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Keywords:

  • Spermatic cord torsion;
  • antispermatozoal antibodies;
  • orchidectomy;
  • testicular atrophy;
  • sterility

Zusammenfassung

Immunologische und klinische Untersuchungen bei Patienten nach Samenstrangtorsion

Es wurden 25 Patienten untersucht, bei denen postpubertär eine Samenstrangtorsion aufgetreten war. Der Zeitraum zwischen aufgetretenen Symptomen und Untersuchung lag zwischen 6 Monaten und 7 Jahren. Bei der Untersuchung des Spermas dieser Patienten stellte sich heraus, daß die Spermatozoenzahl bei Patienten mit atrophischen Hoden (13 Patienten) geringer war als bei Patienten mit normalen Hoden oder bei Zustand nach Orchidektomie. Weiter war die Spermatozoendichte vermindert bei Patienten, bei denen die Torsion länger als 2 Jahre zurücklag (12 Patienten) gegenüber denen, bei denen sie erst kürzlich aufgetreten war (13 Patienten).

Agglutinationsantikörper wurden bei 20 % der Patienten gefunden; sie wiesen allerdings keine Korrelation mit Fertilität bzw. Sterilität auf.

Immunfluoreszenzantikörper waren ebenfalls nicht mit Veränderungen der Spermaqualität korreliert. Bei Patienten mit zum Untersuchungszeitpunkt normalen Hoden waren sie nicht vorhanden.

Auf der anderen Seite bestand ein eindeutiger Bezug zwischen Immobilisationsantikörpern und Sterilität, insbesondere mit Beeinträchtigung der Motilität.

Diese Befunde legen nahe, daß Sterilität nach Samenstrangtorsion mit einem Autoimmungeschehen einhergeht. Möglicherweise tritt dieses besonders bei Patienten mit atrophischen Hoden auf und bildet sich erst im Laufe von mehr als 2 Jahren vollständig heraus.