Beobachtungen an einer brasilianischen Tigerkatze1

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    Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Kultusministeriums von Nordrhein-Westfalen; beiden, sowie Herrn Prof. Dr. v. Jordans und Herrn Dr. H. Wolf vom Museum Koenig in Bonn, Herrn Prof. Dr. K. Lorenz und Herrn Prof. Dr. O. Koehler sei auch an dieser Stelle für mannigfache Förderung meiner Arbeiten herzlichst gedankt.

Zusammenfassung

Das Verhalten einer brasilianischen Tigerkatze und von Hauskatzen in fremder Umgebung wird im einzelnen beschrieben, die Rolle der Raumstruktur und der verschiedenen Sinnesgebiete für den Verlauf der Erkundung besprochen. In der Stellung der Schnurrhaare zeigt sich der Wechsel von Betasten und Beriechen, wobei ersteres überwiegt.

Das Ineinanderspiel von Hungerzustand, Fluchtbereitschaft und Teilhandlungen des Beutefangs bei der Tigerkatze wird beschrieben und analysiert.

Auf die Bedeutung des Kot- und Harnverscharrens als taxonomisch bedeutsames Verhaltensmerkmal innerhalb der Familie der Feliden wird hingewiesen. Der Vorgang wird genau beschrieben und das Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren besprochen.

Kurz erwähnt werden das Flehmen bei Tiger- und Hauskatze, Köpfchengeben, Drohstellung, Schwanzgestik, Verhalten gegen verschiedene Attrappen und Lautgebung der Tigerkatze.

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