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Abstract

Bei 1050 Werktätigen (425 Frauen) aus 53 für die DDR typischen Berufsgruppen sind Zeitstudien (je eine Woche lang ganztätig) zur Ermittlung der durchschnittlichen täglichen Zeitaufteilung sowie Energieverbrauchsmessungen bei der beruflichen Tätigkeit und den sog. Grundtätigkeiten (Sitzen, Stehen und Gehen ohne zusätzliche Belastung) durchgeführt worden. Als Methode diente bei den Zeitstudien eine kombinierte Protokoll-Interview-Methode, bei den Energieverbrauchsmessungen eine Kombination von Respirationsgasuhren mit physikalischer Gasanalyse (transportables Leistungsprüfgerät „Spirolyt”) und Ausrechnung mittels Nomogrammen. Die Schwankungen der Werte für das Energieäquivalent (kcal. min−1 kg−1) der Grundtätigkeiten sind trotz großer individueller Schwankungen, bezogen auf die Berufsgruppen, sehr gering. Die Unterschiede der Mittelwerte des Energieäquivalents zwischen Männern und Frauen lassen sich mit 99%iger Sicherheit für Sitzen und Stehen statistisch sichern, für Gehen dagegen nicht. Der in Sechsteln des Grundumsatzes ausgedrückte durchschnittliche tägliche Kalorienverbrauch liegt selbst bei den Berufsgruppen mit sehr leichter Tätigkeit bei mindestens 10 Sechsteln, bei Gruppen mit mittlerer bis höherer Arbeitsschwere bei meist 10 bis 13 Sechsteln. Für das Verhältnis zwischen dem meßbaren Berufsgruppen-Energieäquivalent und dem errechneten Arbeitszeit-Sechstel ist für Männer wie Frauen eine signifikante Regressionsgerade berechnet worden. Der Korrelationsfaktor beträgt für Männer o,98, für Frauen 0,95.