SEARCH

SEARCH BY CITATION

Zusammenfassung:

Während analytische Qualitätsstandards durch die Richtlinien der Bundesärztekammer wohl definiert sind, fehlen weitgehend solche Standards für die präanalytische Phase. In den letzten Jahren sind mehrere Empfehlungen zur Definition der Qualität von Untersuchungsmaterialien erschienen. Diese befassen sich mit Antikoagulantien und Probengefäßen, der Wahl des optimalen Probenvolumens, den Stabilitätskriterien während Transport und Lagerung von Untersuchungsmaterial sowie dem Umgang mit hämolytischen, lipämischen und ikterischen Proben. Technische Empfehlungen bezüglich der Probennahme, der Probenidentifikation und der präanalytischen Behandlung im Labor sind schon vor längerer Zeit in internationalen Gremien und Konsensusorganisationen definiert worden, unterliegen jedoch aufgrund technischer Weiterentwicklungen raschen Veränderungen. Die Entwicklung eines präanalytischen Qualitätsmanuals wird daher als essentieller Bestandteil zur Erreichung der Ziele des auch die extraanalytischen Phasen umfassenden Qualitätsmanagements gesehen. Anhand klinischer Beispiele wird die Bedeutung präanalytischer Fehler im Laboralltag bewußt gemacht. Die Erkennung möglicher Fehler wird als kritische Voraussetzung für die Vermeidung präanalytischer Variabler angesehen.