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Ziel dieses Aufsatzes ist eine kritische Auseinandersetzung mit der viel beachteten These Pia Reinachers in Je Suisse (2003), dass sich die jüngste Generation Deutschschweizer Autoren durch einen Mangel an Interesse für die eigene Nation von der älteren Generation unterscheidet. Gezeigt wird, dass diese These der Komplexität der neueren Literatur der deutschsprachigen Schweiz nicht gerecht wird. Mit Rücksicht auf den Band Diskurse in die Weite (2010), in dem Hugo Loetscher als Schlüsselfigur der Schweizer Nachkriegsliteratur positioniert wird, wird hier eine alternative These vorgeschlagen: die der “pluralen Heimat.” Ausgangspunkt dieser These ist, dass Loetschers Ansichten zu Identität und Heimat in der Tat richtunggebend für einen entscheidenden Wechsel im Umgang mit dem Thema Heimat in der deutschsprachigen Literatur der Schweiz waren.