SEARCH

SEARCH BY CITATION

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziele

Die Bedeutung einzelner Kontaktallergene ist einem beständigen Wandel unterworfen, der wesentlich durch veränderte Expositionen aufgrund von Verbrauchervorlieben und der Gesetzesvorgaben beeinflusst wird. Ziele der Arbeit sind, Trends aus dem Epikutantest-Kollektiv der DKG- und IVDK-Kliniken darzustellen, die zur aktuellen Änderung (gültig ab 1.1.2014) der DKG-Standardreihe geführt haben und die aktuell geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen darzulegen, die Einfluss auf diese Trends und die Durchführung der Epikutantestung zur Aufklärung von Kontaktallergien haben.

Patienten und Methodik

Das Epikutantestkollektiv aus 56 DKG-/IVDK-Kliniken der Jahre 2010 (n = 13 117), 2011 (n = 13 320), 2012 (n = 12 529) wurde bezüglich der Sensibilisierungshäufigkeiten (Hitliste) auf Kontaktallergene und Lokalisationen allergischer Kontaktekzeme ausgewertet.

Ergebnisse

Mit über 15 % Sensibilisierungshäufigkeit stellt Nickel noch immer das am häufigsten erkannte Kontaktallergen dar. Eine Zunahme der Sensibilisierungshäufigkeit auf Duftstoff-Mix I auf 9,1 % und auf das Konservierungsmittelgemisch aus Chlormethylisothiazolinon/Methylisothiazolinon (MCI/MI) auf 4,5 %, sowie auf Methylisothiazolinon (MI) alleine auf 6,8 % ist zu verzeichnen. Ein Abwärtstrend zeigt sich für Kaliumdichromat von über 6 % (2007) auf 3 % (2012) und für Bufexamac (derzeit bei 0,6 %). Die Hintergründe, gesetzliche Rahmenbedingungen und resultierende Aktualisierung der DKG-Standardreihe werden dargestellt.

Schlussfolgerungen

Die aufgezeigten Trends demonstrieren die Bedeutung der klinischen Epidemiologie und „Wächterfunktion“ von DKG und IVDK im Hinblick auf öffentliche Gesundheitsfürsorge und die Prävention von Kontaktallergien.