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Zusammenfassung

Ich habe die in langen Jahren gemachten Erfahrungen deshalb zu Papier gebracht, um Forschern Richtlinien zu geben, weitere Versuche in bezug auf das Heimfindevermögen der Brieftauben zu machen.

Da ich nicht Wissenschaftler bin, sondern nur als Praktiker die Feder ergriffen habe, um die Voraussetzungen aufzuzeigen, die für ein schnelles Heirafinden der Brieftauben bei geringen Verlusten auf den Reisen erforderlich sind, möchte ich zum Abschluß meine Ansicht über das Heimfindevermögen selbst wie folgt festlegen:

Die Möglichkeit der Heimkehr einer Brieftaube ist einerseits von der Güte des Brbgutes bedingt, andererseits wird das angeborene Richtungsgefühl durch geeignete Dressur geweckt nnd gefestigt.

An „erdmagnetische Strahlen” glaube ich nicht. Vorzügliches Auge und erstaunliches Erinnerungsvermögen bewirken im Zusammeuhang mit dem Richtungsgefühl das Heimfinden, das durch günstige Witterung be-günstigt, durch atmosphärische Störungen zerstört wird.

Die klimatischen Einwirkungen und die des Geländes auf das Heimfindevermögen sind in verschiedenen Ländern und Erdteilen unterschiedlich. Brieftaubenreise und Vogelzug können nur begrenzt in Einklang gebracht werden.

Ohne Hochform kommt oft keine, nie eine rasche Heimkehr zustande. Für diese Hochform sind die Mauser des Vorjahres, die Einleitung der neuen Mauser des Reisejahres, planmäßige Schonung bei Zucht und Reise, sinngemäße Dressur, geeignete Jahreszeit, richtige Fütterung und absolute Gesundheit erforderlich.

Um eine konstante Hochform zu erzielen, hat sich in der Praxis die sogenannte Witwerschafts- oder Schonmethode als günstigste Art der Führung von Brieftauben erwiesen.