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Abstract

TNFα-Inhibitoren finden zur Therapie verschiedener Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zunehmende Verwendung. Da TNFα für die Aufrechterhaltung einer immunologischen Balance bei chronisch-persistierenden Infektionen von essentieller Bedeutung ist, kann es jedoch durch TNFα-Blockade zu einem Aufflackern latenter, persistierender Infektionen kommen. Von größter Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Reaktivierung einer latenten Tuberkulose. Unter TNFα-Inhibitortherapie ist das Risiko einer TB-Reaktivierung um den Faktor 9 bis 16 erhöht. Extrapulmonale und disseminierte TB-Verläufe sind unter TNFα-Inhibitortherapie deutlich häufiger als bei spontanem Auftreten einer TB. Vor Beginn einer TNFα-Inhibitortherapie muss daher durch klinische, radiologische und immunologische Diagnostik eine latente TB möglichst sicher ausgeschlossen werden. Besteht die Notwendigkeit des Einsatzes eines TNFα-Inhibitors trotz Hinweisen für eine latente TB, muss zunächst eine präventive Chemotherapie mit Isoniazid vorgeschaltet werden.