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Abstract

Unter den 9,4 Millionen neuen Tuberkulose-Fällen weltweit im Jahr 2009 waren 1,1 Millionen Menschen HIV-positiv. Durch den Anstieg an HIV-Infektionen wurde die HIV/AIDS-assoziierte Tuberkulose zum Hauptproblem der nationalen Tuberkulose-Programme, besonders in Sub-Sahara-Afrika. Dort sterben bis zu 30 % der HIV-positiven Tuberkulose-Patienten noch vor Beendigung der Tuberkulose-Therapie. Frühe Diagnose, individuelle Beratung, schnelle Therapie und flächendeckende Prävention sind Schlüsselelemente des Nationalen Tuberkulose-Programms in Ghana. Durch die vor wenigen Jahren noch undenkbare Verfügbarkeit von Labortests und Medikamenten sind die Erfolgsaussichten zur Reduktion der Tuberkulose- und HIV-Prävalenz groß. Die besonderen Herausforderungen in infrastrukturell schwachen Regionen liegen in der Aufstockung und Schulung von medizinischen Fachkräften und einer nahtlosen Kooperation der Aktivitäten von Tuberkulose- und HIV/AIDS-Zentren.