Angewandte Chemie

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April 1986

Volume 98, Issue 4

Pages cpi–fmi, A95–A102, 297–380

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Titelbild (page cpi)

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980401

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Impressum (page fmi)

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980402

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A95–A102)

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980403

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Adolf von Baeyers wissenschaftliches Werk – ein Vermächtnis (pages 297–311)

      Prof. Dr. Rolf Huisgen

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980404

      Ein faszinierender Abschnitt in der Geschichte der Organischen Chemie wird durch Beschäftigung mit Adolf von Baeyers Werk lebendig. Nicht nur die jetzt hundertjährig Ringspannungstheorie, sondern auch viele Erkenntnisse über Indigo, Benzol und Zahlreiche andere Stoffklassen sind mit Baeyers Namen für immer verknüpft. Das Bild rechts zeigt den Forscher im Alter von 72 Jahren.

    2. Das Konzept der Spannung in der Organischen Chemie (pages 312–322)

      Prof. Dr. Kenneth B. Wiberg

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980405

      Die Ringspannungstheorie, die Adolf von Baeyer vor einem Jahrhundert formulierte, ist seitdem vielfältig erweitert worden; Spannung wird heute im Sinn von Bindungslängen- und Bindungswinkelverzerrungen sowie nichtbindenden Wechselwirkungen diskutiert. Nur so ist u verstehen, daß die hochgespannten Verbindungen Tetra-tert-butyltetrahedran und [1.1.1]Propellan – wenn auch aus völlig verschiedenen Gründen – stabil sind.

    3. Geordnete Bereiche in verdünnten Lösungen von ionischen Spezies durch Anziehung gleichsinnig geladener Teilchen - ein Paradigmenwechsel in der Kolloid- und Polymerchemie (pages 323–334)

      Prof. Dr. Norio Ise

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980406

      Die entscheidende Rolle der Gegenionen in Lösungen von Makroionen und ionischen Latexteilchen wird durch eine neue Theorie herausgestellt, die das überraschende Verhalten dieser Spezies erklärt. Nach röntgenspektroskopischen Befunden sind diese Ionen in verdünnten Lösungen nahezu regelmäßig – gitterartig – geordnet. Gemessene und berechnete Abstände lassen sich durch Anziehung gleichsinnig geladener Teilchen in Anwesenheit von Gegenionen deuten.

  5. Zuschriften

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    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    1. Von Triphenylamin abgeleitete bicyclische Wirthohlräume – Gastselektivität und Redoxeigenschaften (pages 335–337)

      Heinrich Schrage, Dr. Joachim Franke, Prof. Dr. Fritz Vögtle and Prof. Dr. Eberhard Steckhan

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980407

      Wasserlösliche, substratselektive Großhohlraummoleküle sind die neuen Makrobicyclen 1, X, Y=N, und 2, X=N, Y=C[BOND]CH3. Da der Triphenylamin-Stickstoff elektrochemisch zum Radikalkation oxidiert werden kann, sind diese Wirtverbindungen elektrochemisch beeinflußbar („schaltbar”). Verbindungen wie 1 und 2 interessieren auch als Modelle für Redox-Enzyme.

    2. Methylmalonyl-cara(dethia)-Coenzym-A als Substrat der Coenzym-B,12-abhängigen Methylmalonyl-CoA-Mutase: Enzymatische Umlagerung einer β- zu einer γ-Ketosäure (pages 337–338)

      Martina Michenfelder and Prof. Dr. János Rétey

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980408

      Coenzym-A-Analoga mit [BOND]CH2[BOND]Statt [BOND]S[BOND] Modellverbindungen, mit denen Aufschluß über die Wirkungsweise entsprechender Enzyme zu gewinnen sein sollte. Propionyl-carba(dethia)-coenzym A 1 wurde synthetisiert und enzymatisch zum Methylmalonat-Derivat 2 carboxyliert. Diese β-Ketosäure wird als erstes künstliches Substrat von einem Coenzym-B12-abhängigen Enzym umgesetzt, und zwar zur γ-Ketosäure 3 umgelagert.

    3. Einfache Anthracyclinon-Synthese durch Cyclisierung eines intermediären Hydroxynitronats (pages 338–339)

      Prof. Dr. Karsten Krohn and Dr. Wahyudi Priyono

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980409

      Nitromethan als C1-Baustein bei der Anthracyclinon-Synthese ht große Vorteile: Zusammen mit C-10 wird die 9-OH-Gruppe eingeführt (R4=OH).

    4. [Cp(CO)2Mo{NR*[Rh(norbornadien)][BOND]CH(pyridyl)}], ein Rhodium-Komplex mit einem asymmetrischen Molybdänatom im Chelatgerüst (pages 339–341)

      Prof. Dr. Henri Brunner, Dr. Joachim Wachter, Johann Schmidbauer, Prof. Dr. George M. Sheldrick and Priv.-Doz. Peter G. Jones

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980410

      Vier Chiralitätszentren – 2 × C, 1 × N, 1 × Mo – sind in der Titelverbindung 1, R*=(R)-1-CHMePh, enthalten. 1 zeichnet sich unter anderem durch eine leicht abgewinkelte CO-Gruppe aus, die recht engen Kontakt zu Rh hat. Für den komplizierten Weg zu 1 wird eine Serie von Ringöffnungen und Epimerisierungen wahrscheinlich gemacht.

    5. Benzo[c]benzo[3,4]cinnolino[1,2-a]cinnolin, ein chirales Hydrazin-Derivat (pages 341–342)

      Hans Fischer, Claus Krieger and Prof. Dr. Franz A. Neugebauer

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980411

      Die spontane Kristallisation der Enantiomere wurde bei der Titelverbindung 1 (Raumgruppe P21) beobachtet. Die Röntgen-Strukturanalyse zeigt an den Stickstoffatomen eine pyramidale Anordnung der Substituenten. Die hohe Racemisierungsbarriere von 27.1 kcal mol−1 beruht überwiegend auf dem gauche-Effekt der vicinalen freien Elektronenpaare.

    6. 10,10′-Bi(trispiro[2.0.2.0.2.1]decyliden): Ein hochnucleophiler olefinischer Kohlenwasserstoff (pages 343–344)

      Horst Wenck, Prof. Dr. Armin de Meijere, Prof. Dr. Fabian Gerson and Prof. Dr. Rolf Gleiter

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980412

      Ein Rekordolefin in mehrfacher Hinsicht ist die Titelverbindung 1. Nicht nur die vier α-,sondern auch die beiden β-ständigen Spirocyclopropangruppen üben eine Donorwirkung auf die Doppelbindung aus. 1 hat mit IP (π)= 7.3eV und einem Oxidationspotential Monoene ohne Heteroatom-Donorsubstituenten.

    7. Organische Reaktionen unter hohem Druck: Cycloadditionen von 11-Methylen-1,6-methano[10]annulen (pages 344–345)

      Prof. Dr. Frank-Gerrit Klärner, Dr. Barbara M. J. Dogan, Richard Weider, Prof. Dr. David Ginsburg and Prof. Dr. Emanuel Vogel

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980413

      Eine bemerkenswerte Druckabhängigkeit zeigt die Reaktion von 11-Methylen-1,6-methano[10]annulen mit Dicyanacetylen. Bei Normaldruck erhält man das 1:1-Addukt 1a/1b, ein fluktuierendes System, bei dem sich erstmals eine Methylennorcaradien-Heptafulven-Valenztautomerie beobachten ließ. Bei 7000 bar bildet sich das 2:1-Addukt 2 als Hauptprodukt. 2 muß trotz ungünstiger Geometrie durch [8+2]-Cycloaddition von Dicyanacetylen an 1b entstanden sein.

    8. Intramolekulare Addition von 2-(trimethylsilyl)methyl-substituierten Allylkationen an Doppelbindungen - Synthese von Bicyclo[3.3.0]octan-Derivaten (pages 346–347)

      Prof. Dr. Junes Ipaktschi and Dr. Gerald Lauterbach

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980414

      Eine nach der Theorie nicht vielversprechende Umwandlung erfolgreich durchzuführen gelang bei der Titelreaktion. Entscheidend war die Nutzung zweier „β-Effekte”; β-Silicium stabilisiert das intermediäre Allylkation, und zwei geminale Methylgruppen in ß-Stellung steuern den Reaktionsverlauf. Ein Beispiel ist die Umsetzung von 1 nach 2, aus dem säurekatalysiert 3 entsteht.

    9. η3-1-Phosphaallyleisen-Komplexe mit zusätzlicher W(CO)5-Koordination an Phosphor – der 1-Phosphaallylligand als 5e-Donor (pages 347–348)

      François Mercier, Prof. Jean Fischer and Dr. François Mathey

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980415

      Zweikernige WFe-Komplexe mit einer Phosphaallyl-Brücke lassen sich aus W(CO)5-stabilisierten Vinylphosphanen wie 1 (R=H) durch Umsetzung mit dem Fe2-Komplex 2 synthetisieren. Im Produkt 3 fungiert der Brückenligand zugleich als 2e-und 3e-Donor. Die Bindungsverhältnisse wurden durch Röntgen-Strukturanalysen geklärt.

    10. cyclo-P5 als Komplexligand-das Phosphor-Analogon des Cyclopentadienylliganden (pages 349–350)

      Prof. Dr. Otto J. Scherer, Joachim Schwalb, Dr. Gotthelf Wolmershäuser, Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Kaim and Renate Groß

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980416

      Als Meilenstein für die Komplexchemie des Phosphors kann die Synthese des schwarzroten, metallischen cyclo-P5-Komplexes 1 angesehen werden. Angesichts der überragenden Bedeutung des Cyclopentadienylliganden in der Organometallchemie läß auch das isovalenzelektronische cyclo-P5 allerhand erwarten. ESR-Untersuchungen weisen 1 als gemischtwertigen Komplex (4/d5-System) aus, der elektrochemisch sehr leicht oxidiert und reduziert werden Kann.

    11. Der Schrock-Carbinkomplex [Cl3(dme)W[TRIPLE BOND]CCMe3], ein hochaktiver Katalysator für die Metathese von Alkenen (pages 350–351)

      Dr. Karin Weiss

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980417

      Ein Metallacyclus, der zugleich ein Alkyl- und ein Carbenkomplex ist, ist der aktive Katalysator bei der Metathese von Cyclopenten und 1-Octen mit [Cl3(dme)W[TRIPLE BOND]CCMe3](dme=Dimethoxyethan). Aus Cyclopenten entstehen in 3 h bei 20°C 70% Poly-1-pentenylen, wobei als zentrale Zwischenstufen Komplexe wie 1 anzunehmen sind. Die Befunde erklären vor allem den sterischen Ablauf von Metathesereaktionen.

    12. NMR-spektroskopische Konstitutionsaufklärung von Glycopeptiden mit der COLOC-Technik (pages 352–353)

      Horst Kessler, Dr. Wolfgang Bermel, Christain Griesinger and Dr. Cenek Kolar

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980418

      An dem disaccharid-Serin-Derivat 1 wird gezeigt, daß man mit der 2 D-NMR-Technik COLOC heteronucleare Weitbereichskopplungen zuordnen und damit folgende Fragen zweifelsfrei klären kann: 1. Wie sind de Zuckerreste verknüpft? 2. Ist der Zucker mit der Aminosäure wirklich über eine Urethaneinheit verbunden? 3. An welchen Positionen befinden sich die unterschiedlichen Schutzgruppen?

    13. Synthese von O-Glycopeptiden des tumorassoziierten TN- und T-Antigen-Typs und deren Anknüpfung an Rinderserumalbumin (pages 354–355)

      Prof. Dr. Horst Kunz and Stefan Birnbach

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980419

      Die Synthese von immunologisch relevanten konjugaten aus Ringerserumalbumin (BSA) und Glycotripeptiden mit TN- und T-Antigenstruktur ist erstmals gelungen. In den Glycoserylserylthereoninen sind zwei Mono-(Tn bzw. Disaccharideinheiten (T) α-glycosidisch mit Seri und Threonin verbunden; sie entsprechen dem N-terminalen Strukturelement von Glycocphorin A mit M-Blutgruppencharakteristik. Die Sythese wird durch spezielle Schutzgruppentechnik erreicht (Sacch=Mono-oder Disaccharideinheit.)

    14. Zur reduktiven Kupplung von CO: Bildung eines 1:1-Adduktes aus η2-Keton- und Endiolato-Komplex bei der Carbonylierung von Bis(cyclopentadienyl)hafnacyclobutan (pages 356–357)

      Prof. Dr. Gerhard Erker, Peter Czisch, Rüger Schlund, Klaus Angermund and Prof. Dr. Carl Krüger

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980420

      Das Hafnacyclobutan 1 nimmt schon bei Normalbedingungen sehr rasch 1.5 Äquivalente CO auf, wobei als einziges Produkt in guter Ausbeute der polycyclische Komplex 4 entsteht. Er ist ein stabiles 1:1-Addukt aus [(η2-Cyclobutanon)HfCp2] 2 und dem Hafnocen-Eindiolatokomplex 3, bei dessen Bildung zwei CO-Moleküle miteinander verknüpft wurden – möglicherweise über die Zwischenstufe des η2-Ketonkomplexes 2.

    15. [(η5-C5H5)2Mo2(CO)4(PPh)2], ein Diphosphenkomplex mit Schmetterlingsstruktur (pages 357–358)

      Dieter Fenske and Prof. Dr. Kurt Merzweiler

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980421

      Der Mo2P2-Bicyclobutankomplex 2 entsteht bei der Diphosphen-Übertragung von Nickelkomplex 1 auf [{(C5H5)2Mo(CO)3}]. Im Edukt ist der (PhP)2-Ligand trans-, im Produkt ist er ciskonfiguriert. Die P-P-Bindung in 2 ist 213.6 pm lang, der Mo-Mo-Abstand beträgt 418.7 pm.

    16. Das Gleichgewicht Phenol ⇌ 2,4-Cyclohexadienon in wäßriger Lösung (pages 358–359)

      Marco Capponi, Ivo Gut and Prof. Dr. Jakob Wirz

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980422

      Die „Aromatizität” von Phenol manifestiert sich in einer Zunahme der Enolisierungskonstante und der C-H-Aciditätskonstante von 2,4-Cyclohexadienon um mehr als 20 Größenordnungen gegenüber den entsprechenden Konstanten von Aceton. Die erste experimentelle Abschätzung dieser Größen gelang durch Kombination kinetischer Messungen mit Blitzlichtphotolyse und 1H-NMR-Spektroskopie.

    17. Strukturbestimmung von Pentatetraenen – Strukturvergleich von Cumulenen (pages 359–361)

      Prof. Dr. Hermann Irngartinger and Dr. Wolfgang Götzmann

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980423

      Die Anzahl n der Doppelbindungen im Cumulen-System hat einen starken Einfluß auf die Struktur: Bei Cumulenen mit n=3 und 5 sind die Alternanz der Bindungslängen und die Substituenteneffekte größer als bei Allenen (nl=2) und Cumulenen mit n=4. Der Vergleich unterschiedlich substituierter Pentatetraene wurde jetzt durch die Strukturanalyse von 1a und 1b ermöglicht.

    18. Diels-Alder-Addukte von Benzol an Arene und ihre [4+2]-Cycloreversion (pages 361–362)

      Achim Bertsch, Prof. Dr. Wolfram Grimme and Dr. Gerd Reinhardt

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980424

      Als Synchronprozeß verläuft die Rückspaltung der Addukte 1–5. An Resonanzenergie wird dabei 11 bis 40 kcal/mol gewonnen; jeweils ca. 40% davon werden bereits in den Übergangszuständen erreicht.

    19. Flüssigkristalle auf Kohlenhydratbasis: Mesogene 1-O-Alkylderivate von 2,5-Anhydrohexitolen (pages 362–363)

      Prof. Dr. Peter Köll and Michael Oelting

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980425

      Strukturelemente von Zuckern und Fettalkoholen sind den Titelverbindungen enthalten, die (ab n=6) thermotrope Flüssigkristalle bilden. Diese wird durch zwei Serien mit L-ido- und D-gluco,/-Konfiguration belegt. n wurde zwischen 5 und 17 variiert.

    20. Enantiomerentrennung von (R,S)-2-(tert-Butyl)-3-methyl-4-imidazolidinon, einem chiralen Baustein für die Aminosäuresynthese (pages 363–364)

      Robert Fitzi and Prof. Dr. Dieter Seebach

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980426

      Beide Enantiomere der Titelverbindung (R,S)-1 sind durch Kristallisation mit (S)-(−)-Mandelsäure zu erhalten. (R)- und (S)- 1 lassen sich an N-1 benzoylieren; mit den so erhaltenen Derivaten können verzweigte und nicht verzweigte, proteinogene (R)- und (S)-Aminosäuren hergestellt werden.

    21. (Z)-[6]Paracycloph-3-en (pages 364–365)

      Yoshito Tobe, Ken-ichi Ueda, Dr. Kiyomi Kakiuchi and Dr. Yoshinobu Odaira

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980427

      Das kleinste isolierbare Paracyclophan, die Titelverbindung 1, wurde durch thermische Valenzisomerisierung des Dewar-Benzol-Isomers 2 erhalten. 1H-NMR- und vor allem UV-spektroskopische Eigenschaften sprechen dafür, daß bei 1 der Benzolring viel stärker aus der Ebene herausgebogen ist als bei [6]Paracyclophan.

    22. Tetrakis(diphenylphosphino)allen (pages 365–366)

      Prof. Dr. Hubert Schmidbaur and Thomas Pollok

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980428

      In einer Eintopfreaktion konnte in 60% Ausbeute die Titelverbindung 1, R[DOUBLE BOND]PH durch Lithiierung von 1-Diphenylsphosphinopropin mit nBuLi und nachfolgender Umsetzung mit CIPPh2 erhalten werden. Das farblose, kristalline Allen 1 ist sehr reaktiv; es läßt sich beispielsweise mit Sauerstoff, Schwefel oder Selen in die Chalkogenide 2a-c überführen.

    23. Strontium- und Bariumalkoxostannate(II) - Moleküle mit S6-Symmetrie (pages 367–368)

      Prof. Dr. Michael Veith, Dieter Käfer and Dr. Volker Huch

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980429

      Eine quantitative Trennung von Calcium und Strontium ermöglicht die Umsetzung von M(OtBu)2 (M[DOUBLE BOND]Sr, Ca) mit [Sn(OtBu)2]2 in Benzol (!). Das Strontiumsalz geht quantitativ in Lösung, das Strontiumsalz geht quantitativ in Lösung, das Calciumsalz bleibt zurück. Dabei entsteht der rechts abgebildete Polycyclus, eine Molekülverbindung, die sogar in Hexan löslich ist und deren Struktur an die von SrO erinnert.

    24. Erste Kristallstrukturanalyse eines aliphatischen Carbokations – Stabilisierung des 3,5,7-Trimethyl-1-adamantyl-Kations durch C-C-Hyperkonjugation (pages 368–369)

      Dr. Thomas Laube

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980430

      Daß Hyperkonjugation extreme Stabilisierung bewirken kann, beweist die erste Röntgen-Strukturanalyse eines aliphatischen Carbokations. Bis jetzt wurden nur durch π-Elektronensysteme oder durch Heteroatome stabilisierte Carbokationen untersucht. Die Bindungslängenunterschiede am 3,5,7-Trimethyladamantyl-Kation 1 von 0.18(2) Å sind stärker als bei Verbindungen mit den größten anomeren Effekten. 1′ beschreibt deshalb die Struktur dieses Kations am besten.

    25. Ge4.06I, ein unerwartetes Germaniumsubiodid – ein Tetragermanioiodonium(III)-iodid mit Clathratstruktur [Ge46[BOND]xIx]I8, X=8/3 (pages 369–370)

      Reinhard Nesper, Jan Curda and Prof. Dr. Hans-Georg von Schnering

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980431

      Bei der raschen thermischen Zersetzung von Gel2 – einer für den chemischen Transport von Germanium wichtigen Reaktion – bildet sich das metastabile Subiodid Ge4.06 I, ein Halbleiter mit Clathratstruktur. Das Clathratgerüst wird aus Ge und I3+ aufgebaut; in den Kavernen sind I- -Ionen eingeschlossen: [Ge48-8/3I8/3]I8. Ge4.06 I bildet den dendritenartig verwachsene Würfel wie das Bild rechts zeigt.

    26. Valenztautomerie der Heptaheteronortricyclene [P7–xAsx]3− (pages 370–372)

      Dr. Wolfgang Hönle and Prof. Dr. Hans-Georg von Schnering

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980432

      Lösungen von Mischkristallen Rb3[P7-xAsx] in Ethylendiamin enthalten, wie 31P-NMR-spektroskopisch demonstriert werden konnte, fast die komplette Serie der P7-xAsx-Heptaheteronortricyclen-Anionen; lediglich [PAs6]3- ließ sich nicht sicher nachweisen. [P6As3]3- wie nach dem Konzept der topologischen Ladungsstabilisierung zu erwarten war. Austauschreaktionen finden ganz überraschend nicht statt.

    27. [NbAs8]3-, ein neuartiger Komplextyp und eine unerwartete eindimensionale Kettenstruktur: math image[b{NbAs8}]2- (pages 372–373)

      Prof. Dr. Hans-Georg von Schnering, Juliane Wolf, Dr. Dieter Weber, Rafael Ramirez and Dr. Teodoro Meyer

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980433

      Durch Irrtum zum Erfolg: Zu viel Rubidium bei der Synthese von Rb3As7 in einem Niobrohr ergab als überraschendes Produkt einen komplex mit dem Anion [NbAs8]3- 1. Dies ist der erste Fall, daß ein Octacyclus als η8-Ligand ein Metallatom in seinem Zentrum einschließt. Mit Rb+ bildeten sich eindimensionale Ketten math image[Rb{NbAs8}]2-, obwohl bei der Kristallisation die starken Komplexbildner 2,2,2-crypt und Ethylendiamin zugegen waren.

    28. [(a-Cyanbenzyllithium·Tetramethylethylendiamin)2·Benzol]: Röntgen-Strukturanalyse eines α-Nitril-„Carbanions” (pages 373–374)

      Prof. Dr. Gernot Boche, Michael Marsch and Dr. Klaus Harms

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980434

      Kein Carbanion

      • equation image

      , sondern eher ein „Keteniminat”

      • equation image

      ist in der Titelverbindung 1.C6H6 enthalten. Die Bindungslängen in der CCN-Gruppe weichen erheblich von denen in Keteniminen wie 2 ab. Zum Vergleich: Enolate haben praktisch dieselben bindungslängen wie Enolether. Dieser Unterschied ist auf die andersartige Stabilisierung einer negativen Ladung durch Nitrile und Carbonylverbindungen zurückzuführen.

    29. Nickel-induzierte Cyclotetramerisierung von Cyclopropabenzol zu 1,6:7,12:13,18:19,24-Tetrakismethano[24]annulen (pages 374–376)

      Dr. Richard Mynott, Prof. Dr. Richard Neidlein, Harald Schwager and Prof. Dr. Günther Wilke

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980435

      Das [24]Annulen 1 mit vier CH2-Brücken entsteht überraschend bei der zweistufigen metallorganischen Titelreaktion. Die Schlüsselzwischenstufe ist ein bismethanoüberbrücktes Nickelacyclotridecahexaen mit zwei PMe3 bildet sich daraus durch reduktive Eliminierung das Endprodukt 1.

    30. Ein α-funktionalisiertes Organomangan(II)-Derivat, ein zweikerniger Mangan(II)-Komplex mit einem σ-gebundenen α-Thioalkyl-Liganden (pages 376–377)

      Dr. Edouard M. Meyer and Prof. Dr. Carlo Floriani

      Version of Record online: 27 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19860980436

      Die Koordinationszahl 5, zwei Mn[BOND]C-σ-bindungen und zwei harte Donorliganden charakterisieren den Organomangan(II)-Komplex 1. Er ist durch Reaktion von MnCl2(thf)2 mit Phenylthiomethyllithium zugänglich und bei Raumtemperatur stabil (Röntgen-Strukturanalyse). Mit Benzaldehyd setzt sich 1 wie ein typisches Grignard- Reagens um.

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