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Zusammenfassung

Im Frankfurter Zoo gelang es dank einer dem spezialisierten Blätterfresser angepaßten Diät, Guerezas zu halten und zu züchten. In den hochgelegenen Bergregenwäldern seiner Heimat hält er sich fast ausschließlich in den Baumkronen auf. Kleine Familiengruppen leben in eigenen Revieren.

Das im Zoo geborene Junge klammerte sich erst in der zweiten Lebenswoche an die Mutter an. Ende der zweiten Woche beginnt es mit ersten selb-ständigen Bewegungen. Die Mutter hält bestimmte Stillzeiten ein. Sie säugt auch jetzt noch im 11. Monat mindestens zweimal täglich. Mit anderthalb Monaten begann es, feste Kost zu essen. Das schneeweiße Jugendkleid färbte sich bis Ende des dritten Monats in das Erwachsenenkleid um. Auch der Vater ist freundlich zu ihm.

Mit sich allein führt das Kind Bewegungsspiele in den ersten zwei Monaten, aber auch noch im achten aus. Um die Wende zum dritten Monat treten neben einem mehr und mehr ausgeprägten Neugierverhalten solitäre Fluchtspiele hinzu, deren Hauptreiz im Erschrecken vor einer freiwillig auf-gesuchten “Gefahr” liegt; man kann sie mit den Halluzinationsspielen und Illusionsspielen der Kinder vergleichen. Im fünften Monat beginnen soziale Spiele, zuerst Kampfspiele mit der Mutter und im siebenten Monat mit den Halbwüchsigen in der Gruppe. Dadurch trennt sich das Junge von der Familie und ordnet sich aktiv der Jugendgruppe ein. Hier gehen dieselben Kampf- und Verfolgungsspiele wahrscheinlich bis zum Erreichen der vollen Geschlechtsreife weiter. Die Erwachsenen beteiligen sich nicht daran.