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Zusammenfassung

Die Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden gestaltet sich zunehmend komplexer. Es war daher das Ziel der Arbeitsgemeinschaft Wundheilung (AGW) der DDG die aktuell relevanten Aspekte der nicht-interventionellen, lokalen Wundbehandlung für den Praxisalltag in einem Übersichtsartikel darzustellen. Neben den notwendigen Maßnahmen wie Wundsäuberung und Debridement werden die gängigen Wundauflagen, deren Indikation sowie die praktische Anwendung beschrieben. Moderne Antiseptika, die heute in der Wundtherapie eingesetzt werden, beinhalten meist Polihexanid oder Octenidin. Es können für verschiedene weitere Aspekte der Wundbehandlung physikalische Verfahren wie beispielsweise Unterdrucktherapien eingesetzt werden. Wichtig ist es zudem, die oft relevante Schmerzsymptomatik der Patienten zu erfassen und adäquat zu behandeln. Die moderne feuchte Wundtherapie kann in der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden die Heilung unterstützen, sie kann Komplikationen vermindern und die Lebensqualität verbessern. Gemeinsam mit einer Therapie der zugrundeliegenden Ursachen ist die moderne Wundtherapie damit ein wichtiger Aspekt in dem therapeutischen Gesamtkonzept bei diesen Patienten.