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Abstract

Es wird ein Verfahren zur “ölfreien” Isolierung und Anreicherung der Carotinoidfarbstoffe aus rohen, entschleimten und entsäuerten Rapsölen angegeben, das auf der sogen. “Phasentrennung” in Kombination mit der Säulenchromatographie an basischem Aluminiumoxid beruht. Die Bestimmung der Carotinoide erfolgt spektralphotometrisch (445 nm), wobei der Gehalt als β-Carotin (E1cm 451 nm1% = 2500) berechnet wird. Der Carotingehalt in Rapsöl wird nach säulenchromatographischer Anreicherung und Abtrennung vom Öl spektralphotometrisch (451 nm) bestimmt. Die photometrische Chlorophyllbestimmung nach Stillmann wird modifiziert, wobei Phäophytin a (E1cm 667nm1% = 530) als Bezugssubstanz für die Berechnung des Gehaltes an chlorophyllähnlichen Farbstoffen vorgeschlagen wird.

In ausgewählten Rapsölen unterschiedlichen Raffinationsgrades werden nach einer vorgeschlagenen Schnellbestimmungsmethode der Gesamtcarotinoid- und Chlorophyllfarbstoffgehalt durch direkte spektralphotometrische Messung im Öl ermittelt und mit den nach Farbstoffisolierung festgestellten Werten sowie mit den Jodfarbzahlen verglichen. Bei der Entschleimung und Entsäuerung erfolgt nur eine unwesentliche Abnahme des Gesamtfarbstoffgehaltes (Chlorophylle werden bei der Entschleimung in Phäophytine umgewandelt), wogegen durch die Bleichung die stärkste Entfernung von Carotinoid- und Chlorophyllfarbstoffen zu verzeichnen ist. Während die untersuchten Rapsrohöle etwa 40–70 ppm Gesamtcarotinoide (berechnet als β-Carotin), 3,5–5 ppm Carotine (berechnet als β-Carotin) und 10–50 ppm Chlorophyllfarbstoffe (berechnet als Phäophytin a) enthalten, sind in den Vollraffinaten Carotine nicht mehr nachweisbar; der Gesamtcarotinoidgehalt liegt etwa zwischen 0,3 und 0,7 ppm und der der Chlorophyllfarbstoffe zwischen 0 und 0,4 ppm.