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Zusammenfassung

Wenn soeben geschlechtsreif gewordene Rattenmännchen sich beliebig oft paaren dürfen, so ejakulieren sie erst nach zahlreicheren erfolglosen Intromissionen als ältere Männchen. Es erhebt sich die Frage, ob sie wirklich eine höhere Mindestzahl brauchen oder ob der Unterschied auf die kürzeren Pausen zwischen den Aufsprüngen zurückzuführen ist.

Um diese Frage zu beantworten, wurden drei Altersgruppen in zwei Versuchsreihen miteinander verglichen. In der einen Versuchsreihe wurde die Zahl der zur Ejakulation notwendigen Einführungen untersucht: erstens wenn sich die Männchen beliebig oft paaren durften, und zweitens wenn diese Zahl durch Entfernen des Weibchens nach jedem Sprung für eine Minute auf einen Mindestwert herabgedrückt wurde. In der anderen Versuchsreihe wurden die Pausenlängen zwischen den Aufsprüngen bei unbehindert kopulierenden Männchen untersucht.

Die Unterschiede in der Häufigkeit der Aufsprünge zwischen soeben geschlechtsreifen und älteren Männchen waren groß, wenn sie beliebig kopulierten. Aber die Mindestzahl der einer Ejakulation vorangehenden Einfüh-rungen war unabhängig vom Alter.

Die Annahme, daß die höhere Sprungzahl der jungen Männchen bei beliebiger Kopulation auf kurzen Zwischenpausen beruhe, wurde verworfen, denn die kürzesten Pausen fanden sich nicht bei den soeben geschlechtsreifen, sondern bei anderthalb Monate älteren Männchen.