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Abstract

Polyploidie ist vor allem im Pflanzenreich eine verbreitete Genommutation. Die Vervielfachung des Genoms verändert den Phänotyp: Aus kleinen wildwachsenden Holzäpfeln werden große, saftige Kulturäpfel, Baumwollfäden werden lang und spinnbar, Weizen ertragreich und dreschfähig. Die Polyploidisierung ist aber nicht nur das Ergebnis von Züchtung, sondern kommt natürlicherweise bei den meisten heutigen Pflanzen vor. Sie hat Impulse in der Evolution gegeben, aber auch in Sackgassen geführt. Was sich auf genetischer und epigenetischer Ebene dahinter verbirgt, wird trotz neuer Labormethoden erst allmählich klarer.