Staatsbürgerverständnis und politische Mobilisierung: Einbürgerungen in Schweizer Gemeinden

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  • Marc Helbling,

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    1. Universität Zürich
      Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich, Seilergraben 53, CH-8001 Zürich; E-Mail: helbling@pwi.unizh.ch
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    • Marc Helbling hat an der Universität Lausanne und am Institut d'Etudes Politiques in Paris Politikwissenschaften studiert. Seit Ende 2002 arbeitet er als Assistent und Doktorand am Lehrstuhl von Hanspeter Kriesi am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich.

  • Hanspeter Kriesi

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    1. Universität Zürich
      Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich, Seilergraben 53, CH-8001 Zürich; E-Mail: hanspeter.kriesi@pwi.unizh.ch
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    • Hanspeter Kriesi ist Professor für Vergleichende Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich und Direktor des Center for Comparative and International Studies der ETH und der Universität Zürich. Zu seinen Forschungsbereichen gehören unter anderem soziale Bewegungen, die politische Meinungsbildung von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Entwicklung europäischer Parteiensysteme.


Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich, Seilergraben 53, CH-8001 Zürich; E-Mail: helbling@pwi.unizh.ch

Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich, Seilergraben 53, CH-8001 Zürich; E-Mail: hanspeter.kriesi@pwi.unizh.ch

Zusammenfassung

Seit längerer Zeit kommt es in der Schweiz immer wieder zu heftigen Debatten über das schweizerische Einbürgerungsverfahren und die Diskriminierung gegenüber Gesuchstellern aus gewissen Herkunftsländern. Dieser Artikel präsentiert erste Resultate einer Umfrage in 207 Schweizer Gemeinden zu den Ursachen unterschiedlicher Ablehnungsquoten von Ein­bürgerungsgesuchen auf lokaler Ebene. In der Schweiz spielen die Gemeinden eine zentrale Rolle im Einbürgerungswesen. Es soll aufgezeigt werden, dass die jeweils verfolgte lokale Einbürgerungspolitik auf kulturelle und politische Faktoren zurückgeführt werden kann. Die zentralen Hypothesen besagen, dass Einbürgerungsverfahren politische Entscheidungspro­zesse darstellen und sowohl von kulturellen und institutionellen Strukturen wie dem vorherr­schenden Staatsbürgerverständnis und den Entscheidungsmodi wie auch von mobilisierenden politischen Akteuren abhängt. Die Erteilung der Staatsbürgerschaft soll dabei als Instrument sozialer Schliessung betrachtet werden, welches in den Gemeinden unterschiedlich eingesetzt wird und das dominierende Verständnis der Staatsbürgerschaft sowie aktuelle politische Kräfteverhältnisse widerspiegelt

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