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Keywords:

  • Irritative Kontaktdermatitis;
  • Hautschutzprodukte;
  • Hautpflegeprodukte;
  • Hautfeuchtigkeitscremes;
  • Harnstoff;
  • transepidermaler Wasserverlust;
  • Zahntechniker
  • irritant contact dermatitis;
  • barrier creams;
  • skin care products;
  • moisturizers;
  • transepidermal water loss;
  • dental laboratory technicians

Zusammenfassung

Hintergrund: Die irritative Kontaktdermatitis der Hände ist bei Zahntechnikern infolge der zahlreichen Kontakte mit verschiedenen Irritantien sehr häufig. Hautschutzprodukte (HS) werden oft vermieden, weil ein fester Griff von Werkzeugen und kleinen Objekten notwendig ist; weiterhin dürfen die dentalen Objekte nicht durch Hautschutzprodukte kontaminiert werden. In dieser Studie sollte die Wirksamkeit von Hautschutzprodukten, die während der Arbeit eingesetzt wurden, mit Hautpflegeprodukten (HP) verglichen werden, die nach der Arbeit verwendet wurden.

Methode: Zwei bekannte, kommerzielle HS (HS-1, HS-2) und zwei Hautpflegeprodukte mit Harnstoff bzw. Bienenwachs (HP-1, HP-2) wurden in fünf Zahntechniklaboren durch insgesamt 192 Zahntechniker evaluiert. Jeder Zahntechniker verwendete ein HS (mehrere Applikationen während der Arbeitsschicht) und ein HP, angewendet mindestens ein Mal täglich zu Hause für vier Wochen, jeweils mit einer „wash-out-Periode” von zwei Wochen dazwischen. Die Sequenz HS-HP bzw. HP-HS wurde für jedes Labor randomisiert in zwei einfache, blinde Cross-over-Designs für beide Kombinationen (HS-1 + HP-1, HS-2 + HP-2). Die Zahntechniker bewerteten die Produkte auf einer Wirksamkeitsskala (schlechter, keine, gut, sehr gut). Der Hautzustand wurde durch einen Dermatologen zu Beginn der Studie, nach vier, sechs und zehn Wochen unter Bildung eines Summenscores auf einer Skala für Erythem, Infiltration, Bläschen, Fissuren und Schuppung evaluiert. Außerdem wurde der transepidermale Wasserverlust (TEWL) auf dem Handrücken und auf der Beugeseite des Unterarms zu Beginn und am Ende der 4-wöchigen Produktanwendung gemessen. Der Quotient dieser zwei Parameter wurde für die statistische Auswertung herangezogen (Co-Varianz-Analyse).

Ergebnisse: Die Bewertung von „gut” und „sehr gut” war für HS-1 58 %, HS-2 67 %, HP-1 77 %, HP-2 98 %. Beide HP wurden besser als die HS bewertet, insbesondere HP-2. Dies wurde bestätigt durch die Verbesserung des Hautzustandes (HS-1 35 %, HS-2 44 %, HP-1 55 %, HP-2 56 %). Statistisch signifikante Unterschiede beim TEWL wurden gefunden für: HP-1 besser als HS-1 (p = 0,007); HP-2 besser als HS-2 (p = 0,03). Die Akzeptanz der Produkte war hoch. Die Mehrheit der Zahntechniker war bereit, die Behandlung so fortzuführen (68 – 89 %).

Schlußfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, daß die Anwendung von Hautpflegeprodukten nach der Arbeit sehr wirksam ist und unter den gewählten Studienbedingungen den während der Arbeit eingesetzten Schutzprodukten überlegen war. Die intensive Anwendung von Hautpflegeprodukten nach der Arbeit wäre für viele Berufe praktikabel und könnte zu einer deutlichen Reduktion der Häufigkeit von irritativer Kontaktdermatitis führen.

Summary

Background: Irritant contact dermatitis of the hands is very common in dental laboratory technicians due to frequent contact with various irritants. Barrier creams (HS) are often avoided because a tight grip of tools and small objects is necessary; furthermore dental objects must not be contaminated by HS. In this study the efficacy of HS applied during working hours was compared to skin care products (HP) applied only after work.

Method: 2 popular commercial HS (HS-1, HS-2) and 2 moisturizers containing urea and beeswax respectively (HP-1, HP-2) were evaluated in 5 laboratories by a total of 192 technicians. Every technician used one HS (several applications during working hours) and one HP applied at home at least once daily for 4 weeks each with a wash-out period of 2 weeks in between. The sequence HS-HP, HP-HS was randomized for every laboratory in two single blind cross over designs for both combinations (HS-1 with HP-1, HS-2 with HP-2). The technicians scored the products on a scale of efficacy (worse, none, good, very good). The skin condition was evaluated by a dermatologist at the beginning of the study, after 4, 6 and 10 weeks on a scale for erythema, infiltration, vesicles, fissures and scaling to produce a sum score. Furthermore, transepidermal water loss (TEWL) was measured on the back of the hand and on the ventral aspect of the forearm at the beginnung and the end of the 4 weeks application period. The quotient of these two parameters was used for statistical evaluation (covariance analysis).

Results: The assessment of either „good” or „very good” was as follows: HS-1 58 %; HS-2 67 %; HP-1 77 %; HP-2 98 %. Both HP, particularly HP-2, were judged superior to either HS. This was confirmed by the improvement of the skin condition (HS-1 35 %; HS-2 44 %; HP-1 55 %; HP-2 56 %). Statistical significance of the differences in TEWL data was clearly demonstrated: HP-1 better than HS-1 (p = 0.007); HP-2 better than HS-2 (p = 0.03). The acceptance of the products was high. The majority was willing to continue its usage after the study (68 % – 89 %).

Conclusions: The results demonstrate that the use of after work moisturizers is highly beneficial and under the chosen study conditions even superior to barrier creams applied at work. This approach is more practical for many professions and may effectively reduce the frequency of irritant contact dermatitis.