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Abstract

Die Wirkung von Maleinsäurehydrazid (MH) als Keimhemmungsmittel für lagernde Kartoffeln wurde unter den ökologischen Bedingungen der DDR am einheimischen Kartoffelsortiment untersucht. In 3- bzw. 5jährigen Untersuchungen wurden pro Jahr durchschnittlich 20 Sorten unterschiedlicher Reifezeit im Gewächshaus und unter Freilandbedingungen mit MH zu verschiedenen Terminen nach der Vollblüte behandelt (Aufwandmenge 3 kg/ha). Der Erfolg der Behandlung wurde über den Lagerverlust, Respirationsmessungen, Kompressibilitätsbestimmungen sowie Rückstandsuntersuchungen an 7–9 Monate gelagerten Knollen kontrolliert. Als optimaler Behandlungszeitraum erwies sich unter der Voraussetzung genügender Wasserversorgung der Pflanzen die Zeit nach der Vollblüte bis 3 Wochen vor der Ernte. Knollen, die eine Mindestmenge MH (7–10 ppm) eingelagert hatten, wiesen gegenüber der Kontrolle einen um durchschnittlich 40% geringeren Lagerverlust bei verminderter Stoffwechselaktivität und geringerer Kompressibilität auf. Bei allen untersuchten Sorten ließ sich in Abhängigkeit vom Behandlungstermin und dem Reifegrad der Pflanzen eine nachhaltige keimhemmende und qualitätserhaltende Wirkung nachweisen. Besonders vorteilhaft wäre der Einsatz von MH für Kartoffelpartien, die für Großverbraucher (Schälküchen, Veredlungsbetriebe u. a.) bestimmt sind.