Zum Metabolismus ausgewählter Pflanzenschutz-und Schädlingsbekämpfungsmittel

Authors


  • Herrn Prof. Dr. M. PAILER, Wien, zum 60. Geburtstag gewidmet.

  • Nach einem Vortrag, gehalten in Wien am 15. 5. 1971.

Abstract

Unter den Risikofaktoren in der Ernährung sind die Pestizidrückstände als Fremdstoffe besonders aktuell. Einerseits sind es Stoffe, die nachweislich auch dem Warmblüter gegenüber nicht indifferent sind; andererseits wird eine Beurteilung und damit eine Beherrschung der Situation vom lebensmittelhygienisch-toxikologischen Standpunkt aus dadurch erschwert, daß mit den Lebensmitteln häufig nicht nur die ursprünglichen Wirkstoffe, sondern auch chemische Abbauprodukte bzw. Metabolite mit teilweise nicht unerheblich veränderten toxikologischen Eigenschaften aufgenommen werden. Die vorstehenden Erkenntnisse werden unter Bezugnahme auf einige eigene Untersuchungsergebnisse erläutert, die sich auf den Metabolismus des DDT, der Thiophosphorsäureester, der Äthylen-bis-dithiocarbamate, der Carbamate und Phthalimide beziehen. Die exakte lebensmittelhygienisch-toxikologische Betrachtung der Pestizidrückstände erfordert nach Vorstehendem nicht nur eine Ausweitung der ohnehin schon komplizierten Analytik, sondern auch der toxikologischen Untersuchungen auf wichtige Metabolite. Dabei bedürfen summativ toxische Stoffe und Kombinations- bzw. Potenzierungseffekte besonderer Beachtung.

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