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Zusammenfassung

Das Puppenhäutungsgespinst von Galleria mellonella ist ein starkwandiger, vorn aufgebissener Kokon.

Verlegt man durch operative Entfernung der inkretorischen corpora allata die Puppenhäutung an das Ende des vorletzten oder drittletzten Larvenstadiums vor, so spinnt das Versuchstier einen typischen, jedoch der verringerten Körpergröße angepaßten Puppenhäutungskokon.

Verschiebt man durch Einpflanzen zusätzlicher c. all. die Puppenhäutung auf das Ende eines überzähligen Larvenstadiums, so entsteht wiederum ein typischer, aber der übernormalen Körpergröße angepaßter Puppenhäutungskokon.

Das Larvenhäutungsgespinst der Wachsmotte ist eine schwachwandige, vorn und hinten mit einer rundlichen Öffnung versehene Röhre. Für eine durch Einpflanzen weiterer c. all. bewirkte überzählige Larvenhäutung wird ein typisches, gegenüber der Norm vergrößertes Larvenhäutungsgespinst verfertigt.

Erzeugt man durch Einpflanzen von c. all. im fortgeschrittenen letzten Larvenstadium sogenannte Larvenpuppenhäutungen, aus denen die Tiere als Larvenpuppen oder “Mischformen von Larve und Puppe” hervorgehen, so verfertigen die Versuchsraupen vor solchen Häutungen Gespinste, welche Merkmale sowohl des Puppenhäutungskokons als auch des Larvenhäutungsgespinstes zeigen, also Mischkokons sind.

Folgt einer Larvenpuppenhäutung eine zweite ebensolche, so verfertigt das Versuchstier trotz atypischer Mundteile wiederum ein Häutungsgespinst. Dieses kann abermals Merkmale der beiden Häutungsgespinsttypen aufweisen. Es ist zu schließen, daß die Art der Spinntätigkeit, welche zur Herstellung des Larvenhäutungsgespinstes führt, vom Hemmungshormon der c. all. abhängig ist.