Alterssicherung der Frauen im spanischen Rentensystem

Authors


  • Der Autor dankt María Ángeles Tortosa für ihre wertvolle fachliche Unterstützung und die Anmerkungen sowie zwei namentlich nicht genannten Rezensenten für ihre konstruktiven Empfehlungen und Kommentare. Es gilt der übliche Vorbehalt.

Korrespondenzadresse: Concha Salvador Cifre, Departamento de Economía Aplicada, Universitat de València, Facultat d'Economía, Campus dels Tarongers, 46022 Valencia, Spanien; E-Mail: Concha.Salvador@uv.es.

Auszug

Das Beispiel Spaniens bestätigt die verbreitete Meinung, dass beitragsabhängige Vorsorgepläne die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern fortsetzen, was auf die Arbeitsmarktstrukturen und die Teilung der familiären Pflichten zurückzuführen ist. Generell haben Hausfrauen kein Anrecht auf eigene Renten und sind von tieferen Leistungen abhängig, so zum Beispiel von Hinterbliebenenrenten (abgeleitete Ansprüche) oder von beitragsfreien Renten. Frauen, die außerhalb ihres Heims arbeitstätig sind, erwerben wiederum niedrigere Ansprüche als Männer und erhalten in der Folge auch niedrigere Alters- bzw. Invaliditätsrenten (persönliche Ansprüche). Wir wollen hier die Rentenzahlungen in Spanien hinsichtlich des Geschlechts untersuchen, einzelne Rentenreformen seit dem Jahr 2000 beurteilen und Vorschläge unterbreiten, wie mit konkreten Maßnahmen der Übergang von abgeleiteten hin zu persönlichen Ansprüchen gefördert werden kann. Die Vorschläge möchten zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen, die als Recht auf gleiches Wohlbefinden und finanzielle Sicherheit im Alter definiert wird.

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