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Abstract

Von dem Komplex cis [Cr en2 (N3)2]+ wird das Azid, Bromid, Jodid, Nitrat und Perchlorat dargestellt und zwar primär durch Umsatz von [Cr en3] Cl3 mit NaN3 in warmer wäßriger Lösung.

Die roten Salze sind im Gegensatz zu denen von [Co(NH3)4 (N3)2]+ ungefährlich, da die Bindung der Azidreste polarer ist. Sie lösen sich in Wasser von Zimmertemperatur etwa 4- bis 6mal leichter als jene.

Die Lichtabsorption fügt sich den bisher von uns erkannten Bauprinzipien für die Spektren der Co- und Cr(III)-ammine. Entsprechend der stets kurzwelligeren Lage der hohen Banden der Cr-komplexe steht die niedrige Bande II frei, im Gegensatz zu den ent sprechenden Co-salzen.

Die Komplexe aquotisieren in Wasser von Zimmertemperatur so langsam, daß es die präparative Verarbeitung kaum stört, aber doch größenordnungsmäßig schneller als die entsprechenden Co-salze. Der Übergang in den Diaquo-dien-komplex kann als mono-molekulare Reaktion beschrieben werden. Auf keinen Fall erfolgt daher die Aquotisierung in der ersten Stufe (zum Azido-aquo-komplex) größenordnungsmäßig schneller als jene der zweiten Stufe (zum Diaquo-komplex).