periphere Li-Atome mit der erwarteten Koordination und zwei zentrale Li-Atome mit drei C- und drei N-Kontakten. Bei der zweiten Titelverbindung, 1b, ließ sich eine Barriere für die Rotation um die C-S-Bindung bestimmen. Die Carbanionen von 1sind am anionischen C-Atom nicht konfigurationsstabil.

    14. Festkörper- und Lösungsstruktur von α-(Phenylsulfonyl)allyllithium (pages 916–917)

      Prof. Dr. Hans-Joachim Gais, Dipl.- Ing. Jürgen Vollhardt and Prof. Dr. Hans J. Lindner

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981018

      Bevorzugt die Titelverbindung im Festkörper O-Li-der C-Li-Kontakte? Typisch für lithiierte Phenylsulfone sind O-Li-, für Allyllithiumverbindungen dagegen C-Li-Kontakte. Laut Röntgen-Strukturanalyse liegt im Kristall das chirale Dimer 1 mit O-Li-Kontakten vor. Die Winkel an C-1 entsprechen einer Mittelstellung zwischen sp3–und sp2-Hybridisierung. Dies gilt auch für die Struktur von 1 in Lösung.

    15. Regio- und atropisomerenselektive Arylkupplung zu Naphthylisochinolin-Alkaloiden: Erste Totalsynthese von (-)-Ancistrocladin (pages 917–919)

      Priv.-Doz. Dr. Gerhard Bringmann, Dipl.-Chem. Johannes R. Jansen and Heinz-Peter Rink

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981019

      Das “ungewöhnlichste aller Isochinolin-Alkaloide”, die Titelverbindung 2, ist durch ein bis über 200°C konfigurationsstabiles Biphenylsystem gekennzeichnet. Schlüsselschritt der Synthese ist die intramolekulare CC-Verknüpfung in der Zwischenstufe 1, in der die beiden Molekülteile durch eine Lactongruppierung verbunden sind.

    16. Formale Insertion des HCO-Fragments in die Metall-Methylidin-Bindung eines dreikernigen Clusters: Synthese, Struktur und Reaktivität von Cluster-gebundenem Ethinol (pages 919–921)

      Prof. Dr. K. Peter C. Vollhardt and Dr. Matthias Wolfgruber

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981020

      HOC[TRIPLE BOND]CH als Ligand des stabilen Komplexes 2 (BF4-Salz) wurde aus dem kantenprotonierten Komplex 1 und CO (55 bar) bei Raumtemperatur erzeugt. An Silicagel wird der HOC[TRIPLE BOND]CH-zum ≤C–COOH-Liganden oxidiert. Beim Erhitzen von 2 om Gegenwart von CO findet eine Umlagerung statt, an der formal eine CO-Abspaltung (!) aus dem HOC[TRIPLE BOND]CH-Liganden beteiligt ist.

    17. Cyclodisilazan-Kationen – Synthese und Kristallstruktur (pages 921–922)

      Prof. Dr. Ursula Kliebisch, Uwe Klingebiel, Dietmar Stalke and Prof. George M. Sheldrick

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981021

      Protonierte Stickstoffatome in Si-N-Ringsystemen wie 1 sind ein Novum. Das Dikation von 1 entsteht durch Umsetzung der unprotonierten Stammverbindung mit Al2Cl6/CH2Cl2 (und etwas H2O). Als Gegenion bildet sich ein ebenfalls neuartiges Dianion.

    18. Die Struktur eines Propadienylnatrium-Derivats – Konkurrenz zwischen Ladungsdelokalisierung durch Resonanz und Ladungslokalisierung durch das Gegenion (pages 922–924)

      Dipl.-Chem. Christian Schade, Prof. Dr. Paul Von Ragué Schleyer, Dipl.-Chem. Maren Geißler and Prof. Dr. Erwin Weiss

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981022

      Die große Bedeutung des Gegenions für die Struktur eines Carbanions wird sowohl in Rechnungen an Allenyl-Anionen als auch im Ergebnis der Röntgen-Strukturanalyse von 1 deutlich. Na begünstigt die Allenylstruktur A mit lokalisierter Ladung sehr stark, während im freien Anion und in Lithiumsalzen die Mesomerie A[LEFT RIGHT ARROW]B[LEFT RIGHT ARROW]C viel stärker zum Tragen kommt. Das unterschiedliche Verhalten von Organolithium-und Organonatriumverbindungen läßt sich auf die stärkere Wechselwirkung des Anions mit dem kleineren Li zurückführen.

    19. Schrittweise MeS-Addition an eine Metall-Kohlenstoff-Dreifachbindung - ein neuartiger Reaktionstyp in der Chemie von Carbinkomplexen (pages 924–925)

      Priv.-Doz. Dr. Fritz R. Kreißl and Dipl.-Chem. Hans Keller

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981023

      Sukzessiver elektrophiler Angriff auf ein Carbin-und ein Carben-C-Atom kennzeichnet die Titelreaktion, bei der aus dem Carbinwolframkomplex 1 zunächst der rote, kationische Komplex 2 und dann der gelbe, zweifach positive geladene Komplex 3 entsteht. Dies ist das erste Beispiel fü eine Umpolung des Carben-C-Atoms in einem Fischer-Carbenkomplex.

    20. Poly-oniosubstituierte Chinone als starke Elektronenacceptoren (pages 925–926)

      Prof. Dr. Robert Weiss, Dipl.-Chem. Norbert J. Salomon, Dipl.-Chem. Georg E. Miess and Dipl.-Chem. Reinhard Roth

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981024

      Die bis- und tetrakis-phridiniosubstituierten Chinone 1 bzw. 2 übertreffen in der Oxidationskraft die bekannten neutralen System p-Chloranil 3 und 2,3-Dichlor-5,6-dicyan-1,4-benzochinon (DDQ) deutlich. Die erste Reduktionsstufe von 2liegt bei +0.73 V (vs. Ag/AgCl)! Präparative sind die neuen Oxidationsmittel 1 und 2 auch deswegen interessant, weil sie leicht in situ aus p-Chloranil 3 und dem Transaminierungsreagens 4 hergestellt werden können und in üblichen aprotischen Solventien in allen Oxidationsstufen unlöslich sind (leichtere Aufarbeitung).

    21. Carbonylofefinierende Carbenwolframkomplexe und ihre Eignung als Olefinmetathese-Katalysatoren (pages 927–928)

      Prof. Dr. Thomas Kauffmann, Renate Abeln, Dipl.-Chem. Siegfried Welke and Dorothea Wingbermühle

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981025

      Bemerkenswerte Eigenschaften als[DOUBLE BOND]CH2-Überträgerhaben die neuen, in situ erhaltenen Wolframkomplexe der hypothetischen Struktur 1und 2: Sie sind die ersten Wolframkomplexe, die sich zur Carbonylolefinierung eignen (1 reagiert mit Aldehyden und Ketonen, 2 vorzugsweise mit Ketonen); sie sind stabiler als die bekannten Molybdänkomplexe diese Art, und 2 kann die Olefinmetathese katalysieren. Bei allen diesen Reaktionen hat das Lösungsmittel großen Einfluß.

    22. Carbonylolefinierende Aluminiummolybdänkomplexe und ein analoger Wolframkomplex (pages 928–929)

      Prof. Dr. Thomas Kauffmann, Dipl.-Chem. Manfred Enk, Dipl.-Chem. Wilfried Kaschube, Dipl.-Chem. Euripides Tolipoulos and Dorothea Wingbermühle

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981026

      Die Modifizierung von[DOUBLE BOND]CH2-übertragenden Molybdän-und Wolframverbindungen mit Aluminiumergibt ebenfalls carbonylolefinierende Reagentien. Als Beispiel sie der in situ erzeugte Komplex mit der hypothetischen Bismethylenstruktur 1 genannt. 1 ist thermolabil. Ein Primärprodukt seiner Zersetzung, ein gelber Feststoff, wurde charakterisiert.

    23. Dimeres 1,4-Dichlor-2,3,5,6-tetramethyl-1,4-dialumina-2,5-cyclohexadien, eine Verbindung mit Aluminium-Olefin-π-Bindungen (pages 929–930)

      Priv.-Doz. Dr. Hansgeorg Schnöckel, Dipl.-Chem. Manfred Leimkühler, Dipl.-Chem. Rainer Lotz and Prof. Dr. Rainer Mattes

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981027

      Die Tieftemperaturreaktion des “Hochtemperaturmoleküls” AlCl – die erste präparative Anwendung eines Al–Subhalogenids–mit Ch3C[TRIPLE BOND]CCH3 ergibt die Titelverbindung 1. Im luft- und feuchtigkeitsempfindlichen 1 sind die Monomere um 90° gegeneinander verdreht. Das Dimer wird durch vier Al-Olefin-π-Bindungen zusammengehalten; derartige Bindungen waren bisher nicht bekannt.

    24. Ein Salz des Dikations Cycloheptatrienylidenmethylen-ditropylium (pages 930–931)

      Dipl.-Chem. Kiyoharu Mizumoto, Dipl.-Chem. Hideki Kawai, Dr. Keiji Okada and Prof. Dr. Masaji Oda

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981028

      Die symmetrischen Di- und Trikationen 1 bzw. 2 mit Tropyliumeinheiten wurden aus Dicycloheptatrienyl-heptafulvalen erzeugt. Mit Ph3CBF4 entsteht über das (nicht isolierbare) Monokation das Dikation 1, dessen BF4-Salz blaue Nadeln bildet. 1, dessen BF4-Salz blaue Nadeln bildet. 1 läßt sich mit starken Säuren zu 2 protonieren.

    25. Ein selbstreplierendes Hexadesoxynucleotid (pages 932–934)

      Dr. Günter Von Kiedrowski

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981029

      Autokatalyse in einer nichtenzymatischen, matrizengesteuerten Kondensation nachzuweisen gelang an einem aus drei Oligonucleotiden bestehenden Minimalsystem. Es findet–wenn auch nur in geringfügigem Maße–eine einfache Form von Selbstreplikation statt: die Matrize T instruiert ihre Bausteine A und B sich dergestalt anzuordnen, daß durch Kondensation ein zweites Matrizenmolkül als Replika erzeugt wird. Nach einem derartigen, nichtenzymatischen Prozeß wird seit langem gesucht, da er in Theoreien über die Entstehung des Lebens als conditio sine qua non für die präbiotische Evolution beschrieben ist.

    26. Synthese des ersten Triphosphabutadiens (pages 934–935)

      Prof. Dr. Rolf Appel, Bärbel Niemann, Winfried Schuhn and Dr. Falk Knoch

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981030

      Ein neues Beispiel fül den Austausch von Kohlenstoff durch Phosphor ist das rote Triphosphabutadien 2. Es konnte auf zwei unabhängigen Wegen synthetisiert werden: Aus dem Triphosphapentadien 1 durch Umsetzung mit Basen B sowie durch Kondensation eines 1,3-Diphosphapropens mit einem Phosphan. 2 hat im Kristall cisoide Doppelbindungen (Aryl[DOUBLE BOND]2,4,6-Tri-tert-butylphenyl).

    27. Nitromethan als d1, d1-Mehrfachverknüpfungsreagens für das Carbonyldianion-Synthon - eine einfache Synthese von Chalcogran (pages 935–936)

      Prof. Dr. Goffredo Rosini, Dr. Emanuela Marotta, Dr. Roberto Ballini and Dr. Marino Petrini

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981031

      Die Spiroacetalgruppe ist ein aktuelles Syntheseziel, weil sie in vielen biologisch aktiven Naturstoffen vorkommt. Eine vierstufige Synthese von Chalcogran 1, dem Hauptbestandteil des Aggregationspheromons des Borkenkäfers, geht von Nitromethan, 1-Penten-3-on und Acrolein aus. Nach diesem Konzept sollten 1,6-Dioxaspiro[4.4] nonan-Derivate allgemein zugänglich sein.

  4. Neue Bücher

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    1. Doppelbindungsregel Makulatur? (page 944)

      Prof. emeritus Dr. J. Goubeau

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981042

  6. Miscellaneous

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    1. Graphical Abstract (pages A-281–A-288)

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981043

    2. Cover Page (page cpi)

      Article first published online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981044

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