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DRG-Benchmarking: Analyse von Leistungsstrukturen und -unterschieden in dermatologischen Kliniken

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Zusammenfassung

Hintergrund

Im Kontext der DRG-basierten Krankenhausfinanzierung ist die Analyse des Leistungsspektrums der stationären Dermatologie von dauerhaft hohem Interesse. Im Rahmen eines Benchmarking-Projekts sollten Leistungsstrukturen und -unterschiede anhand von Kennzahlen vergleichend untersucht werden.

Methodik

Für die multizentrische Querschnittsstudie wurden Routinedaten von 46 deutschen dermatologischen Kliniken und Abteilungen erhoben, bearbeitet und analysiert. Für die Auswertung standen 95 257 Datensätze aus dem Jahr 2011 zur Verfügung, die nach der Systematik des G-DRG-Systems Version 2013 gruppiert wurden.

Ergebnisse

Die durchschnittliche Verweildauer aller Fälle liegt bei 6,3 Tagen (Normallieger: 5,7 Tage) bei einem durchschnittlichen Patientenalter von 52 Jahren. Insgesamt werden 55 % aller Fälle medizinischen, 45 % operativen DRGs zugeordnet. Einundsiebzig Prozent der Einrichtungen liegen innerhalb dieses Mittelwertes (± 10 %). Es konnte für die Stichprobe kein Zusammenhang zwischen der Bettenzahl der Einrichtung und dem angebotenen Leistungsspektrum nachgewiesen werden. Große Unterschiede zwischen den Einrichtungen zeigten Kennzahlen der Kodierqualität.

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse spiegeln die heterogene Behandlungswirklichkeit der stationären Dermatologie in Deutschland wider. Die Unterschiede in der Leistungserstellung machen deutlich, dass sie neben patientenbezogenen Einflussfaktoren insbesondere auch von den infrastrukturellen Bedingungen und den verfügbaren Ressourcen an den jeweiligen Standorten geprägt sind.

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