Szenarien für die Ethanolproduktion aus Lignocellulose-Rohstoffen

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Abstract

Aufgrund der steigenden Rohstoffkosten für die Biokraftstoffproduktion und der günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen ist die Erzeugung von Bioethanol aus lignocelluloser Biomasse eine wirtschaftlich interessante Option. Insbesondere die Ergänzung bestehender Bioethanolanlagen mit einer Lignoethanollinie als „Add-On” scheint aus heutiger Sicht vielversprechend. Aufgrund der bereits bestehenden Infrastruktur und der in vielen Fällen vorhandenen überschüssigen thermischen Energie sind die Investitions- und Betriebskosten für eine Lignoethanollinie vergleichsweise gering. Die Wertschöpfung der gesamten Produktionslinie kann dadurch signifikant erhöht werden. Gestaltet man den Add-On-Prozess in Form einer Bioraffinerie, können zusätzlich Wertstoffe gewonnen und so eine nachhaltige Kopplung von chemischer Industrie und Landwirtschaft erreicht werden. Durch die Kombination einer Bioethanolproduktion aus lignocelluloser Biomasse mit einer bestehenden Ethanolanlage, bei welcher thermische Überschussenergie für die Umsetzung von 8000 t Weizenstroh/Jahr zur Verfügung steht (als Referenz wurde eine Anlage aus Deutschland und Südeuropa verwendet), können Ethanolherstellungspreise zwischen 0,25 und 0,30 Euro/Liter erzielt werden.

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