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The most common goal of animal conservation programmes is to maintain genetic diversity. Various measures for genetic variability based on pedigree information can be used, but most of them are very sensitive to completeness of pedigree information. Different criteria based on probability of identity-by-descent (effective population size via increase in inbreeding Ne) or probability of gene origin (effective number of founders fe, ancestors fa and founder genomes Ng) were used to describe the genetic variability of three Austrian cattle breeds [Original Pinzgau (PI), Tux-Zillertal (TZ), Carinthian Blond (CB)]. Reference populations for PI were defined by animals born between 1993 and 1997 and for TZ and CB by all living animals, irrespective of birth year. The numbers of animals in the reference populations were 9706, 471 and 230 for PI, TZ and CB, respectively. The average complete generation equivalent showed the different quality of pedigree information: 5.33 for PI, 2.52 for TZ and 1.73 for CB. The following Nes were calculated: 76 for PI and CB and 43 for TZ. For PI, TZ and CB a fe-value of 65.4, 21.0 and 29.9, a fa-value of 32.1, 14.2 and 29.0 and a Ng-value of 19.5, 9.7 and 22.6, respectively, were calculated. In particular, the results for TZ demonstrate the urgent need for a well-planned conservation programme.

Ergebnisse von Pedigreeanalysen zur genetischen Variabilität der Tux-Zillertaler, Kärntner Blondvieh und Original Pinzgauer Rinderrasse in Österreich

Die Erhaltung der genetischen Variabilität ist das vordringliche Ziel im Rahmen vieler Erhaltungszuchtprogramme. Mittlerweile existiert eine Reihe von Kennzahlen für die genetische Variabilität, die auf Pedigreeinformationen basieren. Einige von ihnen sind sehr sensibel bezüglich der Qualität der Pedigreeinformation. Es wurden verschiedene Kriterien, beruhend auf der Wahrscheinlichkeit der Herkunftsgleichheit von Genen (effektive Populationsgröße via Inzuchtsteigerung Ne) oder auf der Wahrscheinlichkeit des Genursprunges (effektive Anzahl von Gründertieren fe, wichtigen Ahnen fa und Gründergenomen Ng) zur Beschreibung der genetischen Variabilität von drei österreichischen Rinderrassen [Original Pinzgauer (PI), Tux-Zillertaler (TZ) und Kärntner Blondvieh (KBL)] herangezogen. Für die Referenzpopulation wurden bei PI alle zwischen 1993 und 1997 geborenen Tiere herangezogen. Bei TZ und KBL galten alle lebenden Tiere, unabhängig von ihrem Geburtsjahr, als Referenztiere. Die Tieranzahl der Referenzpopulationen betrug 9.706, 471 und 230 für PI, TZ und KBL. Das durchschnittliche komplette Generationsäquivalent zeigte deutliche Qualitätsunterschiede bei der Pedigreeinformation. Es betrug 5,33 für PI, 2,52 für TZ und 1,73 für KBL. Die über Inzuchtsteigerung ermittelte Ne betrug 76, 43 und 76 für PI, TZ und KBL. Es wurde weiters ein fe-Wert von 65,4, 21,0 und 29,9 sowie ein fa-Wert von 32,1, 14,2 und 29,0 und ein Ng-Wert von 15,5, 9,7 und 22,6 für die Rassen PI, TZ und KBL errechnet. Die in dieser Studie ermittelten Kennzahlen für die TZ-Population, zeigen die Notwendigkeit für die Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen.