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Zusammenfassung

Wenn man jungen Stockentenküken des gleichen Geleges eine sich bewegende und rufende Attrappe bietet, bevorzugen manche die optischen, andere die akustischen Merkmale. Die Stärkegrade dieser Bevorzugung sind voneinander unabhängig. Die adaptive Bedeutung dieses “Unterschiedes der Bevorzugungen” beruht auf der sozialen Ansteckung: ein persönlich nicht ansprechbares Entchen macht mit einem ansprechbaren Artgenossen mit. Die einen lernen oder prägen sich leichter auf den Ruf, andere desselben Geleges leichter auf den Anblick eines Modells, aber wenn sie beisammen sind, antworten alle auf beides.

Aus der Analyse von Geschwisterschaften ergab sich der Schluß, daß die Bevorzugung gehörter oder gesehener Merkmale wahrscheinlich genetisch begründet ist. Eine Beziehung zwischen Lebensalter und Reizbevorzugung war im Gegensatz zu dem, was frühere Befunde erwarten ließen, nicht zu beobachten.