Ausflug in die Vergangenheit: Chinin und andere Chinaalkaloide 2. Teil: Die Aufklärung des räumlichen Baus der Chinolin-Chinaalkaloide

Authors

  • Prof. Dr. Dr.h.c. Fritz Eiden

    1. Institut für Pharmazie - Zentrum für Pharmaforschung - der Ludwig-Maximilians-Universität, Sophienstraße 10, D-80333 München
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    • Prof. Dr. Dr.h.c. Fritz Eiden, geb. 1925 in Trier; Studium der Pharmazie und Chemie in Marburg/Lahn; Promotion 1955 (Pharmazeutische Chemie, bei H. Böhme) und Habilitation 1962 (Pharmazeutische Chemie) in Marburg; von 1964–1970 Direktor des Pharmazeutischen Instituts der F. U. in Berlin; von 1970–1994 Vorstand des Instituts für Pharmazie und Lebensmittelchemie der Universität München; 1994 Emeritierung. Arbeitsgebiete: Medizinische Chemie (insbesondere von ZNS-Wirkstoffen); Arzneimittelanalyse.


  • 1. Teil: Pharm. Unserer Zeit 27 (1998), 257–271. Im 3. Teil wird über Synthesen von Chinolin-Chinaalkaloiden berichtet sowie über die Strukturaufklärung und die Darstellung der Indol-Chinaalkaloide.

Abstract

Schon im frühen 19. Jahrhundert wurden die wichtigsten Chinaalkaloide isoliert. Zum Nachweis und zur Konstitutionsaufklärung des Chinolinanteils der Alkaloide brauchte man mehr als fünf Jahrzehnte und erst um die Jahrhundertwende kam man der Chinuclidingruppe auf die Spur. 1907 schließlich konnte das Problem der Verknüpfung der Chinolin- mit der Chinuclidingruppe gelöst und so die Konstitution der Chinaalkaloide endgültig geklärt werden. Doch damit war das Ziel der mühsamen Wanderung noch lange nicht erreicht: Für die Analyse der Raumstruktur von Chinin, Cinchonin und ihrer Stereoisomeren wurden weitere vierzig Jahre benötigt.

Ancillary