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Abstract

Eisbären sind Überlebenskünstler, die zahlreiche Anpassungen sowohl in morphologischer Hinsicht als auch in Bezug auf ihre Verhaltensweisen aufweisen, um in der Arktis zu überleben. Noch heute ist unser Verständnis von den Tieren lückenhaft und zum Teil von Vorurteilen behaftet. Die Schwierigkeiten, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum auf dem Packeis zu beobachten, spielen dabei eine große Rolle. Ein weiter Grund ist, dass uns Menschen der arktische Lebensraum prinzipiell fremd ist und lebensfeindlich erscheint. Dadurch haben wir die Tendenz, Aspekte, die uns Probleme bereiten, wie die Kälte, überzubewerten, und andere Aspekte, wie den Wasserhaushalt, kaum zu beachten. Die Zukunft der Eisbären wird davon abhängen, dass wir ihre Bedürfnisse besser verstehen, um eine Koexistenz zu ermöglichen. Die Problematik der industriellen Nutzung der Arktis, einer Begleiterscheinung der globalen Erwärmung, findet zu wenig Beachtung. Die jeweiligen verantwortlichen Regierungen schenken in dieser Hinsicht bisher wirtschaftlichen Interessen wesentlich mehr Aufmerksamkeit als Umweltfragen.