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Neues aus Verbänden und Firmen

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„Galvanized Autobody Partnership”-Programm für Zink-Innovationen im Automobil-Leichtbau

Gewichts- und Kostenreduzierung sind seit Jahren zentrale Themen im Automobilbau, denn leichtere Fahrzeuge können den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen weiter verringern. Der nach wie vor führende Werkstoff im Automobilbau ist Stahl – besonders mit Blick auf den Leichtbau bietet die Verwendung höher- und höchstfester Stähle das mit Abstand beste Entwicklungspotenzial. Auch wenn es darum geht, die steigenden Anforderungen an Festigkeit, Verformbarkeit, Umweltverträglichkeit und langer Haltbarkeit von Kraftfahrzeugen zu erfüllen, sind höherfeste Stähle gefragt – und damit auch Zink. Denn jede neue Stahlsorte macht gleichzeitig eine Optimierung der Verzinkung als Korrosionsschutz erforderlich. Eine Herausforderung, der sich die Mitgliedsunternehmen des „Galvanized Autobody Partnership”-Programms stellen. Ziele dieser Partnerschaft sind die Erhaltung und der Ausbau der Märkte für verzinktes Stahlfeinblech in der Automobilindustrie.

Die Galvanized Autobody Partnership wurde 1999 als eines der Forschungsprogramme der International Lead Zinc Organization (ILZRO), die heute ein Teil der International Zinc Association (IZA) ist, gegründet. Führende Stahlproduzenten wie Salzgitter, ArcelorMittal, Thyssen Krupp Steel und Voestalpine, Automobilhersteller, die Mitglieder der IZA sowie die wichtigsten Zulieferer dieser Industrien haben sich in diesem Programm zusammengeschlossen und stimmen im Dreijahresrhythmus Entwicklungsrichtungen und Projekte mit konkreten Forschungsinhalten ab – zuletzt im Mai 2012 in Brüssel.

Seit der Initiierung von GAP wurden viele Produktinnovationen erfolgreich zur Marktreife gebracht. Beispielhaft sind die Entwicklung der mathematischen Grundlagen zur Messung der Dicke der Zinkschicht, die heute standardmäßig in Messgeräten eingesetzt werden, aber auch die verbesserten Zinkbadmanagement-Techniken, durch die die Schlackebildung minimiert werden konnte. Des Weiteren wurden auf der Basis eines GAP-Projekts die Vorbehandlungsmethoden in metallurgischen Öfen im industriellen Maßstab für Dual-Phasen-Stähle und Stähle mit transformationsinduzierter Plastizität eingeführt.

„Mit den GAP-Projekten haben wir entscheidend dazu beigetragen, verzinkten Stahl für den Fahrzeugbau widerstandsfähiger und korrosionsbeständiger zu machen, die Kraftstoffeffizienz durch eine Reduzierung des Gewichts zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Materialien zu erhöhen” zieht Frank Goodwin, Director Technology & Market Development der IZA, eine positive Bilanz und betont: „Und das werden auch künftige Innovationen immer wieder unter Beweis stellen.” Eine Einschätzung, die Dr. Thomas Koll, in der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH verantwortlich für den Bereich Metallische Überzüge und Conference Chairman Deutschland der Galvatech 2011, teilt: „Viele der Themen, die im Rahmen der letzten Galvatech 2011 in Genua als zukunftsweisend identifiziert wurden, sind bereits Gegenstand von GAP-Projekten. Das zeigt, auf welch hohem Niveau sich die Forschung hier bewegt.”

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Bildquelle: World Steel Association

Das Future Steel Vehicle (FSV) ist mit einer Stahlkarosse ausgestattet, die im Vergleich zu einem vergleichbaren Fahrzeug um 35 Prozent leichter ist – was in einer Reduzierung der Emissionen über den gesamten Lebenszyklus von nahezu 70 Prozent resultiert.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an: INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle, Dr.-Ing. Sabina Grund, Am Bonneshof 5, 40474 Düsseldorf, Tel.: +49 211 4796 166, Fax: +49 211 47 96 25 166, informationen@initiative-zink.de, www.zink.de

–CND2312–

Digital Photonic Production ist mehr als schweißen und schneiden Durchbruch für die Serienproduktion bis zur EMO Hannover 2013

„Nun bricht das Zeitalter der Digital Photonic Production an”, freut sich Prof. Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT in Aachen. Das neue Zeitalter der leistungsstarken optischen Technologien passt gut zum allgemeinen Trend „Intelligence in Production”, dem Motto der EMO Hannover 2013.

Was suchen ausgewiesene Laserexperten auf der Weltleitmesse der Metallbearbeitung? „Für uns ist die Messe ein wichtiger Indikator für den möglichen Einsatz des Lasers in der Werkzeugmaschine”, sagt Peter Abels, Gruppenleiter „Prozesssensorik und Systemtechnik” am Fraunhofer ILT. Hier könnte sich beim Blick auf die leicht integrierbare Lasertechnik bis zum Herbst 2013 noch viel tun.

Es gibt im Prinzip für jeden Werkstoff und für nahezu jede Anwendung eine oder mehrere mögliche Strahlquellen. „Ein wichtiger Faktor ist die Absorption des Materials”, erklärt der Laserfachmann. „So kann der Anwender mit dem CO2-Laser sehr gut Stähle oder Kunststoffe bearbeiten, während sich Faser-, Scheiben- oder Diodenlaser auch für Metalle wie Aluminium und Kupfer eignen.” Die fasergeführten Lasersysteme kämen infrage für die Automatisierung und die Integration in Werkzeugmaschinen, weil ihr Handling wesentlich unkomplizierter als bei einem klassischen CO2-Aggregat ist.

Integration in die Werkzeugmaschine

Der Laser hat sich längst in vielen Branchen (etwa bei der Herstellung von Autos, Flugzeugen oder Schiffen) etabliert: In der Serienproduktion hat er sich bereits seit Jahrzehnten beim Schweißen und Schneiden bewährt. Als Anwendungen für den Laser sieht Abels auch das Härten, Polieren von Bauteilen sowie das Strukturieren von Oberflächen. „Diese Funktionen ließen sich gut in Werkzeugmaschinen integrieren”, sagt er. Gute Chancen auf den Einzug in die Serienproduktion haben aber auch generierende Verfahren, die Experten wie Professor Poprawe unter dem Begriff Digital Photonic Production zusammenfassen. Es geht um Laser Additive Manufacturing (LAM), den schichtweisen Aufbau von Bauteilen aus Pulver per Laser. Zu den Pionieren gehören Firmen aus der Luft- und Raumfahrt, die mit Verfahren wie Laserauftragsschweissen (LMD: Laser Metal Deposition) und selektivem Laser-schmelzen (SLM: Selective Laser Melting) Bauteile reparieren beziehungsweise fertigen. „Diese generierende Technik könnte demnächst in die Serienproduktion Einzug halten”, erklärt Abels. „Das wäre ein großer Schritt für die Lasertechnik, denn dann ließen sich auch individualisierte Bauteile in der Serie herstellen.”

Insgesamt drei mögliche Einsatzszenarien sieht er für den Laser: Die Bandbreite reiche von der Insellösung (Einzeleinsatz), der Integration in bestehende Maschinen und Systeme bis hin zur Digital Photonic Production. „Die generierenden Verfahren stehen dabei noch ganz am Anfang”, beobachtet Abels. „Ich könnte mir hier gut vorstellen, dass es zu einer Kombination etwa des selektiven Lasersinterns mit anderen Verfahren kommt.” Denkbar wäre für ihn eine Hybridmaschine, die mit einem konventionellen Verfahren (etwa per Drehen) einen groben Grundkörper herstellt, an die dann ein generatives Laserverfahren wie SLM schichtweise in höherer Genauigkeit Spezialbauteile anbaut.

Tailored materialsim Kommen

Das heißt: Die Werkzeugmaschine trägt per Zerspanen erst Material ab und fügt dann schichtweise mit dem Laser wieder Werkstoff hinzu. Doch es geht auch umgekehrt. Abels: „Forschungsprojekte beschäftigen sich bereits mit dem schichtweisen Aufbau von maßgeschneiderten Hybridwerkstoffen, die beispielsweise aus Kunststoff und Metall bestehen. Diese „tailored materials” lassen sich dann konventionell zerspanen.”

Die Digital Photonic Production ist schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Mit diesem Thema beschäftigt sich das Fraunhofer ILT beispielsweise im Fraunhofer-Innovationscluster „Integrative Produktionstechnik für energieeffiziente Turbomaschinen – TurPro”. In Kooperation mit Rolls-Royce Deutschland und in Partnerschaft mit dem Fraunhofer IPT entstand in Aachen ein lasergestütztes Verfahren zur Fertigung und Instandhaltung von Bauteilen für Flugzeugtriebwerke (Blisk: Blade Integrated Disk).

Laserauftragsschweißen: Einstieg in die Serienproduktion

Mit dem Laserauftragsschweißen (LMD) gelang es den Aachener Forschern, die Produktionskosten von Blisks im Vergleich zu konventionellen Verfahren signifikant zu senken. Im Detail: LMD reduzierte den Materialbedarf um bis zu 60 Prozent und die gesamte Fertigungszeit um rund 30 Prozent. Für die Entwicklung dieses ressourcenschonenden Verfahrens wurde das Forscherteam um Dr. Ingomar Kelbassa, Fraunhofer ILT, mit dem zweiten Platz des Ferchau-Innovationspreises 2011 ausgezeichnet. Anwender aus der Luftfahrt rechnen damit, in Kürze mit LMD bereits Blisks in Serie herzustellen. Abels: „Ich gehe daher davon aus, dass unser Institut vor allem in der Digital Photonic Production sehr viel voran bringen wird - auch wegen des Interesses nicht nur der Automobilindustrie.” Doch es handelt sich nicht nur um Zukunftsmusik für Europa: Vieles sprichtudafür, dass Digital Photonic Production auch die USA erobert. Dafür dürfte auch das enge Netzwerk des Fraunhofer-Institutes sorgen, das in Kooperation mit der University of Michigan, der Wayne State University in Detroit sowie anderen führenden US-Hochschulen auf dem Gebiet der Lasertechnik forscht und entwickelt. Das Ziel der Zusammenarbeit nennt die Homepage: „Die zentrale Philosophie ist der Aufbau einer deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit, bei dem Nehmen und Geben im Einklang stehen.”

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik, Petra Nolis, Marketing & Kommunikation, Steinbachstr. 15, 52074 Aachen, Tel +49 241 8906-662, petra.nolis@ilt. fraunhofer.de, www.ilt. fraunhofer.de

–CND2412–

Fraunhofer Forschung Kompakt: Leichtbauteile rissfest fertigen

Kaltrisse in hochfesten Stählen stellen den Fahrzeug- und Maschinenbau vor große Herausforderungen in der Qualitätssicherung, da sie bislang schlecht vorhersehbar sind. Ein neues Verfahren ermittelt schon im Entwurfsstadium, ob kritische Bedingungen für solche Schäden vermieden werden können. So sinken Entwicklungszeiten und -kosten.

Autos, Dachkonstruktionen und Brücken sollen bei gleicher Stabilität immer leichter und damit energie- und materialsparender werden. Neue, hochfeste Stähle eignen sich hervorragend für die dafür benötigte Leichtbauweise, da sie auch sehr hohen Belastungen standhalten. Doch diese Werkstoffe haben auch einen Nachteil: Je fester sie sind, desto anfälliger für Kaltrisse sind sie beim Schweißen. Diese feinen Brüche können entstehen, während geschweißte Verbindungen wieder abkühlen – meist unterhalb einer Temperatur von 200 °C. Im schlimmsten Fall bricht die Schweißnaht. Viele Industriebereiche setzen darum die vielversprechenden hochfesten Stähle nur zögerlich ein.

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg haben gemeinsam mit dem Lehrstuhl Füge- und Schweißtechnik LFT der BTU Cottbus ein neues Verfahren entwickelt, das Kaltrisse vorhersehbarer macht. „Wir können bereits im Entwurfsstadium eines Bauteils die Wahrscheinlichkeit von Kaltrissen berechnen und auch gleich Abhilfemaßnahmen durchspielen”, erklärt Frank Schweizer vom IWM. Denn ob und wie schnell solche Kaltrisse entstehen, hängt davon ab, wie hoch die Konzentration von Wasserstoff im Stahl ist, wie die Eigenspannung des Materials ausfällt und wie seine Mikrostruktur beschaffen ist. Bislang ließ sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Rissen kommt, schlecht vorhersagen. Die Hersteller mussten aufwändige Versuche durchführen, beispielsweise ein Probeteil einer immer höheren Zugspannung aussetzen und beobachten, bei welcher Belastung Risse entstehen. Doch diese Tests sind sehr zeit- und kostenintensiv und auch nicht eins zu eins auf das spätere Bauteil übertragbar: Denn dessen Geometrie beeinflusst die Rissbildung entscheidend. Auch die verfügbaren Computersimulationen brachten bisher nicht die gewünschten Vorhersagegenauigkeiten für reale Bauteile.

Produktionskosten senken, Entwicklungszeiten verkürzen

Der neue Ansatz könnte solche aufwändigen Methoden zukünftig deutlich reduzieren – und damit Produktionskosten senken sowie Entwicklungszeiten verkürzen. Die Experten am LFT haben einen speziellen Versuchsaufbau entwickelt, um an Proben von hochfesten Stählen das Risskriterium präzise zu ermitteln. Neben den typischen Einflussfaktoren wie Wasserstoffgehalt, Eigenspannungen und Materialgefüge, die parallel eingestellt werden können, ziehen sie dabei die starken Temperaturgradienten in Betracht, die beim Schweißen auftreten.

Mit diesem Kriterium füttern die Fachleute am IWM eine Computersimulation, um für beliebige Bauteile und Geometrien zu analysieren, ob Kaltrisse drohen. „Auf diese Weise sind wir in der Lage, für jede Stelle und jeden Zeitpunkt des simulierten Schweißprozesses kaltrissgefährdete Bereiche einer Schweißnaht ausfindig zu machen”, erläutert Schweizer. Auch die Auswirkungen von Gegenmaßnahmen können die Forscher so im Vorfeld überprüfen und nötigenfalls anpassen: Dazu übertragen sie die Ergebnisse wieder in die Simulation zurück, um sie dort weiter anzupassen.

Hersteller von Fahrzeugen oder Maschinen könnten mithilfe dieses Verfahrens also zukünftig für ihre Werkstoffe schon im Vorfeld unkritische Schweißparameter und Randbedingungen festlegen – und so den Fertigungsprozess deutlich effizienter und sicherer gestalten. Dies gilt besonders für schwer zu schweißende Materialien mit sehr engen Prozessfenstern hinsichtlich Schweißparametern oder Vor- und Nachwärmtemperaturen. Fraunhofer IWM und LFT testen ihr neues Verfahren derzeit in Kooperation mit der Robert Bosch GmbH und der ThyssenKrupp Steel Europe AG an laserstrahlgeschweißten Demonstratoren aus hochfesten Stählen.

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Bild: Im Versuch wird die Materialprobe bis zur Schweiß-Temperatur erhitzt, um ihre kritischen Bedingungen zur Kaltrissbildung zu ermitteln.

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an: Fraunhofer IWM, Frank Schweizer, Tel.: +49 761 5142-122, www. iwm.fraunhofer.de

–CND2512–

Bücher

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Stahlbau-Kalender 2012 Eurocode 3 - Grundnorm, Brücken, Ulrike Kuhlmann, 783 Seiten, 587 Abbildungen, 175 Tabellen, Ernst & Sohn Verlag, April 2012, 139 €, ISBN: 978-3-433-02988-6

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Der Stahlbaukalender 2012 setzt die in 2011 gestartete Vorstellung der Teile der europäischen Bemessungsnorm EN 1993 (EC3) fort. Seit Juli dieses Jahres gelten die Normen als bauaufsichtlich eingeführt und deren Anwendung zusammen mit ihren Nationalen Anhängen ist verpflichtend.

Der Stahlbaukalender 2012 befasst sich mit zwei Schwerpunktthemen, „EC3” und „Brücken”. Das Buch enthält einen aktualisierten und um Berichtigungen ergänzten Abdruck von DIN EN 1993, Teil 1-1: „Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau” und den Abdruck von DIN EN 1993, Teil 1-5 „Plattenförmige Bauteile”. In gewohnter Weise ist der Normentext an entsprechenden Stellen übersichtlich durch die Vorgaben der Nationalen Anhänge, NDP oder NCI ergänzt und mit hilfreichen Hintergrundinformationen versehen. Der Normteil dieser Stahlbaukalenderausgabe enthält außerdem vier Kommentarbeiträge zu den Teilen 1-6: „Festigkeit und Stabilität von Schalen”, 1-8: „Bemessung von Anschlüssen”, 1-9: „Ermüdung” und 1-10: „Stahlsortenwahl im Hinblick auf Bruchzähigkeit und Eigenschaften in Dickenrichtung”. In bewährter Form enthält die Ausgabe eine Zusammenstellung der aktuellen Technischen Baubestimmungen, Normen, Bauregellisten und Zulassungen im Stahlbau. Ein weiterer Beitrag beschreibt die Inhalte und die Hintergründe der relevanten europäischen Einwirkungsnormen, die insbesondere konform zu dem Sicherheitskonzept der neuen Bemessungsnormen sind.

Ausgehend von Erfahrungen bezüglich Korrosionsschäden behandelt der nächste Beitrag konzeptionell den Korrosionsschutz hinsichtlich Planung und konstruktiver Gestaltung. Dem folgend wird das zweite Schwerpunktthema „Brücken” behandelt. Anhand von Fallbeispielen werden in Kurzbeiträgen von Experten aus der Praxis verschiedene Aspekte der Fertigung, Transport und Montage von Brücken unter Einsatz zeitgemäßer Herstellungs- und Planungstechniken angesprochen. Der anschließende Beitrag „Dynamik von Eisenbahnbrücken” stellt zunächst die wichtigsten theoretischen Grundlagen der Baudynamik zusammen und geht auf die Besonderheit des Schienenverkehrs sowie die hoch komplexe Fahrzeug-Fahrweg-Wechselwirkung bei Eisenbahnbrücken ein. Relevante Berechnungsmethoden und normative Regelungen hierzu werden vorgestellt und durch Rechenbeispiele an realen Eisenbahnbrücken vertieft. Im Beitrag „Brückenseile” werden zunächst gängige Ausführungsformen von seilverspannten Brücken vorgestellt und die wichtigsten Vertreter, Hängebrücken und Schrägseilbrücken etwas näher beleuchtet. Nach einer technischen Beschreibung und Charakterisierung von heute hergestellten vollverschlossenen Seilen und Litzenbündelseilen geht der Beitrag auf die wesentlichen Besonderheiten der Berechnung sowie die aktuellen und künftigen Bemessungsregelungen ein. Der Beitrag schließt mit der Vorstellung von Maßnahmen zu Prüfung, Unterhaltung und Erneuerung von Seilen.

In den Beiträgen über die „Brückenlager” und „Fahrbahnübergänge” werden neue Entwicklungen vorgestellt und derzeitige und zukünftige Regelungen erörtert. Das Buch schließt mit einem interessanten Aufsatz, der sich mit der historischen Entwicklung der Brückenbaukunst befasst und Anregungen zur Gestaltung von Stahlbrücken gibt.

Das Buch ist ein Nachschlagewerk. Insbesondere einige Brückenbaubeiträge besitzen einen gewissen Leitfadencharakter. Die kommentierten Normabdrucke und die Kommentarbeiträge fördern das Verständnis und erleichtern den Einstieg in die neuen Bemessungsvorschriften. Für die tägliche Arbeitspraxis werden jedoch die enthaltenen Normabdrucke wegen der Größe und des Gewichts des Gesamtwerks nur schwer ein separat gebundenes Normenheft in A4-Größe bzw. die elektronische Ausgabe der Norm ersetzen.

Für Planer, Ingenieure und Akademiker, die sich intensiv mit Stahlbau befassen, ist das Buch insbesondere zur Vorbereitung auf die Einführung von Eurocode 3 zu empfehlen, zumal das Buch als Ergänzungsband zur vorigen und voraussichtlich zu folgenden Ausgaben vom Stahlbaukalender zu betrachten ist.

–CBD2112–

Milad Mehdianpour

Bauwerksabdichtung gegen von außen und innen angreifende Feuchte, Dieter Ansorge, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, 300 Seiten, 294 Abbildungen, 5 Tabellen, Fraunhofer IRB Verlag, 2011, 32 €, ISBN: 978-3-8167-8413-5

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Pfusch am Bau vernichtet laut statistischen Erhebungen allein in Deutschland jährlich ca. 4 Milliarden Euro. Die gleichnamige Reihe des Fraunhofer IRB Verlages greift diese Problematik auf. In der nunmehr 4. Auflage behandelt Dieter Ansorge in anschaulicher Weise das Thema „Bauwerks-abdichtungen”. Der Laie wird gut strukturiert und in einem frischen, verständlichen Schreibstil in die Thematik eingeführt.

Kapitel 1 beinhaltet Hinweise zu Grundlagen, Planung, typische Ausführungen von Abdichtungen, wie Weiße und Braune Wanne. Der Autor setzt sich ebenfalls mit Pfusch infolge von Planungsfehlern auseinander und gibt eine Einführung in die geltende Normungs- bzw. Regelungsvielfalt. Besonderheiten bei nachträglicher Abdichtung bei Altbauten oder Nutzungsänderung von Kellern werden ebenfalls vorgestellt.

Das zweite Kapitel liefert anschauliche Beispiele der einzelnen Schadensfälle aus der Sachverständigenpraxis von „A”, wie „Abdichtung” bis „Z”, wie „Zinkblech”. Neben einer gut gegliederten Beschreibung werden auch Maßnahmen zur Abhilfe und rechtliche Konsequenzen für Verantwortliche genannt. Unterteilt in Abdichtungen gegen Bodenfeuchte, drückendes und nichtdrückendes Wasser werden verschiedene Praxisfälle vorgestellt und erläutert.

In den allgemeinen Hinweisen des dritten Kapitels zur Vermeidung von Pfusch am Bau stellt der Autor Empfehlungen unterteilt in Gruppen der jeweiligen Adressaten, Bauherren, Käufer, Bauträger und ausführenden Firmen zusammen.

Der Index am Ende lässt den Leser auf einfachem Weg die entsprechenden Stellen im Buch auffinden.

Letztendlich kann diese anschauliche Zusammenstellung sowohl unkundigen Bauherren und Käufern von Häusern oder Wohnungen als auch Planern, Sachverständigen, Versicherern, Ausführenden und Juristen als Nachschlagewerk empfohlen werden.

–CBD2212–

Ralph Bäßler

Personalia

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Nachruf auf Hans Pulker

Am 12. September 2012 verstarb Prof. Dr. Hans Pulker im Alter von 78 Jahren in Triesen, Fürstentum Liechtenstein, plötzlich und unerwartet. Mit ihm verlieren die Wissenschaft sowie die Technologie dünner Schichten einen herausragenden Repräsentanten. Hans Pulker hat neben der Entwicklung neuer Beschichtungsverfahren als prominenter Industriewissenschaftler und Hochschullehrer eine ganze Generation von Experten ausgebildet und auf vielfältige Weise in seinem Fach Akzente gesetzt. Auch als Dozent für den VDI, die TAE und TAW sowie das OTTI hat er unzählige Teilnehmer an seinem Wissen in der Oberflächen- und Beschichtungstechnik teilhaben lassen.

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Hans Pulker stand in voller Schaffenskraft, war wissenschaftlich sehr aktiv und bestens informiert über die Entwicklungen der Physik dünner Schichten und Oberflächen. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Kollegen, Schüler und Freunde werden seine offene, diplomatische und pragmatische Art sowie seinen Rat sehr vermissen.

–CPD0212–

Veranstaltungen

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Anlagenschäden - Risiken erkennen und vermeiden

23. und 24. April 2013, Frankfurt am Main (Deutschland)

Call for Papers

Das Zusammenspiel aus optimaler Werkstoffwahl und prozessorientierter Auslegung einer Anlage bildet die Basis für einen zuverlässigen Betrieb und eine ausreichende Lebensdauer ohne vorzeitige Ausfälle. Um dies zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit von Werkstoffentwicklern und -anbietern, Konstrukteuren und Prozessingenieuren sowie Prüfinstitutionen und Überwachungseinrichtungen notwendig. Das Symposium hat das Ziel, über wissenschaftliche Fortschritte und moderne technische Entwicklungen auf den Gebieten der Werkstoffe, der Konstruktionsstrategien und der Lebensdauerberechnung zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

Daher lädt die Fachgemeinschaft alle Interessierten ein, entsprechende Lösungen aus den Bereichen Werkstoffe, Konstruktion und Lebensdauer vorzustellen und zu diskutieren. Wir freuen uns über Vortrags- und Postereinreichungen.

Interessenten wenden sich bitte an: Andrea Köhl, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Tagungen, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Tel.: +49 69 7564-235, info@dechema.de, www.processnet.org/WKL2013

–CCD3512–

Korrosionsschutz in der maritimen Technik

23. und 24. Januar 2013, Hamburg (Deutschland)

Auf der Suche nach den richtigen Lösungen sind enge Zusammenarbeit und ein stetiger Erfahrungsaustausch unerlässlich. Die Fachtagung Korrosionsschutz in der maritimen Technik soll hier eine breite und wirkungsvolle Plattform bieten.

Es existieren vielfältige Möglichkeiten, einen langlebigen Korrosionsschutz in maritimer Umgebung herzustellen. Anlässlich der Tagung werden hierzu wichtige Aspekte vorgestellt.

Neben der Werkstoffauswahl z. B. durch die Verwendung nichtrostender Stähle oder bestimmter Aluminiumwerkstoffe können auch Beschichtungssysteme und aktive d. h. kathodische Schutzverfahren zum Erfolg führen. Schon in der Design- und Bauphase wird der Grundstein für eine technisch und wirtschaftlich ausgewogene Korrosionsschutzstrategie gelegt, wodurch Instandhaltungsmaßnahmen minimiert werden können.

Es wird die Frage gestellt, ob die üblichen nasschemischen Beschichtungssysteme in allen Fällen einen optimalen Korrosionsschutz ermöglichen. Wie wirkungsvoll kann der Einsatz der weniger verbreiteten Pulverbeschichtungen in bestimmten Anwendungsfällen sein? Aktuelle Informationen und Erkenntnisse zu Abrostungsraten und Anwendungsmöglichkeiten des kathodischen Korrosionsschutzes werden vorgestellt. Über die Entwicklungen und Erfahrungen bei der Umsetzung normativer Forderungen der DIN EN 1090 sowie über juristische Fragestellungen werden Sie informiert. Anerkannte Fachleute stellen die Themen vor. Im Anschluss an die Vorträge können die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit nutzen, ergänzende Fragestellungen zu diskutieren.

Interessenten wenden sich bitte an: Germanischer Lloyd SE, Friederike Arndt, Brooktorkai 18, D – 20457 Hamburg, Tel.: +49 40 36149-332, Fax +49 40 36149-7429, tagung-korrosion@gl-group.com, www.gl-group.com/congress

–CCD3612–

Veranstaltungskalender

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Dezember 2012  
2. – 5.12. inline image Bad Neuenahr (Deutschland)Feuerfest-Technologie Teil I: Feuerfeste Stoffe und Schlacken in der Metallurgie Stahl-Akademie Stahlinstitut VDEh Düsseldorf info@stahl-akademie.de www.stahl-akademie.de
inline image 4.12. inline image Dresden (Deutschland)Nicht-konventionelle Plasma- und Randschichtdiagnostik zur Charakterisierung von Plasma-Oberflächen-Prozessen Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. Dresden Kotschenreuther@efds.org www.efds.org
4. – 5.12. inline image Düsseldorf (Deutschland)Bruchmechanische Bewertung von Stahl in der Praxis Stahl-Akademie Stahlinstitut VDEh Düsseldorf info@stahl-akademie.de www.stahl-akademie.de
5. – 6.12. inline image Kaiserslautern (Deutschland)Schicht- und Oberflächenanalytik Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) Frankfurt fortbildung@dgm.de www.dgm.de
5. – 6.12. inline image Dortmund (Deutschland)Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten Lehrstuhl für Werkstofftechnologie der Technischen Universität Dortmund Dortmund www.inventum.de
5. – 7.12. inline image Berlin (Deutschland)Bauteilmetallographie Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) Frankfurt fortbildung@dgm.de www.dgm.de
5. – 7.12. inline image Frankfurt (Deutschland)Korrosionsschutz – Grundlagen und Anwendungen DECHEMA e.V. Weiterbildung Frankfurt am Main gruss@dechema.de www.kwi.dechema.de/Weiterbildung www.kwi.dechema.de/KB.html
6. – 7.12. inline image Bad Neuenahr (Deutschland)Werkstoffprüfung 2012 Fortschritte in der Werkstoffprüfung für Forschung und Praxis Stahlinstitut VDEh Düsseldorf tagung-werkstoffpruefung@vdeh.de www.tagung-werkstoffpruefung.de
inline image 10. – 12.12. inline image Berlin (Deutschland)Workshop Lockin-Thermografie Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. Berlin www.dgzfp.de
Januar 2013  
14. – 19.1. inline image München (Deutschland)Bau 2013 Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme Messe München GmbH München info@messe-muenchen.de www.bau-muenchen.com
23. – 24.1. inline image Hamburg (Deutschland)12. Tagung „Korrosionsschutz in der maritimen Technik” GfKORR - Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V. - Hauptgeschäftsstelle - Frankfurt/Main www.gfkorr.de
30. – 31.1. inline image Regensburg (Deutschland)PVD- und CVD-Beschichtungsverfahren für tribologische Systeme OTTI e.V. Regensburg anmeldebuero@otti.de www.otti.de
Februar 2013  
13. – 14.2. inline image Düsseldorf (Deutschland)Stahlmarkt 2013 17. Handelsblatt-Jahrestagung EUROFORUM Deutschland Düsseldorf dana.knabbe@euroforum.com www.handelsblatt-stahlmarkt.de
19. – 20.2. inline image Berlin (Deutschland)45. Tagung des DVM-Arbeitskreises Bruchvorgänge Deutscher Verband für Materialforschung und -prüfung e. V. (DVM) Berlin office@dvm-berlin.de www.dvm-berlin.de
April 2013  
10. – 11.4. inline image Berlin (Deutschland)2. Tagung des DVM-Arbeitskreises Elastomerbauteile Deutscher Verband für Materialforschung und -prüfung e. V. (DVM) Berlin office@dvm-berlin.de www.dvm-berlin.de
inline image 23. – 24.4. inline image Frankfurt am Main (Deutschland)Anlagenschäden - Risiken erkennen und vermeiden Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA) Andrea Köhl Frankfurt am Main info@dechema.de www.processnet.org/WKL2013
Juni 2013  
18. – 19.6. inline image Clausthal-Zellerfeld (Deutschland)Werkstoff- und Bauteilprüfung Deutscher Verband für Materialforschung und -prüfung e. V. (DVM) Berlin office@dvm-berlin.de www.dvm-berlin.de
Juli 2013  
3. – 5.7. inline image Karlsruhe (Deutschland)19. Symposium Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) Niels Parusel Frankfurt np@dgm.de www.dgm.de
September 2013  
inline image 16. – 21.9. inline image Hannover inline image (Deutschland)EMO – Messe Die Welt der Metallbearbeitung VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. Frankfurt am Main newsletter@emohannover.com www.emo-hannover.de www.vdw.de
17. – 18.9. inline image Duisburg (Deutschland)Funktionswerkstoff Kupfer Deutsches Kupferinstitut Berufsverband e.V. Düsseldorf seminar@copperalliance.de www.kupferseminar.de
18. – 20.9. inline image Dresden (Deutschland)ZVO Oberflächentage 2013DGO Deutsche Gesellschaft für Oberflächentechnik e. V. Hilden info@dgo-online.de www.dgo-online.de