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Abstract

Die verschiedenen Atomarten (Nuklide) werden aufgefaßt als kernchemische Verbindungen zweier Kernbausteine (Nukleonen) vom runden Atomgewicht 1, nämlich den positiv geladenen Protonen und den ungeladenen Neutronen. Die runden Atomgewichte aller Nuklide sind daher ganzzahlig (Astonsches Ganzzahligkeitsgesetz). In doppelfokussierenden Massenspektrographen hoher Auflösungskraft können jedoch Moleküle und Atome gleicher Massenzahl voneinander getrennt werden, wodurch Dubletts bzw. Multipletts entstehen. Die Abstände der Linien eines Multipletts ergeben nach dem Einsteinschen Äquivalentgesetz zwischen Masse und Energie direkt die Bindungsenergien, mit denen von einem gegebenen Kern ausgehend aufeinanderfolgende Nukleonen gebunden werden. Dies und die Existenz bestimmter Schalenabschlüsse werden an Hand von massenspektrographischen Multipletts, die als Niveauschemata aufgefaßt werden können, diskutiert und illustriert.