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Zusammenfassung

Sechs alte und dreizehn junge Zwergchamäleons wurden über längere Zeit unter verschiedenen Bedingungen gehalten und beobachtet.

Beim Nahrungserwerb ergab sich eine bevorzugte Zungenschußentfernung, die abhängig von der Größe der Tiere ist. Ausreichende (Überangcbot) und abwechslungsreiche Nahrung ist notwendig.

Eine Tagestemperatur von 25° C und eine nächtliche von 15°—18° C sowie eine Luftfeuchtigkeit von 40 % scheint den Tieren am besten zuzusagen.

Die Chamäleons haben bevorzugte Aufenthaltsorte für den Tag und einen Schlafplatz, den sie abends immer wieder aufsuchen. Sie besitzen ein außerordentlich gutes Orientierungsvermögen. Untereinander sind sie nicht sehr verträglich, können aber auf größerem Raum und bei richtiger Auswahl der Tiere zusammen gehalten werden.

♂♂ und ♀♀ drohen verschieden. ♂♂ sind aggressiver und erkenner. einen Geschlechtsgenossen auf große Entfernung.

Die Begattung wurde mehrfach beobachtet. Die ♀♀ verhalten sich ziemlich passiv oder versuchen sogar, das ♂ abzuwehren.

Ein ♀ gebar knapp 3 Monate nach der Begattung. Gegen Ende der Tragzeit wird das ♀ sehr dick, hängt ruhig an einem Zweig und frißt wenig. Bei der Geburt bleiben die Jungen, die zuerst noch von der Eihaut umgeben sind. meist mit dieser an Pflanzenteilen kleben, stoßen sich dann durch und gehen gleich im Geäst davon. Es werden etwa 12–16 Junge geboren. Das ♀ ist nach dem Geburtsakt sehr matt und braucht sehr viel Futter, um wieder zu Kräften zu kommen.

Die Jungen fressen und trinken vom ersten Tag an, schießen aber anfangs zu tief und müssen lernen richtig zu treffen. Mit etwa 6 Monaten haben sie ½ der ausgewachsenen Tiere erreicht. Nachts suchen sie von selbst kühlere Plätze auf.