Angewandte Chemie

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Dezember 1986

Volume 98, Issue 12

Pages fmi–cpi, 1041–1140, A-343–A-350

  1. Impressum

    1. Top of page
    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Miscellaneous
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981201

  2. Aufsätze

    1. Top of page
    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Miscellaneous
    1. Präorganisation – von Solventien zu Sphäranden (pages 1041–1060)

      Prof. Dr. Donald J. Cram

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981202

      In der Wirt-Gast-Chemie sind zwei Prinzipien von zentraler Bedeutung: 1. Präorganisation: Der Wirt muß komplexierungsgerecht geordnete Bindungsstellen enthalten, die dem Lösungsmittel fehlen. 2. Komplementarität: Die komplexierenden Partner müssen elektronisch und sterisch zueinander passen. In Kenntnis dieser Prinzipien sind spezifische Wirtmoleküle für jedes Alkalimetall-Ion synthetisiert worden; die Freien Bindungsenergien betragen mindestens 18 kcal·mol−1 (bei 1 · Li+ mehr als 23 kcal·mol−1).

    2. Biochemie des oxidativen Stress (pages 1061–1075)

      Prof. Dr. Helmut Sies

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981203

      Auch die Luft, die wir zum Atmen brauchen, hat ihre Kehrseite: Normales Attribut des aeroben Lebens ist die strukturelle Schädigung einer Vielzahl von Verbindungen – DNA, Proteinen, Kohlenhydraten, Lipiden – durch reaktive Sauerstoffspezies wie Omath image, O⊖⊙, HOmath image, HO H2O2, Omath image und 1O2, Viele biologische Vorgänge wie Entzündung, Carcinogenese, Alterungsprozesse und Strahlenschädigung werden durch diese Spezies vermittelt und beeinflußt. Zur Verteidigung haben biologische Systeme enzymatische und nichtenzymatische Antioxidanssysteme entwickelt. Erkenntnisse auf diesem Gebiet geben neue Impulse für die biochemische Pharmakologie und Toxikologie sowie für die Strahlenbiochemie.

    3. Photochemie von Übergangsmetallatomen; Reaktionen mit molekularem Wasserstoff und mit Methan in Tieftemperatur-Matrices (pages 1076–1089)

      Prof. Dr. Geoffrey A. Ozin, John G. McCaffrey and J. Mark Parnis

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981204

      Die Überschrift dieses Beitrags ist ein Programm: Bis heute kennt man die photooxidative Addition, die Photoaggregation, die photoreduktive Eliminierung und die Photofragmentierung; die meisten dieser Reaktionen wurden nur mit elektronisch angeregten Metallatomen beobachtet. Dieses Art der Photochemie hat zu neuartigen ligandenfreien Insertionsprodukten des Typs CH3MH und MH2 sowie zu Fragmenten wie CH3M und MH geführt. Die Untersuchungen liefern eine Fülle von Informationen über Strukturen, Elektronenzustände, Reaktivität und Selektivität und helfen, die Faktoren zu erkennen, von denen die chemischen Reaktionen dieser Spezies gelenkt werden. Außerdem haben die Reaktionen Modellcharakter für kompliziertere Umsetzungen in Lösung, auf Trägern und auf Oberflächen.

  3. Zuschriften

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    2. Impressum
    3. Aufsätze
    4. Zuschriften
    5. Neue Bücher
    6. Miscellaneous
    1. Hexa-tert-butyl-1,3-diiodtrisilan, ein Molekül mit zwei benachbarten, sehr langen Si-Si-Bindungen (pages 1090–1091)

      Prof. Dr. Manfred Weidenbruch, Bolko Flintjer, Dr. Karl Peters and Prof. Dr. Hans Georg von Schnering

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981205

      Die große sterische Belastung im Trisilan 1 zeigt sich in den sehr stark gedehnten Si-Si-, Si-C- und Si-I-Bindungen sowie in den groß Si-Si-Si- und S-C-C-Bindungswinkeln. Eine lineare Korrelation zwischen der mittleren Anzahl sperriger Substituenten pro Si-Atom und der Länge der Si-Si-Bindung ermöglicht eine Klassifizierung von Substituenten nach ihrem sterischen Einfluß

    2. Prototropien in (Pentamethylcyclopentadienyl)iridium-Komplexen mit Pyrazol-Liganden (pages 1091–1093)

      Dr. Daniel Carmona, Prof. Dr. Luis A. Oro, Dr. M. Pilar Lamata, Prof. Dr. José Elguero, Dr. Maria del Carmen Apreda, Dr. ComncepcióN Foces-Foces and Prof. Dr. Félix H. Cano

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981206

      Beträchtlich ist der strukturelle Einfluß von Methylsubstituenten im Pyrazol(pz)-Liganden von [(C5Me5)Ir(pz)3H]-Komplexen. Während in 1 alle drei Ringe äquivalent und an einer intramolekularen Prototropie beteiligt sind, gilt dies in 2 nur für zwei Ringe. Dies zeigt sich z. B. in der größeren Basizität des dritten Pyrazolrings in 2.

    3. Asymmetrische Photocyloadditionen mit optisch reinen, spirocyclischen Enonen. Einfache Synthese von (+)- und (−)-Grandisol (pages 1093–1095)

      Priv.-Doz. Dr. Martin Demuth, Dipl.-Chem. Albert Palomer, Dr. Heinz-Dieter Sluma, Dr. Ashes K. Dey, Prof. Dr. Carl Krüger and Dr. Yi-Hung Tsay

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981207

      Die gezielte Synthese beider Enantiomere mit demselben, gut verfügbaren chiralen Hilfsstoff (−)-Menthon ist durch die α-selektive Addition von Olefinen an die spirocyclischen Enone (−).1 und (−).2 möglich. (+)-3 läßt sich in (+)-Grandisol (+)-4 und (+)-5 in (−)-Grandisol umwandeln.

    4. 13C-ENDOR-Untersuchung eines organischen Tetraradikals im Quintettzustand; Synthese eines vierfach 13C-markierten Tetrakisgalvinols (pages 1095–1099)

      Dipl.-Chem. Michael Grimm, Priv.-Doz. Dr. Burkhard Kirste and Prof. Dr. Harry Kurreck

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981208

      K13CN als 13C-Lieferant wurde in der stark verbesserten Synthese des Tetrakisgalvinols 1 eingesetzt. Der Quintettzustand des Tetraradikals von 1 wird durch die gemessenen 13C-Hyperfeinkopplungsparameter sowie durch die Multiplizität des EPR-Spektrums eindeutig bestätigt.

    5. Gerüstumlagerungen an Clustern: Zur Reaktion von [(tBuP)Fe3(CO)10] mit Diphenylacetylen (pages 1099–1100)

      Dipl.-Chem. Konrad Knoll, Prof. Dr. Gottfried Hutner, Dr. Laszlo Zsolnai and Doz. Dr. Olli Orama

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981209

      Sehr ähnliche Energien von PC-, PFe-, CFe- und FeFe-Bindungen in Clustern werden durch die Bildung der Verbindungen 2 und 3 aus 1 und PhCCPh nahegelegt. Durch weitere Umsetzungen von 2 und 3 kommt eine in der Clusterchemie kaum jemals so vollständig beobachtete geschlossene Folge von Gerüstumlagerungen zustande.

    6. Synthese des Trisaccharids Neu-5-Ac-α(2[RIGHTWARDS ARROW]6)Gal-β(1[RIGHTWARDS ARROW]4)GlcNAc mit immobilisierten Enzymen (pages 1100–1101)

      Prof. Dr. Joachim Thiem and Dipl.-Chem. Wolfgang Treder

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981210

      Durch eine Kaskade von enzymatischen Reaktionen gelingt die Synthese der vor allem als Rezeptor für Proteine und als Immunabsorbens interessierenden, häufig endständig an Glycoproteine gebundenen Titelverbindung. Die im letzten Schritt unter Abspaltung des Phosphorsäurerests zu verknüpfenden Moleküle 1 und 2 können vollständig mit an funktionalisiertem Kieselgel immobilisierten Enzymen hergestellt werden.

    7. (Me4N)3[Mo4O12F3]·0.8H2O, ein Salz mit einem neuartigen Fluorooxo-Polyanion (pages 1101–1102)

      Dipl.-Chem. Norbert Buchholz and Prof. Dr. Rainer Mattes

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981211

      Eine quadratische Pyramide aus vier Mo- und einem F-Atom entsteht durch die ungewöhnliche Verknüpfung im Polyanion [Mo4O12F3]3⊖, in dem jedes Mo-Atom von vier O- und zwei F-Atomen verzerrt oktaedrisch umgeben ist: Je zwei Oktaeder bilden ein flächenverknüpftes Doppeloktaeder. Diese wiederum sind über zwei Kanten zum tetrameren Anion verbunden.

    8. Dyotrope Wasserstoffverschiebung in Pentacyclo[7.6.0.02,13.03,8.010,14]pentadeca-4,6,11-trien (pages 1102–1104)

      Prof. Dr. Tahsin J. Chow and Mei-Fang Ding

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981212

      Die intramolekulare Wanderung zweier H-Atome von einer Ethan- zu einer Ethyleneinheit wurde bisher meistens bei Verbindungen mit Isodringerüst beobachtet. Eines der seltenen anderen Beispiele ist die Reaktion 1 [RIGHTWARDS ARROW] 2 (Blitzpyrolyse bei 400°C).

    9. Intramolekulare Diels-Alder-Reaktionen mit 2-Trimethylsiloxy-2-vinylcyclopropancarbonsäure-estern als Schlüsselbausteinen (pages 1104–1105)

      Dipl.-Chem. Ruth Zschiesche, Dipl.-Chem. Erich L. Grimm and Prof. Dr. Hans-Ulrich Reißig

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981213

      Aus dem maskierten Vinylketon 1 können je nach Aufarbeitungsbedingungen die Octalone 2, 3 oder 4 isoliert werden. Die Octalon-Einheit ist ein Strukturelement von Terpenen, Compactin und Mevinolin.

    10. Schnelle Ionenleitung in LiI Methanol: [Li(CH3OH)4]+I (pages 1105–1107)

      Priv.-Doz. Dr. Werner Weppner, Dipl.-Chem. Wilfried Welzel, Prof. Dr. RüDiger Kniep and Prof. Dr. Albrecht Rabenau

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981214

      Der Lithiumionenleiter mit der höchsten bekannten Leitfähigkeit bei Raumtemperatur ist die Titelverbindung. Zu ihren weiteren Besonderheiten zählt ihre überraschende Beständigkeit gegen Lithium. Diese Eigenschaften lassen sich anhand der Kristallstruktur verstehen. Somit handelt es sich um einen vielversprechenden Festkörperelektrolyten für Lithiumbatterien mit hoher Energiedichte.

    11. Synthese eines vierfach aufgeweiteten Porphyrins mit extrem hohem, diamagnetischem Ringstromeffekt (pages 1107–1108)

      Dipl.-Chem. Martin Gosmann and Prof. Dr. Burchard Franck

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981215

      Ein Molekül der Superlative ist das [26]Porphyrin 1 · 2CF3COO. Formal entsteht es durch Einschieben von vier Vinyleinheiten in den Porphyrinring. Die Differenz der δ-Werte der inneren und äußeren Protonen steigt bei 1 · 2CF3COO auf den enormen Wert von 25.3 ppm! Zum Vergleich: Bei [18]Annulen sind es 12.1 ppm. Bemerkenswert sind auch der extrem große ε-Wert von über 900000 und die “biomimetische” Synthese aus einem Monopyrrol.

    12. Koordinationspolymere Paracyclophan-Komplexe von Kupfer und Silber (pages 1108–1109)

      Prof. Dr. Hubert Schmidbaur, Dipl.-Chem. Wolfgang Bublak, Dipl.-Chem. Brigitte Huber, Dipl.-Chem. Gabriele Reber and Dr. Gerhard Müller

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981216

      Koordination an der Außenseite von Cyclophanen nicht η6 sondern η2 oder η23 wurde in den Komplexen 1 bzw. 2 der Münzmetalle CuI bzw. AgIgefunden. In beiden Komplexen verbrücken die Metallzentren jeweils zwei Cyclophan-Moleküle. Doch durch die unterschiedliche Koordination des Gegenions resultieren in 1 schraubenförmige Ketten, in 2 dagegen Schichten. Verbindung 1 verfärbt sich an Luft und wird elektrisch leitend.

    13. Hexahydrido(pentamethylcyclopentadienyl)rhenium,[(C5Me5)ReH6] (pages 1109–1111)

      Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann and Dr. Jun Okuda

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981217

      Das neuartige metallorganische Polyhydrid 2, formal ein ReVII -Derivat, entsteht überraschend bei der Umsetzung des Rev -Komplexes 1 mit LiAlH4 und anschließender vorsichtiger Methanolyse. 2 hat bei Raumtemperatur in Lösung eine fluktuierende Struktur; bei tiefen Temperaturen liegt eine starre, pentagonal-bipyramidale Geometrie vor.

    14. Durch Protonierung stabilisierte Valenzisomere von Verbindungen mit geminaler Aryldiazen- und Isocyanatfunktion (pages 1111–1112)

      Dr. Hubert Gstach, Patrick Seil, Prof. Dr. Joachim G. Schantl, Prof. Dr. Alfred Gieren, Dr. Thomas Hübner and Dr. Jin Wu

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981218

      Cyclische Diazeniumsalze 2 bilden sich quantitativ bei Einwirkung starker Protonensäuren auf Verbindungen 1 mit [BOND]N[DOUBLE BOND]N[BOND]C[BOND]N[DOUBLE BOND]C[DOUBLE BOND]O-Teilstruktur. Auffallend an 2, R [DOUBLE BOND] Me, Aryl[DOUBLE BOND]Ph, sind die sehr lange CN-Bindung zwischen CO- und Diazengruppe, die sehr kurze CO-Bindung und der kleine Winkel zwischen Fünfring und Phenylgruppe (nur 17°).

    15. Thermisch induzierte C-H-Aktivierung mit einem 14-Elektronen-Komplex: Synthese und Molekülstruktur von [IrHCl(C6H5)(PiPr3)2] (pages 1112–1114)

      Prof. Dr. Helmut Werner, Dipl.-Chem. Arthur Höhn and Dipl.-Chem. Michael Dziallas

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981219

      Die intermolekulare C-H-Aktivierung von Benzol gelingt mit dem bei Raumtemperatur stabilen Komplex 2; ein “heiß”, kurzlebiges Teilchen [MLn]ist nicht erforderlich. Die Hydrido(phenyl)-Verbindung 4, die neben 3 als Hauptprodukt aus 2 und Benzol entsteht, hat trigonal-bipyramidale Struktur. 4 reagiert mit H2 bereits bei 25°C spontan zu 3 und Benzol (L=PiPr3).

    16. Herstellung ultradünner Schichten mit molekular kontrollierten Aufbau aus polymeren Phthalocyaninen mit der Langmuir-Blodgett-Technik (pages 1114–1115)

      Dr. Ernst Orthman and Prof. Dr. Gerhard Wegner

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981220

      Eine neue Klasse nichtamphiphiler Verbindungen zur Erzeugung ultradünner Schichten ( < 2nm) sind die Titelverbindungen 1. Mit ihnen gelingt es, die Orientierung der Moleküle in der Ebene der monomolekularen Schichten durch äußere Parameter vorzugeben. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Anwendung solcher Systeme als optische und elektrooptische Komponenten in der Dünnschichttechnik.

    17. Ein einfacher Weg zu 2,3,11,12-Dibenzo-1,4,7,10,13,16-hexathia-2,11-cyclooctadecadien (Hexathio-dibenzo[18]krone-6) (pages 1115–1116)

      Prof. Dr. Dieter Sellmann and Dipl.-Chem. Prter Frank

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981221

      Synthesen von mittleren und großen Ringen mit Metallen als Templat-Zentren sind für Carbocyclen sowie O-, N- und andere Heterocyclen gut untersucht. Relativ wenig ist dagegen über derartige Synthesen für cyclische Polythioether bekannt, die potentiell starke Liganden für viele Übergangsmetalle sind. Die Titelverbindung 3 läßt sich in 55% Ausbeute aus 1 und dem Thioether S(C2H4Br)2 über 2 herstellen. 2 reagiert mit dem Thioether zum Eisenkomplex von 3. Die Synthese gelingt auch im Eintopfverfahren.

    18. Gruppentransfer-Polymerisation von Acrylsäureestern mit Alkylthio- oder Arylthiosilanen als Initiatoren (pages 1116–1118)

      Prof. Dr. Manfred T. Reetz, Dr. Ralph Ostarek, Dr. Karl-Erwin Piejko, Prof. Dr. Dieter Arlt and Dr. Bruno Bömmer

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981222

      “Lebende” Polyacrylsäureester 2 mit enger Molmassenverteilung lassen sich mit einem neuen Initiatorsystem erhalten. Vorteilhaft für diesen technisch vielversprechenden Prozeß ist die Kombination des Alkylthiosilans 1, R1 =CH2CH2OSiMe3, mit einem Katalysator wie ZnI2in Toluol (R2 =z.B. nBu).

    19. Enantioselektive Synthese von α-substituierten primären Aminen durch nucleophile Addition an SAMP-ydrazone von Aldehyden (pages 1118–1119)

      Prof. Dr. Dieter Enders, Dr. Heinrich Schubert and Dipl.-Chem. Christoph Nübling

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981223

      Optisch aktive primäre Amine (R)- oder (S)-3 mit α-Chiralitätszentrum sind aus den Aldehyden 1 über die SAMP-Hydrazone (S)-2 erhältlich. Addition von R2Li und nachfolgende N-N-Spaltung führen in guten Gesamtausbeuten enatioselektiv (ee = 81-94%) zu (R)- oder (S)-3.

    20. Große Molekülhohlräume für kleine Ionen – doppelte Verbrückung dreier Bipyridin-Einheiten (pages 1119–1121)

      Dipl.-Chem. Smaragda Grammenudi and Prof. Dr. Fritz Vögtle

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981224

      Annähernd oktaedrische Koordination von Kationen gelingt mit dem neuartigen Liganden 1. Paradebeispiel für einen solchen Komplex ist 1 · Fe2⊕; seine rot Farbe ist so intensiv, daß sie zur colorimetrischen Fe2⊕-Bestimmung nützlich erscheint. Fe3⊕, Co2⊕, Ni2⊕, Cu2⊕ ergeben dagegen farblose Lösungen. Konkurrenzexperimente zeigen, daß 1· Fe2⊕ weit stabiler ist als das offenkettige Analogon. So vermag EDTA selbst in 1000fachem Überschuß das Eisen aus 1 · Fe2⊕ nicht freizusetzen (R=Benzyl).

    21. Ein gefaltetes und ein planares 1,3-Diboretan (pages 1121–1123)

      Pia Hornbach, Dr. Manfred Hildenbrand, Dr. Hans Pritzkow and Prof. Dr. Walter Siebert

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981225

      Edukt geometrisch deutlich verschiedener 1,3-Diboretane ist das Dianion 1, das zum gefalteten Diboretan 2 und zum praktisch planaren Diboretan 3 umgesetzt wurde. Der kleine Abstand zwischen den beiden Au-Atomen in 3 spricht für eine Au-Au-Wechselwirkung (R1=NiPr2, R2=SiMe3).

    22. Ein 1,3-Diboratacyclobutadien und sein Dimer, eine Sandwichverbindung mit Li4-Schicht (pages 1123–1124)

      Günter Schmidt, Gerhard Baum, Priv.-Doz. Dr. Werner Massa and Prof. Dr. Armin Berndt

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981226

      Synthese, Ladungsverteilung und Reaktionen von 1, dem bisher einfachsten metallorganischen Cyclobutadien, werden beschrieben. NMR-spektroskopische Befunde unterstreichen die Bedeutung der beiden Grenzstrukturen für die Beschreibung der Elektronenverteilung (R[DOUBLE BOND]C(CH3)3, R′[DOUBLE BOND]Si(CH3)3).

    23. Synthese eines makrobicyclischen Thiazolium-Wirts und supramolekulare Katalyse der Benzoinkondensation (pages 1125–1127)

      Dipl.-Chem. Heinz-Dieter Lutter and Prof. Dr. François Diederich

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981227

      Der Makrobicyclus 1 als Modell für Thiaminpyrophosphat zeichnet sich durch eine sehr hohe katalytische Aktivität bei der Benzoinkondensation aus. Dies ist auf den Hohlraum in 1 zurückzuführen, der zur Komplexierung zweier Benzaldehyd-Moleküle ausreicht.

    24. Elektron-Donor-Acceptor-Wechselwirkungen in Wirt-Gast-Komplexen in organischen Lösungsmitteln (pages 1127–1129)

      Stephen B. Ferguson and Prof. Dr. François Diederich

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981228

      Die spezifische Komplexierung in biologischen Systemen beruht wesentlich auf Elektron-Donor-Acceptor-Wechselwirkungen, deren Bedeutung im Modellsystem aus dem Wirtmolekül 1 und 2,6-disubstituierten Naphthalinen quantitativ nachgewiesen wurde: Das elektronenreiche 1 komplexiert Naphthalin-Derivate mit zwei Acceptorsubstituenten am besten.

    25. Bis(η5-2,3,5-tricarbahexaboranyl)nickel, ein Nickelocen-Analogon (pages 1129–1130)

      Dr. Joachim Zwecker, Dr. Hans Pritzkow, Dr. Ulrich Zenneck and Prof. Dr. Walter Siebert

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981229

      Eine Sandwichverbindung mit dem zu C5H5 isolobalen nido-2,3,5-Tricarbahexaboranyl-Liganden ist das paramagnetische 1, das aus Tris(ethen)nickel und 2,3-Dihydro-1,3-diborol entsteht. Die Verwandtschaft mit Nickelocen zeigt sich unter anderem im elektrochemischen Verhalten von 1 und im ESR-Spektrum von 1⊙⊕.

    26. 2-Lithio-1-phenylpyrrol: Röntgen-Strukturanalyse und 6Li-1H-2D-heteronucleare Overhauser-NMR-Spektroskopie (2D-HOESY) (pages 1130–1132)

      Dr. Walter Bauer, Dr. Gerhard Müller, Dr. Rafael Pi and Prof. Dr. Paul von Ragué Schleyer

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981230

      Durch Aktivierung räumlich benachbarter H-Atome beeinflußt der Li-Substituent einer Monolithiumverbindung die Position der Zweitlithiierung. Aus der Kristallstruktur und aus Kreuzsignalen im 6-′H-2D-HOESY-Spektrum von 1 ergaben sich drei kurze Li-H-Abstände. Tatsächlich wird das H-Atom mit dem kleinsten Abstand (H11) bei der Umsetzung mit nBuLi durch Li ersetzt.

    27. Tandem-Karussell-Umlagerung eines protonierten Dicycolpropenylketons (pages 1132–1134)

      Prof. Dr. Günther Maier, Dr. Ines Bauer, cand. chem. Dieter Born and Dr. Hans-Otto Kalinowski

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981231

      Durch Tieftemperaturphotolyse in einer organischen Matrix wurde das Acyldiimid 1 in das Dicyclopropenylketon 2 umgewandelt. Die NMR-Spektren von protoniertem 2 sind temperaturabhängig: Im ′-NMR-Spektrum tritt dreimal Koaleszenz auf, bis schließlich ein einziges Signal für alle tert-Butyl-gruppen bleibt. Als Übergangszustand der zugrundeliegenden Umlagerungen ist 3 wahrscheinlich.

    28. Divinylglyoxal und Methylvinylglyoxal (pages 1134–1136)

      Dipl.-Chem. Roland Kramme, Prof. Dr. Hans-Dieter Martin, Dr. Bernhard Mayer and Dipl.-Chem. Ralf Weimann

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981232

      Die beiden einfachsten ungesättigten Glyoxale 1 und 2 konnten durch Gasphasenpyrolyse erhalten werden, und zwar aus 5-Norbornen-2yl-CO-CO-R, R=5-Norbornen-2-yl bzw. Me. Für die beiden gelben Dione 1 und 2 wird aus den UV- und PE-Spektren eine Vorzugskonformation abgeleitet, in der die Carbonylgruppen - im Gegensatz zu denen in Benzil - nahezu antiperiplanar angeordnet sind.

    29. Schwache Pd ··· S-Wechselwirkungen in Palladium (II)-Komplexen mit 1,4,7-Trithiacyclononan als Ligand (pages 1136–1138)

      Prof. Dr. Karl Wieghardt, Dipl.-Chem. Heinz-Josef Küppers, Dr. Eleonore Raabe and Prof. Dr. Carl Krüger

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981233

      Der für oktaedrische Koordination konformativ ideal geeignete Ligand L zwingt in den diamagnetischen Komplexen 1 (grün) und 2 (blau) auch PdII diese Koordinationsgeometrie auf und wirkt in 3 (orange-braun) ebenfalls als dreizähniger Ligand. In allen drei Fällen sind jedoch die axialen Pd-S-Bindungen deutlich länger als die äquatorialen.

    30. 2,4-Dien-1,6-dione und 2-Acyl-3-cyclopenten-1-ole durch doppelte Friedel-Crafts-Acylierung von Tricarbonyl(dien)eisen-Komplexen (pages 1138–1139)

      Dr. Michel Franck-Neumann, Dr. Madjid Sedrati and Dr. Mohamed Mokhi

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981234

      Daß eisenkomplexierte Diene nur einmal acyliert werden können, ist widerlegt. So läßt sich der Dimethylbutadienkomplex 1 stufenweise durch zwei Friedel-Crafts-Acylierungen über 2 zu 3 umsetzen. Durch reduzierende Photolyse kann 3 (R[DOUBLE BOND]Me) in das Cyclopentenol 4 umgewandelt werden.

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    1. Graphical Abstracts (pages A-343–A-350)

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981236

    2. Cover Pages (page cpi)

      Version of Record online: 20 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860981237

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