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Abstract

Die Utilisation von Hefestickstoff aus nativen und hitzebehandelten, 15N-markierten Saccharomycescerevisiae-Zellen wurde nach oraler Impulsmarkierung mit 3mg 15 N/kg an 6 Kleinkindern untersucht. Das Körpergewicht der Probanden lag zwischen 5500 und 9400 g.

Die Hefezellen wurden aus einem synthetischen Nährmedium mit 15N Ammoniumchlorid als Stickstoffquelle gewonnen. Ihre 15N-Anreicherung betrug 95 Atom-%.

Die Kinder schieden im Zeitraum von 48 h nach Verabreichung der vitalen Hefezellen im Mittel 11 % und nach Applikation der hitzebehandelten Zellen 17,9% der Tracerdosis im Harn aus. Die kumulative renale Exkretion des 15N aus hitzebehandelter Hefe erfolgte in der Tendenz rascher als nach Verabreichung nativer Hefe.

Im Paarvergleich an 3 Probanden mit nativer und hitzebehandelter Hefe fanden sich keine Unterschiede in der Retention des 15N. Nach Feuchthefe wurden 13,2% der zugeführten Tracerdosis im Harn und 10% in den Faeces ausgeschieden. Die Retention betrug 76,8 %. Die analogen Werte nach oraler Einzelimpulsmarkierung mit 3 mg 15N/kg aus hitzebehandelter Hefe waren 19,4%, 4,4% und 76,2%. Die Kinetik der renalen 15N-Ausscheidung läßt auf eine anteilige Assimilation des Hefestickstoffs im Colon schließen.