Lokale Beheizung von thermischen Schwachstellen

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Abstract

Für drei verschiedene Wärmebrücken wird untersucht, ob zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum eine lokale Beheizung gegebenenfalls sinnvoller ist als eine erhöhte Lüftung der betroffenen Räume mit entsprechenden höheren Lüftungswärmeverlusten. Dazu wird eine übliche Wohnung zugrunde gelegt und ausgehend von einer “Grund“-Lüftungsrate von 0,3 h–1, bei der an allen drei Wärmebrücken Schimmelpilzwachstum auftritt, untersucht, ab welcher Lüftungsrate es an den jeweiligen Standorten und den betrachteten Wärmebrücken nicht mehr zu Schimmelpilzwachstum kommt. Anschließend wurde der Einsatz eines Heizkabels an den Wärmebrücken simuliert und sowohl der Energie- als auch der Primärenergieverbrauch verglichen. Dabei zeigt sich, dass der Energieverbrauch für den Einsatz des Heizkabels an allen untersuchten Wärmebrücken geringer ist als derjenige für die zusätzliche Fensterlüftung. Wird jedoch durch Berücksichtigung des Primärenergiefaktors der unterschiedlichen Energieträger der Primärenergieverbrauch verglichen, ist der Einsatz des Heizkabels nicht in jedem Fall besser.

Local heating of thermal bridges. For three different thermal bridges it is investigated whether from an energetic side of view a local heating of the affected areas is superior to an increased ventilation in order to prevent mould growth. For a common type of dwelling and a “basic” air change rate of 0.3 h–1, which results in mould growth on all three thermal bridges, it was examined which additional air change rate is necessary to prevent mould growth. Subsequently, heating cables were simulated at the thermal bridges and the energy as well as the primary energy consumption compared for both scenarios. It turns out that energy consumption is lower in the case of the heating cable at all thermal bridges. However considering the primary energy factor of the different energy sources the use of the heating cable is not always better.

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