Angewandte Chemie

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Juni 1987

Volume 99, Issue 6

Pages cpi–fmi, A177–A184, 503–610

  1. Titelbild

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Titelbild (page cpi)

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990601

  2. Impressum

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Impressum (page fmi)

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990602

  3. Graphisches Inhaltsverzeichnis

    1. Top of page
    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Graphisches Inhaltsverzeichnis (pages A177–A184)

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990603

  4. Aufsätze

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Stereoselektive Synthese von Bausteinen mit drei aufeinanderfolgenden stereogenen Zentren, wichtigen Vorstufen für polyketide Naturstoffe (pages 503–517)

      Prof. Dr. Reinhard W. Hoffmann

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990604

      Naturstoffe polyketiden Ursprungs mit drei und mehr benachbarten stereogenen Zentren sind wichtige Zielmoleküle der präparativen Organischen Chemie der achtziger Jahre. Effiziente Synthesen der „Stereotriaden” A-D, die Beispiele für Sequenzen dreier stereogener Zentren sind, konnten in den letzten Jahren entwickelt werden. Am vielfältigsten sind die Möglichkeiten, um zu C zu gelangen, am schwersten zugänglich ist D.

    2. Die Pyrolyse von Aziden in der Gasphase (pages 518–540)

      Prof. Dr. Hans Bock and Dr. Ralph Dammel

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990605

      Nicht nur ein „Umweg zur Erzeugung molekularen Stickstoffs” ist die Titelreaktion. Vielmehr werden in der Gasphase unter vermindertem Druck Azide zu definierten Produkten pyrolysiert. So ließ sich z. B. aus Isopropylazid 1 oberhalb 620 K N2 unter Bildung von 2-Propanimin 2 abspalten.

    3. Zur Entwicklung von Bioglaskeramiken für die Medizin (pages 541–558)

      Prof. Dr. Werner Vogel and Dr. Wolfram Höland

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990606

      Biokompatibilität, Bioaktivität und mechanische Bearbeitbarkeit, das sind die Forderungen, die an Glaskeramiken für den Hartgewebsersatz in der Medizin gestellt werden. Inzwischen wurde eine ganze Palette von Bioglaskeramiken mit unterschiedlich akzentuierten Eigenschaften entwickelt. Dabei ist immer wichtig, daß in einer Matrixglasphase gezielte Mikrokristallisation von Apatit erreicht wird, um das Verwachsen mit Knochensubstanz zu initiieren. Verwendet wurden diese Keramiken beispielsweise bereits zum Ersatz von Rückenwirbeln, zum Wiederaufbau der hinteren Gehörgangwand, in der Nasen- und Schultergelenk-Plastik sowie als Zahnwurzelersatz.

  5. Zuschriften

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    2. Titelbild
    3. Impressum
    4. Graphisches Inhaltsverzeichnis
    5. Aufsätze
    6. Zuschriften
    7. Neue Bücher
    8. Correspondenzen
    1. Ein stabiles Stannaethen (pages 559–560)

      Harald Meyer, Gerhard Baum, Priv.-Doz. Dr. Werner Massa, Priv.-Doz. Dr. Stefan Berger and Prof. Dr. Armin Berndt

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990607

      Das stabile Stannandiyl 2 und das Kryptocarben 1 reagieren zum Stannaethen 3. Die Struktur von 3 ist sowohl NMR-spektroskopisch als auch durch Röntgen-Strukturanalyse gesichert. Das sehr hochfrequente 119Sn[BOND]NMR-Signal deutet auf einen stark polaren Charakter der C[DOUBLE BOND]Sn-Bindung (Ylid-Form 3A) hin. R1 [DOUBLE BOND] Si(CH3)3; R2 [DOUBLE BOND] C(CH3)3; R3 [DOUBLE BOND] CHRmath image.

    2. Azokupplung mit Nortricyclen-(Tricyclo[2.2.1.02,6]heptan)-1-diazonium-Ionen (pages 560–561)

      Dr. Georg Feldmann and Prof. Dr. Wolfgang Kirmse

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990608

      Nach Art aromatischer Diazonium-Ionen kuppelt die Titelverbindung 1 mit Phenolen zu Azoverbindungen, z. B. 2. Mit Alkoholen reagiert 1 unter reduktiver Desaminierung. Diese Umsetzungen sind weder mit Cyclopropan noch mit Norbornan-1-diazonium-Ionen möglich.

    3. Isoelektronische Beziehungen in der Clusterchemie: Nucleophile Addition an einen Vinyliden-Liganden (pages 561–562)

      Thomas Albiez and Prof. Dr. Heinrich Vahrenkamp

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990609

      Die Umpolung von Vinyliden-Liganden wurde beim Übergang von einkernigen zu mehrkernigen Vinyliden-Komplexen beobachtet: Das elektrophile Zentrum verschiebt sich vom metallgebundenen α- zum terminalen β-C-Atom. Ein Beispiel ist der Komplex 1, der mit PMe3 zu 2 reagiert. Das Reaktivitätsmuster wird durch isoelektronische Betrachtungen verständlich, denn 1 entspricht dem Cluster-stabilisierten Carbenium-Ion [Co3(CO)93-CCH2)], während 2 ein Analogon der sehr stabilen Cluster [Co3(CO)93-C[BOND]R)] ist.

    4. Zur Struktur eines kristallinen Alkalimetallcyclopentadienids (pages 563–564)

      Prof. Dr. Peter Jutzi, Wilhelm Leffers, Dr. Bernd Hampel, Prof. Dr. Siegfried Pohl and Wolfgang Saak

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990610

      Als „Supersandwich”-Komplex kann das feste Kalium-trimethylsilylcyclopentadienid 1 angesehen werden. Es ist das erste basenfreie Alkalimetallcyclopentadienid, das kristallin erhalten werden konnte. 1 enthält parallel angeordnete, eindimensional-unendliche Einheiten, in denen Kaliumatome (schwarz) mit beidseitig pentahapto-gebundenen Cyclopentadienylringen abwechseln. Zwischen den Strängen bestehen schwache Wechselwirkungen.

    5. 2,5-Diazapentalene (pages 566–567)

      Fritz Closs and Prof. Dr. Rudolf Gompper

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990611

      Als erste 2,5-Diazapentalene–Derivate einer antiaromatischen Stammverbindung – konnten die Verbindungen 1 und 4 synthetisiert werden, bei denen sich das Konzept der Stabilisierung durch Donor- und Acceptorgruppen erneut bewährte. Edukte waren die Dione 2 bzw. die daraus erhältlichen Dithione 3.

    6. Nickel(0)-katalysierte Herstellung einer funktionalisierten Cyclopentancarbonsäure aus 1,3-Butadien und CO2 (pages 567–569)

      Prof. Dr. Heinz Hoberg, Sabine Groß and Armin Milchereit

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990612

      Die katalytische 2 :1-Verknüpfung der beiden Grundchemikalien CO2 und 1,3-Butadien gelang mit dem Katalysatorsystem [(cod)2Ni]/P(OiPr)3 in polaren Lösungsmitteln wie Dimethylformamid. Hauptprodukt ist die funktionalisierte Cyclopentancarbonsäure 1. cod[DOUBLE BOND] 1,5-Cyclooctadien.

    7. Tetrameres und dodecameres tert-Butylethinyllithium; ein neuartiges Aggregationsprinzip bei Organolithiumverbindungen (pages 569–570)

      Maren Geissler, Doz. Dr. Jürgen Kopf, Dr. Bernd Schubert, Prof. Dr. Erwin Weiss, Dr. Wolfgang Neugebauer and Prof. Dr. Paul Von Ragué Schleyer

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990613

      Cubanartige Strukturen resultieren für die Titelverbindungen durch Stapelung cyclischer R2Li2-Einheiten. Nach diesem Bauprinzip sollten nicht nur die beiden Titelverbindungen [R2Li2]2 und [R2Li2]61 gebildet werden können, sondern auch andere Oligomere [R2Li2]n, n ≥ 3, die jeweils an den vier endständigen Li-Atomen durch Solvensmoleküle abgesättigt werden müßten.

    8. Amavadin, ein Beispiel für selektive Vanadiumbindung in der Natur – komplexchemische Studien und ein neuer Strukturvorschlag (pages 570–572)

      Prof. Dr. Ernst Bayer, Dr. Eckhard Koch and Prof. Dr. Giorgio Anderegg

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990614

      Für den im Fliegenpilz vorkommenden Vanadiumkomplex Amavadin wird nach umfangreichen Komplexbindungsstudien die Struktur 1 vorgeschlagen. Der Amavadin-Ligand N-Hydroxy-2,2′-iminodipropionsäure HON(CH(CH3)COOH)2 bildet mit VO2⊕ um fast vierzehn Größenordnungen stabilere Komplexe als mit Cu2⊕.

    9. Metallorganische Rhodium(III)-Komplexe als Homogenkatalysatoren für die Photoreduktion von Protonen zu Wasserstoff an kolloidalem TiO2 (pages 572–574)

      Priv.-Doz. Dr. Ulrich Kölle and Prof. Dr. Michael Grätzel

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990615

      Ohne kolloidales Platin und nicht nur in alkalischer Lösung gelingt die Photoreduktion von H zu H2 mit Sonnenlicht und kolloidalem TiO2 in Gegenwart der Rhodium(III)-Komplexe 1 (ppy [DOUBLE BOND] Oligopyridinligand, z. B. Bipyridyl; L[DOUBLE BOND]H2O, Cl, Br, I; n= 1, 2). Sie werden dabei über die RhII-Stufe zu RhI-Komplexen reduziert, die unter Wasserstoffentwicklung wieder in die RhIII-Komplexe übergehen. Der Reaktionsverlauf wurde cyclovoltammetrisch und pulsradiolytisch sowie durch Transienten-Absorptionsspektroskopie untersucht.

    10. Synthese von Tricyclo[5.2.0.01,3]nona-4,6,8-trien, einem durch die Antiaromatizität von Cyclobutadien erzwungenen Norcaradien (pages 574–576)

      Dr. Takeshi Kawase, Dr. Masahiko Iyoda and Prof. Dr. Masaji Oda

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990616

      Ein neuer, hochgespannter, unsubstituierter Kohlenwasserstoff, die Titelverbindung 3, wurde durch die unten skizzierte Reaktionsfolge in Lösung erhalten. Auch die Umlagerung 1[RIGHTWARDS ARROW]2 ist neu. 3 läßt sich mit 4-Phenyl-1,2,4-triazol-3,5-dion abfangen; mit 1,3-Diphenylisobenzofuran entsteht jedoch das vom Tautomer 4 abgeleitete Produkt.

    11. Cs3Mo5P6O25, ein neues Molybdatophosphat mit einem cubanartigen Mo4O4-Cluster mit sechs Mo[BOND]Mo[BOND]Bindungen (pages 576–577)

      Dr. Kwang-Hwa Lii, Dr. Robert C. Haushalter and Prof. Charles J. O'Connor

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990617

      Ein neuer Komplex im quaternären System M[BOND]Mo[BOND]P[BOND]O (M = Metallkation), die Titelverbindung, zeichnet sich durch mehrere interessante Merkmale aus: Cs+-gefüllte Tunnel; Mo4-Tetraeder als Teilstruktur von cubanartigen Mo4O4-Clustern; einsame Mo-Atome mit der ungewöhnlichen Oxidationsstufe + 3; Mo4O4 und Mo sind durch P2O7-Einheiten verbunden. Aus Messungen der magnetischen Suszeptibilität im Hochtemperaturbereich wird abgeleitet, daß für die Mo-Atome im Mo4-Cluster S = 1 und für das einsame Mo-Atom S = 3/2 gilt.

    12. Strukturdynamik isocyanatvernetzter Kollagenfasern; Anwendung der Synchrotronstrahlung in der Makromolekularen Chemie (pages 578–579)

      Dr. Erika Mosler, Dr. Hans Dieringer, Prof. Dr. Peter P. Fietzek, Dr. Waltraud Folkhard, Ernst Knörzer, Dr. Michel H. J. Koch and Prof. Dr. Theobald Nemetschek

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990618

      Intermolekulare und interfibrilläre Vernetzungen experimentell quantitativ zu unterscheiden ist jetzt erstmals bei Kollagenfasern gelungen. Entscheidend war, daß die Vernetzung nicht mit Dialdehyden, sondern mit einem Diisocyanat durchgeführt wurde, und die Verwendung von Synchrotronstrahlung. Das Ausmaß der intermolekularen Vernetzung hängt von der Reaktionszeit ab. Die Befunde dürften beispielhaft nicht nur für Kollagenfasern, sondern auch für andere, einer strukturdynamischen Röntgenbeugungsanalyse zugängliche faserige Bio- und Hochpolymere sein.

    13. Außergewöhnlich stabile cis,cis-Trialkyltriaziridine durch Azo/Nitren-Addition (pages 579–580)

      Otmar Klingler and Prof. Dr. Horst Prinzbach

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990619

      Die durch ein starres Molekülgerüst erzwungene Nähe einer N3- und einer N[DOUBLE BOND]N-Gruppe in 1 ermöglichte die ausbeutestarke photochemische und thermische Erzeugung der Titelverbindungen 2 (X [DOUBLE BOND] CH, CCH3, PO, P). Aus dem konformativ beweglicheren 3, R [DOUBLE BOND] Ac, kann ebenfalls ein entsprechendes Triaziridin erhalten werden, aber nur mit 5% Ausbeute.

    14. Kristallstrukturanalyse des 1,2,4,7-anti-Tetramethyl-2-norbornyl-Kations – ein unsymmetrisch verbrücktes Carbokation (pages 580–583)

      Dr. Thomas Laube

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990620

      Klassisch oder nicht-klassisch?, das war die Frage, die unzählige Organiker in den letzten 30 Jahren stellten, wenn es um die Struktur des 2-Norbornyl-Kations ging. Neue Argumente könnte nun die Titelverbindung 1 liefern, bei der die erste Röntgen-Strukturanalyse eines 2-Norbornyl-Kations gelang. In 1 ist unsymmetrische σ-Beteiligung zu erkennen: Die ehemalige Einfachbindung C1[BOND]C6 wird durch Abgabe von Elektronendichte zum Elektronenmangelzentrum C2 geschwächt und auf 1.74(2) Å verlängert. Die Bindung C1-C2 wird dadurch auf 1.44(2) Å verkürzt. Auch der C2[BOND]C6[BOND]Abstand (2.09(2) Å) spiegelt die Verbrückung zwischen diesen Atomen wider.

    15. Kronenthioetherkomplexe von AgI und CuI: Die Kristallstrukturen von [{Ag3L3}{AgL2}](ClO4)4 und [LCuI] (L = 1,4,7-Trithiacyclononan) (pages 583–584)

      Heinz-Josef Küppers, Prof. Dr. Karl Wieghardt, Dr. Yi-Hung Tsay, Prof. Dr. Carl Krüger, Dr. Bernhard Nuber and Prof. Dr. Johannes Weiss

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990621

      Ein Kronenthioethermolekül als Brückenligand und zwei Kationentypen im Molekül sind die herausragenden Charakteristika des Silberkomplexes [Ag4L5](ClO4)4 (L = 1,4,7-Trithiacyclononan). Ag ist im Kation [AgL2] von sechs S-Atomen, im Kation [Ag3L3]3⊕ dagegen von vier S-Atomen umgeben. Je ein S-Atom der drei Liganden in [Ag3L3]3⊕ ist an zwei Ag gebunden. Im Unterschied dazu konkurriert die weiche Lewis-Base I in [LCuI] mit den S-Atomen um Koordinationsstellen: In den dadurch resultierenden monomeren Einheiten ist Cu verzerrt tetraedrisch von drei S-Atomen und einem I umgeben.

    16. Dicyclopropa[a,c]naphthalin: eine existenzfähige Verbindung? (pages 585–586)

      Prof. Dr. Udo H. Brinker, Hartmut Wüster and Prof. Dr. Gerhard Maas

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990622

      An die Grenzen der Existenz aromatischer Verbindungen gelangt man anscheinend beim Versuch, die Titelverbindung 1 zu erzeugen. Arbeitet man in Gegenwart von 1,3-Diphenylisobenzofuran, so lassen sich zwei Bisaddukte isolieren, die sich formal von 1a ableiten. Offenbar entstehen sie jedoch durch schrittweise Additionen an die aus dem Edukt 2 mit Base sukzessiv erzeugten Doppelbindungen. Die starke Zunahme an Spannungsenergie in 1 kann anscheinend nicht durch den Gewinn an Aromatisierungsenergie kompensiert werden.–Die Antwort auf die Frage in der Überschrift lautet somit: Wohl kaum!

    17. Stickstoff-Heterocyclen aus Carben-Komplexen und Alkenylisocyaniden (pages 587–588)

      Prof. Dr. Rudolf Aumann, Eberhard Kuckert, Prof. Dr. Carl Krüger and Dr. Klaus Angermund

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990623

      Azafulven- und Azetidinyliden-Komplexe wie 1 bzw. 2 entstehen aus Carben-Komplexen und zwei Äquivalenten Alkenylisocyanid. Aus 1 ist der Pyrrolopyridin-Komplex 3 zugänglich. 2 läßt sich oxidativ zum β-Lactam 4 spalten.

    18. Diasteran (Tricyclo[3.1.1.12,4]octan) (pages 588–590)

      Dr. Andreas Otterbach and Prof. Dr. Hans Musso

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990624

      In einer vielstufigen Reaktion gelang endlich die Synthese der Titelverbindung 2, des einfachsten Asterans. Ausgegangen wurde von dem mittlerweile gut verfügbaren Kohlenwasserstoff 1, an dem die beiden notwendigen Ringverengungen nacheinander in jeweils neun Stufen vorgenommen werden mußten.

    19. Synthese von 1,2-Dihydro-1,2-diphospheten bei niedrigen Temperaturen (pages 590–591)

      Dr. Louis Ricard, Dr. Nicole Maigrot, Dr. Claude Charrier and Prof. Dr. François Mathey

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990625

      Durch Insertion von R2PCl2 in eine P[BOND]C-Bindung von Phosphirenen 1 und „Cl2”-Abstraktion mit Bu3P entstehen die Dihydrodiphosphete 2 bei niedrigen Temperaturen in guten Ausbeuten (R, R1, R2 = Alkyl, Aryl).

    20. β-Glycosylierung bei 2-Desoxysacchariden: Konvergente Synthesen der Oligosaccharide von Mithramycin (pages 591–592)

      Prof. Dr. Joachim Thiem and Dr. Bernhard Schöttmer

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990626

      Nach dem Dibrommethyl-methylether-Verfahren lassen sich die β-glycosidischen Bindungen innerhalb beider Zuckerketten 1 und 2 der Titelverbindung aufbauen. Auch die terminale Alkylverzweigung in 2 ließ sich selektiv einführen.

    21. Experimentelle Prüfung des Konzepts der synergetischen capto-dativen Radikalstabilisierung (pages 592–594)

      Dr. Hermann Birkhofer, Johannes Hädrich, Dr. Hans-Dieter Beckhaus and Prof. Dr. Christoph Rüchardt

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990627

      Anders als nach dem Konzept der capto-dativen Radikalstabilisierung erwartet steigt die Geschwindigkeitskonstante k der Bildung der Radikale 2 aus 1 in der Reihe 2a<2b<2c stark an. Diese Reaktivitätsreihe wird nicht nur durch die unterschiedliche Stabilisierung der Radikale 2 durch die Substituentenpaare X/Y bestimmt, sondern auch stark von anziehenden (anomerer Effekt in 1a) und abstoßenden (1c) σ-Wechselwirkungen in den Ethan-Derivaten 1 (a, X = Y [DOUBLE BOND] CH3O; b, X = CH3O, Y [DOUBLE BOND] CN; c, X = Y[DOUBLE BOND]CN).

    22. Mono- und Di-Areniumionen von [2.2]Paracyclophanen (pages 594–595)

      Prof. Dr. Henning Hopf, Prof. Dr. Jung-Hyu Shin and Prof. Dr. Heinrich Volz

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990628

      Als Charge-Transfer-Komplexe 1 bzw. als Gebilde aus zwei verklammerten σ-Komplexeinheiten 2 liegen die Titelverbindungen vor. Sie werden aus Paracyclophanen (R1, R2 [DOUBLE BOND] H, CH3) mit Supersäuren bei tiefer Temperatur erhalten. Die Spezies 1 und 2 sind rot bzw. blaßgelb.

    23. Diastereoselektive Strecker-Synthese von α-Aminonitrilen an Kohlenhydrat-Matrices (pages 595–597)

      Prof. Dr. Horst Kunz and Wilfried Sager

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990629

      Enantiomerenreine D-Aminosäuren wie 2, Bausteine vieler mikrobieller Produkte, lassen sich aus den mit hohem Diastereomerenüberschuß (87 bis 93% de) in 75–90% Ausbeute erhältlichen (αR)-N-Glycosyl-α-aminonitrilen 1 herstellen. Das als chirales Auxiliar eingesetzte Kohlenhydrat wird dabei zu 70–90% zurückgewonnen. (Piv = Me3C-CO)

    24. Zur Chemie der Plasmodienfarbstoffe des Schleimpilzes Fuligo septica (Myxomycetes) (pages 597–598)

      Dr. Ingrid Casser, Dr. Bert Steffan and Prof. Dr. Wolfgang Steglich

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990630

      Fuligorubin A, das die gelbe Farbe der Plasmodien von Fuligo septica verursacht, ist das erste Tetramsäure-Derivat, das aus einem Schleimpilz isoliert wurde. Seine Struktur wurde durch eine Kombination von Massenspektrometrie, 1H- und 13C[BOND]NMR-Spektroskopie sowie durch Messung des Circulardichroismus aufgeklärt. Tetramsäure-Derivate findet man auch unter den Mycotoxinen, Antibiotica und Tumorstatica.

    25. Regulation der 6-s-Gleichgewichtskonformation von Retinal in Bacteriorhodopsin durch Substitution an C[BOND]5; 5-Methoxy- und 5-Ethylretinalbacteriorhodopsin (pages 598–601)

      Elisabeth Kölling, Prof. Dr. Dieter Oesterhelt, Prof. Dr. Henning Hopf and Dr. Norbert Krause

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990631

      Drehung um die C-6-C-7-Bindung von Retinal vermindert die Protonentransportaktivität von Bacteriorhodopsin, aber hebt sie nicht auf. Dies ist die Quintessenz einer Untersuchung des Effekts des Austauschs der Methylgruppen in den Positionen C-5 und C-13 gegen Ethyl- oder Methoxygruppen. Die Synthese von 5-Methoxyretinal wird vorgestellt (R, R′ [DOUBLE BOND] CH3, C2H5, OCH3).

    26. Synthese und Charakterisierung von Tetrakis[bis(trimethylsilyl)methyl]disilen (pages 601–602)

      Prof. Dr. Satoru Masamune, Dr. Yuichi Eriyama and Dr. Takeshi Kawase

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990632

      Überraschend einfach gelang nun die Synthese von 1, dessen Darstellung lange Zeit vergeblich versucht worden war und bei dem es sich um das erste Tetra-alkyldisilen handelt. Massenspektrum, Elektronenspektrum und 1H-NMR-Spektrum des auch kristallin erhaltenen Produkts sind mit Struktur 1 in Einklang. Auch die Reaktionen von 1 (z. B. Epoxidbildung mit O2) belegen, daß 1 ein Disilen und kein Silandiyl oder Cyclotrisilan ist. (R [DOUBLE BOND] (Me3Si)2CH)

    27. Supraleitung – ein chemisches Phänomen? (pages 602–604)

      Prof. Dr. Arndt Simon

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990633

      Mit der Entdeckung der oxidischen Hochtemperatur-Supraleiter eröffnen sich nicht nur unzählige Anwendungsmöglichkeiten, auch für Chemiker anschauliche Zusammenhänge zwischen dem Phänomen Supraleitung und gewohnten Begriffen wie Oxidationszahl, Änderung der Koordination etc. scheinen in greifbare Nähe gerückt. Die Bildung von Cooper-Paaren in den Oxocupraten wird auf Valenzfluktuationen zwischen Cu+ und Cu3+ zurückgeführt. Der Sauerstoff spielt dabei aufgrund seiner variablen Polarisierbarkeit–wie in oxidischen Ferroelektrika–eine entscheidende Rolle.

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    1. Zuordnungsprobleme (page 610)

      Dr. R. Herges and Prof. Dr. I. Ugi

      Article first published online: 14 JAN 2006 | DOI: 10.1002/ange.19870990644

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