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Zusammenfassung

A. Futterwahl

  • 1
    Stieglitze und Zeisige zeigten eine mehr oder weniger starke Vorliebe füt einzelne Futtersorten.
  • 2
    Größere Mengen wurden vor kleineren bevorzugt.
  • 3
    Die größere Beliebtheit einer Futtersorte läßt sich durch eine größere Menge einer anderen, nicht ausgesprochen unbeliebten Futtersorte ausgleichen.
  • 4
    Der Grad der Bevorzugung einzelner Körnersorten hängt oft von unbedeutend erscheinenden äußeren Umständen ab; er ist auf den verschiedensten Wegen stark umstimmbar. Insbesondere kann die Beliebtheit mancher Futtersorten sinken.
    B. Dressurversuche
  • 1
    Dressuren auf Farb- und Pflanzenmerkmale gelangen straffrei allein durch Beködern sowohl des positiven wie des negativen Merkmalsträgers mit unterschiedlich beliebten Lockmitteln. Dabei wirkt das positive Merkmal anlockend, das negative schwach abstoßend.
  • 2
    An Pflanzen lernten Stieglitze nicht nur deren typische Gestalten, sondern auch individuelle Eigenschaften zu unterscheiden. Ob es auch angeborene Auslöseschemata von Pflanzengestalten gibt, müßte auf anderen Wegen untersucht werden.
    C. Relationserfassung
  • 1
    Die Stieglitze zeigten absolutes Wählen, während die Zeisige sich zufallsgemäß verhielten.
  • 2
    Absolutes oder relatives Wählen scheint von der Feinheit des Unterscheidungsvermögens der Tiere abzuhängen.
    D. Instinkt-Dressur-Verschränkung bei der Futtersuche
  • 1
    Das Verhalten gemäß “freier” Erinnerung wird bei Stieglitzen und Zeisigen nachgewiesen.
  • 2
    Zur Klärung der Frage der Gedächtnisinhalte des auf Futtermerkmale dressierten Vogels wurde die Methode der Beliebtheitsumstimmung der Lockmittel erprobt.