Übersichtsbeitrag
Geeignete Methoden zur Prüfung der Sicherheit von Nanomaterialien
Article first published online: 29 OCT 2008
DOI: 10.1002/cite.200800126
Copyright © 2008 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Issue

Chemie Ingenieur Technik
Special Issue: Nanotechnologie
Volume 80, Issue 11, pages 1641–1651, November, 2008
Additional Information
How to Cite
Landsiedel, R., Wiench, K. and Wohlleben, W. (2008), Geeignete Methoden zur Prüfung der Sicherheit von Nanomaterialien. Chemie Ingenieur Technik, 80: 1641–1651. doi: 10.1002/cite.200800126
Publication History
- Issue published online: 29 OCT 2008
- Article first published online: 29 OCT 2008
- Manuscript Accepted: 28 AUG 2008
- Manuscript Received: 5 AUG 2008
- Abstract
- References
- Cited By
Keywords:
- Biophysik;
- Nanomaterial;
- Nanopartikel;
- Toxikologie
Graphical Abstract

Nanomaterialien neuer biologische Eigenschaften aufweisen mit einer eventuellen nanospezifischen Toxizität. Die BASF erarbeitet eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis zur Beurteilung möglicher Risiken von Nanomaterialien.
Abstract
Das tiefere Verständnis der Zusammenhänge in der Nanodimension ist die Basis für eine moderne Produktentwicklung. Nanomaterialien können interessante, neue – auch neue biologische - Eigenschaften haben. Daraus ergibt sich die Frage nach einer möglichen nanospezifischen Toxizität. Sie kann von der spezifischen Oberfläche, der Oberflächenchemie, der Größe oder der Form des Nanomaterials abhängen. Bisher ist eine allgemeine Regel für die Abhängigkeit der Toxizität von den genannten Materialeigenschaften noch nicht bekannt. Spezifische Testverfahren zur Abschätzung der Nanotoxizität existieren noch nicht. Eine Entwicklung von Testmethoden zur Untersuchung der Toxizität von Nanomaterialien bezüglich Umwelt und Gesundheit ist ein Anliegen der BASF. Basierend auf bisherigen Erkenntnissen zur Toxikologie, aber auch unter Berücksichtigung möglicher Expositionen am Arbeitsplatz, ist die Aufnahme sowohl über die Atemwege als auch durch Hautkontakt kritisch zu betrachten. In dem Maß, in dem die Nanotechnologien in konkrete Prozesse und Produkte umgesetzt werden, steigt auch die Beurteilungskompetenz zur Abwägung der Chancen gegenüber möglicher Risiken, die mit der Nutzung neuer Technologien in Form innovativer Produkte und Prozesse verbunden sein können. Die BASF erarbeitet eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis zur Beurteilung möglicher Risiken, zu der sowohl die Entwicklung spezifischer Expositionsmessung von Nanomaterialien am Arbeitsplatz und die Gefährdungsbeurteilungen entsprechender Arbeitsplätze, Anwendungs- und Produktbewertungen als auch die Untersuchung biophysikalischer Eigenschaften und – damit verbunden – spezieller toxikologischer und ökotoxikologische Prüfungen gehören.

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