Neues umweltfreundliches Herstellungsverfahren für primäre Amine durch Hydroaminomethylierung von Olefinen in überkritischem Ammoniak

Authors


Abstract

Zur Hydroaminomethylierung von Olefinen in nahe- bzw. überkritischem Ammoniak wird ein neues Verfahren entwickelt. Dazu wird ein Messstand zur Ermittlung thermodynamischer Daten von Reaktand- und möglichen Produktgemischen eingerichtet und eine genaue Untersuchung der kritischen Reaktionsparameter durchgeführt. Diese thermodynamischen Daten (kritische Punkte (p, T)) werden mittels Opaleszenzmessungen in einer Sichtzelle erhalten. Bimetallische Rh/Ir-Katalysatoren erreichen in einem Katalysatorscreening bei der Hydroaminomethylierung von 1-Octen als Modellolefin Ausbeuten an primären Aminen zwischen 45 und 60 % bei durchschnittlichen n/i-Verhältnissen von 56:44. Die Arbeitsdrücke bewegen sich bei 140 °C im Bereich von 190 – 240 bar. Daneben werden 15 – 22 % sekundäre Amine (R2NH), 4 – 7 % Octan, 3 – 4 % isomere Octene und geringe Mengen an sekundären und tertiären Kondensationsprodukten gefunden.

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