Das Erfolgsrezept der Blattschneiderameisen

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Abstract

Die Anlage von Pilzgärten als protein- und vitaminreiche Nahrungsquelle ist bei Ameisen weit verbreitet. Die bei dieser Symbiose kultivierten Pilze stammen von frei lebenden Saprophyten ab, die frische Pflanzen wegen ihres hohen Gehalts an Abwehrstoffen schlecht verwerten können. Blattschneiderameisen gelang es dennoch, diese Nahrungsquelle für ihre Pilze zu erschließen: Sie verbessern die Bekömmlichkeit der eingetragenen Blätter durch Vorbehandlung mit einem besonders stabilen, mit dem Kot übertragenen Entgiftungsenzym des Pilzes, einer Laccase. Solche Phenoloxidasen mit breiter Substratspezifität gehören neuerdings zum Repertoire der umweltfreundlichen grünen Chemie im Biotechnologiesektor.

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